USA - China Aus der Balance geraten

China exportiert und finanziert, Amerika konsumiert. Die merkwürdige Wirtschaftssymbiose der beiden Großmächte funktioniert nicht länger. Ein Handelskrieg ist nicht ausgeschlossen.

Es war schon fast Routine: US-Finanzminister und Präsidenten mahnten in regelmäßigen Zeitabständen und wechselnder Schärfe die chinesische Regierung, den Yuan aufwerten zu lassen. Die Logik dahinter: Ein stärkerer Yuan sollte chinesische Produkte teurer machen, den ungeheuren Appetit der amerikanischen Verbraucher auf die Güter made in China dämpfen und so das weitere Ausufern des US-Handelsbilanzdefizits eindämmen.

Die Chinesen werteten tatsächlich schrittweise auf, knapp 20 Prozent in den vergangenen Jahren. Doch das reichte nicht, um den Warenstrom gen USA zu vermindern. Stattdessen wuchsen die Importe aus China weiter stark. Die Folge: Seit 1999 hat sich das Handelsbilanzdefizit der USA gegenüber China alle vier Jahre verdoppelt. In den USA verlangten Unternehmer, die mit den Billiganbietern nicht konkurrieren konnten, und Gewerkschafter mehr Schutz, doch die Regierung beließ es bei Warnungen. Insgesamt schienen beide Seiten mit dem Arrangement zufrieden. Die Chinesen produzierten fleißig, die Amerikaner konsumierten munter, und die Chinesen liehen mit den Einnahmen aus den Exporten den Amerikanern das Geld dafür.

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»Die Bush-Regierung hat nichts unternommen, denn sie wollte der US-Industrie den Zugang zu billigen Arbeitskräften nicht verbauen«, sagt Robert Scott, Ökonom bei der linksliberalen Denkfabrik Economic Policy Institute. Dazu ergab sich ein positiver Nebeneffekt für die amerikanischen Bürger: Die günstigen chinesischen Produkte halfen, die Inflation im Lande gering zu halten. Unter Volkswirten heißt es, der Discount-Riese Wal-Mart und seine China-Importe hätten in dieser Dekade mehr bei der Bekämpfung der Inflation ausgerichtet als die Notenbanker der Federal Reserve. Bezahlen konnten die Amerikaner die Importe dank der großzügigen Finanzierung durch die Chinesen. Deren Notenbanker kauften massiv US-Staatsanleihen auf. So war die kommunistische Großmacht »die Mutter aller Konsumentenkredite«, wie ein Spott an der Wall Street lautete. Mehr als die Hälfte ihrer Devisenreserven im Wert von knapp zwei Billionen Dollar halten die Chinesen heute in US-Währung. Von dem wachsenden Ungleichgewicht zwischen den beiden Mächten profitierten auch die Europäer. Die durch China finanzierte Nachfrage der USA beflügelte die Märkte weltweit.

Nun droht die Finanzkrise, die mit Macht auf die gesamte Wirtschaft durchschlägt, diesen Balanceakt zu kippen. In den USA ist die Arbeitslosenquote nach jüngsten Schätzungen auf fast acht Prozent angestiegen. Quer durch alle Branchen melden Unternehmen Insolvenz an. Die Folge: Erstmals nach Jahrzehnten sind die US-Verbraucher verunsichert. Ökonomen fürchten, dass die Verbraucherausgaben in 2009 auf das Niveau von 1942 zurückfallen könnten.

China hat die neue Bescheidenheit bereits zu spüren bekommen. Im November ist das Handelsbilanzdefizit – die Differenz zwischen Importen und Exporten – der USA mit China um 17,5 Prozent geschrumpft. Erstmals seit 2001 ist Chinas Export geringer gestiegen als im Vorjahr. Es ist der plötzliche scharfe Einbruch, der trifft. Denn Chinas Abhängigkeit von der Exportwirtschaft ist über die vergangenen Jahre stark gewachsen: Seit 2005 trägt der Export rund 20 Prozent zum Wirtschaftswachstum bei, zuvor lag der Beitrag im einstelligen Bereich. Chinas Führung beobachtet die Wachstumsrate besonders genau, denn die Partei fürchtet soziale Unruhen, wenn die wirtschaftliche Situation sich deutlich verschlechtert.

In den USA macht sich die Sorge breit, dass die Chinesen sich »aus ihrem Sumpf herausexportieren« könnten, indem sie die Weltmärkte mit Produkten zu Dumpingpreisen überschwemmen – also zu Preisen anbieten, die unter den Produktionskosten liegen. Das würde die bereits gebeutelten einheimischen Unternehmen in den USA und Europa hart treffen. Susan Shirk, Leiterin des Institute for Global Conflict and Cooperation an der University of California, sieht eine weitere Gefahr: »Die Chinesen könnten verführt werden, den Yuan abzuwerten.« Das würde sich wie ein Rabatt auf Produkte aus China auswirken – aus chinesischer Sicht eine sinnvolle Aktion, um das Durchsacken der Konjunktur zu verhindern. Warnzeichen sehen US-Beobachter in den chinesischen Exportförderprogrammen, gegen die Bushs Handelsbeauftragte Susan Schwab noch kurz vor dem Ende ihrer Amtszeit bei der Welthandelsorganisation (WTO) Beschwerde eingelegt hat. Und kaum hat Obama seinen Amtsschwur geleistet, kommen aus Washington harsche Töne. Der neue Präsident werde »offensiv alle ihm zur Verfügung stehenden diplomatischen Mittel ausschöpfen, um China zu einer Korrektur der Währungspolitik zu bringen«, erklärte der designierte Finanzminister Timothy Geithner nur einen Tag nach der Amtseinführung Obamas. »China kann nicht weiterhin einen Freifahrschein bekommen, die Prinzipien des fairen und freien Handels zu unterminieren.« Das sind härtere Töne, als sie in den letzten beiden Jahren der Bush-Regierung zu hören waren. Auch die Lobbyisten machen mobil. »Wir sind uns dieser Gefahr durch Dumping sehr bewusst, und unsere Mitglieder sind wachsam gegenüber solchen Tendenzen«, warnt Shaun Donelly, ehemaliger Handelsbeauftragter unter Präsident Bush und heute Direktor für Internationale Angelegenheiten bei der National Association of Manufacturers, dem Verband der verarbeitenden Industrie.

