Bischof Zollitsch Mein Gott, hilf!Seite 3/3
Protestantische Kanzler und deutsche Katholiken, das war immer heikel
Der stille Bischof hat auch eine harte Seite, wie zuletzt Angela Merkel zu spüren bekam. Ihre Kritik am Papst, vorgebracht bei einer Pressekonferenz mit dem kasachischen Staatspräsidenten, deckte sich mit Zollitschs Stoßrichtung. Doch mit protestantischen Kanzlern haben die deutschen Katholiken so ihre Erfahrungen, seit Otto von Bismarck sie vor 130 Jahren in einen Kirchenkampf verstrickte. »Das war das Allerletzte!«, empört sich ein hoher Kirchenmann über Merkel. »Da steht sie neben einem Diktator und pinkelt unseren Papst an!« Trotz mehrerer Anrufe der Kanzlerin kritisierte Zollitsch sie öffentlich. Er stellte den taktischen Nutzen der Abgrenzung vor die inhaltliche Übereinstimmung. Dass so viel von einem Politiker in dem stillen Männlein steckt, mag auch Merkel überrascht haben.
Die verlässlichste Stütze für Zollitschs Kampf aber sind die Pius-Brüder selbst. Ein Brief, der der ZEIT vorliegt, belegt, dass die Pius-Bruderschaft den Papst offenbar hinterging. Der Generalobere, der Schweizer Bischof Bernard Fellay, hat spätestens am 21. Januar von Williamsons Holocaust-Leugnung gewusst – drei Tage bevor der Papst die Aufhebung von Williamsons Exkommunikation verkünden ließ. Mit einem Schreiben an den schwedischen Fernsehsender, dem der Brite sein fatales Interview gegeben hatte, wollte Fellay die Ausstrahlung verhindern. Der Bischof sei »schändlicherweise« zu »säkularen und kontroversen Angelegenheiten« befragt worden, um der Bruderschaft zu schaden. »Dieser niederträchtige Versuch wird sein Ziel nicht erreichen.« Den Papst aber ließ der Pius-Obere weiter im Dunkeln tappen, bis es zu spät war.
Mitarbeit: Camilo Jimenez
- Datum 13.05.2009 - 13:59 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 12.02.2009 Nr. 08
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Der Alteste Konzern, der älteste Slogan (Liebe deinen nächsten...), das älteste Logo (das Kreuz). Nur das Produkt das er verkauft ist mehr als mangelhaft. Wo ist die Liebe in unserer Ellenbogengesellschaft und Atomwaffenwelt? Was würde Stiftung Warentest zum Ergebnis dieser Bemühung des Konzerns sagen: Theoretische Liebe und praktische Gewalt, Zwang und oft sogar Hass. In der katholischen Kirche herrscht sexuelle Gewalt. Da würde ich durchaus den bizarren Zölibat einschließen. Auch Mobbing ist im Kirchenkonzern nicht selten. Das wird dann noch vom Steuerzahler unterstützt (der Staat zahlt jahrlich 60 Millionen für hohe Bischofsgehälter etc.) Anstatt der in der Demokratie vorgeschriebenen Trennung von Staat und Kirche gibt es eine Verfilzung von beiden, besonders (noch) in Bayern. War die Aufklärung eigentlich schon? Es ist ein unglaublicher Skandal: Zölibat, Heuchelei, Behauptung von Dingen die irreal und nicht beweisbare Phantasie sind. Diese Art von Akzeptanz des Unlogischen, die wir unseren Kindern weitergeben wirft einen großen Schatten auf die Vernunft unserer Spezies. Deshalb: statt realer Liebe zwischen den Menschen haben wir Atomwaffen.
Die Kirche benimmt sich wie eine Diktatur! Mit einem Diktator an der Spitze, der sich wie ein Pharao auf einen angeblichen Gott bezieht, der ihn zum Herrscher krönt (Das sind Kinderphantasien)
Die Kirchen haben noch viel zu viel Macht im Land und sind in fast allen wichtigen gesellschaftlichen Gremien vertreten. Eine Lobbygruppe, die oft Zensur ausübt und der Moderne in vielerlei Hinsicht Steine in den Weg rollt.
Eine ungeheuere Ungerechtigkeit liegt darin, daß die große Zahl der Atheisten und kirchenfreien Menschen im Land in diesen Gremien, Rundfunkräten etc. keinen Einfluß haben.
Dadurch ist die gesellschaftliche Ausübung von Macht in vielen wichtigen Bereichen äußerst einseitig und entspricht nicht der Willensbildung des Volkes, wie es heute ist! Dieser Mangel sollte umgehend behoben werden!
Die Kirche vermochte außerdem nicht Karlheinz Deschner juristisch zu
verbieten in einer ganzen Serie von Büchern "Kriminalgeschichte des
Christentums" zu behaupten, dass die Kirche DIE GRÖSSTE
VERBRECHERORGANISATION ALLER ZEITEN ist, da Deschners Bücher dies
detailiert undunbestreitbar untermauern!
sorry - der link zu karlheinz deschners büchern stimte nicht - hier der richtige
scheint der ZEIT eine Leserdebatte gefahrlos - anders als bei den Artikeln zu dem unfassbaren Geschehen in Gaza oder dem Präanthropoidenaufmarsch in Dresden. Religion ist in Deutschland ein gefahrloses Thema - wei weitgehend folgenlos, substanzlos, kurz: sinnlos.
