Grundschule Bullerbü unterm Kirchturm
In den evangelischen Bugenhagen-Schulen in Hamburg suchen Eltern nach der heilen Welt für ihre Kinder
Die Ruhe. Sie ist das erste, was an dieser Hamburger Grundschule auffällt: Es lärmen keine Kinder durch die Flure. Die Lehrer warten morgens bereits im Klassenzimmer, wenn nach und nach die ersten Schüler eintrudeln, sich ein Lernspiel oder Übungsheft aus dem Regal nehmen und leise zu arbeiten beginnen. Selbst wenn sich zwei Jungs um Stifte balgen, geht die Zurechtweisung nicht über die Lautstärke eines Raunens hinaus. Eine ansteckende Stille zieht sich durch den Schulalltag, und dazu gehört auch der andächtige Moment vor dem Essen – denn gebetet wird hier auch.
Die Grundschule im Hamburger Stadtteil Groß Flottbek ist eine evangelische Privatschule – eine von fünf »Schulen unterm Kirchturm«, die in den letzten vier Jahren von der Evangelischen Schulstiftung Alsterdorf neu gegründet worden sind. Der Kirchturm ist in Groß Flottbek nicht zu übersehen: Spitz und schiefergedeckt ragt er neben dem ockergelb gestrichenen Schulhaus auf. Einmal in der Woche geht jede Klasse geschlossen hinüber, um eine Andacht zu halten; dreimal im Jahr feiern alle Schüler, Lehrer und Eltern gemeinsam einen Gottesdienst.
Eltern verschicken »Bettelbriefe« mit Fotos von ihren Kindern
Religion, Reformpädagogik und gemeinsamer Unterricht mit behinderten Kindern: Die Schulen unterm Kirchturm werden als Dependancen der Bugenhagen-Schulen geführt, die im Stadtteil Alsterdorf bereits 1986 mit integrativem Unterricht und Ganztagsbetreuung begonnen haben. Das Interesse der Eltern ist in den letzten Jahren explodiert: Für insgesamt 196 Plätze in den ersten Klassen gibt es bereits 850 Anmeldungen.
»Mit diesem enormen Zuspruch sind hohe Erwartungen an uns geknüpft«, sagt Hartmut Wahl, der als Schulleiter alle Bugenhagen-Standorte von Alsterdorf aus leitet. »Manche glauben, wir könnten im Vergleich zu staatlichen Schulen Wunder bewirken.« Die Eltern würden sich heute die Schulen genau anschauen, meint Wahl, »und dann meinen sie, es gebe die allein passende Schule für ihr Kind.« Das gehe so weit, dass einige extra wieder in die Kirche eintreten oder die Kirchengemeinde wechseln, weil sie sich davon bessere Chancen bei den Bugenhagen-Schulen versprechen.
Die »Bettelbriefe«, die Eltern zusammen mit Fotos von den Kindern schickten, lese sie lieber nicht, meint Stefanie Grünberg, die als Abteilungsleiterin für die Groß Flottbeker Grundschule zuständig ist. Grünbergs Lehrerzimmer liegt im Erdgeschoss des Pastorats, direkt unter der Pfarrverwaltung. Nicht nur aus Platzmangel, sondern weil zum Schulkonzept eben auch die enge Anbindung an die Gemeinde gehört.
»Ich finde es gut, wenn der erste Schultag nicht nur mit einer Schultüte, sondern auch mit dem Segen Gottes beginnt«, sagt Erdmuthe Reinhardt, die ihre sechs Jahre alte Tochter Milena gerne »unter dem Kirchturm« einschulen würde. Sie wünsche sich, dass Gott auch in Milenas Leben eine Rolle spiele: »Wenn ihre Oma einmal stirbt, dann möchte ich, dass sie sagt: Mama, ich glaube, Oma ist jetzt bei Gott.«
- Datum 05.08.2009 - 08:31 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 12.02.2009 Nr. 08
- Kommentare 13
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Wenn man nach den ersten zwei oder drei Unterrichtsstunden an einer Schule vorbeikommt, gibt es mit dem Pausenbeginn oft eine geradezu explosionsartige Entladung von aufgestauter ENERGIE. Und das jeden Tag wieder. Und es gibt nicht das geringste Anzeichen von auch nur Interesse, etwas daraus über ENERGIE zu lernen. Man fragt sich, ob so eine Unterrichtsvollzugsanstalt überhaupt eine Schule ist.
Da ist doch eine Schule hoch interessant, in der alle daran beteiligten Menschen offensichtlich so mit ENERGIE umgehen, dass sie dabei ihre FEINEN KRÄFTE entdecken und davon so angetan sind, dass sie IN SICH bei ihren Kräften bleiben und nicht ausflippen.