Die Stahlbranche könnte zum ersten Konfliktfeld werden: Vor nur sechs Jahren verschiffte China kaum nennenswerte Mengen Stahl ins Ausland. Heute entfallen 40 Prozent der Weltproduktion auf das Land. In den USA sind die Stahlwerke nicht einmal zur Hälfte ihrer Kapazität ausgelastet. Tausende von Stahlarbeitern wurden entlassen. Im Dezember hat die US-Handelskommission Strafzölle von 35 bis 40 Prozent auf bestimmte Stahlprodukte erhoben, bei denen sie den Verdacht auf Subventionen hegt. Und die Chinesen geraten weiter unter Druck, denn auch ihre Produktion ist auf eine boomende Weltwirtschaft ausgelegt.

Bauarbeiter in Peking

Bauarbeiter in Peking

Mittlerweile zeigt sich auch schon ein grundlegender Wandel bei der Einstellung der Amerikaner gegenüber Globalisierung und Freihandel: Bei einer Umfrage des Pew Research Center im vergangenen Jahr gaben 48 Prozent an, Freihandelsabkommen seien »schlecht für die USA«. Noch 2004 hatten 47 Prozent die Abkommen als »positiv« bewertet. Die Freihandelsskepsis ist bei den Gewerkschaftern besonders ausgeprägt. Und gerade auf deren Unterstützung war Obama bei seiner Wahl angewiesen. Durch die sich rasant verschlechternde Situation am Arbeitsmarkt – im abgelaufenen Jahr hat die US-Industrie 2,6 Millionen Arbeitsplätze verloren – steigt der Druck auf den Präsidenten, seine Wahlversprechen, den Freihandel auf den Prüfstand zu stellen, einzulösen. Verstärkt wird der Druck durch den nun von den Demokraten beherrschten Kongress. Bei ihnen haben protektionistische Tendenzen Tradition.

Sollte China Dumping betreiben oder gar den Yuan abwerten, könnte der neue Präsident zu Gegenmaßnahmen – etwa Strafzöllen – gedrängt werden. »So könnte sich ein gefährlicher Handelskrieg aufschaukeln«, warnt Shirk, die sich in ihrem Buch China – fragile Supermacht mit den Stärken und Schwächen der chinesischen Regierung auseinandersetzt. Das hätte nicht nur Folgen für die Wirtschaft weltweit, sondern birgt nach Ansicht von Shirk auch geopolitische Risiken, sollte sich die Führung in Peking in die Enge getrieben fühlen. »Im Gegensatz zum Handelskonflikt mit Japan in den achtziger Jahren misstrauen sich die USA und China politisch weiterhin. Im Extremfall besteht die Gefahr eines bewaffneten Konfliktes, etwa mit Taiwan.«

Schon haben Obamas Berater angedeutet, eine »Buy American«-Klausel in das Konjunkturprogramm aufzunehmen, mit der teilnehmende Unternehmen gezwungen werden sollen, nur amerikanische Produkte einzusetzen. In einer arbeitsteiligen Welt sei das ein verfehlter Ansatz, urteilt Dan Ikenson vom wirtschaftsliberalen Cato Institute in Washington. »Es ist schlicht überholt, Importe als schlecht und Exporte als gut für die eigene Wirtschaft zu sehen«, kritisiert er.

Die chinesische Führung hat inzwischen gemerkt, dass eine zu große Exportabhängigkeit Risiken birgt. Dennoch ist man in Peking davon überzeugt, dass die chinesischen Produkte in der Relation von Preis und Qualität auf jeden Fall günstiger sind als das, was die Amerikaner herstellen. Ikenson weist darauf hin, dass die Debatte über das Ungleichgewicht aus seiner Sicht gefährlich und irreführend ist. Nicht Länder wie China und die USA konkurrierten, sondern verschiedene Produktionsketten. »Der Wettbewerb findet längst zwischen dem US-Technologieunternehmen statt, das in China fertigen lässt, und dem europäischen Konzern, dessen Lieferant in Korea sitzt.«

Dabei könnte ausgerechnet die Verschuldung der USA disziplinierend auf die beiden Mächte wirken. Um das geplante Konjunkturpaket in Höhe von 800 Milliarden Dollar und die billionenschweren Rettungsprogramme für das erodierende Bankensystem zu finanzieren, muss Obama hoffen, dass seine chinesischen »Hausbanker« weiter US-Staatsanleihen kaufen. Allein im laufenden Jahr werden die USA zwei Billionen US-Dollar neue Schulden machen. Zwar haben die Chinesen immer wieder angedeutet, dass sie ihre Investitionen künftig breiter streuen wollen. Doch jüngste Daten zeigen, dass sie weiterhin US-Papiere kaufen. Allerdings werden sie den Kauf zunehmend an politische Bedingungen knüpfen, vor allem, wenn sich herausstellt, dass sie die einzigen Großanbieter auf dem Kreditmarkt sind. Denn die Japaner sind mit sich selbst beschäftigt, und die arabischen Staaten zeigen sich angesichts der Ölpreisflaute weniger spendabel.

