Kurzarbeit Wochenende ohne Ende

Früher Überstunden kloppen, heute kurzarbeiten: Was macht die Krise mit den deutschen Facharbeitern und ihren Familien?

Ökonomen erklären das Leben gerne mit Kurven, die den Nutzen von Dingen beschreiben. Eine davon besagt: Je mehr Freizeit, desto größer der Nutzen für den Menschen. Der zusätzliche Gewinn an Nutzen wird aber beständig kleiner, bis er irgendwann verschwindet. Bis noch mehr Freizeit nichts mehr wert ist.

Um zu berechnen, wann genau dieser Punkt gekommen ist, kann man unterschiedliche Formeln entwerfen. Man kann aber auch Thomas Jung fragen, der eine eindeutige Antwort hat. »Wenn die Wochenenden länger dauern als die Arbeitswoche, dann fühlt sich das nicht mehr gut an.«

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Vor nicht einmal einem Jahr war Freizeit für Thomas Jung noch ein sehr wertvolles Gut. Er arbeitete viel, häufte Überstunden an, kam vor allem zum Schlafen nach Hause. Jetzt gibt es Tage, da sitzt er in seinem gemieteten Einfamilienhaus in Geesthacht, zwischen geblümter Tapete und Gelkamin, und vermisst den süßlich-staubigen Geruch von warmem Plastik und das Geräusch ratternder Motoren. Weil er eigentlich im Hamburger Industriegebiet sein sollte, wo er als Schichtführer Maschinen beaufsichtigt, die kleine Kunststoffperlen ausspucken. »Veredelte Polymere, aus denen man schöne Armaturenbretter machen kann«, sagt der 47-Jährige.

Einer wie er ist fürs Stillsitzen nicht gemacht. Einer wie er muss herumlaufen, die Hände bewegen, mit Leuten sprechen, etwas entscheiden. Einer wie er arbeitet nicht nur, um Geld zu verdienen, sondern weil ihm die Arbeit selbst einen Nutzen verschafft – selbst wenn das auf keiner volkswirtschaftlichen Kurve vorgesehen ist.

Seit Dezember arbeiten Thomas Jung und seine Kollegen bei Albis Plastic in Hamburg kurz. Es ist das erste Mal in der fast 50-jährigen Firmengeschichte, dass es Kurzarbeit gibt.

Kurzarbeit, dieses seltsam altertümlich klingende Wort aus dem vergangenen Jahrhundert, hat es in Rekordzeit zurückgeschafft in den deutschen Alltag. Allein in den vergangenen drei Monaten tauchte der Begriff 1352-mal in der überregionalen Presse auf – und damit zehnmal häufiger als im gesamten Jahr 2007. Selbst in Flirtforen im Internet suchen einsame Herzen jetzt schon mal nach anderen, bei denen »Kurzarbeit auch ein Thema ist«.

VW, BMW, BASF – alle haben nicht mehr genug Arbeit

Als Erstes blieben in der Autoindustrie die Bänder stehen. Im Herbst wurden Überstunden abgebaut, über Weihnachten die Belegschaften in langen Urlaub geschickt. Mehr Arbeit kam auch danach nicht. Die Arbeit, die blieb, wurde verteilt.

Leser-Kommentare
  1. Vor einige Monaten habe ich einem Interview mit dem Besitzer eines Warenhauses in Deutschland zugehört. Leider kann ich mich nicht mehr an den Namen erinnern... Aber folgendes, das Geschäft ist seit mehreren Generationen im Besitz der gleichen Familie, der Chef seit Jahren der gleiche. Soweit noch nicht's spezielles daran...

    Was aber interessant war, war die Art und Weise dem Umsatz und Gewinn ob nun fallend oder steigend gerecht zu werden. Grundsätzlich wird auch bei Absatzschwierigkeiten keiner der meist langjährigen Mitarbeiter entlassen. Kredite bei Banken gibt es nicht... notwenige Mittel werden aus dem privaten Vermögen des Besitzers genommen. Die Strategie ist Grundsätzlich langfristig angelegt... Von den üblichen 3 Monats Bilanzen hält der Besitzer gar nichts, da man so kein Geschäft halten kann.

