Stipendien für Migranten Es geht noch besser
Das START-Stipendium fördert viele begabte Zuwandererkinder. Aber zu wenige aus bildungsfernen Elternhäusern

© Andreas Rentz/Getty Images
Mittlerweile gibt es über 700 START-Stipendiaten
Einwandererkinder haben es nie leicht gehabt im deutschen Schulsystem. Seit die ersten Gastarbeiter nach Deutschland kamen, war ihr Schicksal ungewiss. Weder das politische noch das schulische System waren auf Immigranten eingestellt. Während Kinder der ersten Einwanderergeneration in den USA aufs College gehen, ist ihre Teilhabe an höherer Bildung bei uns immer noch gering. Das von der Hertie Stiftung 2002 ins Leben gerufene START-Stipendium für begabte Zuwandererkinder wollte das ändern. Es begann mit 20 Stipendiaten in Hessen, heute werden mithilfe etlicher kleinerer und größerer Stiftungen mehr als 700 Stipendiaten in fast allen Bundesländern unterstützt.
Aber welche Jugendlichen fördert die Stiftung eigentlich, und ist deren Erfolg Ergebnis der Förderung? Das sind Fragen, die in der Studie »Migranten am START« am Institut für Migrationsforschung der Universität Osnabrück im Auftrag der START Stiftung untersucht wurden. 76 Prozent der Stipendiaten beteiligten sich an der Umfrage.
Demnach sind die geförderten Schüler sozial engagierte, selbstbewusste Jugendliche, die eine aussichtsreiche Bildungs- und Berufskarriere vor sich haben. Freilich unterscheiden sich die Familien der Stipendiaten erheblich voneinander, abhängig davon, ob sie Arbeitsimmigranten, Aussiedler, jüdische Kontingentflüchtlinge oder Flüchtlinge sind.
Sie sind durch mittleres und überwiegend hohes kulturelles Kapital gekennzeichnet, das mit einem niedrigen Sozialstatus einhergeht und geprägt ist durch Arbeitslosigkeit und geringes Einkommen. Das kulturelle Kapital, das mag eine Juristenausbildung in Afghanistan sein oder ein Kuratorjob in Iran, erfährt im Einwanderungsland zwar eine objektive Entwertung, aber das damit einhergehende Bildungskapital, also die Wertschätzung von Lesen, Schreiben, Wissen, Musik, verfällt nicht und nützt den Kindern. Es gibt aber auch eine kleinere Gruppe von Familien (15 Prozent) mit niedrigem Bildungshintergrund, deren Kindern kein solches Kultur- und Bildungskapital zur Verfügung steht.
Der Anteil der Eltern mit Hochschulzugangsberechtigung ist bei START-Eltern mehr als doppelt so hoch wie bei anderen Personen mit oder ohne Migrationserfahrung. Statistische Ausreißer sind unter den START-Eltern einerseits die Türken: 50 Prozent von ihnen finden sich in der niedrigen Bildungsstufe (also höchstens Hauptschulabschluss oder gar keinen Schulabschluss). Und andererseits die jüdischen Kontingentflüchtlinge. Alle von ihnen haben hohe Bildungsabschlüsse, mindestens eine Hochschulzugangsberechtigung, meistens einen Hochschulabschluss, selbst Habilitationen kommen vor.
Allerdings schaffen es die gut ausgebildeten Eltern wider Erwarten nur selten, zu einer entsprechenden Arbeitsmarktintegration vorzustoßen. Die Väter sind doppelt, die Mütter sogar dreimal so häufig arbeitslos wie Angehörige anderer Einwanderergruppen. Die Anerkennung ihrer akademischen Zeugnisse stellt eine oft unüberwindbare Hürde dar. Jeder kennt die putzenden Mathematikerinnen oder die Ingenieure, die als Maler tätig werden.
- Datum 03.08.2009 - 11:16 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 05.02.2009 Nr. 07
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Die Untersuchung zeigt, dass der hohe Zusammenhang von Bildungsgrad der Eltern und Bildungschancen in der deutschen Gesellschaft – durch die Pisa-Studie rügend festgestellt –, in der Einwanderungsgesellschaft reproduziert wird.
Sollte es angehen, dass nun, zwanzig Jahre später, eine einzige glorreiche Errungenschaft des Ostblocks vor der Rehabilitierung steht: nämlich das im Namen der Gleichheit erlassene faktische Studienverbot für die Kinder von Akademikern (ausgenommen natürlich die der Parteibonzen)?
< /ironie >
Die Familie steht zwar laut GG unter dem Schutz des Staates, aber ebenso klar ist in unserer Gesellschaftsordnung definiert, dass die Erziehung der Kinder in erster Linie Privatsache und nicht Staatssache ist -- und wenn "bildungsferne Schichten" ihre Kinder denn auch prompt bildungsfern (oder überhaupt nicht) erziehen, ist das nach Auffassung des Gesetzgebers ihr gutes Recht, ob das für die Kinder nun gut ist oder nicht.
Was soll dagegen getan werden? GG-Änderung und Kollektiverziehung in staatlichen Lagern? Das sähe ziemlich mao aus. Individuelle Freiheit ist mit individueller Verantwortung untrennbar verbunden; problematisch wird es, wenn Menschen, die sich ihrer Verantwortung nicht bewusst sind, die Verantwortung für andere, in Klammern Kinder, tragen sollen.
Ein bescheidener Anfang wäre es immerhin, der Verblödungsindustrie Kandare anzulegen, um auf diese Weise Eltern und Kinder dazu zu bringen, wieder mehr Zeit miteinander zu verbringen. Ach, ich vergaß, an Big Brother hängen ja Arbeitsplätze...
