Einwanderung Warst du auch mal Deutscher?
Das Verbot des Doppelpasses oder: Wie Jugendlichen die Bürgerrechte entzogen werden
Eine Unsitte macht sich breit in Deutschland: die Ausbürgerung. Der Entzug der Bürgerrechte verläuft in unserer Demokratie rechtmäßig und schulterzuckend. Und ist gerade deswegen ein Skandal. Natürlich spricht niemand offiziell von »Ausbürgerung«. Der bürokratische Begriff lautet »Optionspflicht«. Sie wird jetzt zum massiven Problem.
Über eine Viertelmillion eingebürgerte Jugendliche werden in den nächsten 15 Jahren gleich nach ihrem 18. Geburtstag einen Brief von den Behörden erhalten. In diesem Jahr betrifft es schon über 3000 Einwandererkinder, die gerade volljährig geworden sind. Die Aufforderung des deutschen Staates ist klar: Die jungen Leute sollen sich für einen Pass entscheiden.
Wenn sie den deutschen behalten möchten, müssen sie ihre zweite Staatsangehörigkeit, die sie von den Eltern geerbt haben, ablegen. Tun sie das nicht, wird ihnen der deutsche Pass wieder abgenommen. Wer dieses Jahr 18 geworden ist, muss sich entscheiden, bis er 23 wird. Und wenn nicht? Dann waren die Betroffenen einmal Deutsche.
Diese sogenannte Optionspflicht im Staatsangehörigkeitsrecht muss abgeschafft werden. Sie war von Anfang an ein Geburtsfehler der rot-grünen Reform im Jahr 2000. Damals wurde erstmals festgelegt, dass jeder, der in Deutschland geboren wird, auch deutscher Staatsbürger ist. Kinder bis zehn Jahren konnten erleichtert eingebürgert werden – die ersten sind im vergangenem Jahr 18 geworden. Gleichzeitig gelang es der Schröder/Fischer-Regierung aber nicht, die doppelte Staatsbürgerschaft zu etablieren. Roland Koch hatte damals im hessischen Landtagswahlkampf gegen das Vorhaben mobilgemacht. Rot-Grün zog den Kopf ein und formulierte einen Kompromiss – die Optionspflicht. Seit einem Jahr greift sie zum ersten Mal. Deshalb ist es Zeit, deutlich zu sagen: Mit dieser Regelung können Jahr für Jahr jungen Menschen die Bürgerrechte in ihrem eigenen Land entzogen werden.
Bürgerrechte aber sind das Fundament einer Demokratie. Tausenden jungen Männern und Frauen die Bürgerrechte in Deutschland zu entziehen, wäre zutiefst undemokratisch. Es ist unverständlich, dass am Anfang des 21. Jahrhunderts Menschen de facto ausgebürgert werden können, nur weil sie Doppelstaatler sein möchten. Ironisch formuliert: Um in der DDR ausgebürgert zu werden, musste man Dissident sein. In der Bundesrepublik reicht es heute, wenn die eigenen Wurzeln im »falschen« Land liegen.
Denn es ist natürlich ein Märchen, dass der Doppelpass in Deutschland nicht möglich sei. Fußballnationalspieler Miroslav Klose etwa besitzt zwei Pässe, den deutschen und den polnischen. Sein Exkollege im Sturm Kevin Kurányi ist sogar Bürger dreier Staaten – Deutschland, Panama und Brasilien. Kinder mit einem deutschen und einem ausländischen Elternteil dürfen in Deutschland mehrere Staatsbürgerschaften besitzen. Dasselbe gilt für Spätaussiedler und für Kinder, deren Eltern ebenfalls zwei Pässe ihr Eigen nennen.
- Datum 03.08.2009 - 11:16 Uhr
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- Serie opi
- Quelle DIE ZEIT, 12.02.2009 Nr. 08
- Kommentare 151
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Für keinen Erwachsenen mehr. Das allein ist hier derzeit richtig und wahr.
Denn: Entweder wir haben einen Weltstaat - nur dort kann es einen Weltbürger geben - dafür darf und soll man sich von mir aus einsetzen. Noch haben wir diesen aber nicht. Noch unterstützt z.B. jedes einzelne Land, jeder Nationalstaat, seine eigenen Banken und Industrien.
Zum anderen sind die nationalstaatlichen Sozialsysteme so aufgebaut, dass man zumindest davon ausgeht, dass jemand, der Mitglied dieses Staates ist, hier auch sozialstaatliche Ansprüche geltend machen kann. Da können also Leute, z.B. Auslandsdeutsche, ja auch Russen sind hier ja manchmal darunter, aber auch Angehörige von eingewanderten Türken, im Alter herkommen, und hier ihre Rente oder Hartz4 beziehen. In den USA ist das wohl nicht so umfangreich geregelt, auch hat man hier eine Berufsarmee.
Es kann doch z.B. nicht - gut und nachhaltig - sein, dass einer sich sagt, ja, bei der Wehrpflicht, da bin ich Türke, da diene ich nicht in der Bundeswehr, bei Hartz 4 bin ich dann aber Deutscher. Das ist hier quasi eine nationalversicherungsrechtliche Rosinenpickerei.
Wenn sich das (weiter) rumspricht, dann kommen alle Bedürftigen dieser Welt nach Deutschland. Man müsste also erstmal den Nationalstaat an diese Situation anpassen. Nur wer auch die staatsbürgerlichen Pflichten vollumfänglich nachkommt, der hat auch all dies staatsbürgerlichen Rechte. Dem steht heute ja quasi der Menschenrechts-Ideologie entgegen - nur dass man dies ja eh nicht weltweit durchsetzt, in dieser Welt, die eben schon noch in Nationalstaaten gegliedert ist!