    Das Geschäft steht stabil an einer Einkaufsstrasse zwischen all den nun in Schwiergekeiten geratenden "Konkurrenten" und aht dank der langfristigen Strategie und Unternehmensführung bisher alle Marktschwierigkeiten meistern können.

    Dies deshalb weil der Besitzer Verluste und Mindereinnahmen auch mal auf eigene Verantwortungd.h. vom Privatvermögen nimmt... Warum wird das bei den Grossaktionären der DAX Konzerne nicht gemacht...? Wo sind all die Mrd. an vergangenen Profiten die nun still und unauffällig auf irgendwelchen Bankkonten liegen und darauf warten wieder eingesetzt zu werden wenn die Krise vorbei ist während in der Zwischenzeit die unprofitablen Bereiche auf den Steuerzahler überwälzt werden...

    ;-)

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara

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    Wo sind all die Mrd. an vergangenen Profiten die nun still und unauffällig auf irgendwelchen Bankkonten liegen und darauf warten wieder eingesetzt zu werden wenn die Krise vorbei ist während in der Zwischenzeit die unprofitablen Bereiche auf den Steuerzahler überwälzt werden...
    Genau da haben wir den Systemfehler, das weitgehend unbekannte, das große Tabu, und wenn man es anspricht, wird man schnell in politsch dunkle Ecken gestellt.

    Ein Unternehmen hat
    1) Lohnkosten
    2) Lohnnebenkosten
    3) Infrastrukturkosten
    4) Refinanzierungskosten

    Was nach Abzug der Kosten von den Einnahmen übrig bleibt, ist der Gewinn vor Steuern. Sobald nach den fetten Jahren die mageren Jahre kommen, muss gespart werden. Und es wird gespart. Überall. Nur nicht an den Refinanzierungskosten = Kapitaldienst = Zins. Alles fällt im Wachstum unter Null, nur der Zins nicht.
    Dafür haben wir ja die Inflation. Nur betrifft diese eben immer alle, und nicht nur die Kapitaleigner (Stichworte "verdeckter" oder "verschleierter Zins" aufgrund der Art der FIAT-Money Geldschöpfung als Anteil in sämtlichen Gütern und Dienstleistungen).

    Geld = Schneeballsystem/Pyramidenspiel = Enteignung der Massen. Solange man das Problem nicht an der Wurzel behebt, also die wirklichen Ursachen bekämpft, bewirkt jegliche Flickschusterei an den Symptomen nur die Verschiebung des Resets zum Preis der dann noch größeren Probleme ("Konjunkturpaket"-Schuldenbomben).

    Wo sind all die Mrd. an vergangenen Profiten die nun still und unauffällig auf irgendwelchen Bankkonten liegen und darauf warten wieder eingesetzt zu werden wenn die Krise vorbei ist während in der Zwischenzeit die unprofitablen Bereiche auf den Steuerzahler überwälzt werden...

    Da hat jemand die Finanzkrise aber gut verstanden. Also, schreien Sie weiter ganz ganz laut. Hochpeinlich!

    Wo sind all die Mrd. an vergangenen Profiten die nun still und unauffällig auf irgendwelchen Bankkonten liegen und darauf warten wieder eingesetzt zu werden wenn die Krise vorbei ist während in der Zwischenzeit die unprofitablen Bereiche auf den Steuerzahler überwälzt werden...
    Genau da haben wir den Systemfehler, das weitgehend unbekannte, das große Tabu, und wenn man es anspricht, wird man schnell in politsch dunkle Ecken gestellt.

    Ein Unternehmen hat
    1) Lohnkosten
    2) Lohnnebenkosten
    3) Infrastrukturkosten
    4) Refinanzierungskosten

    Was nach Abzug der Kosten von den Einnahmen übrig bleibt, ist der Gewinn vor Steuern. Sobald nach den fetten Jahren die mageren Jahre kommen, muss gespart werden. Und es wird gespart. Überall. Nur nicht an den Refinanzierungskosten = Kapitaldienst = Zins. Alles fällt im Wachstum unter Null, nur der Zins nicht.
    Dafür haben wir ja die Inflation. Nur betrifft diese eben immer alle, und nicht nur die Kapitaleigner (Stichworte "verdeckter" oder "verschleierter Zins" aufgrund der Art der FIAT-Money Geldschöpfung als Anteil in sämtlichen Gütern und Dienstleistungen).

