Protektionismus Vorsicht, Grenzen!
Wenn Amerika sich abschottet, bedroht es die Welt

© Karen Bleier/AFP/Getty Images
"Best Buy" heißt "bestes Angebot" (im Bild ein Geschäft der gleichnamigen Supermarktkette). Amerikas Regierung soll heimische Produkte bevorzugen, fordern Politiker
Ganz ernst hatte man es ja doch nicht genommen, was da im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf aus dem Lager der Demokraten tönte. Ein paar Drohungen, Importe argwöhnischer zu beurteilen, Handelsverträge zu überprüfen und heimische Firmen gegen unfaire Konkurrenten in Schutz zu nehmen. Das müssen Demokraten sagen, wenn sie Wahlen gewinnen wollen. In Wahrheit, glaubte man, werde die Regierung Barack Obamas ähnlich zum Freihandel stehen wie die von George W. Bush.
Das sieht jetzt anders aus. Der amerikanische Protektionismus ist zurück. Der aktuelle Grund dafür ist, dass Kongresspolitiker milliarden- und billionenschwere Pakete aus Steuermitteln schnüren, um Amerika vor der Krise zu retten. Also spielt politische Logik die größte Rolle bei der Verteilung. Und die ruft nach populären Lösungen.
In Amerika also nun: Buy American! Wenn aus dem Konjunkturpaket Stahlträger, Uniformen oder EDV-Dienste eingekauft werden, dann bitte bei US-Firmen. Das ist, wenn es wirklich so weit kommt, klassischer Protektionismus, der es Politikern erlaubt, den Wählern zu erzählen, sie hätten sich für sie eingesetzt. Protektionismus auch, der wie immer die Steuerzahler und die Konsumenten unterm Strich ein paar Milliarden extra kostet. Protektionismus, der in Krisenzeiten aber auch immer ein paar ökonomische Argumente für sich hat, die sonst nicht gelten: Jobs, die sonst vom Strukturwandel hinweggefegt würden, bleiben etwas länger bestehen.
Man könnte die Sache als eine legitime Kosten-Nutzen-Rechnung begreifen, als eine Privatsache Amerikas obendrein, aber leider stimmt das nicht. Tendenzen zur Abschottung und zur unkooperativen Wirtschaftspolitik sind seit Monaten in vielen Industrie- und Schwellenländern zu sehen – und das amerikanische Vorbild (oder die amerikanische Provokation) inspiriert diese Länder von Frankreich bis Indien jetzt erst recht.
Die Welt braucht mehr Kooperation, nicht weniger, um die Krise in den Griff zu bekommen und mit neuen Regeln ihre Wiederholung zu vermeiden. Doch Kooperation findet sich im Augenblick vor allem in Sonntagsreden. Im Herbst noch beschlossen 20 Regierungen bei einem Treffen in Washington, dass sie eine neue Welthandelsrunde anstoßen wollen – zu unverbindlich und bislang vergeblich. Jetzt, da feststeht, dass der Welthandel 2008 um vier Prozent geschrumpft ist, wird es noch schwerer.
Leider zeigt die Geschichte großer Krisen, dass man internationale Zusammenarbeit sehr schnell vereinbaren muss – oder es gleich vergessen kann. Die Kooperationsbereitschaft erodiert nämlich, wenn erst alle Regierungen in ihrer Not gegeneinander und auf Kosten ihrer Nachbarn nationale Wirtschaftspolitik betreiben. Ökonomen warnen, dass Krisen dann länger dauern. Historiker warnen, dass politische Unruhe und Konfliktbereitschaft wachsen. Und sie verweisen düster auf die 1930er Jahre.
