Darauf muss man erstmal kommen

J. Jessen: »Die Hand in der Hosentasche« Magazin Nr. 6

Obamas Hand in der Hosentasche als Zeichen für »Rüpelhaftigkeit«, »Respektlosigkeit«, »Würdelosigkeit«, »Überlegenheit«, »Verächtlichkeit«, »Volksverachtung«, »Unkonzentriertheit«. Einfach köstlich, darauf muss einer erst mal kommen. Ach, hätten wir doch auch einen Politiker, der entspannt mit der Hand in der Hosentasche auf Ausstrahlung und Inhalt setzt und nicht gestenreich Plattitüden verbreitet.

Vielleicht sollte unsere Kanzlerin ihre Hand entspannt in den Hosenanzug vergraben, auf ihr beidhändiges Synchrongefuchtel verzichten und sich ganz auf die Sache konzentrieren. Ich habe allerdings den Verdacht, dass ihr Hosenanzug gar keine Taschen hat.

Uwe Liebnau, Hamburg

 
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    • Quelle DIE ZEIT, 12.02.2009 Nr. 08
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