    Geld = Schneeballsystem/Pyramidenspiel = Enteignung der Massen. Solange man das Problem nicht an der Wurzel behebt, also die wirklichen Ursachen bekämpft, bewirkt jegliche Flickschusterei an den Symptomen nur die Verschiebung des Resets zum Preis der dann noch größeren Probleme ("Konjunkturpaket"-Schuldenbomben).

    Wo sind all die Mrd. an vergangenen Profiten die nun still und unauffällig auf irgendwelchen Bankkonten liegen und darauf warten wieder eingesetzt zu werden wenn die Krise vorbei ist während in der Zwischenzeit die unprofitablen Bereiche auf den Steuerzahler überwälzt werden...

    Da hat jemand die Finanzkrise aber gut verstanden. Also, schreien Sie weiter ganz ganz laut. Hochpeinlich!

    • Anonym
    • 09.02.2009 um 8:43 Uhr

    "Die Unsicherheit hat sich im Leben der Menschen einen festen Platz erobert. Ein Arbeiter erzählt, seine Frau sei mit dem Studium fertig, eigentlich wollten sie Kinder, nun haben sie entschieden, es sei besser, wenn sie sich erst mal eine Stelle suche."

    ...die demographische Entwicklung. Gottgegeben, was können wir einfache Sterbliche schon dagegen tun.

    Salus Publica Suprema Lex

  2. Wo sind all die Mrd. an vergangenen Profiten die nun still und unauffällig auf irgendwelchen Bankkonten liegen und darauf warten wieder eingesetzt zu werden wenn die Krise vorbei ist während in der Zwischenzeit die unprofitablen Bereiche auf den Steuerzahler überwälzt werden...
    Genau da haben wir den Systemfehler, das weitgehend unbekannte, das große Tabu, und wenn man es anspricht, wird man schnell in politsch dunkle Ecken gestellt.

    Ein Unternehmen hat
    1) Lohnkosten
    2) Lohnnebenkosten
    3) Infrastrukturkosten
    4) Refinanzierungskosten

    Was nach Abzug der Kosten von den Einnahmen übrig bleibt, ist der Gewinn vor Steuern. Sobald nach den fetten Jahren die mageren Jahre kommen, muss gespart werden. Und es wird gespart. Überall. Nur nicht an den Refinanzierungskosten = Kapitaldienst = Zins. Alles fällt im Wachstum unter Null, nur der Zins nicht.
    Dafür haben wir ja die Inflation. Nur betrifft diese eben immer alle, und nicht nur die Kapitaleigner (Stichworte "verdeckter" oder "verschleierter Zins" aufgrund der Art der FIAT-Money Geldschöpfung als Anteil in sämtlichen Gütern und Dienstleistungen).

    Geld = Schneeballsystem/Pyramidenspiel = Enteignung der Massen. Solange man das Problem nicht an der Wurzel behebt, also die wirklichen Ursachen bekämpft, bewirkt jegliche Flickschusterei an den Symptomen nur die Verschiebung des Resets zum Preis der dann noch größeren Probleme ("Konjunkturpaket"-Schuldenbomben).

  3. Wo sind all die Mrd. an vergangenen Profiten die nun still und unauffällig auf irgendwelchen Bankkonten liegen und darauf warten wieder eingesetzt zu werden wenn die Krise vorbei ist während in der Zwischenzeit die unprofitablen Bereiche auf den Steuerzahler überwälzt werden...

    Da hat jemand die Finanzkrise aber gut verstanden. Also, schreien Sie weiter ganz ganz laut. Hochpeinlich!

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    Ach, Sie schon wieder...

    Also, her mit dem ultimativen Verständis... Was darfs denn sein, Sozialistisch, Kapitalistisch, Neoliberal, Marktwirtschaftlich, Volkswirtschaftlich, Liberal, Planwirtschaftlich...

    Verringert worden sind all die Vermögenswerte die auf Basis von Indices bzw. Anteilen berechnet wurden. Allerdings, Bargeld ist bei den aktuellen Inflationsraten der Industrieländer noch fast keines verschwunden...

    ;-)

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara

    • wll
    • 09.02.2009 um 11:12 Uhr

    Komisch, Sie referenzieren Kommentar #1 und zitieren suschliesslich Kommentar #3. Welchen meinen Sie denn nun eigentlich?