- Datum 04.05.2009 - 11:01 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 05.02.2009 Nr. 07
- Kommentare 19
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:




Es ist ja nicht das erste Mal, dass wir von dort Protektionismus erleben, wo uns liberale Wirtschaftspolitik gepredigt wird. Protektionismus wird eben dann eingeführt, wenn er "opportun" ist. Die jetzt staatlichen notwendige Eingriffe in die Wirtschaft werden ja auch recht schnell akzeptiert. Ihr Ursprung liegt in der Deregulierung die zu Bernie Cornfield ähnlichen Verhältnissen geführt haben. Es ist unverstaendlich, dass jetzt ein Madof möglich ist oder dass Banken völlig ohne Eigenkapital agieren können. Soweit zum Argument, mit dem wir die freie Wirtschaft als Absolutum verteidigen. Sie ist aber eine Fiktion, die für manche Vorteile bringt, für andere nicht. Die Europäische Einigung war ohne Protektionismus der Region nicht möglich und fand gegen den Willen oder gerade mit der Duldung anderer statt. Jetzt kann auch Europa für die freie Wirtschaft eintreten aber wie ist es mit Afrika, Lateinamerika. ASEAN kommt ja recht gut vorwärts. Wir leben in einer Welt, in der das ärmste Land Mali ein achtzigstel des Pro Kopf Einkommens des reichsten Landes (Luxmburg etc.) hat. Ohne regionale Zusammenschlüsse und geduldigen Aufbau unter Hinzunahme eines gezielten Protektionismus ist da genausowenig zu machen wie bei uns unter grossen Einwirkungen der öffentlichen Hand in die Privatwirtschaft, um aus den Missverständnissen herauszukommen, die allzu grosse Vereinfacher uns bereitet haben, unter ihnen Leute, die ihre Wirtschaftsauffassung mit dem "vollkommenen Markt" oder der "unsichtbaren Hand" begründet und dafür den Nobelpreis bekommen haben, als die Richtung opportun war, die sie gegen ein anderes, ebenso doktrinäres System vertraten, das von der Planung für alle Bedürfnisse ausging. Wir dagegen schaffen Bedürfnisse, damit unser System funktioniert, wohlgemerkt für die, die die Mittel haben. mindestens 4 Milliarden gehören nicht dazu.
Regelmässig wurde das Handelsbilanzdefizit der USA als eine der Ursachen für die Krise dargestellt. Da die amerikanische Industrie in vielen Bereichen nicht mehr wettbewerbsfähig ist (sein kann!), kann man eine schnelle Reduzierung des Defizits wohl nur durch eine Abschottung kombiniert mit Konsumverzicht erreichen.
Man muss auch nicht sofort Weltsozial- und -umweltstandards setzen.
Kauft man einfach weniger in China ein, dann tut man dem Planeten sicherlich etwas Gutes, weil weniger Verschmutzung entsteht.
Natürlich triftt das dann kurzfristig vor allem die Exportweltmeister, was für uns erst einmal fatal wäre. Unseren Binnenmarkt haben wir ja schon erfolgreich abgebaut.
Falls dann aber die Einsicht kommen sollte, dass man einen kaufkräftigen Binnenmarkt braucht, könnte die Abschottung mittelfristig einen positiven Effekt haben. Ansonsten wird wieder alles für den Exort von Waren und damit gleichzeitig auch Arbeitslosen kämpfen.
Grosse Hoffnung habe ich bei keiner Lösung. Selbst ohne Außenhandel und Finanzkrise würde durch Produktivitätssteigerungen die Arbeitslosenzahl stetig steigen. Die einzige Alternative wäre stetig steigener Konsum, und das wird Mutter Erde wohl nicht aushalten.
"Grosse Hoffnung habe ich bei keiner Lösung. Selbst ohne Außenhandel und Finanzkrise würde durch Produktivitätssteigerungen die Arbeitslosenzahl stetig steigen. Die einzige Alternative wäre stetig steigener Konsum, und das wird Mutter Erde wohl nicht aushalten."
Na ja, da würde ich mir nicht so viele Sorgen machen. All die Zahlen auf denen gerechnet wird sind interpretationsbedürftig. Ich würde z.B. nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass die Produktivität überhaupt steigt.
Die (Arbeits-)Produktivität berechnet sich etwa:
Arbeitsproduktivität = BIPreal / (Erwerbstätige * Arbeitsstunden)
Nun steigt das BIP ständig (=Wirtschaftswachstum), während die Anzahl der Erwerbstätigen sinkt. Man kann nun dummerweise auch das BIP anzweifeln. Herr Wozniewski tut das z.B. indem er darlegt, dass die Steigerung des BIP ausschliesslich auf eine Steigerung der Geldmenge zurückgeht, ohne diese würde es seit Jahren sinken. Ist also die Produktivität gestiegen? Ich weiß es nicht.
