Traditionsfirma Die BASF wurde 1865 als Badische Anilin- und Sodafabrik gegründet, um Textilfarben aus den Teerrückständen der Kohlevergasung zu gewinnen. Mit seinem künstlichen Indigo wurde das Unternehmen berühmt und galt schon im Jahr 1900 als die größte chemische Fabrik der Welt. Diesen Status verloren die Ludwigshafener durch die Teilnahme am IG-Farben-Kartell, das die Alliierten 1952 zerschlugen. Im Jahr 1999 eroberte die BASF den Platz an der Branchenspitze zurück. Aus dem ursprünglichen Geschäft hat sich das Unternehmen inzwischen komplett zurückgezogen. Dafür fertigt es heute Kunststoffe, Pflanzenschutzmittel sowie Vorprodukte für die Ernährungs-, Hygiene- und Kosmetikindustrie. Selbst Öl und Gas sind im Konzernangebot. Der Aus- und Umbau der vergangenen Jahre trägt die Handschrift von Jürgen Hambrecht, 62. Der Chemiker aus Schwaben startete seine Karriere bei der BASF 1976. Zuerst entwickelte er Dämmstoffe. Dann übernahm er eine Abteilung in der Farbsparte. Später ging er nach Hongkong, von wo aus er das China-Geschäft des Konzerns vergrößerte. Schließlich rückte er in den Vorstand auf, den er seit dem Jahr 2003 leitet. hof
- Datum 12.02.2009 - 07:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 12.02.2009 Nr. 08
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