Wie empfindlich die Chinesen über die Sicherheit ihres Engagements wachen, zeigen die Fälle Fannie Mae und Freddie Mac. Die chinesische Regierung ist der größte Anleger in Hypothekenpapieren der beiden großen US-Baufinanzierer. Als Fannie und Freddie vergangenen Sommer ins Wanken gerieten, übten die Chinesen Druck auf die US-Regierung aus, die Institute zu stützen – um massive Verluste bei ihren Reserven zu vermeiden. Prompt verstaatlichte Washington die Hypothekeninstitute – für mehrere Hundert Milliarden US-Dollar.

Und an einem Einbruch des Dollar ist den Chinesen nicht gelegen. »Das würde sofort den Wert ihrer Reserven treffen, und diese Reserven geben der chinesischen Regierung ein Gefühl der Sicherheit«, sagt Roderick Macfarquhar, Chinaexperte an der Harvard University. Macfarquhar glaubt deshalb auch nicht, dass es China auf einen Handelskrieg ankommen lassen wird. »Amerika ist für die Chinesen nach wie vor der größte und vor allem offenste Markt – der Zugang zu Europa ist viel schwieriger, und Asien hat noch nicht genügend Kaufkraft.« Doch auch Macfarquhar sieht Obama unter enormem Druck. »Er kann sich keine Schlagzeilen über Unternehmen leisten, die sich nach China verabschieden.« Der neue Präsident müsse einen Weg finden, zu beweisen, dass es ihm ernst ist mit dem Schutz der heimischen Jobs – und gleichzeitig dürfe er die Chinesen nicht mit der Schließung der Grenzen bedrohen.

Doch wie können sich die beiden Mächte aus ihrer gegenseitigen Umklammerung befreien? Das geht nur langfristig, wenn die Amerikaner mehr auf die hohe Kante legen, um ihren Konsum aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Umgekehrt muss China seinen eigenen Binnenmarkt ausbauen. Das hat Peking durchaus erkannt – die schnelle Verabschiedung des Konjunkturpaketes ist ein erstes Signal dafür. Der Vorteil der Chinesen: Wenn sie, wie geschehen, umgerechnet 800 Milliarden in ein Konjunkturprogramm investieren, entspricht das gut 23 Prozent ihrer Jahreswirtschaftsleistung, bei den Amerikanern macht die gleiche Summe nur knapp sechs Prozent ihrer Wirtschaftsleistung aus.

Zudem gelingt es den Chinesen – dank der zentralen Steuerung –, ihr Programm schneller umzusetzen. Während die Amerikaner noch diskutieren, bestellen die chinesischen Bauunternehmer schon wieder Maschinen (ZEIT Nr. 3/09). Während die amerikanische Regierung sich noch durch den Lobbydschungel kämpfen muss, verteilt die chinesische Regierung bereits 100 bis 150 Yuan Gutscheine (umgerechnet 11 bis 16 Euro) an Millionen von Menschen vor dem chinesischen Neujahrsfest. Und die Führung in Peking kann den Banken einfach befehlen, wieder Geld zu verleihen, während Washington die Märkte überzeugen muss. Aber auch der Spielraum der chinesischen Führung ist nicht unbegrenzt. Sie können zwar Konjunkturprogramme auflegen, aber sie können die Menschen nicht zwingen, weniger zu sparen. Schon in Boomzeiten haben sie im Schnitt über 30 Prozent ihrer Einkünfte auf die hohe Kante gelegt. In schwierigen Zeiten werden sie nicht in einen Konsumrausch verfallen.

 
Leser-Kommentare
  1. Auf der einen Seite stehen ein gigantisches Angebot an Arbeitskräften und riesige Produktionskapazitäten für jedes nur denkbare Produkt.

    Auf der anderen Seite steht ein nur begrenzt aufnahmefähiger Markt, der in den wohlhabenden Weltgegenden bereits gesättigt ist und dort nur noch Ersatzinvestitionen benötigt.

    Auf jede Basis-Innovation, auf jede neue Produktkategorieregieren die Industrien mit Investitionswettläufen um den schnellstmöglichen Aufbau jede Nachfrage übersteigender Produktionskapazitäten. (Bsp. LCD-Panel, wo neue Fabriken schon wieder geschlossen werden) - nur, um nach wenigen Jahren die Märkte völlig verstopft zu haben.

    Die bestehende Balance von Wohlstandsverteilung und Angebot und Nachfrage ist in dieser Form zuende - bis vieleicht grundsätzlich neuen Produkte gefunden und angeboten werden.