Sonst müsste ein Türke ja erst in der Bundeswehr, und dann auch noch in der türkischen Armee dienen, so es dort eine Wehrpflicht gibt.
Es mag dies einen schöne Regelung sein, für die die es betrifft, weniger aber für diejenigen, die es bezahlen müssen. Man muss sich auch hier, und nicht nur im internationalen Bankenwesen, für sinnvolle allgemeine Regeln einsetzen, die im Kern bei allen gleich sind, dann kann man Derartiges machen. Nur wenn für alle Weltbürger gleiche Prinzipien gelten, kann man von einem weltstaatlichen Ansatz sprechen bzw. diesen sinnvoll gestalten.
Das Extrembeispiel wäre hier ja das, dass einer, der in allen Staaten Mitglied ist, quasi die beste Weltbürger ist. Für diesen wäre es nun aber, sicher, am Besten und Schönsten, wenn er nirgendwo besondere Pflichten, aber überall besondere Rechte hätte...
Man kann nicht überall gleich gut sein, m.E. Man kann ja nicht auf zwei Hochzeiten auf einmal wirklich gut tanzen, sagt man hierzulande. In Deutschland verstehen ja noch nicht mal alle Steuerberater all die Steuergesetze und auch nicht alle Politiker verstehen eine angemessen Politik zu machen, wie der Banken- und Wirtschaftsskandale uns dies ja zeigen - trotz all unserer klugen und mündigen Staatsbürger...! Wie will da einer, der in drei Ländern zu Hause ist, all die jeweiligen Regelungen - und Regelverstöße - ausreichend verstehen und überall sich politisch gleichermaßen engagieren bzw. Missbräuche aufdecken und bekämpfen?!?
Auch hier haben wir dann eine Rosinenpickerei, und Herr Jobst ist hier wohl ein geeignetes Beispiel, wie er dies bei M.Illner ja einräumte, verstehe er von der Finanzkrise wenig - er, der große Weltbürger. (Oder eben auch vor allem ein Nutznießer all der Regelungen und Lücken war und ist.)
Es macht schon Sinn zu sagen: Wer im Niemandland lebt oder eben leben will, dem kann es passieren, dass er auch nirgends was zu sagen hat...
Ich finde die Regelung gut, dass man als Kind hier die Option hat, würde es besser finden, dass man diesen jungen Menschen diese bis zum 23 Lebensjahr gibt, weil es eben schon sehr komplex ist. Ansonsten sollte man dann eine Entscheidung verlangen. Man kann ja aber auch erlauben, dass man dann, später, wieder die alte Staatsbürgerschaft annehmen kann, und die neue abgibt. Da müssen dann all die diversen Anwartschaften gegenüber der Funktion eines Staates, der nationalstaatlichen oder auch übernationalen Versicherungsgemeinschaften - etwas anderes ist ein Staat ja nun nicht - aber sauber abgeglichen werden. Das gilt auch für Deutsche, die das Land verlassen - bzw. sollte es für diese gelten. Nehmen wir an, wir bilden diese auf Kosten der Steuerzahler, sehr gut aus, und nach dem Studium verlassen diese das Land. Da würde ich eine partielle Rückzahlung der Studiengebühren für angemessen ansehen. Das gilt auch für Inder, die nach Deutschland kommen, die aber in Indien ausgebildet worden sind. Nur das sind saubere Regelungen. Man kann sich hier bei dem Wechsel der Versicherung in bestimmten Bereichen der Privatversicherung orientieren. Da gibt es z.B. in der Krankenversicherung eine Rückstellung, die dann auf die neue Versicherung übertragen wird. Der sich neu Versichernde macht hier dennoch ein paar Miese, und muss die neuen Versicherungsbedinungen anerkennen, die meist aber natürlich besser sind, weshalb er ja eben wechselt.
Natürlich ist es eine Sauerei, wenn der Staat hier keine einheitlichen Linie fährt. Das ist aber leider nicht die einzige Inkonsequenz und Sauerei in diesem Staate!
Ansonsten sei hierzu mal angemerkt, dass dies ja auch ein Thema ist, weshalb es eine rechtsextreme Szene in diesem und in anderen Ländern gibt. Nun ist es aber kein Zeichen von intellektueller Stärke, und inhaltlicher Überlegenheit (und auch von Offenheit und geistiger Freiheit), wenn man die dazu erschienen Zeit-Beiträge - aktuell zu Demo in Dresden - als eine der wenigen Beiträge nicht kommentieren kann! Nicht mal, obwohl hier ja eben zensiert wird, und auch nicht ein jeder zugelassen wird. So wird man diesem Problem inhaltlich nicht gerecht. Und man hat dies in einem Zeit-Beitrag von vor ca. 1 Jahr ja auch selbst geschrieben, dass man sich mit diesen Dingen inhaltlich Auseinandersetzen müsse. Warum nur, tut man dies nur nicht wirklich?
das Thema Nationalität und zwei bis mehrere Pässe scheint etwas wichtiges für Sie zu sein...
Ich bin tatsächlich auch einer der mit einem Bein im einen Land steht, mit dem anderen Bein im anderen Land... nur schon deshalb währe es für mich nur Konsequent wenn ich auch beide Pässe mein eigenen nennen dürfte...
Warum soll jemand nicht 2 bis mehrere Pässe haben? Für mich kein Problem, egal ob da jemand nun exklusiv Vorteile rauszieht oder eben nicht. Die paar Vorteile können für jemanden wichtig sein... für andere nun wieder nicht.
Für mich sind 2 Pässe eine "offizielle" Bestätigung das nicht nur eine Kultur in mir steckt... einmal zeige ich diesen Pass, das andere mal den anderen.
Multikulti, sofern es jemand möchte...