Nebenbei zeigt sich an diesem Thema besonders schön die Kachexie der politischen Klasse. Wo eine Grundsatzdebatte erforderlich wäre, wird stattdessen an Punktmaßnahmen herumgepokelt, und am Ende bleibt essentiell alles beim alten.
Quousque tandem?
ersetzen. Denn die Eltern haben von Anfang an mehr Einfluss auf ihren Nachwuchs als alles andere, einschliesslich Schule und Mitschueler.
"Während Kinder der ersten Einwanderergeneration in den USA aufs College gehen, ist ihre Teilhabe an höherer Bildung bei uns immer noch gering. "
Das könnte ua. daran liegen, dass die USA mittels ihrer Einwanderungsgesetze nur begabte und gebildete Mittel- und Oberschichtimigranten ins Land läßt, stimmt's?!
"Allerdings schaffen es die gut ausgebildeten Eltern wider Erwarten nur selten, zu einer entsprechenden Arbeitsmarktintegration vorzustoßen. Die Väter sind doppelt, die Mütter sogar dreimal so häufig arbeitslos wie Angehörige anderer Einwanderergruppen. Die Anerkennung ihrer akademischen Zeugnisse stellt eine oft unüberwindbare Hürde dar. "
Akademische Berufe vorallem einmal KOMMUNIKATIONS-berufe sind. Und in Kommunikationsberufen muss man das Werkzeug der Kommunikation, nämlich die Sprache, oder besssergersagt die LANDESÜBLICHE Sprache, gut bis sehr gut beherrschen! Wer also als Akademiker die deutsche Sprache nur schlecht beherrscht, der hat's daher auch schwer auf unserem (Akademiker-)Arbeitsmarkt.
"Vätern, die zur mittleren Bildungsstufe gehören, also mit mittlerer Reife, scheint die Integration in den Arbeitsmarkt besser zu gelingen, nur 24 Prozent von ihnen geben »arbeitssuchend« an. "
Richtig! Wer die mittlere Reife hat, der übt meist einen handwerklichen und keinen kommunikativen Beruf aus. Derjehnige hat dann aber auch nicht so große Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt, da seine mangelnden Sprachkenntnisse in einen handwerklichen Beruf auch nicht so nachteilig wie in einem akademischen Beruf für ihn sind.
"Die Eltern der Stipendiaten unterstützen ihre Kinder nicht nur ideell, sondern erwarten von ihnen auch den sozialen Wiederaufstieg in der neuen Umgebung...............................Stipendiaten aus den Familien mit hohen Bildungsgraden werden in ihrem Streben nicht nur fachlich unterstützt, sondern auch noch von den Eltern angetrieben."
Und? Ich habe schon im Soziologieunterricht in der Schule gelernt, dass Mittel- und Oberschichtseltern natürlich gezwungen sind in ihre Kinder zu inverstieren, da ihr Nachwuchs ansonsten den Status der Eltern nicht mehr halten oder ausbauen könnte und dann ggf. sozial abstiege. Unterschichtseltern brauchen hingegen nicht in ihre Kinder investieren, da man, wenn man schon der Unterschicht angehört, ja nicht mehr von der sozialen Leiter runterfallen kann. Wenn man auf dem Boden steht, dann steht man auf dem Boden, da ist dann die Fallhöhe logischerweise nur 0,00 Meter.
"Die Stiftung erreicht mit ihrem Stipendienprogramm hauptsächlich Schüler, die ein hohes Potenzial mitbringen. Sie hilft, einen Teil der Immigrationsprobleme zu kompensieren, schafft es aber nicht, in größerem Umfang Schüler aus bildungsfernen und sozial schwachen Familien zu gewinnen. Liegt es an der unterschiedlichen Durchsetzungsfähigkeit der Bewerber oder am selektiven Auswahlverfahren?"
Nein, es liegt weder am der unterschiedlichen Durchsetzungsfähigkeit der Bewerber oder am selektiven Auswahlverfahren, es liegt daran, dass Kinder mit einem niedrigen Potential einfach das falsche Klientel für ein universitäres STUDIEN-stipendiat sind. Leute mit einem niedrigen und mittleren intelektuellen Potential sollten nicht studieren, da sie mit diesem Ansinnen mutmaßlich überfordet wären. Wer zum Beispiel krächst wie eine Krähe, der sollte nicht Tenor und wer nur 1,5m groß ist, der sollte nicht Handballprofi und wer zwei linke Hände hat, der sollte nicht Handwerksmeister werden wollen. Sagt einem eigentlich doch schon der gesunde Menschenverstand, oder?
Kinder, deren Eltern der sozialkulturellen Untersicht angehören, sind meist(die Ausnahem bestätigen die Regel) nicht so (hoch-)begabt wie Kinder der Mittel- und Oberschicht. Das bedauere ich auch, aber leider kann man nunmal Begabungen nicht herbeierziehen bzw. herbeifördern. Könnte man es, so wäre es ja doch leicht möglich mit entsprechenden Milliardenaufwand aus allen und zwar wirklich ALLEN!!! Schülern potentielle Nobelpreisträger herbeizuzüchten, die alle ihre Diplom oder sonstige universitäre Abschlüsse mit 1+ abschließen würden. Dann wären wir allzu bald ein einzig Volk von Akademikern, wenn so einfach ginge, oder?!
FAZIT:
"Das START-Stipendium fördert viele begabte Zuwandererkinder. Aber zu wenige aus bildungsfernen Elternhäusern."
