Spielen Schach

Da hielt es auch Sersch Sarkissjan, den Staatspräsidenten, nicht mehr zu Hause, zum Triumph seiner Spieler bei der Schacholympiade flog er nach Dresden, um diese dann gleich samt Sack und Pack in seiner Präsidentenmaschine mit nach Armenien zu nehmen. Einmal mehr hatte der Außenseiter bei diesem 2008 weltweit größten Sportereignis nach den Olympischen Spielen in Peking die Goldmedaille errungen, während die favorisierten Russen unter 141 Ländern nur Fünfter wurden.

Tigran Petrosjan, der Weltmeister von 1963 bis 1969, machte Schach in Armenien populär, seitdem ist es dort Sport Nummer eins. Das wird auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück freuen: »Zu den unerklärlichen Phänomenen unserer Zeit gehört neben der Wettervorhersage und dem Steuerrecht (sic!), dass Schach in Deutschland in der öffentlichen Berichterstattung ganz weit hinter König Fußball rangiert. Schach und Fußball sind zumindest ebenbürtig, was Dramatik und Spannung angeht, von Strategie und Taktik ganz zu schweigen.«

Zurück zu den Armeniern und ihrem Spitzenbrett Levon Aronjan: »Bei uns herrscht wirklich ein außergewöhnlicher Teamgeist, aber manchmal sind unsere Erfolge auch mir ein Rätsel.«

Einer von denen, die über sich hinauswuchsen, war Vladimir Akopjan. Sehen Sie, warum Vachier Lagrave als Schwarzer am Zug die Finger vom Turm d1 ließ, jedoch so mit einem Bauern weniger bei schlechterer Stellung schnell verlor?

Wie hätte Akopjan als Weißer nach 1…Lxd1 in vier Zügen matt gesetzt?

Helmut Pfleger

Lösung aus Nr. 6:
Wie gewann Schwarz am Zug einen wichtigen Bauern? Nach dem Läuferopfer 1…Lxh2+! und nun 2.Kxh2 Lxe4 3.Lxe4 Dh4+ 4.Kg1 Dxe4 hatte Schwarz bei besserer Stellung (wegen des Isolani auf d4) einen entscheidenden Bauern mehr

 
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