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
"Kevin Kurányi ist sogar Bürger dreier Staaten – Deutschland, Panama und Brasilien. "
also, entweder soll der Staat dem Hr. Kurányi die deutsche Bürgerschaft öffentlich entziehen oder in anderen Fällen die doppelte Bürgerschaft zulassen
selbst für die Einwanderer aus Russland gibt es keine einheitliche Regelung - diejenige, die als Spätaussiedler anerkannt sind dürften Ihre russischen Pässe behalten im Gegensatz zu den anderen, die sich z.B. nach der 8-jährigen Aufenthalt in BRD einbürgern lassen
erklären Sie mir bitte warum darf dieser Kurányi zwei Pässe haben und ich nicht...
Es ist eine Unverschämtheit, was Sie hier in Ihrem Kommentar verlautbaren lassen. Ihr Hauptargument gegen die doppelte StaatsBÜRGERSCHAFT ist die Fragilität der sozialen Sicherungssysteme. Diese ist aber nicht das Ergebnis der Einwanderung, sondern vielmehr das Ergebnis eines Gesinnungswandels in Deutschland und einer neoliberalen Politik(was meineserachtens nicht unbedingt schlecht sein muss).
Wussten Sie, dass man mind. 7 Jahre in Deutschland vollbeschäftigt gewesen sein muss, um von staatlichen Transferleistungen zu profitieren. Und wussten Sie, dass alle diejenigen Einwanderer, die von solchen Leistungen profitieren 10, 20 oder 30 Jahre in die Kassen eingezahlt haben, die Rente IHRER Väter mitfinanziert haben?!!! Sie unterstellen in Ihrem Kommentar, dass nahe zu alle Migranten von irgenwelchen Transferleistungen leben. Das ist Käse!!! Ich darf Sie daran erinnern, dass Türken mehr als alle anderen Vergleichsgruppen dem BIP in Deutschland beitragen und wirtschaftlich zu der aktivsten Gruppe gehören, die jung und dynamisch ist. Die Zahl der türkischen Selbstständigen steigt. Wenn Sie diese Faktoren in Ihrer Rechnung nicht berücksichtigen, schaden Sie schlicht und ergreifend diesem Land. Ein mehr an Optimismus in dieser Frage, würde diesem Land sicherlich gut tun.
das Thema Nationalität und zwei bis mehrere Pässe scheint etwas wichtiges für Sie zu sein...
Ich bin tatsächlich auch einer der mit einem Bein im einen Land steht, mit dem anderen Bein im anderen Land... nur schon deshalb währe es für mich nur Konsequent wenn ich auch beide Pässe mein eigenen nennen dürfte...
Warum soll jemand nicht 2 bis mehrere Pässe haben? Für mich kein Problem, egal ob da jemand nun exklusiv Vorteile rauszieht oder eben nicht. Die paar Vorteile können für jemanden wichtig sein... für andere nun wieder nicht.
Für mich sind 2 Pässe eine "offizielle" Bestätigung das nicht nur eine Kultur in mir steckt... einmal zeige ich diesen Pass, das andere mal den anderen.
Multikulti, sofern es jemand möchte...
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
"Kevin Kurányi ist sogar Bürger dreier Staaten – Deutschland, Panama und Brasilien. "
also, entweder soll der Staat dem Hr. Kurányi die deutsche Bürgerschaft öffentlich entziehen oder in anderen Fällen die doppelte Bürgerschaft zulassen
selbst für die Einwanderer aus Russland gibt es keine einheitliche Regelung - diejenige, die als Spätaussiedler anerkannt sind dürften Ihre russischen Pässe behalten im Gegensatz zu den anderen, die sich z.B. nach der 8-jährigen Aufenthalt in BRD einbürgern lassen
erklären Sie mir bitte warum darf dieser Kurányi zwei Pässe haben und ich nicht...
Es ist eine Unverschämtheit, was Sie hier in Ihrem Kommentar verlautbaren lassen. Ihr Hauptargument gegen die doppelte StaatsBÜRGERSCHAFT ist die Fragilität der sozialen Sicherungssysteme. Diese ist aber nicht das Ergebnis der Einwanderung, sondern vielmehr das Ergebnis eines Gesinnungswandels in Deutschland und einer neoliberalen Politik(was meineserachtens nicht unbedingt schlecht sein muss).
Wussten Sie, dass man mind. 7 Jahre in Deutschland vollbeschäftigt gewesen sein muss, um von staatlichen Transferleistungen zu profitieren. Und wussten Sie, dass alle diejenigen Einwanderer, die von solchen Leistungen profitieren 10, 20 oder 30 Jahre in die Kassen eingezahlt haben, die Rente IHRER Väter mitfinanziert haben?!!! Sie unterstellen in Ihrem Kommentar, dass nahe zu alle Migranten von irgenwelchen Transferleistungen leben. Das ist Käse!!! Ich darf Sie daran erinnern, dass Türken mehr als alle anderen Vergleichsgruppen dem BIP in Deutschland beitragen und wirtschaftlich zu der aktivsten Gruppe gehören, die jung und dynamisch ist. Die Zahl der türkischen Selbstständigen steigt. Wenn Sie diese Faktoren in Ihrer Rechnung nicht berücksichtigen, schaden Sie schlicht und ergreifend diesem Land. Ein mehr an Optimismus in dieser Frage, würde diesem Land sicherlich gut tun.
..ist kaum zu beschreiben. Wovon red ich? Dass in Deutschland in aller Regel Ausländer=Türke in der Denke vorherrscht, von allen Seiten.