Sie ist zwar nicht politisch nicht korrect, meine Ansicht, aber vielleicht liegt es ja bei dieser gestellten Problematik, -so wie man es ja auch aus meinen vorherigen Ausführungen leicht entnehmen kann- daran, dass es den bildungfernen Zuwandererelternhäusern einfach an begabten Zuwandererkindern fehlt? Könnte ja gegebenenfalls unter in Betrachtziehung anderweitiger differenzieller Optionen vielleicht unter gewissen Umständen im Rahmen den Möglichen nicht auszuschließen sein.
altmodisch, mit sich selber beschäftig und ohne richtiges Interesse am "Nicht-Deutschen" ist.
Deutschland ist Deutsch - Land. Wie Frankreich - Französisch Reich ist. Somit kann die Main Business Language natürlich nicht Englisch sein sondern Deutsch. Alle Migranten mit Deutsch als Fremdsprache werden automatisch und systematisch diskriminiert, der Arbeits- und Wohnmarkt systematisch vor dem Nicht-Deutsch geschützt.
Schau ich mir die Seite von FAZ.NET an, sehe ich Home, Politik, Wirtschaft, ..., Imobillien, Rhein-Main aber kein Ausland. Deutsch-Land beschäftigt sich am liebsten mit Deutsch-Land.
Das Nicht-Deutsch-Land wird im Foto-Album eingeklebt oder als Ware-Abnehmer als Exportweltmeister gebraucht - im Alltag jedoch spielt es keine Rolle. Der Deutsche in Baden-Würtenberg wird in der Zeitung über Rostock informiert nicht aber über Genua und die Schweiz was geografisch näher liegt.
Dem gebildeten internationalen Akademiker mit Migrationshintergrund ist es in Deutsch-Land unter Deutsch-Länder selten wohl und er zieht weiter sobald er kann.
Deutsch-Länder bedrucken 80% der Titelseiten mit eigenen Politikern, welche sie dennoch nur alle 4 Jahre wählen können. Anscheinend gibt es in Deutsch-Land und in der ganzen Welt für Deutsch-Länder Zeitungs-Leser an über 300 Tagen im Jahr nichts Wichtigeres... Traurig.
Somit ist der Anspruch an die "Vollkommene"-Integration oder dem Deutsch-Werden eigentlich keine Andere als 100% Vergessen der kulturellen Welt ausserhalb von Deutsch-Land ausser für Ferien und Fussballspiele.
Die Ideologie der Deutsch-Länder im Umgang mit dem "Fremden" innerhalb von Deutschland ist, Hand aufs Herz, politisch korrektes ausgrenzen, verdrängen und verneinen.
sie können mich gerne eines Besseren belehren, ist die Intelligenz und Begabung bei Kindern recht gleichmäßig verteilt, egal welcher sog. Schicht sie angehören. Sie haben recht, kein Kind und kein Mensch sollte zu irgendetwas gezwungen werden, was ihn überfordert und nicht liegt. Sie ziehen jedoch den Schluß, das "Kinder, deren Eltern der sozialkulturellen Untersicht angehören, sind meist(die Ausnahem bestätigen die Regel) nicht so (hoch-)begabt wie Kinder der Mittel- und Oberschicht" . Ich glaube, ihre persönliches, subjektives Fazit widerspricht so ziemlich allen Studien und Erkenntnissen. Oder worauf beziehen sie sich bei ihrer Schlussfolgerung? Es geht hier nicht um Superbegabungen und - talente, die sich wahrscheinlich auch unter schwierigsten Verhältnissen selber durchsetzen würden. Nein, die Kinder von Zuwandererfamilien sind sicher genauso viel oder wenig begabt wie deutsche oder amerikanische Kinder. Es kommt in erster Linie wohl nach wie vor auf die Förderung an, und da gibt es leider sehr große Defizite, sowohl in den sog. "Unterschichtfamilien" (da haben sie völlig recht) als auch in unserem gesamten Bildungssystem, vom Kindergarten an. Übrigens, sie suggerieren, die größeren Erfolge in Amerika bei der Schulbildung von Einwanderern seien darauf zurückzuführen, das Amerika sich die Einwanderer gezielter aussucht. Da mag viel dran sein, aber sind in der amerikanischen Statistik nicht auch die ganzen Kinder von lateinamerikanischen Einwanderern enthalten, die wohl kaum ihren hohen Ansprüchen an intellektueller Herkunft genügen würden?
altmodisch, mit sich selber beschäftig und ohne richtiges Interesse am "Nicht-Deutschen" ist.
Deutschland ist Deutsch - Land. Wie Frankreich - Französisch Reich ist. Somit kann die Main Business Language natürlich nicht Englisch sein sondern Deutsch. Alle Migranten mit Deutsch als Fremdsprache werden automatisch und systematisch diskriminiert, der Arbeits- und Wohnmarkt systematisch vor dem Nicht-Deutsch geschützt.
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Das Nicht-Deutsch-Land wird im Foto-Album eingeklebt oder als Ware-Abnehmer als Exportweltmeister gebraucht - im Alltag jedoch spielt es keine Rolle. Der Deutsche in Baden-Würtenberg wird in der Zeitung über Rostock informiert nicht aber über Genua und die Schweiz was geografisch näher liegt.
Dem gebildeten internationalen Akademiker mit Migrationshintergrund ist es in Deutsch-Land unter Deutsch-Länder selten wohl und er zieht weiter sobald er kann.
Deutsch-Länder bedrucken 80% der Titelseiten mit eigenen Politikern, welche sie dennoch nur alle 4 Jahre wählen können. Anscheinend gibt es in Deutsch-Land und in der ganzen Welt für Deutsch-Länder Zeitungs-Leser an über 300 Tagen im Jahr nichts Wichtigeres... Traurig.
Somit ist der Anspruch an die "Vollkommene"-Integration oder dem Deutsch-Werden eigentlich keine Andere als 100% Vergessen der kulturellen Welt ausserhalb von Deutsch-Land ausser für Ferien und Fussballspiele.
