Energie Strom aus "grüner" Kohle?

In der nächsten Woche könnte ein für die deutsche Energiewirtschaft wichtiges politisches Projekt Gestalt annehmen: das Gesetz über CO2-arme Kohlekraftwerke

Insider schließen aus dem Umstand, dass aus den beteiligten Ministerien derzeit keine Details zu dem Paragrafenwerk nach außen dringen, dass eine Einigung kurz bevorsteht. Sollten sich die Staatssekretäre Matthias Machnig (Umwelt) und Jochen Homann (Wirtschaft) verständigen, könnten die Regeln noch vor der Sommerpause wirksam werden.

Es geht dabei um den rechtlichen Rahmen für Abscheidung, Transport und Lagerung von klimaschädlichem Kohlendioxid. Das Auffangen und Speichern von CO2, das in Kohlekraftwerken besonders reichlich entsteht, gilt nicht nur als wichtige Klimaschutztechnik, sondern auch als letzte Rettung für Stromerzeugung auf Kohlebasis. Vattenfall und E.on bemühen sich bereits, mit Demonstrationsanlagen die Praktikabilität des Verfahrens zu beweisen.

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Ein Gesetz ist auch Voraussetzung für den Zugang zu Fördertöpfen. Die Bundesregierung will Versuchsprojekte mit Erlösen aus dem Emissionshandel fördern. Brüssel winkt mit insgesamt 300 Millionen Emissionszertifikaten. Bei einem Preis von 20 Euro pro Stück wären das immerhin sechs Milliarden Euro.

 
Leser-Kommentare
    • TyRell
    • 13.02.2009 um 11:04 Uhr

    E.on oder Vattenfall müssen keine Marketing-Maschinerie anwerfen, um die Öffentlichkeit und die dogmatischen Lehren der "grünen Theorie" zu verwerfen. Wenn das CCS-System (carbon dioxide capture and storage) funktioniert, dann ist das Fakt und man muss darüber nicht weiter diskutieren.

    Falls darüber weiter diskutiert wird, ist das nur ein Beispiel dafür, dass alle grünen "Querdenker" in ihrer Herangehensweise und Denken sich nicht von den Lehren einer Glaubensinstitution unterscheiden. Getreu dem Motto "Man glaubt, dass bis 2020 30% unseres Strombedarfes durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann". Setzt hier der vernünftige Menschenverstand aus, oder frage nur ich mich, woher die restlichen 70% kommen?

    Die Klimaerwärmung ist Fakt und auch Naturschutz und das nachhaltige Wirtschaften ist wichtig. Wichtig für den Planeten und damit für nachfolgende Generationen, das möchte ich in keinem Fall bestreiten. Aber wir müssen auch zusehen, dass unsere Vorstellungen der grünen Energie nicht genauso illusorisch werden (oder schon sind) wie die Vorstellung des Kommunismus.

    Das CCS-System in Kohlekraftwerken ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass es an der Zeit ist, Technologien zu nutzen, die bereit stehen, um auch alt-bewährte Energieerzeugung wieder zu nutzen.

    Wir werden uns noch lange über erneuerbare Energien unterhalten und in 10-20 Jahren merken, dass nicht ein Bruchteil dadurch gedeckt werden kann. Eine andere Form der erneuerbaren Energien, über die in der Öffentlichkeit eigentlich kaum bis überhaupt nicht diskutiert wird, wird wahrscheinlich alles bisher da gewesene in seiner Dimension in Bezug auf die Nachhaltigkeit und bereitstellende Energie übertreffen. Die Fusionskraftwerke sind noch Jahrzehnte davon entfernt, Strom in die Netze zu speisen, aber sie werden uns eines Tages die Energie der Sterne auf der Erde verfügbar machen.

    Bis dahin müssen wir uns mit (leider) illusorischen Ideen vergnügen, die uns glauben lassen wollen, dass man in Deutschland mit Wind, Solar und Wasserkraft unseren Energiebedarf decken kann.