Weder stellen Türken die größte Gruppe, die größte Gruppe sind bundesweit nämlich die Russen, noch sind sie natürlich die einzige Migrantengruppe. Ich selbst hab diverse Abstammungen in mir drin, allein 50% davon US-Amerikaner. Ich will gar nicht davon anfangen wie es auf mich wirkt wenn Menschen jeden Alters und Herkunft sich alle darin einig sind die USA zu verachten und Äußerungen über "die Amerikaner" (dumm, fett, was weiss ich nicht alles...) ablassen die sie sich so zB über "die Türken" nie trauen würden. Ich hab da schon lange ein dickes Fell und bin auch blind geworden für offensichtliche Widersprüche wie zB dass jene Leute trotzdem Nike Schuhe tragen, Marlboro rauchen, Coke trinken und amerikanische Musik hören. Geschenkt.
Aber was ist mit meinen Ansprüchen an Doppelpass und Co.? Ich musste mich ebenfalls entscheiden, hab mich für das Land entschieden was mich am meisten geprägt hat - Bayern (und damit indirekt für "Deutschland"). Was aber dennoch dazu führt dass ich in den USA nun zB auf "Auswanderer" aus Deutschland treffe die weder Ahnung von der US Kultur haben (zB diese Konföderiertenflagge tatsächlich für cool halten obwohl die in den US fast den Status einer Hakenkreuzflagge in Deutschland hat und als Symbol für Rassisten und der Südstaatensklaverei steht) noch sich wirklich integrieren wollen (Gejammert und Gemeckert wird wie daheim in Deutschland wegen jeder Kleinigkeit, was im Übrigen auch die einzige Sache ist die mir in den USA besser als in D gefällt, die Leute dort sind nicht so larmoyant und sehen lieber nach vorne als zurück), gegenüber diesen Leuten bin ich in meinem zweiten Heimatland nun "Ausländer" und die haben dort schon teils den US Pass. Was mir ganz deutlich zeigt dass es weniger auf Pass und Co ankommt und mehr auf das Mentale. Integrationspolitik kann man nicht über den Amtsweg führen. Ich denke diese Erkenntnis fehlt.
"Ich musste mich ebenfalls entscheiden, hab mich für das Land entschieden was mich am meisten geprägt hat - Bayern (...)"
Sie sind ein guter Mensch, das habe ich immer gefühlt.
Um mit Bob Ross zu schließen: "Happy painting, and god bless my friend!"
Viscount, Münchner
@Weder stellen Türken die größte Gruppe, die größte Gruppe sind bundesweit nämlich die Russen, noch sind sie natürlich die einzige Migrantengruppe.
Aber die wohl problematischste unter den großen Migrantengruppen, weil sie sich am meisten der Integrations verweigert. Außerdem ist es die Gruppe, die auf Grund von hohen Kinderzahlen eine der am stärksten wachsende ist.
"Weder stellen Türken die größte Gruppe, die größte Gruppe sind bundesweit nämlich die Russen"
Woher stammt denn Ihre Erkenntnis? Laut Destatis lebten 2007 7,8 Mio. Ausländer in Deutschland. Davon waren 1,8 Mio. Türken, während gerade einmal 190.000 Russen waren. Zwischen beiden Personengruppen liegt also etwa eine Grössenordnung.
"Ich musste mich ebenfalls entscheiden, hab mich für das Land entschieden was mich am meisten geprägt hat - Bayern (...)"
Sie sind ein guter Mensch, das habe ich immer gefühlt.
Um mit Bob Ross zu schließen: "Happy painting, and god bless my friend!"
Viscount, Münchner
@Weder stellen Türken die größte Gruppe, die größte Gruppe sind bundesweit nämlich die Russen, noch sind sie natürlich die einzige Migrantengruppe.
Aber die wohl problematischste unter den großen Migrantengruppen, weil sie sich am meisten der Integrations verweigert. Außerdem ist es die Gruppe, die auf Grund von hohen Kinderzahlen eine der am stärksten wachsende ist.
"Weder stellen Türken die größte Gruppe, die größte Gruppe sind bundesweit nämlich die Russen"
Woher stammt denn Ihre Erkenntnis? Laut Destatis lebten 2007 7,8 Mio. Ausländer in Deutschland. Davon waren 1,8 Mio. Türken, während gerade einmal 190.000 Russen waren. Zwischen beiden Personengruppen liegt also etwa eine Grössenordnung.
Doppelte Staatsbürgerschaft hat für Passeigentümer viele Vorteile : Reisen ohne Visapflicht und damit einhergehende Kontrollen, freie Wahl des Erstwohnsitzes (Arbeit, Steuer), Wahlrecht in zwei Ländern, uneingeschränkter Familienzuzug in zwei Ländern - kurz : Doppelpässler können sich die Rosinen herauspicken und ihr Leben zwischen zwei Ländern teilen.
Auf der Kehrseite haben Staaten durch Doppelstaatsbürger ausschließlich handfeste Probleme. Ich nenne sie absichtlich "handfest", weil ihnen gerne emotionale Argumente gegenübergestellt werden, wie z.B. Trennungsschmerz von einer nationalen Identität bei Paßaufgabe oder die Förderung von interkulturellem Austausch durch Doppelstaatsbürger.
Diese Argumente sind aber nicht nur unbewiesen, sondern ihnen stehen manigfaltige Gegenbeispiele von Menschen mit nur einer Nationalität gegenüber, die problemlos Kultur und Staatsangehörigkeit als das trennen, was sie sind : kulturelle Identität einerseits und staatsrechtliche Rechte und Pflichten andererseits.
Die doppelte Staatsbürgschaft muß grundsätzlich verboten werden. Sie sorgt für eine rechtliche und finanzielle Bevorteilung bestimmter Bürger und für massive rechtliche und finanzielle Probleme bestimmter Staaten, darunter Deutschland.
Ich habe übrigens einen Sohn mit meiner französischen Frau. Mein Sohn hat die französische und die deutsche Staatsbürgerschaft. Das macht Sinn, solange er noch nicht mündig ist. Ich hielte es für richtig, wenn er sich als Volljähriger für eine Nationalität entscheiden müßte. Je nachdem in welchem Land er arbeiten, wählen, seine Steuern zahlen und dessen Gesetze er achten möchte.