Denn wer ein Hirn hat und nach Sinn sucht, der wird sich nicht offenkundigem Unsinn in die Arme werfen, und anderen? Nun ja.
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In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
ideologische Heimat hat: die FDP.…
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scheinen sich zur Zeit darin zu gefallen, gegen die ach so böse und repressive katholische Kirche zu polemisieren. Offenbar können die sich einfach nicht mehr vorstellen, daß man so etwas wie einen Glauben haben kann. Bei dem Fehlen eigener ethischer Wertvorstellungen, der sich hinter diesem aggressiven Atheismus verbirgt, muß jede Kirche und jeder Glauben, der sich nicht verbiegen lassen oder sich durch den Mainstreamgeist weichspülen läßt, als fundamentalistisch erscheinen.
scheinen sich zur Zeit darin zu gefallen, gegen die ach so böse und repressive katholische Kirche zu polemisieren. Offenbar können die sich einfach nicht mehr vorstellen, daß man so etwas wie einen Glauben haben kann. Bei dem Fehlen eigener ethischer Wertvorstellungen, der sich hinter diesem aggressiven Atheismus verbirgt, muß jede Kirche und jeder Glauben, der sich nicht verbiegen lassen oder sich durch den Mainstreamgeist weichspülen läßt, als fundamentalistisch erscheinen.
Die katholische Kirche betrachtet sich noch immer als einzige Heilsbringerin in der Welt. Der Bischof von Rom betrachtet sich als Stellvertreter Gottes auf Erden.
Das kommt mir vor wie eine Mischung aus Hybris und Aberglaube, mithin ein psychiatrisches Geschehen.
Würde sich die Kirche auf den historischen Aspekt zurückziehen, die Bergpredigt nach vorne stellen und sich von Macht und Geld distanzieren, dann könnte sie wieder reizvoll werden. Dazu müsste natürlich auch der überkommene Gottesbegriff revidiert werden. Gott als Person und vor allem als Schöpfer zu betrachten, ist schon sehr befremdend.
Mit der Überschrift der Enzyklika "Deus caritas est" kann ich natürlich sehr viel anfangen. Gott ist die Liebe, das ist wunderbar.
Der Gott der Katholiken und vor allem auch sein Vertreter auf Erden sind mir allerdings ein Graus; immer wieder Einmischungen und vor allem auch Machtausübung und Gerangel um Geld, Korruption und rechtslastige Missetat. Nein, das kann es nicht sein.
Da haben die Katholiken noch eine Menge Arbeit vor sich und müssen sich noch von vielen alten Zöpfen trennen; sonst ist's bald um.
Ich meinerseits bin schon lange ausgetreten. Das erspart es mir, heute diesbzgl. aktiv zu werden. Ich bin meinen Lehrern sehr dankbar für den kritischen Geist, der mich schon im jungen Erwachsenenalter befähigt hat, diesen Schritt zu tun.
"Das kommt mir vor wie eine Mischung aus Hybris und Aberglaube, mithin ein psychiatrisches Geschehen."
Die Hybris besteht darin, daß Sie sich ihren eigenen Gott zusammenbasteln und sich darin auch noch besonders kritisch und aufgeklärt vorkommen.
"Das kommt mir vor wie eine Mischung aus Hybris und Aberglaube, mithin ein psychiatrisches Geschehen."
Die Hybris besteht darin, daß Sie sich ihren eigenen Gott zusammenbasteln und sich darin auch noch besonders kritisch und aufgeklärt vorkommen.
aber was die Kirche neben dem Bösen und Schlechten noch vorzuweisen hat, das ist unerheblich.
wenn die süße Macht nicht wär...
Halt Dich an die 10 Gebote, Liebe Deinen nächsten und teile was Du hast.
Eigentlich nicht so schwer wenn, ja wenn die Macht nicht wär...
Wie war das mit der liebenden und dienenden Kirche? Herr Drewermann mahnt lange schon die Umkehr zu diesen eigentlichen Aufgaben der Kirche an!
Außerdem, dauernd den alten Bismarck auszugraben, wenn es um Kritik an der Katholischen Kirchenleitung geht ist ermüdend.
scheinen sich zur Zeit darin zu gefallen, gegen die ach so böse und repressive katholische Kirche zu polemisieren. Offenbar können die sich einfach nicht mehr vorstellen, daß man so etwas wie einen Glauben haben kann. Bei dem Fehlen eigener ethischer Wertvorstellungen, der sich hinter diesem aggressiven Atheismus verbirgt, muß jede Kirche und jeder Glauben, der sich nicht verbiegen lassen oder sich durch den Mainstreamgeist weichspülen läßt, als fundamentalistisch erscheinen.
"Das kommt mir vor wie eine Mischung aus Hybris und Aberglaube, mithin ein psychiatrisches Geschehen."
Die Hybris besteht darin, daß Sie sich ihren eigenen Gott zusammenbasteln und sich darin auch noch besonders kritisch und aufgeklärt vorkommen.
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