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    ... das ist die Theorie von den Kondratjew-Zyklen und eine sehr angebotsorientierte Sichtweise, da sie immer davon ausgeht, dass die Märkte umgehend mit einer Innovation gesättigt werden. Natürlich enthält diese Sichtweise ein Körnchen Wahrheit, aber eben nur ein Körnchen. Wenn ich von mir und meinem Umfeld ausgehe, dann konsumiere ich bestimmt nicht deshalb weniger weil ich schon alles habe was an Neuem auf dem Markt ist, sondern weil ich mir schlicht nur weniges davon leisten kann. Und bereits damit ist diese Theorie, zumindest als monokausale Ursache, obsolet.

    "Auf jede Basis-Innovation, auf jede neue Produktkategorieregieren die Industrien mit Investitionswettläufen um den schnellstmöglichen Aufbau jede Nachfrage übersteigender Produktionskapazitäten. (Bsp. LCD-Panel, wo neue Fabriken schon wieder geschlossen werden) - nur, um nach wenigen Jahren die Märkte völlig verstopft zu haben."

    Basis-Innovationen sind schon in dem Sinne Quatsch, da in gerade bei den angeführten Beispielen ständig weiter entwickelt wird. Computer wurden etwa in den 1980-igern bezahlbar und seine Ausbreitung und Absatz steigt auch 30 Jahre danach immer noch, einfach weil die Dinger schnell veralten und mit noch schnelleren ersetzt werden. Dieser Markt ist extrem hart, schnell und chaotisch und es werden fast immer Überkapazitäten aufgebaut (auch bei Festplatten, Memory etc.) und nur derjenige überlebt und verdient, der wirklich schnell ist, aktzeptable Qualität liefert und einen attraktiven Preis machen kann und da derjenige dann einen Großteil des Marktes beliefern muss, muss er entsprechend Kapazität von vornherein aufbauen, sonst ist er auch weg vom Fenster.

    "Die bestehende Balance von Wohlstandsverteilung..."

    Das dürfte das Problem schon eher treffen. Die Ursache für die Probleme liegt nicht nur in den perversen Fehlbewertungen der Währungen, sondern auch generell daran, dass die Vermögensschere auseinandergeht. Imho DER Grund für schwache Nachfrage, ganz einfach weil die Märkte sich viel eher sättigen, je weniger Leute konsumieren können. Was fatale Auswirkungen für ganze Produktionsketten und Wirtschaftsbereiche hat und letztlich auch die Investitionen in neue Innovationen hemmt und unattraktiv macht.

    ... das ist die Theorie von den Kondratjew-Zyklen und eine sehr angebotsorientierte Sichtweise, da sie immer davon ausgeht, dass die Märkte umgehend mit einer Innovation gesättigt werden. Natürlich enthält diese Sichtweise ein Körnchen Wahrheit, aber eben nur ein Körnchen. Wenn ich von mir und meinem Umfeld ausgehe, dann konsumiere ich bestimmt nicht deshalb weniger weil ich schon alles habe was an Neuem auf dem Markt ist, sondern weil ich mir schlicht nur weniges davon leisten kann. Und bereits damit ist diese Theorie, zumindest als monokausale Ursache, obsolet.

    "Auf jede Basis-Innovation, auf jede neue Produktkategorieregieren die Industrien mit Investitionswettläufen um den schnellstmöglichen Aufbau jede Nachfrage übersteigender Produktionskapazitäten. (Bsp. LCD-Panel, wo neue Fabriken schon wieder geschlossen werden) - nur, um nach wenigen Jahren die Märkte völlig verstopft zu haben."

    Basis-Innovationen sind schon in dem Sinne Quatsch, da in gerade bei den angeführten Beispielen ständig weiter entwickelt wird. Computer wurden etwa in den 1980-igern bezahlbar und seine Ausbreitung und Absatz steigt auch 30 Jahre danach immer noch, einfach weil die Dinger schnell veralten und mit noch schnelleren ersetzt werden. Dieser Markt ist extrem hart, schnell und chaotisch und es werden fast immer Überkapazitäten aufgebaut (auch bei Festplatten, Memory etc.) und nur derjenige überlebt und verdient, der wirklich schnell ist, aktzeptable Qualität liefert und einen attraktiven Preis machen kann und da derjenige dann einen Großteil des Marktes beliefern muss, muss er entsprechend Kapazität von vornherein aufbauen, sonst ist er auch weg vom Fenster.

    "Die bestehende Balance von Wohlstandsverteilung..."

    Das dürfte das Problem schon eher treffen. Die Ursache für die Probleme liegt nicht nur in den perversen Fehlbewertungen der Währungen, sondern auch generell daran, dass die Vermögensschere auseinandergeht. Imho DER Grund für schwache Nachfrage, ganz einfach weil die Märkte sich viel eher sättigen, je weniger Leute konsumieren können. Was fatale Auswirkungen für ganze Produktionsketten und Wirtschaftsbereiche hat und letztlich auch die Investitionen in neue Innovationen hemmt und unattraktiv macht.

  2. .... der die komplexen Verflechtungen -voller positiver und negativer Rückkopplungen - transparent darlegt !

    Dieses Niveau sollte die ZEIT zugunsten einer

    Neuen Auflärung in krisengeschüttelter Zeit halten!

    Weiter so !