Er hätte später jederzeit die Möglichkeit, einen Antrag zu stellen, um seine Nationalität zu wechseln. Ich sehe nicht, welche Nachteile er dadurch haben könnte. Er würde weiterhin zwei Sprachen sprechen, Freunde auf beiden Seiten des Rheins haben, mehr von Fois Gras und Wein verstehen als viele Deutsche und trotzdem den Grünkohl von Oma kennen und genießen.
Ähnliche Problemlosigkeit kenne ich persönlich von Italienern und Portugiesen im Freundeskreis.
Mir scheint, daß hier wiedereinmal die Türken Probleme haben und Probleme bereiten, wo Bürger vieler anderer Länder flexibel und modern denken und handeln.
...und ich würde es einfach Toll finden wenn sich meine Kinder für beide Pässe entscheiden würden... Ist doch speziell und die Möglichkeiten hat nun mal nicht jeder. Warum also soll man diese nicht warnehmen dürfen... Das Leben ist sonst schon mit Kompromissen ausgelegt...
Ich bin klar für Doppelbürgerschaften, einfach und ohne Bürokratischen Aufwand.
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
sie schreiben, wo viele Bürger flexibel und modern denken..
aber nicht die vermeintlichen Türken...
die machen und bereiten Probleme...
(bitte stellen Sie dieses Bild, dass sie sich von den Türken gemacht in Frage... es bringt nur ihre eigene Borniertheit ans Licht, sorry)
ich habe den Eindruck, dass sie selber alles andere als "flexibel" und "modern" denken.
das deutsche Recht sieht keine doppelte Staatbürgerschaft vor!
sie will es sogar vermeiden....
ich selber habe die doppelte Staatsbürgerschaft, aber nur weil das EU-Recht es ermöglicht!!! (mal abgesehen von diesen idiotischen Einbürgerungstests die der deutsche Staat vorsieht und von den paternalistischem Gehabe in Form von Reden von irgendwelchen Bürgermeister-Heinis, die man über sich ergehen lassen muss!)
Kritik ist doch das, was man hier lernt... oder liege ich falsch!
ich hätte wahrscheinlich den Teufel getan, wenn ich meine italienische Staatsbürgerschaft hätte aufgeben müssen...
"Flexibel" und "modern".... da bin ich alles andere als flexibel und modern!!!
(übrigens, der deutsche Staat ist -und auch sie- in der Hinsicht auch alles andere als "modern" und "flexibel").
Das Thema ist heikel und emotional sehr geladen (was sowas wie ein Herr
Koch auszunutzen wußte)
Aber es geht nicht, dass ein beachtlicher Teil der Bevölkerung nicht die gleichen Rechte (die Pflichten werden einem so oder so auferlegt!!!!) hat!
Dies würde für alle von Nutzen sein.
Die Menschen ausländischer Herkunft könnten in diesem Land endlich
"ankommen"!!!! (oder will "man" genau das nicht....?!?)
Aber mit einer doppelten Staatsbürgerschaft ist man vielleicht weniger
identifiziert mit einem bestimmten Staat..
vielleicht ist man sogar "freier".
Und Freiheit will ein Staat vielleicht nicht gerade fördern.....
modern und flexibel...
oh je.. ich glaub sie haben zu viel Werbung im Fernsehen geschluckt-;)
sorry
PS:
Fois gras schreibt man übrigens wie folgt Foie gras
(die berühmte französische Gänseleber oder Stopfleber... bei der die Gänse "liebevoll" gestopft werden...) Non, merci
Das Thema der doppelten Staatsbürgerschaft ist problematisch zu diskutieren, weil kulturelle Identität und Emotionen der Einen auf dröges staatsrechtliches rationales Denken treffen.
Es gibt keine wirklichen rationalen Argumente gegen die doppelte Staatsbürgerschaft, außer verrostete Denkmuster aus Zeiten vor den großen Migrationswellen und der Globalisierung. Und vielleicht das ein oder andere irrationale Gefühl der Minderwertigkeit bei mit nur einer Kultur aufgewachsenen Menschen.
Wie dem auch sei, die doppelte Staatsbürgerschaft existiert in Deutschland, zumindest für einige Nationalitäten, und sie ist richtig. Ihr Sohn hat das Glück, sich nicht entscheiden zu müssen; und glauben Sie mir, die Entscheidung würde ihm (wie jedem anderen Bikulturellen auch) viel schwerer fallen, als sie sich vorstellen können. Ein Pass ist eben weit mehr als nur ein Stück Papier.
Was nicht richtig ist, ist die massive Diskriminierung der im Artikel genannten zahlenmäßig sehr großen Migrantengruppen.
Eine russische (nicht russlanddt.) Bekannte von mir hat lange mit der Einbürgerung gezögert, weil sie ihren Pass nicht verlieren wollte. Irgendwann hat sie es getan, weil sie als russische Staatsbürgerin hier handfeste Nachteile hatte, fühlt sich aber nicht wohl damit, jedesmal ein Visum (!) beantragen zu müssen, wenn sie ihre alte Heimat besuchen möchte.
In meinem türkischen Bekanntenkreis (alle hier geboren) haben diejenigen mit höherem Bildungsabschluss die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen, können sich aber trotzdem nicht als "Deutsch... Punkt" definieren (könnte ich auch nicht). Die mit niedrigerem Abschluss wollen die deutsche Staatsbürgerschaft nicht annehmen, weil sie sich nicht als Deutsche identifizieren (die Gründe liegen auch im Bildungssystem, das ist aber eine andere Diskussion...) und erst recht nicht die türkische abgeben wollen.
Alle fühlen sich unwohl mit ihrer offiziellen Staatszugehörigkeit, die nicht ihren faktischen bikulturellen Status und Identität repräsentiert.