    Da hat jemand die Finanzkrise aber gut verstanden. Also, schreien Sie weiter ganz ganz laut.

    Tja, könnten Sie einfach mal genauer ausführen, was genau Sie an dem zitierten Kommentar stört? Ihr Elaborat mutet IMHO mehr wie ein unqualifizierter Zwischenruf an. Sie machen einen Mitkommentator verächtlich, ohne im Mindesten inhaltlich zur Diskussion beizutragen. Nicht gerade guter Stil...

    Die Kritik "Wo sind all die Mrd. an vergangenen Profiten die nun still und unauffällig auf irgendwelchen Bankkonten liegen" aus besagtem Kommentar #3 ist ja nicht verkehrt. Zum Teil wurden Boni auf Buchgewinne ausbezahlt, ohne diese tatsächlich zu realsiieren, was die Kapitaldecke der Unternehmen geschwächt hat. Grundsätzlich wurden aber völlig überhöhte Bezüge, Boni und Dividenden ausbezahlt, ohne Teile der Profite auch für eine ausreichende Risikovorsorge einzusetzen. Eine ausreichende Eigenkapitaldecke häte statistisch gesehen eben auch eine geringere Eigenkapitalrendite bedeutet. Und genau die war ja das goldene Kalb, um das die Bänker weltweit getanzt sind. Es war eben einfacher, die Eigenkapitaldecke über einen möglichst grossen Fremdkapitalhebel zu minimieren als insgesamt höhere Profite zu machen. Wenn jetzt dieses Versäumnis dem Steuerzahler aufgebürdet werden soll, wäre es nur gerecht, einen Teil der unzweifelhaft überhöhten Ausschüttungen der jüngeren Vergangenheit zurückzufordern.

    "Hochpeinlich!"

    Komisch - den gleichen Gedanken hatte ich bei Ihrem Kommentar auch(s. o.)...

    Ach, Sie schon wieder...

    Also, her mit dem ultimativen Verständis... Was darfs denn sein, Sozialistisch, Kapitalistisch, Neoliberal, Marktwirtschaftlich, Volkswirtschaftlich, Liberal, Planwirtschaftlich...

    Verringert worden sind all die Vermögenswerte die auf Basis von Indices bzw. Anteilen berechnet wurden. Allerdings, Bargeld ist bei den aktuellen Inflationsraten der Industrieländer noch fast keines verschwunden...

    ;-)

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara

    • wll
    • 09.02.2009 um 11:12 Uhr

    Komisch, Sie referenzieren Kommentar #1 und zitieren suschliesslich Kommentar #3. Welchen meinen Sie denn nun eigentlich?

    Da hat jemand die Finanzkrise aber gut verstanden. Also, schreien Sie weiter ganz ganz laut.

    Tja, könnten Sie einfach mal genauer ausführen, was genau Sie an dem zitierten Kommentar stört? Ihr Elaborat mutet IMHO mehr wie ein unqualifizierter Zwischenruf an. Sie machen einen Mitkommentator verächtlich, ohne im Mindesten inhaltlich zur Diskussion beizutragen. Nicht gerade guter Stil...

    Die Kritik "Wo sind all die Mrd. an vergangenen Profiten die nun still und unauffällig auf irgendwelchen Bankkonten liegen" aus besagtem Kommentar #3 ist ja nicht verkehrt. Zum Teil wurden Boni auf Buchgewinne ausbezahlt, ohne diese tatsächlich zu realsiieren, was die Kapitaldecke der Unternehmen geschwächt hat. Grundsätzlich wurden aber völlig überhöhte Bezüge, Boni und Dividenden ausbezahlt, ohne Teile der Profite auch für eine ausreichende Risikovorsorge einzusetzen. Eine ausreichende Eigenkapitaldecke häte statistisch gesehen eben auch eine geringere Eigenkapitalrendite bedeutet. Und genau die war ja das goldene Kalb, um das die Bänker weltweit getanzt sind. Es war eben einfacher, die Eigenkapitaldecke über einen möglichst grossen Fremdkapitalhebel zu minimieren als insgesamt höhere Profite zu machen. Wenn jetzt dieses Versäumnis dem Steuerzahler aufgebürdet werden soll, wäre es nur gerecht, einen Teil der unzweifelhaft überhöhten Ausschüttungen der jüngeren Vergangenheit zurückzufordern.

