Kaleidoskop KRITIK IN KÜRZE: Iris Radisch Höre meine Klage

Rainald Goetz schrieb vom Februar 2007 bis Juni 2008 ebenfalls mit rührendem Leidensstolz einen Internetblog für Vanity Fair. Das Ergebnis nennt er klage, was fast wie »Wunde« klingt und auch ein Leiden an Deutschland ist. Vor allem ein Leiden am deutschen Medienpersonal in der Gestalt bestimmter stets namentlich gekennzeichneter Herren und Knechte. Ein großer Geist wühlt in den Papierkörben unserer Mickrigkeiten. Was er findet, ist neudeutsche »Tiefenamputiertheit« und »Hohlheit«. Auch literarisch. »Es gibt keine nichtmuffige Sprache für einen heutigen Roman nach Art der großen Romane von früher.« Gut, dass das mal gesagt ist.

 
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    • Quelle DIE ZEIT, 05.02.2009 Nr. 07
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    • Schlagworte Literatur | Rainald Goetz | Roman | Wunder
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