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    • Lyaran
    • 13.02.2009 um 14:56 Uhr

    CCS Systeme (3 verschiedene Verfahren sind im Moment aktuell) sind größtenteils Marketing der Stromproduzenten. Die Verfahren haben einen enormen Energiebedarf. Im Falle des Oxyfuel- Verfahrens liegt dieser bei 30% der umgewandelten Energie. D.h. im Endeffekt wird 30 % mehr CO2 produziert. Allerdings eben als separates Gas, welches gesondert gespeichert werden kann. Man Produziert also mehr Müll welchen man aber (vorraussichtlich) besser unterbringen kann.
    Ausserdem kann von den 3 aktuellen Verfahren nur eines Nachgerüstet werden und die zwei anderen würden einen kompletten Neuaufau des Kraftwerkparks bedeuten..... mit den damit verbundenen Kosten....

    Diese Aspekte sollte man nicht ausser Acht lassen wenn man die tolle, neue Technologie bewundert.

    Gruß

    "dass es an der Zeit ist, Technologien zu nutzen, die bereit stehen"... da bin ich ganz bei Ihnen.

    Es gibt bereits Studien, die Zeigen, dass man die gesamte in den USA verbrauchte Energie (Strom, KFZ, Heizung, ... ohne Flugzeuge) durch bereits existierende Technologien durch Energie aus regenerativen Quellen ersetzen könnte. Dabei wurden Berechnungen zugrunde gelegt, die äußerst konservativ waren, wie ein Anstieg des Energieverbrauchs auf bisherigem Niveau (obwohl immer mehr Energiespartechniken entwickelt werden!), und einer Effizienzsteigerung von 1% pro Jahr bei der regenerativen Kraftwerkstechnologie (im Moment bei Solartechnik über 10% pro Jahr). Der Flächenbedarf? Etwas geringer als der, der momentan in den USA vom Kohle-Tagebau beansprucht wird. Kosten? Etwa 50% der Kosten des Irak-Kriegs. Refinanzierung? Bis 2050 bei konstantem Strompreis und 1ct/kWh Aufschlag.

    Oder eine andere Studie, die besagt, dass alleine Algerien die gesamte EU mit Strom dreifach überversorgen könnte, mit primitiver, wartungsarmer, existierender Technik.

    Und die ganzen Vorteile, die das mit sich brächte:
    - weniger CO2-Ausstoß
    - keine Abhängigkeit mehr von Öl-Staaten, d.h. keine Kriege mehr für Öl "nötig"
    - naher und mittlerer Osten versinkt in der politischen Bedeutungslosigkeit und könnte einfach ignoriert werden. Fehlende Gelder dort würden auch den Terrorismus und die Atomwaffenbestrebungen austrocknen

    Und auch: Länder mit viel Energie könnten ihre Rohstoffe selbst veredelt und erst danach exportieren -> Aufschwung dort -> neue Absatzmärkte für unsere Produkte

    • Lyaran
    • 13.02.2009 um 14:56 Uhr

    CCS Systeme (3 verschiedene Verfahren sind im Moment aktuell) sind größtenteils Marketing der Stromproduzenten. Die Verfahren haben einen enormen Energiebedarf. Im Falle des Oxyfuel- Verfahrens liegt dieser bei 30% der umgewandelten Energie. D.h. im Endeffekt wird 30 % mehr CO2 produziert. Allerdings eben als separates Gas, welches gesondert gespeichert werden kann. Man Produziert also mehr Müll welchen man aber (vorraussichtlich) besser unterbringen kann.
    Ausserdem kann von den 3 aktuellen Verfahren nur eines Nachgerüstet werden und die zwei anderen würden einen kompletten Neuaufau des Kraftwerkparks bedeuten..... mit den damit verbundenen Kosten....

    Diese Aspekte sollte man nicht ausser Acht lassen wenn man die tolle, neue Technologie bewundert.

    Gruß

    "dass es an der Zeit ist, Technologien zu nutzen, die bereit stehen"... da bin ich ganz bei Ihnen.

