Neue Biografien In dieser Ausgabe sichten wir Biografien: ◗beginnend mit einem Buch über ◖Marcel Proust,◗ der mit seiner »Suche nach der verlorenen Zeit«◖ ◗ein monumentales Standardwerk der Moderne geschaffen hat, über Sammelbände von Wieland Schmied und Werner Spies, die sich zeitlebens so unterschiedlichen Autoren wie ◖Karl May, Thomas Bernhard ◗und ◖Francis Bacon◗ näherten, bis hin zu ◖Gotthold Ephraim Lessing, Elizabeth Bowen ◗und ◖Abraham Lincoln,◗ in deren Leben wir anhand aktueller Biografien erneut eintauchen können. Siegfried Kracauer schrieb 1930 in einem Aufsatz, dass die Biografie als populäre Gattung Zeichen einer gesellschaftlichen Krise sei: Eine Epoche, in der Biografien florieren, flüchte in vergangene Zeiten, in starke Charaktere, um der Gegenwart zu entrinnen. Das mag stimmen. Doch gilt auch: Die stärksten unter den Biografien werfen uns wieder in die Gegenwart zurück. Die Vergangenheit ist ein Spiegel, in dem wir uns selbst erkennen.

 
Schreiben Sie den ersten Kommentar!

    Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

    Service