Ich habe seit einigen Jahren zwei Staatsbürgerschaften durch Einbürgerung und konnte damit dieses undefinierte "irgendwie dazwischen" beenden. Damit habe ich mich beiden Ländern angenähert, einen realitätsnähere Beziehung zu meiner zweiten Heimat aufgebaut und vor allem mit Deutschland meinen inneren Frieden geschlossen.
rebelliert nach der Pubertät erneut und entschließt sich dann mit 18 seine zwei Pässe zu behalten, so wie ich dies auch mit meinem deutschen und meinem italienischen Pass gemacht habe. Denn das dokumentiert dann auch was er ist (Deutscher UND Franzose) und Sie nicht! Er ist dann nämlich mit beiden Kulturen so eng verbunden, dass er sich emotional gar nicht entscheiden kann und soll.
Vorteile von zwei Staatsbürgerschaften. Meine Herren, das finde ich alles an den Haaren herbeigezogen. Doppelte Rente: mit Nichten. Meine Mutter (nur Italienerin) hat nur Rentenansprüche für die Zeiten, in denen sie jeweils in einem Land gearbeitet hat. Das wäre dann bei mir auch so. Die meisten Vorteile, die Sie hier nennen, haben Sie doch als EU-Bürger sowieso (oder sprechen Sie hier von Türken und haben Angst von dem "bösen Türken", den sie offenbar nicht leiden können?). Außerdem kommen mit Rechten auch Pflichten. Wie z.B. Wehrdienst. Obwohl es mittlerweile in Italien eine Berufsarmee in Italien gibt konnte ich mich mit Nichten dem deutschen Wehrdienst entziehen und habe mich denn auch für den Zivildienst entschieden. Außerdem muss ich auch viel zu häufig erklären, warum Italien einen Ministerpräsidenten wie Berlusconi hat und Deutschland eine Kanzlerin wie Merkel ;-)
...und ich würde es einfach Toll finden wenn sich meine Kinder für beide Pässe entscheiden würden... Ist doch speziell und die Möglichkeiten hat nun mal nicht jeder. Warum also soll man diese nicht warnehmen dürfen... Das Leben ist sonst schon mit Kompromissen ausgelegt...
Ich bin klar für Doppelbürgerschaften, einfach und ohne Bürokratischen Aufwand.
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
sie schreiben, wo viele Bürger flexibel und modern denken..
aber nicht die vermeintlichen Türken...
die machen und bereiten Probleme...
(bitte stellen Sie dieses Bild, dass sie sich von den Türken gemacht in Frage... es bringt nur ihre eigene Borniertheit ans Licht, sorry)
ich habe den Eindruck, dass sie selber alles andere als "flexibel" und "modern" denken.
das deutsche Recht sieht keine doppelte Staatbürgerschaft vor!
sie will es sogar vermeiden....
ich selber habe die doppelte Staatsbürgerschaft, aber nur weil das EU-Recht es ermöglicht!!! (mal abgesehen von diesen idiotischen Einbürgerungstests die der deutsche Staat vorsieht und von den paternalistischem Gehabe in Form von Reden von irgendwelchen Bürgermeister-Heinis, die man über sich ergehen lassen muss!)
Kritik ist doch das, was man hier lernt... oder liege ich falsch!
ich hätte wahrscheinlich den Teufel getan, wenn ich meine italienische Staatsbürgerschaft hätte aufgeben müssen...
"Flexibel" und "modern".... da bin ich alles andere als flexibel und modern!!!
(übrigens, der deutsche Staat ist -und auch sie- in der Hinsicht auch alles andere als "modern" und "flexibel").
Das Thema ist heikel und emotional sehr geladen (was sowas wie ein Herr
Koch auszunutzen wußte)
Aber es geht nicht, dass ein beachtlicher Teil der Bevölkerung nicht die gleichen Rechte (die Pflichten werden einem so oder so auferlegt!!!!) hat!
Dies würde für alle von Nutzen sein.
Die Menschen ausländischer Herkunft könnten in diesem Land endlich
"ankommen"!!!! (oder will "man" genau das nicht....?!?)
Aber mit einer doppelten Staatsbürgerschaft ist man vielleicht weniger
identifiziert mit einem bestimmten Staat..
vielleicht ist man sogar "freier".
Und Freiheit will ein Staat vielleicht nicht gerade fördern.....
modern und flexibel...
oh je.. ich glaub sie haben zu viel Werbung im Fernsehen geschluckt-;)
sorry
PS:
Fois gras schreibt man übrigens wie folgt Foie gras
(die berühmte französische Gänseleber oder Stopfleber... bei der die Gänse "liebevoll" gestopft werden...) Non, merci
Das Thema der doppelten Staatsbürgerschaft ist problematisch zu diskutieren, weil kulturelle Identität und Emotionen der Einen auf dröges staatsrechtliches rationales Denken treffen.
Es gibt keine wirklichen rationalen Argumente gegen die doppelte Staatsbürgerschaft, außer verrostete Denkmuster aus Zeiten vor den großen Migrationswellen und der Globalisierung. Und vielleicht das ein oder andere irrationale Gefühl der Minderwertigkeit bei mit nur einer Kultur aufgewachsenen Menschen.
Wie dem auch sei, die doppelte Staatsbürgerschaft existiert in Deutschland, zumindest für einige Nationalitäten, und sie ist richtig. Ihr Sohn hat das Glück, sich nicht entscheiden zu müssen; und glauben Sie mir, die Entscheidung würde ihm (wie jedem anderen Bikulturellen auch) viel schwerer fallen, als sie sich vorstellen können. Ein Pass ist eben weit mehr als nur ein Stück Papier.
Was nicht richtig ist, ist die massive Diskriminierung der im Artikel genannten zahlenmäßig sehr großen Migrantengruppen.