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    Geht's noch? Das sind Geschäfte zwischen Oligarchien, zwischen imperialen Machtgebilden, die zwar unterschiedlich ticken, aber große Gemeinsamkeiten haben:

    1. großer Nationalismus im Inneren.
    2. Minderheiten, die sich unterdrückt fühlen und es wohl auch werden (Tibeter, Schwarze).
    3. aktuelle Herrschereliten in den imperialen Strukturen. Einkommensstrukturen ähneln sich mehr, als der breiten armen Bevölkerung lieb sein kann.
    4. Schon mal was von Stamokap gehört? Die Weltwirtschaftskrise deckt viele strukturelle Gemeinsamkeiten auf. Was bleibt, sind mentale Unterschiede.

    Sie und der Verfasser des engl. Artikels gehen voll an der Realität vorbei. Die islamischen Empfindlichkeiten - insbesondere die der Türkei - zeigen, wie Volksverdummung und -verblödung ideologisch ausgenutzt werden, um imperiale, auch türkisch-imperiale Machtinteressen zu kaschieren. Man kann hier auch von einem Transmissionsriemen imperialer Macht sprechen.

    Das faschistische Denken ist leider nicht nur auf Deutschland beschränkt. Diese Geisteskrankheit sprießt allerortens - in den USA (ein persönliches Beispiel sollte den beleidigten Hanau aus der Schmollecke ziehen, ich habe übrigens in Hanau Abitur gemacht, Schmankerl am Rande!), in Deutschland (besonders heimtückisch, versteckt in den Kirchen, teilweise dort als Sozialrassismus ausagiert - gelle, Herrn Hahne, kleines Tabu getriggert?), in China (ein Freund hat mir persönlich Schlimmes über sehr häufiges Nationale Denken dort erzählt: Kriegsbegeisterung gegen die USA allerorten).

    Die Mechanismen des Machtmißbrauchs durch herrschenden Machteliten, neues Wort: Meudalismus, sind vielfältig. Ein Glück nur, dass der faschistische Pfad nicht häufige beschritten wird. Die Versuchung ist groß, auch hierzulande. Gruß an die CDU, insbesondere an Herrn Schäuble!

    Gruß auch an Sie aus Frankfurt,
    Bernhard

    ~~~ Herr, lass Hirn vom Himmel regnen ~~~

    Geht's noch? Das sind Geschäfte zwischen Oligarchien, zwischen imperialen Machtgebilden, die zwar unterschiedlich ticken, aber große Gemeinsamkeiten haben:

    1. großer Nationalismus im Inneren.
    2. Minderheiten, die sich unterdrückt fühlen und es wohl auch werden (Tibeter, Schwarze).
    3. aktuelle Herrschereliten in den imperialen Strukturen. Einkommensstrukturen ähneln sich mehr, als der breiten armen Bevölkerung lieb sein kann.
    4. Schon mal was von Stamokap gehört? Die Weltwirtschaftskrise deckt viele strukturelle Gemeinsamkeiten auf. Was bleibt, sind mentale Unterschiede.

    Sie und der Verfasser des engl. Artikels gehen voll an der Realität vorbei. Die islamischen Empfindlichkeiten - insbesondere die der Türkei - zeigen, wie Volksverdummung und -verblödung ideologisch ausgenutzt werden, um imperiale, auch türkisch-imperiale Machtinteressen zu kaschieren. Man kann hier auch von einem Transmissionsriemen imperialer Macht sprechen.

    Das faschistische Denken ist leider nicht nur auf Deutschland beschränkt. Diese Geisteskrankheit sprießt allerortens - in den USA (ein persönliches Beispiel sollte den beleidigten Hanau aus der Schmollecke ziehen, ich habe übrigens in Hanau Abitur gemacht, Schmankerl am Rande!), in Deutschland (besonders heimtückisch, versteckt in den Kirchen, teilweise dort als Sozialrassismus ausagiert - gelle, Herrn Hahne, kleines Tabu getriggert?), in China (ein Freund hat mir persönlich Schlimmes über sehr häufiges Nationale Denken dort erzählt: Kriegsbegeisterung gegen die USA allerorten).

    Die Mechanismen des Machtmißbrauchs durch herrschenden Machteliten, neues Wort: Meudalismus, sind vielfältig. Ein Glück nur, dass der faschistische Pfad nicht häufige beschritten wird. Die Versuchung ist groß, auch hierzulande. Gruß an die CDU, insbesondere an Herrn Schäuble!

    Gruß auch an Sie aus Frankfurt,
    Bernhard

    ~~~ Herr, lass Hirn vom Himmel regnen ~~~

  3. Exportweltmeisterschaft ist nur ein anderes Wort für Länder, die nicht genug eigenen Binnenkonsum haben und vom Export leben müssen. Wie ein chinesischer Hersteller von Solarinstallationen neulich im Fernsehen gestand, hat er noch niemals ein Produkt innerhalb Chinas verkauft. "Unsere Leute können sich so etwas nicht leisten", fügte er hinzu. Chinas Wirtschaft steht zwar mit Deutschland an 3. bzw. 4. Stelle in der Welt, doch im Konsum pro Einwohner rangiert es an 122. Stelle, noch hinter Albanien.