Die Ideologie der Deutsch-Länder im Umgang mit dem "Fremden" innerhalb von Deutschland ist, Hand aufs Herz, politisch korrektes ausgrenzen, verdrängen und verneinen.
sie können mich gerne eines Besseren belehren, ist die Intelligenz und Begabung bei Kindern recht gleichmäßig verteilt, egal welcher sog. Schicht sie angehören. Sie haben recht, kein Kind und kein Mensch sollte zu irgendetwas gezwungen werden, was ihn überfordert und nicht liegt. Sie ziehen jedoch den Schluß, das "Kinder, deren Eltern der sozialkulturellen Untersicht angehören, sind meist(die Ausnahem bestätigen die Regel) nicht so (hoch-)begabt wie Kinder der Mittel- und Oberschicht" . Ich glaube, ihre persönliches, subjektives Fazit widerspricht so ziemlich allen Studien und Erkenntnissen. Oder worauf beziehen sie sich bei ihrer Schlussfolgerung? Es geht hier nicht um Superbegabungen und - talente, die sich wahrscheinlich auch unter schwierigsten Verhältnissen selber durchsetzen würden. Nein, die Kinder von Zuwandererfamilien sind sicher genauso viel oder wenig begabt wie deutsche oder amerikanische Kinder. Es kommt in erster Linie wohl nach wie vor auf die Förderung an, und da gibt es leider sehr große Defizite, sowohl in den sog. "Unterschichtfamilien" (da haben sie völlig recht) als auch in unserem gesamten Bildungssystem, vom Kindergarten an. Übrigens, sie suggerieren, die größeren Erfolge in Amerika bei der Schulbildung von Einwanderern seien darauf zurückzuführen, das Amerika sich die Einwanderer gezielter aussucht. Da mag viel dran sein, aber sind in der amerikanischen Statistik nicht auch die ganzen Kinder von lateinamerikanischen Einwanderern enthalten, die wohl kaum ihren hohen Ansprüchen an intellektueller Herkunft genügen würden?
altmodisch, mit sich selber beschäftig und ohne richtiges Interesse am "Nicht-Deutschen" ist.
Deutschland ist Deutsch - Land. Wie Frankreich - Französisch Reich ist. Somit kann die Main Business Language natürlich nicht Englisch sein sondern Deutsch. Alle Migranten mit Deutsch als Fremdsprache werden automatisch und systematisch diskriminiert, der Arbeits- und Wohnmarkt systematisch vor dem Nicht-Deutsch geschützt.
Schau ich mir die Seite von FAZ.NET an, sehe ich Home, Politik, Wirtschaft, ..., Imobillien, Rhein-Main aber kein Ausland. Deutsch-Land beschäftigt sich am liebsten mit Deutsch-Land.
Das Nicht-Deutsch-Land wird im Foto-Album eingeklebt oder als Ware-Abnehmer als Exportweltmeister gebraucht - im Alltag jedoch spielt es keine Rolle. Der Deutsche in Baden-Würtenberg wird in der Zeitung über Rostock informiert nicht aber über Genua und die Schweiz was geografisch näher liegt.
Dem gebildeten internationalen Akademiker mit Migrationshintergrund ist es in Deutsch-Land unter Deutsch-Länder selten wohl und er zieht weiter sobald er kann.
Deutsch-Länder bedrucken 80% der Titelseiten mit eigenen Politikern, welche sie dennoch nur alle 4 Jahre wählen können. Anscheinend gibt es in Deutsch-Land und in der ganzen Welt für Deutsch-Länder Zeitungs-Leser an über 300 Tagen im Jahr nichts Wichtigeres... Traurig.
Somit ist der Anspruch an die "Vollkommene"-Integration oder dem Deutsch-Werden eigentlich keine Andere als 100% Vergessen der kulturellen Welt ausserhalb von Deutsch-Land ausser für Ferien und Fussballspiele.
Die Ideologie der Deutsch-Länder im Umgang mit dem "Fremden" innerhalb von Deutschland ist, Hand aufs Herz, politisch korrektes ausgrenzen, verdrängen und verneinen.
Das ist überall so und ich sehe da kein Problem. Wer es anders will, kann sich ja international informieren. Ich zB lese elpais.es und gehe morgen auf die Berlinale :-)))
Das ist überall so und ich sehe da kein Problem. Wer es anders will, kann sich ja international informieren. Ich zB lese elpais.es und gehe morgen auf die Berlinale :-)))
sie können mich gerne eines Besseren belehren, ist die Intelligenz und Begabung bei Kindern recht gleichmäßig verteilt, egal welcher sog. Schicht sie angehören. Sie haben recht, kein Kind und kein Mensch sollte zu irgendetwas gezwungen werden, was ihn überfordert und nicht liegt. Sie ziehen jedoch den Schluß, das "Kinder, deren Eltern der sozialkulturellen Untersicht angehören, sind meist(die Ausnahem bestätigen die Regel) nicht so (hoch-)begabt wie Kinder der Mittel- und Oberschicht" . Ich glaube, ihre persönliches, subjektives Fazit widerspricht so ziemlich allen Studien und Erkenntnissen. Oder worauf beziehen sie sich bei ihrer Schlussfolgerung? Es geht hier nicht um Superbegabungen und - talente, die sich wahrscheinlich auch unter schwierigsten Verhältnissen selber durchsetzen würden. Nein, die Kinder von Zuwandererfamilien sind sicher genauso viel oder wenig begabt wie deutsche oder amerikanische Kinder. Es kommt in erster Linie wohl nach wie vor auf die Förderung an, und da gibt es leider sehr große Defizite, sowohl in den sog. "Unterschichtfamilien" (da haben sie völlig recht) als auch in unserem gesamten Bildungssystem, vom Kindergarten an. Übrigens, sie suggerieren, die größeren Erfolge in Amerika bei der Schulbildung von Einwanderern seien darauf zurückzuführen, das Amerika sich die Einwanderer gezielter aussucht. Da mag viel dran sein, aber sind in der amerikanischen Statistik nicht auch die ganzen Kinder von lateinamerikanischen Einwanderern enthalten, die wohl kaum ihren hohen Ansprüchen an intellektueller Herkunft genügen würden?