Natürlich produzieren Menschen dank Maschinen mehr Güter, das ist plausibel. Keinesfalls plausibel ist jedoch, dass deshalb Arbeitsplätze wegfallen, denn bereits seit den ersten Webstühlen werden zunehmend Maschinen eingesetzt. Insgesamt hat das unseren Lebenstandard enorm geliftet und trotzdem gab es immer wieder Phasen der Vollbeschäftigung. Der Grund für unsere Probleme liegt also vermutlich an ganz anderer Stelle, denn der Bedarf ist im Kapitalismus nie gedeckt, sondern erfindet sich immer wieder neu (ala neue Produkte und Dienstleistungen), es kann höchstens passieren, dass niemand mehr seinen Bedarf befriedigen kann, einfach weil ihm das Geld dafür fehlt.
"Grosse Hoffnung habe ich bei keiner Lösung. Selbst ohne Außenhandel und Finanzkrise würde durch Produktivitätssteigerungen die Arbeitslosenzahl stetig steigen. Die einzige Alternative wäre stetig steigener Konsum, und das wird Mutter Erde wohl nicht aushalten."
Na ja, da würde ich mir nicht so viele Sorgen machen. All die Zahlen auf denen gerechnet wird sind interpretationsbedürftig. Ich würde z.B. nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass die Produktivität überhaupt steigt.
Die (Arbeits-)Produktivität berechnet sich etwa:
Arbeitsproduktivität = BIPreal / (Erwerbstätige * Arbeitsstunden)
Nun steigt das BIP ständig (=Wirtschaftswachstum), während die Anzahl der Erwerbstätigen sinkt. Man kann nun dummerweise auch das BIP anzweifeln. Herr Wozniewski tut das z.B. indem er darlegt, dass die Steigerung des BIP ausschliesslich auf eine Steigerung der Geldmenge zurückgeht, ohne diese würde es seit Jahren sinken. Ist also die Produktivität gestiegen? Ich weiß es nicht.
Natürlich produzieren Menschen dank Maschinen mehr Güter, das ist plausibel. Keinesfalls plausibel ist jedoch, dass deshalb Arbeitsplätze wegfallen, denn bereits seit den ersten Webstühlen werden zunehmend Maschinen eingesetzt. Insgesamt hat das unseren Lebenstandard enorm geliftet und trotzdem gab es immer wieder Phasen der Vollbeschäftigung. Der Grund für unsere Probleme liegt also vermutlich an ganz anderer Stelle, denn der Bedarf ist im Kapitalismus nie gedeckt, sondern erfindet sich immer wieder neu (ala neue Produkte und Dienstleistungen), es kann höchstens passieren, dass niemand mehr seinen Bedarf befriedigen kann, einfach weil ihm das Geld dafür fehlt.
... ist man ja aus der ZEIT gewohnt, zusammen mit romantischem Geschwafel über die "Werkbank der Welt" und die Globalisierung im Allgemeinen. Ich würde mir einmal eine kritische Analyse der Währungen und ihr krasses (teilweise bewusst herbeigeführtes) Ungleichgewicht wünschen, im Zusammenhang mit der Abwanderung von Geld, Jobs und Wissen (euphemistisch Strukturwandel genannt). Ist das wirklich zuviel verlangt?
Wohin das pauschale Verteufeln von Zöllen führt, kann man doch an der EU sehen, man beschliesst stattdessen Einfuhrkontingente und subventioniert seine Wirtschaft auf Steuerzahlerkosten und nicht immer treffsicher und zum Nutzen der Bürger. Man tut das, weil man muss, wenn die Region nicht komplett ausbluten und abhängig werden soll.
Statt eine simple schwarz-weiß Sicht auf Steuerinstrumente (wie z.B. Zölle) würde ich eine pragmatische und demokratisch abwägende Sichtweise sehr begrüßen. Denn ein "Strukturwandel" ist einfach Sch****, wenn wir dadurch x Millionen Arbeitslose haben, der Staat elementarste Aufgaben nicht mehr gescheit bezahlen kann und die Lebensqualität für die Bewohner sinkt. Nicht wahr? Letztlich ist doch genau dies die Richtschnur an der alles zu messen ist.
Freihandel ein Mantra der Globalisierungsbefürworter war und ist. Diese "Globalisierung" beruhte nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern auf "religiösen" Bekenntnissen. Das Gefasel vom wachsenden Wohlstand für alle hat sich für die meisten Menschen als das erwiesen was es nun mal ist, nämlich indoktrinäres Gefasel.