    Es gibt bereits Studien, die Zeigen, dass man die gesamte in den USA verbrauchte Energie (Strom, KFZ, Heizung, ... ohne Flugzeuge) durch bereits existierende Technologien durch Energie aus regenerativen Quellen ersetzen könnte. Dabei wurden Berechnungen zugrunde gelegt, die äußerst konservativ waren, wie ein Anstieg des Energieverbrauchs auf bisherigem Niveau (obwohl immer mehr Energiespartechniken entwickelt werden!), und einer Effizienzsteigerung von 1% pro Jahr bei der regenerativen Kraftwerkstechnologie (im Moment bei Solartechnik über 10% pro Jahr). Der Flächenbedarf? Etwas geringer als der, der momentan in den USA vom Kohle-Tagebau beansprucht wird. Kosten? Etwa 50% der Kosten des Irak-Kriegs. Refinanzierung? Bis 2050 bei konstantem Strompreis und 1ct/kWh Aufschlag.

    Oder eine andere Studie, die besagt, dass alleine Algerien die gesamte EU mit Strom dreifach überversorgen könnte, mit primitiver, wartungsarmer, existierender Technik.

    Und die ganzen Vorteile, die das mit sich brächte:
    - weniger CO2-Ausstoß
    - keine Abhängigkeit mehr von Öl-Staaten, d.h. keine Kriege mehr für Öl "nötig"
    - naher und mittlerer Osten versinkt in der politischen Bedeutungslosigkeit und könnte einfach ignoriert werden. Fehlende Gelder dort würden auch den Terrorismus und die Atomwaffenbestrebungen austrocknen

    Und auch: Länder mit viel Energie könnten ihre Rohstoffe selbst veredelt und erst danach exportieren -> Aufschwung dort -> neue Absatzmärkte für unsere Produkte

  1. Als Kernfusionsreaktor werden – bisher nur im experimentellen Stadium vorhandene – nukleare Reaktoren bezeichnet, mit denen durch Fusion leichter Atomkerne Wärmeenergie gewonnen werden soll, mit der – wie in herkömmlichen Kraftwerken – elektrischer Strom erzeugt werden kann.

    Ein Kernfusionskraftwerk könnte im Vergleich zu einem Kernspaltungskraftwerk bei einem praktisch fast unbegrenzten Brennstoffvorrat, theoretisch besserer Anlagensicherheit und mit weniger langlebigem radioaktivem Abfall große Mengen an elektrischer Energie liefern. Bis zu einer wirtschaftlichen Nutzung der Kernfusion als Energielieferant sind noch erhebliche Anstrengungen im Bereich der angewandten Forschung notwendig.

    Auch die Sonne gewinnt die von ihr seit Milliarden von Jahren abgestrahlte riesige Energie nach diesem Prinzip aus Kernfusionsprozessen. Allerdings sind die dort wirksamen Kernreaktionen für eine technische Nutzung auf der Erde ungeeignet.

    Infolge der enormen Aussichten, den weltweit künftig erforderlichen Energiebedarf mittels der Kernfusion (Vergleich mit anderen Energieträgern) decken zu können, arbeiten die größeren Industrieländer seit etwa 1960 an der Entwicklung der dafür erforderlichen Technologien. Viele verschiedene Wege wurden theoretisch untersucht, manche auch mehr oder minder erfolgreich praktisch-experimentell beschritten. Der Artikel führt alle diese Entwicklungslinien auf. Ausführlich befasst er sich mit der Deuterium-Tritium-Fusion mit toroidalem magnetischem Einschluss, die als aussichtsreichste Methode gilt und wofür die Entwicklung technischer Einzelheiten am weitesten fortgeschritten ist.

    Von diesem Typ ist auch der aktuell im Bau befindliche Versuchsreaktor ITER, dessen Fusionsplasma erstmals mehr Energie abgeben als aufnehmen soll. Der ab 2016 geplante zwanzigjährige Betrieb ITERs soll die Machbarkeit der Energiegewinnung durch Kernfusion demonstrieren und helfen, vorhandene technologische Hürden zu überwinden. Eine kommerzielle Nutzbarkeit der Kernfusion soll in einem Folgeprojekt (DEMO) erreicht werden.

    Quelle: Wikipedia http://de.wikipedia.org/w...

    Gute Links zum Weiterlesen:

    http://www.zitadelle.juel...
    (etwas unüberscihtlich, dafür sehr informativ)

    http://de.wikipedia.org/w...
    (vertrauenswürdige Quelle, wissenschaftlich)

    http://www.ipp.mpg.de/ipp...