Zitat: "Soviel mir bekannt ist, ist die Intelligenz und Begabung bei Kindern recht gleichmäßig verteilt, egal welcher sog. Schicht sie angehören.... Ich glaube, ihre persönliches, subjektives Fazit widerspricht so ziemlich allen Studien und Erkenntnissen."
Diese Ansicht, sagen wir besser Illusion, ist sehr weit verbreitet - freilich nur in der Bevölkerung, nicht unter Kognitionswissenschaftlern. Alle Indizien deuten auf das Gegenteil hin. Die Wissenschaft schwankt, was die Schätzung der vererbliche Komponente von Intelligenz angeht, zwischen 50 und 80%. Weniger als 50% vertritt heute fast niemand mehr.
Je mehr Intelligenz und sozialer Status gekoppelt sind (wie bei Einheimischen in Ländern mit gut ausgebautem Bildungssystem), desto größer ist der statistische Zusammenhang zwischen kognitivem Potenzial der Eltern und der Kinder. Wo diese Kopplung gering ausfällt (etwa in Ländern der 3. Welt) oder wo sie sogar negativ ist (siehe Artikel: bei akademischen Einwanderern, deren Spezialisierung sich im neuen Land als geradezu hinderlich erweist), da entfällt auch dieser Zusammenhang oder verkehrt sich gar in sein Gegenteil.
Das bedeutet: bei Kindern ungebildeter Einwanderer aus bildungsarmen Ländern ist das ungehobene kognitive Kapital im Zweifel deutlich größer als bei Kindern der einheimischen Unterschicht. Das schlechte Abschneiden etwa unserer Türken hat somit vermutlich nicht, oder jedenfalls nicht in erster Linie, kognitiven Ursachen.
Zitat: "...sind in der amerikanischen Statistik nicht auch die ganzen Kinder von lateinamerikanischen Einwanderern enthalten, die wohl kaum ihren hohen Ansprüchen an intellektueller Herkunft genügen würden?"
Gewiß, und die amerikanischen Statisiken sagen auch exakt, was zu erwarten war: daß die Kinder lateinamerikanischer Einwanderer deutlich schlechter abschneiden als die asiatischer, aber besser als die der einheimischen Unterschicht. Denn zum einen sind viele Kuba-Flüchtlinge darunter, deren Flucht aus Kuba auf eher höhere geistige Beweglichkeit hindeutet; zum anderen sind es Einwanderer aus bildungsfernen Ländern mit entsprechend geringer Koppelung von sozialem und kognitivem Status.
Zitat: "Es kommt in erster Linie wohl nach wie vor auf die Förderung an."
Wie die meisten Leute denken Sie an bewußte "Förderung". Aber Kinder, vor allem sehr kleine (und dort werden, soweit geistige Eigenschaften umweltgeprägt sind, die wesentlichen Wurzeln gelegt), lernen nicht durch aktive "Förderung". Ihr Wortschatz, ihr Weltbild, ihr Verhalten wird durch das Vorleben der engsten Bezugspersonen geprägt, und das sind und bleiben die Eltern. Sie beeinflussen alle wesentlichen Rahmenbedingungen früher und stärker als jede noch so gut gemeinte staatliche Förderungsmaßnahme. Deshalb ist auch das "kulturelle" Kapital, wie auch bei START wieder einmal ersichtlich, von enormer Bedeutung: was ist den Eltern wichtig? Daß z.B. jüdische und vietnamesische Einwandererkinder in Deutschland (wie auch anderswo) weit erfolgreicher sind als solche aus muslimischen Ländern, verwundert daher nicht.
Diese Vor-und Nachteile des Elternhauses sind zwar nicht "angeboren", aber nichtsdestotrotz äußerst zählebig. Wer sie abschaffen will, muß in Wahrheit die kulturelle Assimilation der Einwanderer herbeiführen, und überall in der Welt zeigt sich: das ist ein Prozeß, der (bei großem kulturellem Abstand) viele Generationen benötigt, selbst dort, wo der Staat (wie in Frankreich) diese Assimilation massiv fördert. Vom bei uns nach wie vor herrschende Kulturrelativismus (wonach alle Kulturen gleichwertig sind und die Gesellschaft sich hier nicht einzumischen hat) gar nicht zu reden.