Als Ich-kann-Schule-Lehrer sehe ich hier einen sensibleren ORIGINALEN Umgang mit den Kräften des Lebens - statt des sonst üblichen unsensiblen Lehrplanvollzugs. Es ist nicht akzeptabel, das ein intelligenter originaler Umgang mit der Realität des Lebens, nicht in allen Schulen der Normalfall ist. Wenn man über 800 Interessenten für 100 Plätze hat, ist das ein Zeichen für SOG-Wirkung. Wie wäre es, daraus zu lernen, und sich (wie in der Ich-kann-Schule) regelmäßig etwas einfallen zu lassen, was ZIEHT?
Ich grüße herzlich.
Franz Josef Neffe
"Wenn ich mit deinen Talenten besser umgehe als Du, mögen sie mich und folgen mir lieber als Dir." fjn
Was diese Schule unterscheidet ist, dass sie mehr als nur Wissen vermittelt.
Nur ist dieses "Mehr" verhüllt als "christlicher Wertekanon" - das ist zwar im Grunde nichts Falsches, aber es ist anachronistisch und nicht ungefährlich. Denn dieser "christliche Wertekanon" hat in der Vergangenheit auch sehr negative Folgen gehabt.
Es gilt also, dieses Wertepaket aufzuschnüren, und grundsätzlich ist das, was diese Schule anders macht, zum Teil durchaus neuzeitlich.
Und natürlich: Dringend anderen Schulen zu empfehlen.
Schlüsselbegriff ist das Wort "Empathie" - ein leider noch sehr unbekannter Begriff, überladen und vermengt mit völlig falschen Begriffen (Empathie wird fast immer mit "Mitgefühl" oder gar "Gefühlsansteckung" vermengt netrachtet).
Richtige (wahre) Empathie ist eine Fähigkeit, die "man" (angeboren und im Kleinstkindalter nicht verlernt) HAT oder auch durchaus nachträglich wieder erwerben (lernen) kann - je früher, umso besser.
Und: es ist eine Fähigkeit, die Jede und Jeder lernen kann, in jeder Schulart.
Der Verein "Faustlos" bietet schon lange hervorragendes Unterrichtsmaterial an, um Emathie zu vermitteln - es wird nur leider von jetzigen Pädagogen kaum nachgefragt, weil konventionelle Schulen dieses Lernziel entweder nicht anerkennen oder gar heftig ablehnen.
Leider sieht auch "Faustlos" nicht die wirklichen Qualitäten einer allgemeinen Empathiefähigkeit - diese hat nämlich ungeheuer große Bedeutung in unserer modernen (kulturell entgrenzten) Industriegesellschaft.
Empathiefähigkeit ist die Basis, um eine umfassende Individualität zu entwickeln (ein auch recht unbekannter Begriff), diese produziert dann die Kreativität, Innovationsfähigkeit und ganz allgemein Motivation, die wir für unsere Wissensexportgesellschaft dringend brauchen,
und letztendlich ist Individualität die Grundlage für die "Emergente Ordnung", in der wir schon seit etlichen Jahrzehnten leben (ein leider noch fsast völlig unbekannter Begriff!).
Christlich orientierte Schulen vermitteln also - wie im Artikel sehr gut zu lesen ist - im Grunde genau die Fähigkeiten, die unsere moderne Industriegesellschaft braucht, aber eben leider sehr wenig analysiert und zusätzlich überladen mit anachronistischen Werten.
Diesen unnötigen Ballast abzuwerfen kann von diesen Schulen nicht verlangt werden,
aber das wahre fortschrittliche zzusätzliche Wissen, das in diesen Schulen vermittelt wird -
DAS wäre ein Inhalt, von dem konventionelle staatliche Schulen verzweifelt notwendig profitieren könnten!
ich mein Kind schicke und zwischen den ueblichen Schulen und dieser Schule waehlen koennte dann brauche ich keine Sekunde ; mir ist es lieber dass mein Kind in diese Schule geht denn ich fuerchte mich vor was hier als christlicher Wertekanon beschrieben wird entschieden weniger als vor den Schulen in denen ueberhaupt keine Werte weiter gegeben werden.
Sie haben meinen Text nicht verstanden.
Sie können Ihre Kinder natürlich auf eine Schule mit "christlichem Wertekanon" schicken (so in Ihrer Gegend vorhanden), aber genau das (Textverständnis) ist nun mal nicht im Sinne des "christlichen Wertekanons".
So werden sich die Schwächen der Eltern nur duplizieren, mehr nicht.
Und an den Grundirrtümern der Gesellschaft ändert das (nebenbei gesagt) auch nichts, im Gegenteil.
Sie haben meinen Text nicht verstanden.
Sie können Ihre Kinder natürlich auf eine Schule mit "christlichem Wertekanon" schicken (so in Ihrer Gegend vorhanden), aber genau das (Textverständnis) ist nun mal nicht im Sinne des "christlichen Wertekanons".
So werden sich die Schwächen der Eltern nur duplizieren, mehr nicht.
Und an den Grundirrtümern der Gesellschaft ändert das (nebenbei gesagt) auch nichts, im Gegenteil.
Sie haben meinen Text nicht verstanden.