Die Folgen dieser undifferenzierten Zollfreiheit haben sie treffend beschrieben. Für die These, dass der undifferenzierte Abbau der Zölle der Wohlfahrt aller dient, lässt sich noch nicht mal Plausibilität erzeugen. Bei einer gewissen Klientel ist man sich dann auch nicht so sicher ob es sich nach dem Mantra richtet, nämlich bei den Bauern. Aber die Bauern haben auch eine Lobby in diesem Land und wir Werktätigen in der Privatwirtschaft nicht.
Jetzt verhält es sich auch noch so, dass Deutsche Firmen auch vor der Globalisierung exportiert haben und zwar teilweise mehr als heute, bei einer tieferen Wertschöpfungskette.
Ich kenne in meinem Umfeld nun wirklich keinen Menschen dem es nach der Globalisierung wirtschaftlich besser gegangen wäre. Ich kenne aber viele Menschen denen es deutlich schlechter geht. Man betrachte die schwache Binnennachfrage.
Freihandel ein Mantra der Globalisierungsbefürworter war und ist. Diese "Globalisierung" beruhte nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern auf "religiösen" Bekenntnissen. Das Gefasel vom wachsenden Wohlstand für alle hat sich für die meisten Menschen als das erwiesen was es nun mal ist, nämlich indoktrinäres Gefasel.
Die Folgen dieser undifferenzierten Zollfreiheit haben sie treffend beschrieben. Für die These, dass der undifferenzierte Abbau der Zölle der Wohlfahrt aller dient, lässt sich noch nicht mal Plausibilität erzeugen. Bei einer gewissen Klientel ist man sich dann auch nicht so sicher ob es sich nach dem Mantra richtet, nämlich bei den Bauern. Aber die Bauern haben auch eine Lobby in diesem Land und wir Werktätigen in der Privatwirtschaft nicht.
Jetzt verhält es sich auch noch so, dass Deutsche Firmen auch vor der Globalisierung exportiert haben und zwar teilweise mehr als heute, bei einer tieferen Wertschöpfungskette.
Ich kenne in meinem Umfeld nun wirklich keinen Menschen dem es nach der Globalisierung wirtschaftlich besser gegangen wäre. Ich kenne aber viele Menschen denen es deutlich schlechter geht. Man betrachte die schwache Binnennachfrage.
"Grosse Hoffnung habe ich bei keiner Lösung. Selbst ohne Außenhandel und Finanzkrise würde durch Produktivitätssteigerungen die Arbeitslosenzahl stetig steigen. Die einzige Alternative wäre stetig steigener Konsum, und das wird Mutter Erde wohl nicht aushalten."
Na ja, da würde ich mir nicht so viele Sorgen machen. All die Zahlen auf denen gerechnet wird sind interpretationsbedürftig. Ich würde z.B. nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass die Produktivität überhaupt steigt.
Die (Arbeits-)Produktivität berechnet sich etwa:
Arbeitsproduktivität = BIPreal / (Erwerbstätige * Arbeitsstunden)
Nun steigt das BIP ständig (=Wirtschaftswachstum), während die Anzahl der Erwerbstätigen sinkt. Man kann nun dummerweise auch das BIP anzweifeln. Herr Wozniewski tut das z.B. indem er darlegt, dass die Steigerung des BIP ausschliesslich auf eine Steigerung der Geldmenge zurückgeht, ohne diese würde es seit Jahren sinken. Ist also die Produktivität gestiegen? Ich weiß es nicht.
Natürlich produzieren Menschen dank Maschinen mehr Güter, das ist plausibel. Keinesfalls plausibel ist jedoch, dass deshalb Arbeitsplätze wegfallen, denn bereits seit den ersten Webstühlen werden zunehmend Maschinen eingesetzt. Insgesamt hat das unseren Lebenstandard enorm geliftet und trotzdem gab es immer wieder Phasen der Vollbeschäftigung. Der Grund für unsere Probleme liegt also vermutlich an ganz anderer Stelle, denn der Bedarf ist im Kapitalismus nie gedeckt, sondern erfindet sich immer wieder neu (ala neue Produkte und Dienstleistungen), es kann höchstens passieren, dass niemand mehr seinen Bedarf befriedigen kann, einfach weil ihm das Geld dafür fehlt.
Lieber Johaupt:
Ich kann das Argument der verlorenen Arbeitsplätze durchaus verstehen. Nur ist diese viel gepredigte These nie empirisch belegt worden.
Im Gegensatz dazu wissen wir hingegen sehr genau, wie es Deutschland ergehen wird, wenn die USA wirklich wieder protektionistische Barrieren aufbauen und andere Staaten folgen.
Das sorgt dann für Arbeitsplatzverluste und zwar nicht zu knapp.
"Im Gegensatz dazu wissen wir hingegen sehr genau, wie es Deutschland ergehen wird, wenn die USA wirklich wieder protektionistische Barrieren aufbauen und andere Staaten folgen. Das sorgt dann für Arbeitsplatzverluste und zwar nicht zu knapp."
Und das ist empirisch belegt? Meines Wissens exportiert Deutschland nur maximal 10% seiner Waren nach den USA, alles andere verbleibt in der EU. Davon abgesehen, müsste Deutschland halt reagieren und seine Inlandsnachfrage zur Abwechslung ankurbeln (wie auch immer).
Übrigens pauschalisierst du auch. USA (und auch die EU) hat wohl ein Interesse Waren etwa aus China zu verzollen, da China seine Währung bewusst niedrig hält und Sozialstandards unterläuft (auch Ausbeutung genannt), das mag auch noch auf andere Länder zutreffen, ABER eben nicht auf alle. Zölle auf Waren von einem gleich entwickelten Land sind imho unproduktiv. Festmachen könnte man das z.B. an der Außenhandelsbilanz. Solange die ausgeglichen ist, ist ein Freihandel zwischen den Staaten sinnvoll. Dummerweise ist sie das weder bei den USA, noch in China, noch in Deutschland. Die USA lebten davon Scheine zu drucken, während China und auch Deutschland Waren gegen wertloses Papier lieferten. Keine gesunde Situation, wäre gut wenn das jetzt ein Ende hätte.
"Im Gegensatz dazu wissen wir hingegen sehr genau, wie es Deutschland ergehen wird, wenn die USA wirklich wieder protektionistische Barrieren aufbauen und andere Staaten folgen. Das sorgt dann für Arbeitsplatzverluste und zwar nicht zu knapp."
Und das ist empirisch belegt? Meines Wissens exportiert Deutschland nur maximal 10% seiner Waren nach den USA, alles andere verbleibt in der EU. Davon abgesehen, müsste Deutschland halt reagieren und seine Inlandsnachfrage zur Abwechslung ankurbeln (wie auch immer).
Übrigens pauschalisierst du auch. USA (und auch die EU) hat wohl ein Interesse Waren etwa aus China zu verzollen, da China seine Währung bewusst niedrig hält und Sozialstandards unterläuft (auch Ausbeutung genannt), das mag auch noch auf andere Länder zutreffen, ABER eben nicht auf alle. Zölle auf Waren von einem gleich entwickelten Land sind imho unproduktiv. Festmachen könnte man das z.B. an der Außenhandelsbilanz. Solange die ausgeglichen ist, ist ein Freihandel zwischen den Staaten sinnvoll. Dummerweise ist sie das weder bei den USA, noch in China, noch in Deutschland. Die USA lebten davon Scheine zu drucken, während China und auch Deutschland Waren gegen wertloses Papier lieferten. Keine gesunde Situation, wäre gut wenn das jetzt ein Ende hätte.
"Im Gegensatz dazu wissen wir hingegen sehr genau, wie es Deutschland ergehen wird, wenn die USA wirklich wieder protektionistische Barrieren aufbauen und andere Staaten folgen. Das sorgt dann für Arbeitsplatzverluste und zwar nicht zu knapp."
Und das ist empirisch belegt? Meines Wissens exportiert Deutschland nur maximal 10% seiner Waren nach den USA, alles andere verbleibt in der EU. Davon abgesehen, müsste Deutschland halt reagieren und seine Inlandsnachfrage zur Abwechslung ankurbeln (wie auch immer).