selbstverständlich wird die Intelligenz unter deutschen, amerikanischen oder Immigrantenkindern gleichmäßig verteilt sein und das eigentliche Problem ist ein Problem der Förderung. Diese Förderung liegt allerdings in erster Linie im Elternhaus, muss von diesem gewährleistet sein. Keine Schule der Welt ist in der Lage, völlig auszugleichen, was im Elternhaus - aus welchen Gründen auch immer - versäumt wird. Die Schule kann höchstens ausgleichend zu den Verhältnissen zu Hause wirken, was durchaus schon durch Projekte an Schulen bewiesen wurde. Schüler, die sich mit ihrem Wesen und ihren einzelnen Begabungen an den Schulen angenommen und gefördert fühlen, blühen unter Umständen auch in anderen Fächern auf und zeigen sich motivierter. Die einzige Forderung, die man berechtigterweise an unser gesamtes Schulssystem stellen kann, ist somit die, die Kinder nicht schablonenhaft in die Erfordernisse der jeweiligen Schulform hineinzupressen, sondern als Schule offen auf die individuellen Begabungen der einzelnen Schüler zu reagieren, sie zu fördern. Die Grundlage für jedes effektive Lernen ist Interesse und wenn ein Schüler spürt, dass er ernst genommen wird an einer Schule, dann nimmt er auch die Schule ernster. Dies gilt auch und gerade für Kinder mit schwierigem sozialen Hintergrund. Es liegen durchaus Studien darüber vor, dass aus Schülern an Schulen schon Potentiale herausgeholt wurden, die nicht für möglich gehalten waren, einfach dadurch, dass man auf sie einging. Dieses Entgegenkommen seitens der Schulen ist nicht zuviel verlangt und es würde Potentiale heben, die heutzutage weitgehen verschüttet bleiben. Die Einteilung der Kinder mit 10 Jahren nach sozialem Background und nach kompatiblem Wesen und erst in zweiter Linie nach Leistungsfähigkeit betoniert soziale Verhältnisse, die unserem Sozialsystem später teuer zu stehen kommen können. Viele Schüler, die heute die Schule ohne Hauptschulabschluss verlassen, könnten aufgefangen werden. Sie werden keine Akademiker, aber sie werden in die Lage versetzt, sich später mal selbst zu unterhalten. Das sollte es dem deutschen Bildungssystem wert sein, sich den Schülern mehr zu öffnen und nicht andauernd zu versuchen, sie in Sozial- und Verhaltensschemata zu pressen. Wer meint, dass das verschwendete Mühe und Geld wäre, der kann sich schon mal mit dem Gedanken anfreunden, dass sein Kind später mit dem erlernten Beruf diese Menschen durch Sozialtransfers ernähren muss - und es werden dann zwangläufig immer mehr, die darauf angewiesen sind.
Zitat: "Soviel mir bekannt ist, ist die Intelligenz und Begabung bei Kindern recht gleichmäßig verteilt, egal welcher sog. Schicht sie angehören.... Ich glaube, ihre persönliches, subjektives Fazit widerspricht so ziemlich allen Studien und Erkenntnissen."
Diese Ansicht, sagen wir besser Illusion, ist sehr weit verbreitet - freilich nur in der Bevölkerung, nicht unter Kognitionswissenschaftlern. Alle Indizien deuten auf das Gegenteil hin. Die Wissenschaft schwankt, was die Schätzung der vererbliche Komponente von Intelligenz angeht, zwischen 50 und 80%. Weniger als 50% vertritt heute fast niemand mehr.
Je mehr Intelligenz und sozialer Status gekoppelt sind (wie bei Einheimischen in Ländern mit gut ausgebautem Bildungssystem), desto größer ist der statistische Zusammenhang zwischen kognitivem Potenzial der Eltern und der Kinder. Wo diese Kopplung gering ausfällt (etwa in Ländern der 3. Welt) oder wo sie sogar negativ ist (siehe Artikel: bei akademischen Einwanderern, deren Spezialisierung sich im neuen Land als geradezu hinderlich erweist), da entfällt auch dieser Zusammenhang oder verkehrt sich gar in sein Gegenteil.
Das bedeutet: bei Kindern ungebildeter Einwanderer aus bildungsarmen Ländern ist das ungehobene kognitive Kapital im Zweifel deutlich größer als bei Kindern der einheimischen Unterschicht. Das schlechte Abschneiden etwa unserer Türken hat somit vermutlich nicht, oder jedenfalls nicht in erster Linie, kognitiven Ursachen.
Zitat: "...sind in der amerikanischen Statistik nicht auch die ganzen Kinder von lateinamerikanischen Einwanderern enthalten, die wohl kaum ihren hohen Ansprüchen an intellektueller Herkunft genügen würden?"
Gewiß, und die amerikanischen Statisiken sagen auch exakt, was zu erwarten war: daß die Kinder lateinamerikanischer Einwanderer deutlich schlechter abschneiden als die asiatischer, aber besser als die der einheimischen Unterschicht. Denn zum einen sind viele Kuba-Flüchtlinge darunter, deren Flucht aus Kuba auf eher höhere geistige Beweglichkeit hindeutet; zum anderen sind es Einwanderer aus bildungsfernen Ländern mit entsprechend geringer Koppelung von sozialem und kognitivem Status.
Zitat: "Es kommt in erster Linie wohl nach wie vor auf die Förderung an."
Wie die meisten Leute denken Sie an bewußte "Förderung". Aber Kinder, vor allem sehr kleine (und dort werden, soweit geistige Eigenschaften umweltgeprägt sind, die wesentlichen Wurzeln gelegt), lernen nicht durch aktive "Förderung". Ihr Wortschatz, ihr Weltbild, ihr Verhalten wird durch das Vorleben der engsten Bezugspersonen geprägt, und das sind und bleiben die Eltern. Sie beeinflussen alle wesentlichen Rahmenbedingungen früher und stärker als jede noch so gut gemeinte staatliche Förderungsmaßnahme. Deshalb ist auch das "kulturelle" Kapital, wie auch bei START wieder einmal ersichtlich, von enormer Bedeutung: was ist den Eltern wichtig? Daß z.B. jüdische und vietnamesische Einwandererkinder in Deutschland (wie auch anderswo) weit erfolgreicher sind als solche aus muslimischen Ländern, verwundert daher nicht.