    "Hochpeinlich!"

    Komisch - den gleichen Gedanken hatte ich bei Ihrem Kommentar auch(s. o.)...

  4. Ach, Sie schon wieder...

    Also, her mit dem ultimativen Verständis... Was darfs denn sein, Sozialistisch, Kapitalistisch, Neoliberal, Marktwirtschaftlich, Volkswirtschaftlich, Liberal, Planwirtschaftlich...

    Verringert worden sind all die Vermögenswerte die auf Basis von Indices bzw. Anteilen berechnet wurden. Allerdings, Bargeld ist bei den aktuellen Inflationsraten der Industrieländer noch fast keines verschwunden...

    ;-)

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara

    Antwort auf "Gewaltiges Unwissen"
  5. Auch selbstgestaltetes Leben will gelernt sein. Rammstein hören und Fenster putzen, kann 4 Tage eines Wochenablaufs sicher nicht ausfüllen.
    Es sollte im Elternhaus, in der Schule beginnen: Mitverantwortung, eigenständiges Lernen, auch gemeinsam mit anderen Schülern; kritisches, selbstkritisches Bewußtsein heranbilden. Dann weiß man auch für das Leben nach der Schule: Arbeitgeber ist derjenige, der seine Arbeitskraft dem Unternehmer anbietet. Man weiß, dass alles, was in der Politik geschieht, in den Medien verbreitet wird, von Interessen bestimmt wird, die zumeist hinter einem Vorhang von ablenkenden Phrasen, Reden und Artikeln verborgen werden.

    • wll
    • 09.02.2009 um 11:12 Uhr

    Komisch, Sie referenzieren Kommentar #1 und zitieren suschliesslich Kommentar #3. Welchen meinen Sie denn nun eigentlich?

    Da hat jemand die Finanzkrise aber gut verstanden. Also, schreien Sie weiter ganz ganz laut.

    Tja, könnten Sie einfach mal genauer ausführen, was genau Sie an dem zitierten Kommentar stört? Ihr Elaborat mutet IMHO mehr wie ein unqualifizierter Zwischenruf an. Sie machen einen Mitkommentator verächtlich, ohne im Mindesten inhaltlich zur Diskussion beizutragen. Nicht gerade guter Stil...

    Die Kritik "Wo sind all die Mrd. an vergangenen Profiten die nun still und unauffällig auf irgendwelchen Bankkonten liegen" aus besagtem Kommentar #3 ist ja nicht verkehrt. Zum Teil wurden Boni auf Buchgewinne ausbezahlt, ohne diese tatsächlich zu realsiieren, was die Kapitaldecke der Unternehmen geschwächt hat. Grundsätzlich wurden aber völlig überhöhte Bezüge, Boni und Dividenden ausbezahlt, ohne Teile der Profite auch für eine ausreichende Risikovorsorge einzusetzen. Eine ausreichende Eigenkapitaldecke häte statistisch gesehen eben auch eine geringere Eigenkapitalrendite bedeutet. Und genau die war ja das goldene Kalb, um das die Bänker weltweit getanzt sind. Es war eben einfacher, die Eigenkapitaldecke über einen möglichst grossen Fremdkapitalhebel zu minimieren als insgesamt höhere Profite zu machen. Wenn jetzt dieses Versäumnis dem Steuerzahler aufgebürdet werden soll, wäre es nur gerecht, einen Teil der unzweifelhaft überhöhten Ausschüttungen der jüngeren Vergangenheit zurückzufordern.

    "Hochpeinlich!"

    Komisch - den gleichen Gedanken hatte ich bei Ihrem Kommentar auch(s. o.)...

    Antwort auf "Gewaltiges Unwissen"
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    auf den Konten der Banker liegt.

    Sie machen einen Mitkommentator verächtlich, ohne im Mindesten inhaltlich zur Diskussion beizutragen. Nicht gerade guter Stil...

    Die Kohle ist von den US-Konsumenten verpulvert worden und grosse Teile der Gelder liegen heute als Währungsreserven beim sozialistischen China und im arabischen Raum.

    Hier wird nach wie vor suggeriert: die Kohle ist auf den Konten der Banker und die wollen sie nicht rausrücken. Das ist Blödsinn.

    Zum Teil wurden Boni auf Buchgewinne ausbezahlt, ohne diese tatsächlich zu realsiieren,

    Was im Einklang mit IFRS steht. Aber, der Staat ist ja grundsätzlich unfehlbar - Sie erkennen einmal mehr: es gab Regulierung, aber eben falsche Regulierung.

    Grundsätzlich wurden aber völlig überhöhte Bezüge, Boni und Dividenden ausbezahlt,

    Das ist wohl Sache der Aktionäre. Nicht Ihre. Besonders profitiert hat aber auch hier wieder Vater Staat. Boni werden bis zu einem gewissen Betrag in bar (i.d.R. 250.000 oder 500.000) in bar ausgezahlt. Der Rest in Aktien. Die sind eine Zeit lang (3-5 Jahre) gesperrt - allerdings steuerpflichtig zum Zeitpunkt der Zuteilung.

    Eine ausreichende Eigenkapitaldecke häte statistisch gesehen eben auch eine geringere Eigenkapitalrendite bedeutet.

    Die Eigenkapitaldecke und die Höhe wird nicht nach belieben der Banken bestimmt. Sie ist im internationalen Regelwerk "Basel II" festgeschrieben. Von der EU 1:1 übernommen. Sie sehen einmal mehr: man hat reguliert, aber eben falsch.

    Wenn jetzt dieses Versäumnis dem Steuerzahler aufgebürdet werden soll,

    Welches Versäumnis der Banker? Versäumnis der Regulierungswütigen! Ganz nebenbei: die Verluste entstehen durch reale Abschreibungen auf Hypothekenbündel. Weil der ein oder amerikanische Hausbesitzer seine Schulden nicht mehr tilgen kann. Schulden, die ihm STAATSBANKEN bescherrt haben.

    auf den Konten der Banker liegt.

    Sie machen einen Mitkommentator verächtlich, ohne im Mindesten inhaltlich zur Diskussion beizutragen. Nicht gerade guter Stil...

    Die Kohle ist von den US-Konsumenten verpulvert worden und grosse Teile der Gelder liegen heute als Währungsreserven beim sozialistischen China und im arabischen Raum.

    Hier wird nach wie vor suggeriert: die Kohle ist auf den Konten der Banker und die wollen sie nicht rausrücken. Das ist Blödsinn.

    Zum Teil wurden Boni auf Buchgewinne ausbezahlt, ohne diese tatsächlich zu realsiieren,

    Was im Einklang mit IFRS steht. Aber, der Staat ist ja grundsätzlich unfehlbar - Sie erkennen einmal mehr: es gab Regulierung, aber eben falsche Regulierung.

    Grundsätzlich wurden aber völlig überhöhte Bezüge, Boni und Dividenden ausbezahlt,

    Das ist wohl Sache der Aktionäre. Nicht Ihre. Besonders profitiert hat aber auch hier wieder Vater Staat. Boni werden bis zu einem gewissen Betrag in bar (i.d.R. 250.000 oder 500.000) in bar ausgezahlt. Der Rest in Aktien. Die sind eine Zeit lang (3-5 Jahre) gesperrt - allerdings steuerpflichtig zum Zeitpunkt der Zuteilung.

    Eine ausreichende Eigenkapitaldecke häte statistisch gesehen eben auch eine geringere Eigenkapitalrendite bedeutet.

    Die Eigenkapitaldecke und die Höhe wird nicht nach belieben der Banken bestimmt. Sie ist im internationalen Regelwerk "Basel II" festgeschrieben. Von der EU 1:1 übernommen. Sie sehen einmal mehr: man hat reguliert, aber eben falsch.

    Wenn jetzt dieses Versäumnis dem Steuerzahler aufgebürdet werden soll,

    Welches Versäumnis der Banker? Versäumnis der Regulierungswütigen! Ganz nebenbei: die Verluste entstehen durch reale Abschreibungen auf Hypothekenbündel. Weil der ein oder amerikanische Hausbesitzer seine Schulden nicht mehr tilgen kann. Schulden, die ihm STAATSBANKEN bescherrt haben.

  6. Tja, haetten wir ein bedingungsloses Grundeinkommen, waere eine 4-Tage-Woche vermutlich fuer die meisten Arbeitnehmer eher die Regel - und alle haetten mehr Spielraum in schwierigen Zeiten.

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