    • melzni
    • 13.02.2009 um 14:55 Uhr

    Ach ja, und wo ist der Beweis, dass CCS langfristig (!) klimaschonend ist, das CO2 also brav unter der Erde bleibt? Klar kann mans mal ausprobieren, wenn Kohlekraftwerke, dann mit 100% KKW (also Kühltürme) oder CCS. Aber von solchen Ideen sind Vattenfall/RWE/Eon ja noch Jahrzehnte entfernt. Da wird wohl die Kernfusion noch schneller entwickelt sein als dass die mal umdenken.

    • Lyaran
    • 13.02.2009 um 14:56 Uhr

    CCS Systeme (3 verschiedene Verfahren sind im Moment aktuell) sind größtenteils Marketing der Stromproduzenten. Die Verfahren haben einen enormen Energiebedarf. Im Falle des Oxyfuel- Verfahrens liegt dieser bei 30% der umgewandelten Energie. D.h. im Endeffekt wird 30 % mehr CO2 produziert. Allerdings eben als separates Gas, welches gesondert gespeichert werden kann. Man Produziert also mehr Müll welchen man aber (vorraussichtlich) besser unterbringen kann.
    Ausserdem kann von den 3 aktuellen Verfahren nur eines Nachgerüstet werden und die zwei anderen würden einen kompletten Neuaufau des Kraftwerkparks bedeuten..... mit den damit verbundenen Kosten....

    Diese Aspekte sollte man nicht ausser Acht lassen wenn man die tolle, neue Technologie bewundert.

    Gruß

    Antwort auf "Das grüne Dogma"
  2. "dass es an der Zeit ist, Technologien zu nutzen, die bereit stehen"... da bin ich ganz bei Ihnen.

    Es gibt bereits Studien, die Zeigen, dass man die gesamte in den USA verbrauchte Energie (Strom, KFZ, Heizung, ... ohne Flugzeuge) durch bereits existierende Technologien durch Energie aus regenerativen Quellen ersetzen könnte. Dabei wurden Berechnungen zugrunde gelegt, die äußerst konservativ waren, wie ein Anstieg des Energieverbrauchs auf bisherigem Niveau (obwohl immer mehr Energiespartechniken entwickelt werden!), und einer Effizienzsteigerung von 1% pro Jahr bei der regenerativen Kraftwerkstechnologie (im Moment bei Solartechnik über 10% pro Jahr). Der Flächenbedarf? Etwas geringer als der, der momentan in den USA vom Kohle-Tagebau beansprucht wird. Kosten? Etwa 50% der Kosten des Irak-Kriegs. Refinanzierung? Bis 2050 bei konstantem Strompreis und 1ct/kWh Aufschlag.

    Oder eine andere Studie, die besagt, dass alleine Algerien die gesamte EU mit Strom dreifach überversorgen könnte, mit primitiver, wartungsarmer, existierender Technik.

    Und die ganzen Vorteile, die das mit sich brächte:
    - weniger CO2-Ausstoß
    - keine Abhängigkeit mehr von Öl-Staaten, d.h. keine Kriege mehr für Öl "nötig"
    - naher und mittlerer Osten versinkt in der politischen Bedeutungslosigkeit und könnte einfach ignoriert werden. Fehlende Gelder dort würden auch den Terrorismus und die Atomwaffenbestrebungen austrocknen

    Und auch: Länder mit viel Energie könnten ihre Rohstoffe selbst veredelt und erst danach exportieren -> Aufschwung dort -> neue Absatzmärkte für unsere Produkte

    Antwort auf "Das grüne Dogma"
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    • lef
    • 13.02.2009 um 22:16 Uhr

    1. weil jede angeblich "erneuerbare, CO2-sparende Technik" nur automatisch erlaubt, dass herkömmliche Kraftwerke umso mehr CO2 ausstoßen dürfen, der Gesamtausstoß bleibt also gleich,
    2. weil noch NIEMAND untersucht hat, wieviel CO2 eigentlich zur Produktion dieser angeblich "EE"-Anlagen verbraucht wird.