Diese Vor-und Nachteile des Elternhauses sind zwar nicht "angeboren", aber nichtsdestotrotz äußerst zählebig. Wer sie abschaffen will, muß in Wahrheit die kulturelle Assimilation der Einwanderer herbeiführen, und überall in der Welt zeigt sich: das ist ein Prozeß, der (bei großem kulturellem Abstand) viele Generationen benötigt, selbst dort, wo der Staat (wie in Frankreich) diese Assimilation massiv fördert. Vom bei uns nach wie vor herrschende Kulturrelativismus (wonach alle Kulturen gleichwertig sind und die Gesellschaft sich hier nicht einzumischen hat) gar nicht zu reden.
selbstverständlich wird die Intelligenz unter deutschen, amerikanischen oder Immigrantenkindern gleichmäßig verteilt sein und das eigentliche Problem ist ein Problem der Förderung. Diese Förderung liegt allerdings in erster Linie im Elternhaus, muss von diesem gewährleistet sein. Keine Schule der Welt ist in der Lage, völlig auszugleichen, was im Elternhaus - aus welchen Gründen auch immer - versäumt wird. Die Schule kann höchstens ausgleichend zu den Verhältnissen zu Hause wirken, was durchaus schon durch Projekte an Schulen bewiesen wurde. Schüler, die sich mit ihrem Wesen und ihren einzelnen Begabungen an den Schulen angenommen und gefördert fühlen, blühen unter Umständen auch in anderen Fächern auf und zeigen sich motivierter. Die einzige Forderung, die man berechtigterweise an unser gesamtes Schulssystem stellen kann, ist somit die, die Kinder nicht schablonenhaft in die Erfordernisse der jeweiligen Schulform hineinzupressen, sondern als Schule offen auf die individuellen Begabungen der einzelnen Schüler zu reagieren, sie zu fördern. Die Grundlage für jedes effektive Lernen ist Interesse und wenn ein Schüler spürt, dass er ernst genommen wird an einer Schule, dann nimmt er auch die Schule ernster. Dies gilt auch und gerade für Kinder mit schwierigem sozialen Hintergrund. Es liegen durchaus Studien darüber vor, dass aus Schülern an Schulen schon Potentiale herausgeholt wurden, die nicht für möglich gehalten waren, einfach dadurch, dass man auf sie einging. Dieses Entgegenkommen seitens der Schulen ist nicht zuviel verlangt und es würde Potentiale heben, die heutzutage weitgehen verschüttet bleiben. Die Einteilung der Kinder mit 10 Jahren nach sozialem Background und nach kompatiblem Wesen und erst in zweiter Linie nach Leistungsfähigkeit betoniert soziale Verhältnisse, die unserem Sozialsystem später teuer zu stehen kommen können. Viele Schüler, die heute die Schule ohne Hauptschulabschluss verlassen, könnten aufgefangen werden. Sie werden keine Akademiker, aber sie werden in die Lage versetzt, sich später mal selbst zu unterhalten. Das sollte es dem deutschen Bildungssystem wert sein, sich den Schülern mehr zu öffnen und nicht andauernd zu versuchen, sie in Sozial- und Verhaltensschemata zu pressen. Wer meint, dass das verschwendete Mühe und Geld wäre, der kann sich schon mal mit dem Gedanken anfreunden, dass sein Kind später mit dem erlernten Beruf diese Menschen durch Sozialtransfers ernähren muss - und es werden dann zwangläufig immer mehr, die darauf angewiesen sind.
Das ist überall so und ich sehe da kein Problem. Wer es anders will, kann sich ja international informieren. Ich zB lese elpais.es und gehe morgen auf die Berlinale :-)))
Sind arme Menschen dumm? Haben dumme Menschen dumme Kinder? Können dumme Kinder mal studieren, wenn man sie nur antreibt?
Allein hier habe ich wieder zwei gegensätzliche Behauptungen im Brustton der Überzeugung gelesen, ohne dass auch nur einer seine Meinung hätte begründen können. Gibt es denn dazu keine Studien? Oder lässt man sowas gleich bleiben, weil man Angst vor dem Ergebnis hat? Jedenfalls müßig, ahnungslos darüber zu streiten.
Und überhaupt, wer ist eigentlich dumm? Reden wir da eher über die Veranlagung oder die messbare Leistung, welche ja auch vom Fleiß abhängt, über dessen Erblichkeit ich auch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse anführen könnte?
Eins ist doch Fakt: Die Leute erziehen ihre Kinder, wie sie wollen - jetzt und auch in Zukunft. Also muss man die Menschen wohl zu einer guten Erziehung bringen, statt immer wieder so zu tun, als könnten oder müssten (!) Schulen für die Chancengleichheit sorgen, die in den Elternhäusern schon gründlich in Schieflage gebracht wird und die es sowieso nie in vollendeter Form geben wird. Wer in der Schule mal Platon gelesen hat, am besten auf Griechisch, der weiß, dass Erziehung nicht erst seit gestern ein umstrittenes Thema ist.
Ich persönlich denke, Chancenungleichheit muss man zunächst als Faktum akzeptieren, damit man sie überhaupt bekämpfen kann ohne sich dabei in Ideologie zu verbeißen. Vor allem aber muss man den Menschen alle Möglichkeiten zur Weiterbildung geben, sobald sie erwachsen sind.
Auch die Debatte über die Integration ist, so wie sie geführt wird, völlig überflüssig. Integration bedeutet, das sagt einem schon das Wort, dass ein Einwanderer sich an seine neue Umgebung anpasst, sich eingliedert. Dass sich eine Gesellschaft an ihre Immigranten anpasst, ist derart illusorisch und der Gedanke so grotesk, dass ich bei jedweder derartiger Gesellschaftskritik in Talkrunden in den Fernseher springen möchte, um den Kritiker auszulachen. Was meinen diese Leute damit, wenn sie anprangern, die Gesellschaft tue nicht genug für die Integration? Wie hilft man denn jemandem dabei, dass er sich an einen anpasst?