Eine russische (nicht russlanddt.) Bekannte von mir hat lange mit der Einbürgerung gezögert, weil sie ihren Pass nicht verlieren wollte. Irgendwann hat sie es getan, weil sie als russische Staatsbürgerin hier handfeste Nachteile hatte, fühlt sich aber nicht wohl damit, jedesmal ein Visum (!) beantragen zu müssen, wenn sie ihre alte Heimat besuchen möchte.
In meinem türkischen Bekanntenkreis (alle hier geboren) haben diejenigen mit höherem Bildungsabschluss die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen, können sich aber trotzdem nicht als "Deutsch... Punkt" definieren (könnte ich auch nicht). Die mit niedrigerem Abschluss wollen die deutsche Staatsbürgerschaft nicht annehmen, weil sie sich nicht als Deutsche identifizieren (die Gründe liegen auch im Bildungssystem, das ist aber eine andere Diskussion...) und erst recht nicht die türkische abgeben wollen.
Alle fühlen sich unwohl mit ihrer offiziellen Staatszugehörigkeit, die nicht ihren faktischen bikulturellen Status und Identität repräsentiert.
Ich habe seit einigen Jahren zwei Staatsbürgerschaften durch Einbürgerung und konnte damit dieses undefinierte "irgendwie dazwischen" beenden. Damit habe ich mich beiden Ländern angenähert, einen realitätsnähere Beziehung zu meiner zweiten Heimat aufgebaut und vor allem mit Deutschland meinen inneren Frieden geschlossen.
rebelliert nach der Pubertät erneut und entschließt sich dann mit 18 seine zwei Pässe zu behalten, so wie ich dies auch mit meinem deutschen und meinem italienischen Pass gemacht habe. Denn das dokumentiert dann auch was er ist (Deutscher UND Franzose) und Sie nicht! Er ist dann nämlich mit beiden Kulturen so eng verbunden, dass er sich emotional gar nicht entscheiden kann und soll.
Vorteile von zwei Staatsbürgerschaften. Meine Herren, das finde ich alles an den Haaren herbeigezogen. Doppelte Rente: mit Nichten. Meine Mutter (nur Italienerin) hat nur Rentenansprüche für die Zeiten, in denen sie jeweils in einem Land gearbeitet hat. Das wäre dann bei mir auch so. Die meisten Vorteile, die Sie hier nennen, haben Sie doch als EU-Bürger sowieso (oder sprechen Sie hier von Türken und haben Angst von dem "bösen Türken", den sie offenbar nicht leiden können?). Außerdem kommen mit Rechten auch Pflichten. Wie z.B. Wehrdienst. Obwohl es mittlerweile in Italien eine Berufsarmee in Italien gibt konnte ich mich mit Nichten dem deutschen Wehrdienst entziehen und habe mich denn auch für den Zivildienst entschieden. Außerdem muss ich auch viel zu häufig erklären, warum Italien einen Ministerpräsidenten wie Berlusconi hat und Deutschland eine Kanzlerin wie Merkel ;-)
Ich wäre so gern Weltbürger, nur fehlt mir der "Migrationshintergrund".
Weltbürgertum kommt von Kosmopolitismus. Dieser geht davon aus, dass alle Menschen gleichwertige und gleichberechtigte Mitbürger einer die Menschheit umfassenden Gemeinschaft sind. Nur bezweifle ich, dass es einen Zusammenhang zwischen dieser Weltanschauung und der Thematik der doppelten Staatsbürgerschaft gibt. Man wird auch nicht automatisch kosmopolitischer, nur weil man einen umittelbaren Migrationshintergrund hat.
Ist es somit nicht eher absurd, seine kulturelle und familiäre Verbundenheit zu einem anderen Land durch ein Stück Papier ausdrücken zu wollen?
Ist es nicht unfair, wenn der eine zwei Pässe hat, der andere drei und es dann jemanden gibt, der nur einen einzigen Pass hat, das heißt, sogenannte "Bürgerrechte" in einem einzigen Land genießen kann, die anderen aber in mehreren? Durchaus kommt einem da ein diskriminierendes Gefühl in der Magengegend entgegen.
Daher muss und möchte ich mich meinem Vorkommentierer anschließen. Ein Pass für alle und nicht mehr als einer, auch nicht für Miro Klose und Konsorten.
und auch nur für zwei Länder. Das will ich hier noch ergänzen.
Wer also eine Weile als Erwachsener, in ein Land kommt, dem kann und soll man ja drei oder vierl Jahre Zeit geben, sich für ein Land zu entscheiden. Auch sollte man hier eine gewisse Mindestzeit für die Staatsbürgerschaft verlangen, z.B. 7 Jahre, in der man seine Staatszugehörigkeit nicht ändern kann. Es muss nicht gefördert werden, sondern sollte eher gebremst werden, dass die Leute heute hier und morgen da sind. Weltbürger ist man, wenn man so will ja immer! Da ja (fast) jedes Land Mitglied der UNO ist und die Menschenrechte achtet bzw. achten soll. Ist dies nicht der Fall, dann sprechen wir beim Staatswechsel ja vom politischen Asyl, was ja ein Sonderfall ist. Hier müsste man - als Weltbürger, als Staaten, die sich der Weltbürgerschaft verpflichtet sehen, neben dem Asyl auch mit diversen anderen Mitteln dafür kämpfen, dass die hehren Grundrechte halt in wirklich allen (UN-Mitglieds-)Staaten wirklich anerkannt werden. Hier müsste eben die UNO Weltstaatsfunktionen nicht nur erklären bzw. einfordern, sondern endlich auch mal übernehmen...!Man kann und - bzw. - sollte z.B. das Somalia-(oder Kongo-, oder Israel-) Problem nicht dadurch lösen, dass man quasi eine der beiden Gruppen komplett nach Europa oder Arabien auswandern lässt. (Wenngleich, ja, das muss man bedenken, man dies im Falle Israels -in gewisser Weise allerdings nur - ja wohl getan hat. Ja, Israel war vor ca 2000 Jahren schon mal von Juden bevölkert, im Gegensatz zum bis ins vorletzte Jahrhundert fast "Afrikaner-freien" Europa.)