    (IMHO einfache Grundformel: Der Endpreis jeder Maschine (AUCH Windkraft, AUCH Photovoltaik) ist ein recht guter Maßstab, wieviel Energie dafür verbraucht wurde.
    Wenn EE (wie es ja nun mal Tatsache ist) mit herkömmlicher Energie produziert wurde, und wenn der daraus gewonnene Strom teurer ist, als der aus herkömmlicher Energie,
    dann ist die Vermutung mehr als berechtigt, dass da auch mehr herkömmliche Energie verbraucht wurde!

    • lef
    • 13.02.2009 um 22:16 Uhr

    1. weil jede angeblich "erneuerbare, CO2-sparende Technik" nur automatisch erlaubt, dass herkömmliche Kraftwerke umso mehr CO2 ausstoßen dürfen, der Gesamtausstoß bleibt also gleich,
    2. weil noch NIEMAND untersucht hat, wieviel CO2 eigentlich zur Produktion dieser angeblich "EE"-Anlagen verbraucht wird.

    (IMHO einfache Grundformel: Der Endpreis jeder Maschine (AUCH Windkraft, AUCH Photovoltaik) ist ein recht guter Maßstab, wieviel Energie dafür verbraucht wurde.
    Wenn EE (wie es ja nun mal Tatsache ist) mit herkömmlicher Energie produziert wurde, und wenn der daraus gewonnene Strom teurer ist, als der aus herkömmlicher Energie,
    dann ist die Vermutung mehr als berechtigt, dass da auch mehr herkömmliche Energie verbraucht wurde!

  3. Wie Kommentar 4 schon sagt: CCS ist ein Marketinginstrument. Mit CCS können viele viel auf Steuerzahlerkosten verdienen. Ob es funktioniert, ist entgegen der Aussagen der Befürworter noch lange nicht bewiesen. Eine CCS-Wirtschaft würde den Aufbau einer überregionalen, wahrscheinlich globalen Industrie erfordern. Die Lagerstätten müssen auf mindestens tausend Jahre gesichert und überwacht werden (wie sowas geht, sehen wir ja gerade beim Atommüll ...). Die Kalulationen der Betreiber enden bei der Abschreibung der Anlagen ind 30 bis 40 Jahren. Die Technologie frisst enorme Mengen Energie - als ob der steigende Energieverbrauch nicht gerade Ursache des Problems sei. Mindestens 30 % des CCS-Volumens werden durch die Technologie selbst verbraucht. Die ganze Technologie steht, wenn sie denn so effektiv funktionieren soll, wie behauptet (und das ist nicht gerade berauschend, nur eben en Notnagel, das geben sogar die Befürworter zu), frühestens in 30 bis 40 Jahren tatsächlich flächendeckend zur Verfügung. Solche Anlagen bauen sich eben auch nicht mal eben welt weit nebenbei. Man darf sehr wohl fragen, ob es nicht klüger wäre, die Abermilliarden in Energiesparen und sogenannte regenerative Energien zu stecken um in 30 bis 40 jahren einen weit größeren und vor allem dauerhafteren und mit weniger Langfristrisiken versehenen Effekt zu erzielen. Das Argument "Wir haben die Technik, setzen wir sie ein" hat schon so manche Katastrophe herbeigeführt.

    CCS könnte eventuell in gewissen, schlau durchdachten Grenzen eine Übergangslösung sein. Mehr nciht. Und ob sich der Aufwand dafür lohnt, ist eine eigene Überlegung.

    Wer sich it dem Thema befasst, sollte immer auch schauen, woher die Zahlen und Stellungsnahmen stammen. Es gibt national, europa- und weltweit eine Unzahl pseudowissenschaftlicher, teils universitär, teils staatlich getragener, teil sogar als gemeinnützig anerkannter Einrichtungen, die , schaut man genau hin, von interessierter Industrieseite gegründet wurden und inhaltlich gesteuert werden. Die zitieren sich dann immer fleißig gegenseitig mit vollmundigen: "Wie auch XY der Unesco oder ABC der EU und Dr. Dr. der Z-Universität" ... Eine tatsächlich halbwegs neutrale Quellenlage gibt es nicht. Die verhältnismäßig ausgewogenen Einschätzungen des Bundesumweltamtes und deren Quellen werden von den PR-Publikationen systematisch ignoriert. Weil dort steht, dass vielleicht nicht alles ganz so toll ist, wie von der Industrie behauptet. Es ist noch nicht mal besonders kritisch, sondern legt nur dem "Jetzt sofort machen!" ein "Erst mal Nachdenken!" vor. Das reicht aber schon, um die Sittenwächter der freien Martkwirtschaft auf den Plan zu rufen. Und dies wiederum reicht mir, um erst mal nachzudenken.