Das schönste dabei ist die Antwort der erfolgreich integrierten Ausländer auf die Frage, was sie ihren Landsleuten denn für eine gelungene Integration raten würden. Da kommen dann immer genau zwei Tipps: Sprache lernen, Vereinen beitreten und dort Freunde finden. Klare Ansage.
Noch eine Sache zur Integration: Schon ich als Norddeutscher bin in Baden nicht wirklich mit dem dortigen Menschenschlag warm geworden. Wie könnte ich da erwarten, in einem fremden Land in irgendeiner Form integriert zu werden, so lange ich die Sprache nicht beherrsche? Und eine Sprache werde ich nur lernen, wenn ich die dazugehörige Kultur nicht nur akzeptiere, sondern mich auch dafür interessiere. Deshalb werde ich nur in ein anderes Land ziehen, wenn ich schon oft dort war und es mich fasziniert. Dass die ehemaligen Gastarbeiter in Deutschland noch immer nicht wirklich integriert sind, verwundert da wenig, oder?
Zitat: "Soviel mir bekannt ist, ist die Intelligenz und Begabung bei Kindern recht gleichmäßig verteilt, egal welcher sog. Schicht sie angehören.... Ich glaube, ihre persönliches, subjektives Fazit widerspricht so ziemlich allen Studien und Erkenntnissen."
Diese Ansicht, sagen wir besser Illusion, ist sehr weit verbreitet - freilich nur in der Bevölkerung, nicht unter Kognitionswissenschaftlern. Alle Indizien deuten auf das Gegenteil hin. Die Wissenschaft schwankt, was die Schätzung der vererbliche Komponente von Intelligenz angeht, zwischen 50 und 80%. Weniger als 50% vertritt heute fast niemand mehr.
Je mehr Intelligenz und sozialer Status gekoppelt sind (wie bei Einheimischen in Ländern mit gut ausgebautem Bildungssystem), desto größer ist der statistische Zusammenhang zwischen kognitivem Potenzial der Eltern und der Kinder. Wo diese Kopplung gering ausfällt (etwa in Ländern der 3. Welt) oder wo sie sogar negativ ist (siehe Artikel: bei akademischen Einwanderern, deren Spezialisierung sich im neuen Land als geradezu hinderlich erweist), da entfällt auch dieser Zusammenhang oder verkehrt sich gar in sein Gegenteil.
Das bedeutet: bei Kindern ungebildeter Einwanderer aus bildungsarmen Ländern ist das ungehobene kognitive Kapital im Zweifel deutlich größer als bei Kindern der einheimischen Unterschicht. Das schlechte Abschneiden etwa unserer Türken hat somit vermutlich nicht, oder jedenfalls nicht in erster Linie, kognitiven Ursachen.
Zitat: "...sind in der amerikanischen Statistik nicht auch die ganzen Kinder von lateinamerikanischen Einwanderern enthalten, die wohl kaum ihren hohen Ansprüchen an intellektueller Herkunft genügen würden?"
Gewiß, und die amerikanischen Statisiken sagen auch exakt, was zu erwarten war: daß die Kinder lateinamerikanischer Einwanderer deutlich schlechter abschneiden als die asiatischer, aber besser als die der einheimischen Unterschicht. Denn zum einen sind viele Kuba-Flüchtlinge darunter, deren Flucht aus Kuba auf eher höhere geistige Beweglichkeit hindeutet; zum anderen sind es Einwanderer aus bildungsfernen Ländern mit entsprechend geringer Koppelung von sozialem und kognitivem Status.
Zitat: "Es kommt in erster Linie wohl nach wie vor auf die Förderung an."
Wie die meisten Leute denken Sie an bewußte "Förderung". Aber Kinder, vor allem sehr kleine (und dort werden, soweit geistige Eigenschaften umweltgeprägt sind, die wesentlichen Wurzeln gelegt), lernen nicht durch aktive "Förderung". Ihr Wortschatz, ihr Weltbild, ihr Verhalten wird durch das Vorleben der engsten Bezugspersonen geprägt, und das sind und bleiben die Eltern. Sie beeinflussen alle wesentlichen Rahmenbedingungen früher und stärker als jede noch so gut gemeinte staatliche Förderungsmaßnahme. Deshalb ist auch das "kulturelle" Kapital, wie auch bei START wieder einmal ersichtlich, von enormer Bedeutung: was ist den Eltern wichtig? Daß z.B. jüdische und vietnamesische Einwandererkinder in Deutschland (wie auch anderswo) weit erfolgreicher sind als solche aus muslimischen Ländern, verwundert daher nicht.
Diese Vor-und Nachteile des Elternhauses sind zwar nicht "angeboren", aber nichtsdestotrotz äußerst zählebig. Wer sie abschaffen will, muß in Wahrheit die kulturelle Assimilation der Einwanderer herbeiführen, und überall in der Welt zeigt sich: das ist ein Prozeß, der (bei großem kulturellem Abstand) viele Generationen benötigt, selbst dort, wo der Staat (wie in Frankreich) diese Assimilation massiv fördert. Vom bei uns nach wie vor herrschende Kulturrelativismus (wonach alle Kulturen gleichwertig sind und die Gesellschaft sich hier nicht einzumischen hat) gar nicht zu reden.
Sowjetunion widersprechen komplett ihren Thesen. In Moskau saßen teilweise 22 Nationen in einer Klasse. Die Leistungen hingen in keinster Weise mit der Nationalität, Religionszugehörigkeit oder dem sozialen Status des Elternhauses zusammen.
Sowjetunion widersprechen komplett ihren Thesen. In Moskau saßen teilweise 22 Nationen in einer Klasse. Die Leistungen hingen in keinster Weise mit der Nationalität, Religionszugehörigkeit oder dem sozialen Status des Elternhauses zusammen.
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