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    • lef
    • 01.02.2009 um 16:33 Uhr

    Da ist das deuttsche EEG dran schuld - wir finanzieren im Grunde mit viel zu teurem Solarstrom die technische Exploration in China.
    Interessanter sind andere Gebrauchsgüter: Autos, Haushaltmaschinen, Unterhaltungs- und Informationstechnik.
    da ist der Binnenmarkt Chinas weitgehend ungesättigt - und da kommt es nur auf die innerchinesische Verteilung der Exporteinnahmen an, sprich: gerechtere Verteilung der Einkommen.
    das war in China bisher nicht nötig, weil sowieso vorrangig an bisherige Industriestaaten verkauft werden konnte.
    Aber genau das ändert sich jetzt und China muss die Einkommen gerechter verteilen, um den Binnenmarkt zu nutzen.
    Das Gleiche haben wir uin Europa ja vor 50 Jahren erlebt.

    • lef
    • 01.02.2009 um 16:33 Uhr

    Da ist das deuttsche EEG dran schuld - wir finanzieren im Grunde mit viel zu teurem Solarstrom die technische Exploration in China.
    Interessanter sind andere Gebrauchsgüter: Autos, Haushaltmaschinen, Unterhaltungs- und Informationstechnik.
    da ist der Binnenmarkt Chinas weitgehend ungesättigt - und da kommt es nur auf die innerchinesische Verteilung der Exporteinnahmen an, sprich: gerechtere Verteilung der Einkommen.
    das war in China bisher nicht nötig, weil sowieso vorrangig an bisherige Industriestaaten verkauft werden konnte.
    Aber genau das ändert sich jetzt und China muss die Einkommen gerechter verteilen, um den Binnenmarkt zu nutzen.
    Das Gleiche haben wir uin Europa ja vor 50 Jahren erlebt.

  4. Meiner Meinung nach kann einen Ausweg aus der Überproduktions- und Finanzkrise nur eine moderne Planwirtschaft bringen, die die volkswirtschaftlichen Emissionen von Waren und Geld ausrichtet am gesamtgesellschaftlichen vernünftigen Bedarf, an sozialen und ökologischen Kriterien. Es müssen erste Schritte unternommen werden, um zu einem austarierten globalen Wirtschaftssystem, das allen Ländern und Völkern faire Entwicklungschancen bietet, gelangen zu können.

    Eine wesentliche Frage bezüglich der Voraussetzungen zur Schaffung eines solchen internationalen Wirtschaftssystems ist die Frage des Eigentums an den wesentlichen Produktionsmitteln eineschließlich der natürlichen Güter unserer Erde.

    Es sollten mit diesen Zielstellungen breite gesellschftliche Debatten aufgenommenen werden, die auch ihren Niederschlag in den Programmen der politischen Gruppierungen finden sollten.

    Ich bitte um Diskussionsbeiträge!

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    Ich teile Ihre Meinung, dass es Zeit ist für einen größeren Wandel! Planwirtschaft ist meiner Meinung aber nicht das richtige - damit beschränkt man kreatives Potential! Steuern sollte man die Wirtschaft aber auf jeden Fall.

    Meine Meinung nach muss der Nachdruck jetzt noch stärker auf eine Dienstleistungsgesellschaft gelegt werden. Wir haben zuviel Arbeitskraft wogegen Rohstoffe immer teurer werden und die Umwelt belasten. Deshalb wäre es meines Erachtens nach angebracht die Lohnsteuer deutlich zu senken (oder ganz ab zu schaffen) und statt dessen eine Konsumsteuer einzuführen.
    Wenn diese Konsumsteuer Produkte abhängig von ihrem Rohstoff- und Energieaufwand belastet, wär es gleichzeitig ein effektives Mittel gegen Verschwendung und somit für den Umweltschutz!

    Ich würde gerne eure Meinung dazu hören!

    1. Irgendjemand ist in der Lage den Konsum zu Planen und 2. Alle Menschen sind gleich. Damit sind die Kommunisten schon an die Wand gefahren. Meiner Meinung nach gibt es kein besseres Lenkungsmittel, als den Preis (Angebot und Nachfrage/ Marktwirtschaft).
    Und auch wenn sie ein solches internationales Wirtschaftssystem schaffen könnten, müßten gleichzeitig den Menschen ihre Freiheit nehmen und sie mit einem Polizeistaat kontrollieren und nicht konformes Verhalten bestrafen. Und wieder kann ich nur auf die Kommunisten verweisen. Sie brauchten den neuen Menschen für ihr System, fanden aber nur den alten und versuchten ihn auszumerzen und trotzdem sind sie gescheitert. Die Menschen wollen jemanden haben, dem es schlechter geht als ihnen und sie wollen ein größeres Auto fahren, als ihr Nachbar, so sind die meisten Menschen eben. Was sich in der Theorie vielleicht gut und plausiebel anhört, wird an der menschlichen Natur scheitern.

    Ich teile Ihre Meinung, dass es Zeit ist für einen größeren Wandel! Planwirtschaft ist meiner Meinung aber nicht das richtige - damit beschränkt man kreatives Potential! Steuern sollte man die Wirtschaft aber auf jeden Fall.

    Meine Meinung nach muss der Nachdruck jetzt noch stärker auf eine Dienstleistungsgesellschaft gelegt werden. Wir haben zuviel Arbeitskraft wogegen Rohstoffe immer teurer werden und die Umwelt belasten. Deshalb wäre es meines Erachtens nach angebracht die Lohnsteuer deutlich zu senken (oder ganz ab zu schaffen) und statt dessen eine Konsumsteuer einzuführen.
    Wenn diese Konsumsteuer Produkte abhängig von ihrem Rohstoff- und Energieaufwand belastet, wär es gleichzeitig ein effektives Mittel gegen Verschwendung und somit für den Umweltschutz!