    Das Schlimme ist: Die einseitige Informationspolitik wird von den Journalisten und Medien nicht wahrgenommen. Die sehen nur, dass auf 20 Ja-Studien eine kritische Meinung kommt, die dannauch gleich in die "Umweltecke" sortiert wird. Inhaltich setzt sich jedoch kein Reaktuer aktueller Medien mit dem hochkomplexen Thema auseinander, dafür bräuchte er nämlich mindestes 14 tage, um überhaupt einen Überblick über die Quellenlage zu bekommen. Und das wiederum bezahlt ihm kein Verlag, der vielleicht gerade mit der Produktion einer PR-Broschüre an CCS mitverdient.

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    Wieso müssen die CCS-Lagerstätten 1000 Jahre lang ganz sicher sein? Selbst wenn von 100 Lagerstätten nur 90 sicher wären für 250 Jahre, hätte CCS einen deutlichen Beitrag zur Klimastabilisierung in den nächsten 250 Jahren geleistet.

    Wieso müssen die CCS-Lagerstätten 1000 Jahre lang ganz sicher sein? Selbst wenn von 100 Lagerstätten nur 90 sicher wären für 250 Jahre, hätte CCS einen deutlichen Beitrag zur Klimastabilisierung in den nächsten 250 Jahren geleistet.

    • OIKOS
    • 13.02.2009 um 21:42 Uhr

    weil
    1.) die CO2-Abscheidung einen hohen Energieaufwand erfordert, was den Gesamtwirkungsgrad des Kraftwerks wesentlich verschlechtert, d.h. es wird mehr CO2 pro nutzbare Kilowattstunde erzeugt
    2.) das CO2 in den gasspeichernden Gesteinsschichten nicht für alle Zeit sicher eingeschlossen wird, sondern langfristig wieder freigesetzt werden kann
    3.) die unterirdischen Gasspeicher viel sinnvoller für Reserven von Erdgas und Wasserstoff zu benutzen sind

    • lef
    • 13.02.2009 um 22:16 Uhr

    1. weil jede angeblich "erneuerbare, CO2-sparende Technik" nur automatisch erlaubt, dass herkömmliche Kraftwerke umso mehr CO2 ausstoßen dürfen, der Gesamtausstoß bleibt also gleich,
    2. weil noch NIEMAND untersucht hat, wieviel CO2 eigentlich zur Produktion dieser angeblich "EE"-Anlagen verbraucht wird.

    (IMHO einfache Grundformel: Der Endpreis jeder Maschine (AUCH Windkraft, AUCH Photovoltaik) ist ein recht guter Maßstab, wieviel Energie dafür verbraucht wurde.
    Wenn EE (wie es ja nun mal Tatsache ist) mit herkömmlicher Energie produziert wurde, und wenn der daraus gewonnene Strom teurer ist, als der aus herkömmlicher Energie,
    dann ist die Vermutung mehr als berechtigt, dass da auch mehr herkömmliche Energie verbraucht wurde!

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    Diese Frage ist nicht nur theoretisch untersucht, sondern auch praktisch demonstriert worden: Es gibt einen Hersteller von Solarmodulen, der hat einige Module aus eigener Produktion auf sein Dach gesetzt und dann das Kabel zum Energieversorgungsunternehmen durchgeschnitten. Er produziert munter weiter und nennt sich "Solar-Brüter".

    Diese Frage ist nicht nur theoretisch untersucht, sondern auch praktisch demonstriert worden: Es gibt einen Hersteller von Solarmodulen, der hat einige Module aus eigener Produktion auf sein Dach gesetzt und dann das Kabel zum Energieversorgungsunternehmen durchgeschnitten. Er produziert munter weiter und nennt sich "Solar-Brüter".

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