Deutschlandkarte - die Analyse

Wer Kinder in die Welt setzen will und sich danach nicht nur um sie, sondern auch ganztags um seinen Beruf kümmern möchte, sollte sich überlegen, wo er das tut. Thüringen wäre eine gute Wahl, in keinem anderen Bundesland gibt es mehr Plätze in Kindertagesstätten oder Krippen (leider gibt es dort nicht sehr viele Jobs). Auf dem Land in Bayern, Baden-Württemberg oder Niedersachsen hingegen halten die Menschen das Kürzel Kita wahrscheinlich für einen seltenen Mädchennamen.

Es gilt der alte Ost-West-Gegensatz, hervorgegangen aus der weltanschaulichen Frage: Wie viel Mutter braucht das Kind? Im Westen denken vor allem Männer noch immer: so viel wie möglich. Und wenn diese zufällig Bürgermeister, Landtagsabgeordneter oder Gemeinderat sind, werden sie kaum daran denken, mehr Kita-Plätze zu schaffen. Nur ein paar Großstädte im Westen ermöglichen es Eltern, moderner zu leben. Mainz und Wiesbaden liegen sogar deutlich vor Berlin, das in den letzten Jahren den Ruf erworben hat, ein guter Ort für junge Eltern zu sein.

Redaktion: Matthias Stolz; Quelle: Leibniz-Institut für Länderkunde, Nationalatlas aktuell; T. Leibert