    Ich würde gerne eure Meinung dazu hören!

    1. Irgendjemand ist in der Lage den Konsum zu Planen und 2. Alle Menschen sind gleich. Damit sind die Kommunisten schon an die Wand gefahren. Meiner Meinung nach gibt es kein besseres Lenkungsmittel, als den Preis (Angebot und Nachfrage/ Marktwirtschaft).
    Und auch wenn sie ein solches internationales Wirtschaftssystem schaffen könnten, müßten gleichzeitig den Menschen ihre Freiheit nehmen und sie mit einem Polizeistaat kontrollieren und nicht konformes Verhalten bestrafen. Und wieder kann ich nur auf die Kommunisten verweisen. Sie brauchten den neuen Menschen für ihr System, fanden aber nur den alten und versuchten ihn auszumerzen und trotzdem sind sie gescheitert. Die Menschen wollen jemanden haben, dem es schlechter geht als ihnen und sie wollen ein größeres Auto fahren, als ihr Nachbar, so sind die meisten Menschen eben. Was sich in der Theorie vielleicht gut und plausiebel anhört, wird an der menschlichen Natur scheitern.

  5. Das BIP ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft (siehe WIKI)

    BIP pro Einwohner auf USD-Basis (Ende 2007)

    China - 5.292 USD
    USA - 46.460 USD)
    Deutschland - 40.415 USD
    Frankreich - 41.511 USD
    Spanien - 32.067 USD
    Italien - 35.872 USD
    Japan - 43.912 USD
    England - 35.308 USD

    Gruß, Bernd
    *** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***

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    • Piepe
    • 01.02.2009 um 17:24 Uhr

    Was sich länderübergreifend vergleichen läßt sind die Preise für Industriegüter.
    Für diese existieren internationale Preise.
    Der Rest ist Fantasie.

    Meine Frage an die Autorin:

    Wie hoch ist die Gesamtproduktivität eines deutschen , eines japanischen, eines chinesischen Arbeitnehmers im Vergleich zu einem amerikanischen Arbeitnehmer.
    Wenn der Euro richtig von den Devisenmärkten bewertet wird, ist die eines deutschen Arbeitnehmers 30% höher.
    Das Bildungssystem der USA mag zwar elitär sein so wie das britische, ist aber in der Breite grottenschlecht.
    In sehe nicht , dass die USA morgen den Sozialstaat einführen, und so das Bildungssystem verbessern können.
    Das wird auch mindestens 20 Jahre dauern.

    Auch wenn ich mich bei Ihnen dem #12-12er Senf-Kommentar gleichermaßen in die Nesseln setze, mal zur Abwechslung ein anderes Franklin-Delano-Roosevelt-Zitat:

    Ich stehe Statistiken etwas skeptisch gegenüber. Denn laut Statistik haben ein Millionär und ein armer Kerl jeder eine halbe Million..

    Ich kann das undifferenzierte Gerede von den US-Amerikanern, Euro-nationalen Pan-EU-Europäern, Deutschen usw. nicht mehr lesen. Um mal ein anderes Zitat von F. D. R., hier in der aktuellen Bernhardschen Variante, wiederzugeben (Schachspieler wissen um die Bedeutung des Begriffes Variante ;-) ):

    Was ist schlimmer als die organisierte Kriminalität und das organisierte Geld? Es ist die organisierte Ahnungslosigkeit.

    Dieser Spruch ist von mir (Link), zitieren bitte, Urheberrecht.

    Es b
    Gruß
    Bernhard
    ~~~ Herr, lass Hirn vom Himmel regnen ~~~

    • Piepe
    • 01.02.2009 um 17:24 Uhr

    Was sich länderübergreifend vergleichen läßt sind die Preise für Industriegüter.
    Für diese existieren internationale Preise.
    Der Rest ist Fantasie.

    Meine Frage an die Autorin:

    Wie hoch ist die Gesamtproduktivität eines deutschen , eines japanischen, eines chinesischen Arbeitnehmers im Vergleich zu einem amerikanischen Arbeitnehmer.
    Wenn der Euro richtig von den Devisenmärkten bewertet wird, ist die eines deutschen Arbeitnehmers 30% höher.
    Das Bildungssystem der USA mag zwar elitär sein so wie das britische, ist aber in der Breite grottenschlecht.
    In sehe nicht , dass die USA morgen den Sozialstaat einführen, und so das Bildungssystem verbessern können.
    Das wird auch mindestens 20 Jahre dauern.

    Auch wenn ich mich bei Ihnen dem #12-12er Senf-Kommentar gleichermaßen in die Nesseln setze, mal zur Abwechslung ein anderes Franklin-Delano-Roosevelt-Zitat:

    Ich stehe Statistiken etwas skeptisch gegenüber. Denn laut Statistik haben ein Millionär und ein armer Kerl jeder eine halbe Million..

    Ich kann das undifferenzierte Gerede von den US-Amerikanern, Euro-nationalen Pan-EU-Europäern, Deutschen usw. nicht mehr lesen. Um mal ein anderes Zitat von F. D. R., hier in der aktuellen Bernhardschen Variante, wiederzugeben (Schachspieler wissen um die Bedeutung des Begriffes Variante ;-) ):

    Was ist schlimmer als die organisierte Kriminalität und das organisierte Geld? Es ist die organisierte Ahnungslosigkeit.