Übrigens pauschalisierst du auch. USA (und auch die EU) hat wohl ein Interesse Waren etwa aus China zu verzollen, da China seine Währung bewusst niedrig hält und Sozialstandards unterläuft (auch Ausbeutung genannt), das mag auch noch auf andere Länder zutreffen, ABER eben nicht auf alle. Zölle auf Waren von einem gleich entwickelten Land sind imho unproduktiv. Festmachen könnte man das z.B. an der Außenhandelsbilanz. Solange die ausgeglichen ist, ist ein Freihandel zwischen den Staaten sinnvoll. Dummerweise ist sie das weder bei den USA, noch in China, noch in Deutschland. Die USA lebten davon Scheine zu drucken, während China und auch Deutschland Waren gegen wertloses Papier lieferten. Keine gesunde Situation, wäre gut wenn das jetzt ein Ende hätte.
Seltsam. Jeder Politiker betete uns vor: wir müssen Amerika alles nachmachen. Es sind die Besten. Jetzt sollen die Amerikaner hochgradige Volkstrottel sein? Es sind sicher nur unsere Politiker, die weg müssen! Sofort!
Politik treibt die seltsamsten Blueten. Mal sind die Amerikaner unsere Feinde weil sie versuchen ihre Arbeiter wieder in Jobs zu bringen .Aber wenn sie uns ihre GITMO Insassen aufhalsen wollen weil die Waehler in USA sie nicht im Land wollen, dann sind die Amerikaner unsere Freunde denen man helfen muss mit der Situation dieser Moechte-Gern Terroristen auch wenn die eigne Bevoelkerung sie nicht im Land will.
Politik treibt die seltsamsten Blueten. Mal sind die Amerikaner unsere Feinde weil sie versuchen ihre Arbeiter wieder in Jobs zu bringen .Aber wenn sie uns ihre GITMO Insassen aufhalsen wollen weil die Waehler in USA sie nicht im Land wollen, dann sind die Amerikaner unsere Freunde denen man helfen muss mit der Situation dieser Moechte-Gern Terroristen auch wenn die eigne Bevoelkerung sie nicht im Land will.
#2 : Stimmt, es ist ambivalent, gleichzeitig hohe Staatsdefizite (nur z.B. USA) zu beklagen und umgekehrt Protektionismus zu bemängeln, denn :
# 4: "Geld" ist eben NICHT wichtig, sondern der dahinter stehende Realwert, und der heißt heutzutage nur: ENERGIE! (und die wird begrenzte Mangelware bzw. ein Verkennen dieser Tatsache ergibt genau die aufgeblähte Geldmenge, die derzeitig wahrer Verursacher der "Krise" ist).
Protektionismus ist eigentlich ja immer noch notwendige Basis für geltende Weisheiten der Wirtschaftsforscher, denn deren Thesen sind von der Globalisierung einfach überrollt worden.
Immer noch gehen diese Thesen davon aus, dass "der Mensch" als Produzent und gleichzeitig Energieverbraucher in den KEA (kumulierten Energieaufwand für ein Produkt) nicht einberechnet werden muss. Das stimmt aber eben nur, wenn jedes Produkt auch in dem Staat konsumiert wird, in dem es hergestellt wurde, bzw. der weltweite Energieverbrauch der Menschen gleich ist.
Tatsächlich ist der Energieanteil der beteiligten Menschen für alle Produkte aber sehr hoch - je nach Produkt und Staat bis zu 70% des KEA.
Die Globalisierung brachte in der Vergangenheit eine Menge Vorteile für reichere Staaten - Entlastung von direkter Arbeit (Verschiebung in Billiglohnländer) einerseits und Ankauf von Billigkonsumware andererseits.
Protektionismus bedeutet jetzt also im Klartext: Die sich protegierenden Staaten müssen wieder selbst arbeiten.
Wenn diese Arbeiter (in älteren Industriestaaten) jedoch auf weit höherem Energieverbrauch leben, steigt der Endpreis automatisch gewaltig.
Oder nicht - dann müssen diese Bewohner der Industriestaaten eben mit weitaus geringerem Energieverbrauch auskommen.
Zumindest wird dann klar+deutlich, dass der Mensch als Produktionsfaktor eben nicht aus einer Energiebilanz für Produkte ausgeklammert werden kann,
dass Billigware aus Billiglohnländern nur deswegen billig ist, weil deren Arbeiter am unteren Limit des Energieverbrauches leben (müssen).
Eine Angleichung wäre sehr wünschenswert:
Den Arbeitern in Billiglohnstaaten ist eine Erhöhung des zur Verfügung stehenden Energieverbrauches zu gönnen (z. B. für bessere Ausbildung),
das heißt aber gleichzeitig: der extrem hohe Energieverbrauch der Bewohner ALLER älteren Industriestaaten muss drastisch reduziert werden.
