Hartz IV Deutschlands arme Kinder
Selbst in guten Jahren sank die Zahl der Kinder kaum, die von Sozialgeld leben. In der Krise wird sie wieder zunehmen
Vom Aufschwung der vergangenen Jahre haben Deutschlands Kinder nicht profitiert. In den 15 Großstädten mit mehr als 400.000 Einwohnern lebte ein erschreckend hoher Anteil von ihnen auch Ende September vergangenen Jahres noch in Armut, wie die jetzt vorliegenden endgültigen Zahlen belegen.
Deutschlandweit hatte die Kinderarmut im März 2007 ihren Höhepunkt erreicht. Damals wohnten 1,93 Millionen Kinder unter 15 Jahren in Hartz-IV-Familien, bis Ende September 2008 sank ihre Zahl lediglich um 112.000 auf 1,82 Millionen. Weil sich seither die Wirtschaftskrise verschärft und immer mehr Eltern ihre Arbeit verlieren, ist klar: Auch die Zahl armer Kinder wird künftig wieder steigen.
In Berlin und Leipzig war die Situation schon am Ende des Booms besonders erschreckend: Weit mehr als jedes dritte Kind lebte dort vom Sozialgeld. In Westdeutschland hat Essen jetzt Bremen als Spitzenreiter abgelöst.
Für Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, sind die Zahlen ein Alarmsignal. »Kinder in dieser Lebenssituation sind in der Schule benachteiligt«, sagt er. »Die Gesellschaft macht sie langfristig zu Leistungsempfängern statt zu Leistungsträgern. Das können wir uns schon aus demografischen Gründen nicht leisten.«
- Datum 28.05.2009 - 10:52 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 12.02.2009 Nr. 08
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jegliche Form von Lohnsubventionen.
Kinder sollen nicht ausreichend ernährt werden, da die Löhne unter das Existenzminimum gedrückt werden sollen.
Auch Staatsdiener werden diesem Schicksal nicht entgehen.
Die Schuldenbremse wird zu einem noch nicht geahntem Personalabbau im öffentlichen Dienst führen.
Das gesamte Lohnniveau kennt nur noch eine Richtung, nach unten.
Schon jetzt müssen in der Autoindustrie Kapazitäten abgebaut werden, weil es an kaufkräftiger Nachfrage fehlt.
Ich empfinde den Artikel angesichts der aktuellen Politik als zynisch und verlogen.
Man entschuldige mir meine Wortwahl, mein Wortschatz reicht leider nicht immer für höfliche Umschreibungen aus.
Zu den Fakten;
- Während des "Aufschwungs" verloren 90% der Bevölkerung finanzielles Vermögen, oder das finanzielle Vermögen stagnierte. Quelle: Vermögensverteilung in der Bundesrepublik
- Faktisch alle "Arbeitsplätze" die während des "Aufschwungs" geschaffen wurden entstanden im Niedriglohnbereich. Entsprechend ist auch die Zahl der Kinder zu bewerten, welche der "Armutsfalle" entkommen sind.
"Die Gesellschaft macht sie langfristig zu Leistungsempfängern statt zu Leistungsträgern."
Leistungsträger für was eigentlich? Ein verlogenes korruptes System ohne Ethik, Moral und Anstand, welches unsere Kinder dann jeder geistigen und materiellen Freiheit beraubt als Lohnsklaven dahinvegitieren läßt, mit dem einzigen Lebenssinn die Konten Dritter zu füllen? Es widert mich an, jeden Tag zu sehen wie manche glauben, der einzige Lebensinhalt einer Gesellschaft sollte die Anhäufung monetären "Reichtums" sein. Ohne jeden Sinn für Kultur, Entwicklung, Forschung, ... . Und geradezu lebensfeindlich gegenüber neuen Generationen.
Wir sollten alles, aber auch alles tun um unseren Kindern andere Wege aufzuzeigen und auch zu ermöglichen.
"Eine moderne Gesellschaft ohne Geld zu organisieren ist nicht einfach, einen Weg Geld ohne eine Gesellschaft zu organisieren habe ich auch noch nicht gefunden, andere glauben dies wohl aber."
Niemand kann dazu gezwungen werden Bewacher in einem Konzentrationslager zu werden.
Deshalb gibt es §12 des GG.
Liebe Sachbearbeiter ihr müßt nicht andere Menschen mit dem Hungertod bedrohen.
Ihr habt die Wahl.
Da ihr so gut im Vermitteln seit.
Vermittelt euch doch auf einen anderen Arbeitsplatz.
Eure Kinder könnten euch ja eines Tages fragen:
Papi warum bedrohst du andere Menschen mit dem Hungertod?
Wenn immer Erwachsene in Deutschland zu Leistungsempfängern gemacht werden, wieso sollen dann ausgerechnet die Kinder zu Leistunsgträgern werden. Ist genauso wie mit dem guten Benehmen. Die Erwachsenen machen das schlechte Benehmen vor, die Kinder kriegen Kopfnoten.
Ihre Vergnügungen, auch Teilhabemöglichkeiten an der Gesellschaft: Play Station usw., Rap Musik hören, auf der Straße rumlungern werden von den Erwachsenen diffamiert, die ab 16.30 Uhr im Biergarten sitzen, teure Zigarren rauchen, teure Anzüge tragen, oft finanziert durch Steuergelder und es trotz zahlreicher Auslandsaufenthalte einschließlich Toscana Bildung zwar nicht zu mehr Horizont aber zur absoluten Erkenntnis über alles sein geschafft haben. Allerdings ist die Besitzswahrung durch eine Vielzahl von Gesetzen, natürlich zum Wohl der Allgemeinheit, eine große Leistung.
Dann kommen die Apologeten der Armut, die mit Statistiken arbeiten, die andere Statistiker wieder anders darstellen, großes Geschrei, Betroffenheit die irgendwann keiner mehr hören will und plötzlich erwachte Kinderliebe, die es im öffentlichen Deutschland noch nie gab.
Eine Bildungspolitik, die auf Gender Mainstreaming, political Correchtness, künftige Steuerzahler setzt und Leistung in erster Linie als Möglichkeit zur Hebung des deutschen Ansehens in der Welt begreift. Also Ide(ologien)en massenweise.
Aber eine Idee hatte in Deutschland nie Konjunktur und wird auch nicht gefördert: Dass man durch ein früh geübtes selbständiges Denken und Handeln aus den Entbehrungen der Kindheit herauskommt. Soviel Freiheit wollen die Organisatoren der flächendedeckenden Versorgung dann doch nur einigen gestatten. Wie die Feudalisten früherer Herrschaftssysteme dem eigenen Geblüte die Teilhabe am Wachstum erlaubt haben.
Unter diesem Umfeld bietet für nicht wenige der Türsteher als Prüfer der Hereinwollenden und als Beschützer derer, die drinnen sind, eine durchaus verlockende Perspektive. Denn augenscheinlich geht es in der deutschen Wirklichkeit, sowohl bei Regierten wie Regierenden trotz Dementi der aussterbenden Klasse der Humanisten und seiner Publikationen nur um eines: Ums Geld.
Die Ursache? Alle haben diesen Weg gewählt, aber keiner will es wieder gewesen sein. Kinder sollten mal die bessere deutsche Zukunft herstellen, aber mit Löwenzahn, Maulwuf Grabowski allein scheint es auch nicht getan. Struwwelpeter und Max Moritz gehören auch dazu wie Playstation und Lego. Und das Gequatsche von Armut sollte dem Bewusstsein und Entwickeln von Möglichkeiten (nicht unbedingt denen gemäß Frau von der Leyen) weichen.
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