    Dieser Spruch ist von mir (Link), zitieren bitte, Urheberrecht.

    Es b
    Gruß
    Bernhard
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  6. Der Absatz

    "Mittlerweile zeigt sich auch schon ein grundlegender Wandel bei der Einstellung der Amerikaner gegenüber Globalisierung und Freihandel: Bei einer Umfrage des Pew Research Center im vergangenen Jahr gaben 48 an, Freihandelsabkommen seien “schlecht für die USA”. Noch 2004 hatten 47 Prozent die Abkommen als “positiv” bewertet."

    ist nicht nur an sich eine Nullaussage, die Zahlen sind auch falsch (35% sagen "schlecht für USA") und falsch interpretiert (gleichbleibende Tendenz, eher positive Bewertung).

    Details hier: http://www.25uhr.de/wordp...
    Link zur Studie hier: http://people-press.org/r...

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    Wenn ich 100 zufällige Deutsche frage, ob Freihandel gut ist, werden die Ja oder Nein sagen. Frage ich die gleichen 100 Deutsche, was Freihandel ist, werden 80 verlegen und haben keine Ahnung.

    Also - schamrrn.

    Wenn ich 100 zufällige Deutsche frage, ob Freihandel gut ist, werden die Ja oder Nein sagen. Frage ich die gleichen 100 Deutsche, was Freihandel ist, werden 80 verlegen und haben keine Ahnung.

    Also - schamrrn.

  7. Herr Ikenson hat schon recht. Wettbewerb wird mehr zwischen Unternehmen als Ländern ausgetragen. Nur diese Krise begründet sich nicht aus Wettbewerb, sondern aus dem System selbst. Es ist eine Krise des Geldsystems. Staaten können nicht, wie manche glauben, einfach Geld drucken, wenn sie welches brauchen. Geld kann nur über Kredite geschöpft, das heißt erzeugt werden. Da zum Zeitpunkt der Krediterteilung (der Gelderzeugung) die dafür zu zahlenden Zinsen noch gar nicht ezeugt sind, muß das später über neue Kredite geschehen. Herr Heusinger hat das zur Krise 2003 sehr gut erklärt. Klingt auch verteufelt aktuell:

    http://www.zeit.de/2003/4...

    Die öffentlichen Schulden der USA, Ende 2007 rund 50 Billionen US$ (Federal + States + Municipal + Privat), erfordern eine Jährliche Geldschöpfung über Kredite von mind. 3 Billionen für 6% Zinsen. Bei einem US BIP von 14 Billionen US$ und einem Wirtschaftswachstum im unteren einstelligen Bereich konnte und kann soviel Geld NIEMALS über neue Kredite erzeugt werden. Das ist die Krise! Es ist das Eingeständnis, dass die USA zumindest die Zinsen ihrer Schulden nicht mehr aufbringen können.

    Ich bin überzeugt, das Problem war in eingeweihten Kreisen in den USA schon länger bekannt. Deshalb die Entwicklung der CDS (Credit Default Swaps), deshalb Gelderzeugung über Kredite auf Teufel komm raus (Kreditkartenkredite, Immobilien, Spekulation), deshalb Verkauf der Schulden als künstliche Vermögenswerte ins Ausland. Und deshalb die Nullzinspolitik von Greenspan. Chinesiche Güter halfen dabei, die Inflation niedrig zu halten. Aber diese Maßnahmen haben die Krise 2001-2003 nur unterbrochen, im Hintergrund verstärkt. Als Spielverderber erwies sich letztlich der Ölpreisanstieg. Jetzt ist die Krise wieder, da unleugbar als Systemkrise.

    China hätte meiner Ansicht nach sehr wohl eine Chance ohne USA zu überdauern. Von einer über beide Ohren überschuldeten USA kann China nicht viel erwarten. China braucht Ressourcen, ist in diesem Bereich eher Rivale der USA denn Partner. China kann mit vielen ressourceanbietenden Ländern in einen für beide Seiten fruchtbaren Handeslaustauch treten. China liefert billige Güter, baut billig Infrastruktur im Gegenzug für Ressourcen. Auch aus Sicht nachhaltiger Wirtschaft sollte China froh sein, seine Ressourcen nicht für westliche, oft unnötige Konsumprodukte zu verbrauchen. Die Zeiten sind nicht
    mehr danach.

    Den USA kann man nur raten, das System gründlich zu überarbeiten und praktisch nach "Reset" einen Neustart zu versuchen. Das wäre echter "Change". Das System, so wie es ist, ist meiner Ansicht nach nicht mehr zu retten. Deshalb "vergiftete" Banken verstaatlichen und langsam sterben lassen. Als innovatives Land wird sich in den USA sicher bald was Neues ergeben. Neue Banken zum Beispiel mit anderen Regeln, Internetbanken die nur durch Vernetrzung existieren, virtuelles Geld usw...

  8. Wenn ich 100 zufällige Deutsche frage, ob Freihandel gut ist, werden die Ja oder Nein sagen. Frage ich die gleichen 100 Deutsche, was Freihandel ist, werden 80 verlegen und haben keine Ahnung.

    Also - schamrrn.

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