Sie können Ihre Kinder natürlich auf eine Schule mit "christlichem Wertekanon" schicken (so in Ihrer Gegend vorhanden), aber genau das (Textverständnis) ist nun mal nicht im Sinne des "christlichen Wertekanons".
So werden sich die Schwächen der Eltern nur duplizieren, mehr nicht.
Und an den Grundirrtümern der Gesellschaft ändert das (nebenbei gesagt) auch nichts, im Gegenteil.
haben wir sie fuer die ersten 3 Jahre zu einer kath.Schule geschickt auch wenn wir keine Katholiken sind.Es war uns wichtig dass die Schule kleine Klassen hatte, dass dort Disziplin herrschte und das Umfeld stimmte.
Danach sind wir umgezogen und sie musste die Schule wechseln was ihr garnicht gut bekam. Klassen waren groesser und es gab pausenlos Probleme mit anderen Schuelern, Lehrern usw., alles wurde dazu reduziert dass unsere Tochter das Problem war da sie sich nicht an das undisziplinierte Umfeld und die Lehrer,die dem Treiben nicht Herr werden konnten,gewoehnen konnte. Leider gab es in der Gegend in der wir wohnten keine andere Schule sonst haetten wir sie sofort wieder hingeschickt auch wenn wir dann wieder Schulgebuehren zahlen muessten.
das bringt`s.
Individualität ist eben des Teufels.
das bringt`s.
Individualität ist eben des Teufels.
das bringt`s.
Individualität ist eben des Teufels.
aber mein Mann und ich sind der Meinung dass Disziplin,Respekt vor anderen und gutes Benehmen kein Teufel's Zeug sind. Aber dann gibt es ja Leute,die glauben dass nur die Prolle ihre Individualitaet voll ausleben.
ich WEIß, dass GUTES BENEHMEN Teufelszeug ist.
____________________________________________________
I'm the captain of the high school football team.
eine islamische Schule, die gibt es sogar gratis.
Da finden Sie garantiert die Höchstmenge an
"Disziplin, Respekt und gutes Benehmen".
Nein, mal ganz ernst:
Es ist richtig, dass staatliche Schulen oft sehr schlecht sind, aber das liegt ganz sicher nicht an fehlender Disziplin ff.
Es fehlt einfach am Konzept, wenn heterogene Schüler zusammen die Schule teilen.
Aber:
Die Störfaktoren kommen dort gerade aus Bevölkerungsgruppen, die im Elternhaus besonders heftig "Disziplin" fordern (nicht nur arabisch/türkische, auch die von Ihnen genannten "Prolls).
Derer Disziplin setzen die Pädagogen mit gutem Grund nicht "Disziplin" entgegen (so etwas wollen wir ja Alle nicht!), aber mit der dann ausbrechenden Disziplinlosigkeit sind diese Pädagogen dann überforderet.
In homogenen Schulen (alle Schüler aus deutschen Mittelschichtfamilien) ist das, was Sie "Disziplin" einfach nur automatisch entstehende Übereinkunft.
Mit gutem Grund wird die im Artikel beschriebene Schule genau so definiert: Extrem homogen!
Sie verwechseln "Individualität" ("von Prollen ausgelebt") mit Egoismus.
Sie sollten sich dringend etwas Allgemeinbildung verschaffen, z.B. Wikipedia: Individualität)!
ich WEIß, dass GUTES BENEHMEN Teufelszeug ist.
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I'm the captain of the high school football team.
eine islamische Schule, die gibt es sogar gratis.
Da finden Sie garantiert die Höchstmenge an
"Disziplin, Respekt und gutes Benehmen".
Nein, mal ganz ernst:
Es ist richtig, dass staatliche Schulen oft sehr schlecht sind, aber das liegt ganz sicher nicht an fehlender Disziplin ff.
Es fehlt einfach am Konzept, wenn heterogene Schüler zusammen die Schule teilen.
Aber:
Die Störfaktoren kommen dort gerade aus Bevölkerungsgruppen, die im Elternhaus besonders heftig "Disziplin" fordern (nicht nur arabisch/türkische, auch die von Ihnen genannten "Prolls).
Derer Disziplin setzen die Pädagogen mit gutem Grund nicht "Disziplin" entgegen (so etwas wollen wir ja Alle nicht!), aber mit der dann ausbrechenden Disziplinlosigkeit sind diese Pädagogen dann überforderet.
In homogenen Schulen (alle Schüler aus deutschen Mittelschichtfamilien) ist das, was Sie "Disziplin" einfach nur automatisch entstehende Übereinkunft.
Mit gutem Grund wird die im Artikel beschriebene Schule genau so definiert: Extrem homogen!
Sie verwechseln "Individualität" ("von Prollen ausgelebt") mit Egoismus.
Sie sollten sich dringend etwas Allgemeinbildung verschaffen, z.B. Wikipedia: Individualität)!
ich WEIß, dass GUTES BENEHMEN Teufelszeug ist.
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I'm the captain of the high school football team.
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