Ein Wort noch zu den USA und den Zeiten von Herrn Obama. Die USA (und Kanada und Australien (und viele andere "Einwanderungsländer" auch) sind ja doch ein Land, welches auf der gewaltsamen Zerstörung der ansässigen indianischen Bevölkerung - durch die europäischen Mächte allerdings und sicher schon - fußt. Obama stammt ja nun aus einem Hause von Opfern (den zwangsweise eingeschleppten Schwarzen) und Tätern (den freiwillig eingewanderten Weißen). Mit der Staatsübernahme übernehmen die Opfer nun also - ungebrochen - ja den Staat der Täter, womit sie quasi auch deren Schuld mit übernehmen. (So wie ja die alte Bundesrepublik die Schuld des NS-Reiches mit übernommen hat.)
Vor lauter Schuld kann man, dünkt mir, die Freude und die erforderliche Kraft für die Zukunft verlieren.
Obamas Vater kommt aus Kenia und hat in den USA studiert.
Insofern ist Obama sicherlich kein Nachkomme der Sklaven, die damals in die Neue Welt gebracht wurden.
Des weiteren vermute ich, dass die meisten Sklaven aus Ostafrika stammen, das war einfach der kuerzeste Weg fuer den Sklavenhandel.
Kenia liegt ganz woanders.
Obama ist einfach nur schwarz, so wie die Tuerken weiss sind.....
Das sollte uns zu denken geben
Obamas Vater kommt aus Kenia und hat in den USA studiert.
Insofern ist Obama sicherlich kein Nachkomme der Sklaven, die damals in die Neue Welt gebracht wurden.
Des weiteren vermute ich, dass die meisten Sklaven aus Ostafrika stammen, das war einfach der kuerzeste Weg fuer den Sklavenhandel.
Kenia liegt ganz woanders.
Obama ist einfach nur schwarz, so wie die Tuerken weiss sind.....
Das sollte uns zu denken geben
Der Sachverhalt doppelte Staatsbürgerschaft ist auch in "Abgeordneten- Kreisen" nicht so selten.
Bitte recherchieren Sie, wieviele CDU-Abgeordnete, aber auch Abgeordnete anderer Parteien, in Bundes- und Landtagen aktuell eine doppelte Staatsbürgerschaft besitzen und ganz sicher nicht im Traum daran denken, diese aufzugeben.
Warum wird das in diesem Artikel nicht angesprochen?
Kanada und andere Länder haben es vorgemacht. Zuerst werden Migranten als Menschen mit Gefühlen, Ideen und anderen menschlichen Eigenschaften als solche anerkannt. Dann kann man von ihnen etwas fordern. Kein Mensch verlässt sein Land und kann seine bisherige Kultur und Identität wie eine abgestreifte Kleidung links liegen lassen. Es sind Menschen wie wir mit Ängsten, Hoffnungen, Vorlieben...
Deswegen sollte schnellstmöglich in Deutschland eine Kultur der Anerkennung integriert werden. Ohne Anerkennung werden sich Menschen auch wenn sie hier sind nicht öffnen. Das ist menschlich. Wer von uns könnte, wenn er ausgestoßen und verachtet werden würde seine "Peiniger" lieben und nachahmen?
Wie Max Frisch richtig feststellte sind es Menschen die herkamen, auch wenn wir nur Arbeitskräfte gerufen hatten. Sobald wir uns selbst überwinden die Anderen als einer unsersgleichen anzuerkennen, werden wir auch erkennen, dass die Anderen so anders als wir es sind nicht sind.
Keine Masseneinwanderung von Ungebildeten, die der Kultur des Aufnahmelandes feindlich gegenüberstehen und dennoch dort von Transfergeldern leben möchten. Deutschland ist den kanadischen Weg bislang nicht gegangen; dazu gab es aufgrund der Hegemonie linker Ideologien bezüglich der Zuwanderungsfrage bislang auch keine offene Diskussion. Der Vergleich der BRD mit den sog. klassischen Einwanderungsländern ist daher reine Demagogie.
Keine Masseneinwanderung von Ungebildeten, die der Kultur des Aufnahmelandes feindlich gegenüberstehen und dennoch dort von Transfergeldern leben möchten. Deutschland ist den kanadischen Weg bislang nicht gegangen; dazu gab es aufgrund der Hegemonie linker Ideologien bezüglich der Zuwanderungsfrage bislang auch keine offene Diskussion. Der Vergleich der BRD mit den sog. klassischen Einwanderungsländern ist daher reine Demagogie.
das Thema Nationalität und zwei bis mehrere Pässe scheint etwas wichtiges für Sie zu sein...
Ich bin tatsächlich auch einer der mit einem Bein im einen Land steht, mit dem anderen Bein im anderen Land... nur schon deshalb währe es für mich nur Konsequent wenn ich auch beide Pässe mein eigenen nennen dürfte...
Warum soll jemand nicht 2 bis mehrere Pässe haben? Für mich kein Problem, egal ob da jemand nun exklusiv Vorteile rauszieht oder eben nicht. Die paar Vorteile können für jemanden wichtig sein... für andere nun wieder nicht.
Für mich sind 2 Pässe eine "offizielle" Bestätigung das nicht nur eine Kultur in mir steckt... einmal zeige ich diesen Pass, das andere mal den anderen.
Multikulti, sofern es jemand möchte...
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
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