Protektionismus ist ganz sicher leider eine Gewaltkeule und wird einzelnen Menschen weltweit eine Verschärfung der Lage bringen,
wünschenswerter wären ganz sicher moderatere Auswege.
Aber dazu wäre mehr Vernunft nötig, und die fehlt den bisherigen Ökonomen.
Zumindest bringt diese Gewaltkeule aber eben auch mehr Ehrlichkeit.
"Geld" ist eben NICHT wichtig, sondern der dahinter stehende Realwert, und der heißt heutzutage nur: ENERGIE! (und die wird begrenzte Mangelware bzw. ein Verkennen dieser Tatsache ergibt genau die aufgeblähte Geldmenge, die derzeitig wahrer Verursacher der "Krise" ist).
Das ist zu bezweifeln, auch wenn vielleicht ein Körnchen Wahrheit drin steckt, so vereinfachst du die Angelegenheit zu sehr. Die Geldmenge bläht sich (zumindest wenn man dem Link folgen darf) vor allem deshalb auf, weil mehr Kredite aufgenommen werden, was wiederrum an einer Verknappung des Geldes durch übermäßige Anhäufung bei einigen Marktteilnehmern zurückgeht.
Wenn du die Bewertung in Geld aufgeben willst, so bleibt deine Theorie trotzdem falsch, denn Energie ist ausreichend da, nur eben keine fossilen Energieträger, die sind begrenzt. Mit ausreichend Zeitaufwand (Bau von Solarzellen) könnte man komplett unabhängig vom Öl werden und wäre dann nach deiner Theorie der billigste Anbieter am Markt. Dass das nicht so ist, offenbart uns auch den tatsächlichen Wert eines Produktes: es ist der investierte Zeitaufwand. Und der ist bei Solarzellen noch erheblich höher als beim "Öl aus dem Boden pumpen".
Dummerweise wird nun der Zeitaufwand wieder in Geld bewertet und da fangen die Ungleichgewichte an. Wenn man ein Währung sehr niedrig hält (wie etwa China), dann kostet eine Arbeitsstunde nämlich so gut wie nichts und man kann sonstwie uneffektiv arbeiten und ist trotzdem noch billiger als jemand der hohe Qualität in kürzester Zeit produziert, aber eben in einer anderen Währung.
"Geld" ist eben NICHT wichtig, sondern der dahinter stehende Realwert, und der heißt heutzutage nur: ENERGIE! (und die wird begrenzte Mangelware bzw. ein Verkennen dieser Tatsache ergibt genau die aufgeblähte Geldmenge, die derzeitig wahrer Verursacher der "Krise" ist).
Das ist zu bezweifeln, auch wenn vielleicht ein Körnchen Wahrheit drin steckt, so vereinfachst du die Angelegenheit zu sehr. Die Geldmenge bläht sich (zumindest wenn man dem Link folgen darf) vor allem deshalb auf, weil mehr Kredite aufgenommen werden, was wiederrum an einer Verknappung des Geldes durch übermäßige Anhäufung bei einigen Marktteilnehmern zurückgeht.
Wenn du die Bewertung in Geld aufgeben willst, so bleibt deine Theorie trotzdem falsch, denn Energie ist ausreichend da, nur eben keine fossilen Energieträger, die sind begrenzt. Mit ausreichend Zeitaufwand (Bau von Solarzellen) könnte man komplett unabhängig vom Öl werden und wäre dann nach deiner Theorie der billigste Anbieter am Markt. Dass das nicht so ist, offenbart uns auch den tatsächlichen Wert eines Produktes: es ist der investierte Zeitaufwand. Und der ist bei Solarzellen noch erheblich höher als beim "Öl aus dem Boden pumpen".
Dummerweise wird nun der Zeitaufwand wieder in Geld bewertet und da fangen die Ungleichgewichte an. Wenn man ein Währung sehr niedrig hält (wie etwa China), dann kostet eine Arbeitsstunde nämlich so gut wie nichts und man kann sonstwie uneffektiv arbeiten und ist trotzdem noch billiger als jemand der hohe Qualität in kürzester Zeit produziert, aber eben in einer anderen Währung.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren