Neue Biografien In dieser Ausgabe sichten wir Biografien: ◗beginnend mit einem Buch über ◖Marcel Proust,◗ der mit seiner »Suche nach der verlorenen Zeit«◖ ◗ein monumentales Standardwerk der Moderne geschaffen hat, über Sammelbände von Wieland Schmied und Werner Spies, die sich zeitlebens so unterschiedlichen Autoren wie ◖Karl May, Thomas Bernhard ◗und ◖Francis Bacon◗ näherten, bis hin zu ◖Gotthold Ephraim Lessing, Elizabeth Bowen ◗und ◖Abraham Lincoln,◗ in deren Leben wir anhand aktueller Biografien erneut eintauchen können. Siegfried Kracauer schrieb 1930 in einem Aufsatz, dass die Biografie als populäre Gattung Zeichen einer gesellschaftlichen Krise sei: Eine Epoche, in der Biografien florieren, flüchte in vergangene Zeiten, in starke Charaktere, um der Gegenwart zu entrinnen. Das mag stimmen. Doch gilt auch: Die stärksten unter den Biografien werfen uns wieder in die Gegenwart zurück. Die Vergangenheit ist ein Spiegel, in dem wir uns selbst erkennen.
- Datum 05.02.2009 - 07:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 05.02.2009 Nr. 07
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:




Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren