Kochwettbewerb 2009 Auf ins Land der Knödel!
Für den Kochwettbewerb 2009 sucht die ZEIT nach Rezepten mit Schmäh. Gefragt sind Menüs mit Bezug zu Österreich
Liebe Hobbyköche, jetzt sind Sie dran. Vergessen Sie die Tunken der anderen, hören Sie nicht auf Asketen, Quacksalber und andere Spaßverderber! Jetzt haben Sie wieder Gelegenheit, beim ZEIT-Kochwettbewerb köstliche Preise zu gewinnen. Wie in den letzten Jahren geht es darum, mir ein dreigängiges Menü vorzuschlagen, also Vorspeise, Hauptgericht und Dessert, von Ihnen ausgedacht und ausführlich beschrieben.
Wie immer gibt es eine Vorgabe. Dieses Mal ist es ein Gruß an unsere österreichischen Nachbarn, deren Küche seit Jahrhunderten einen so positiven Einfluss auf unsere Kochkünste hat. Ich denke dabei nicht nur an die göttlichen Mehlspeisen, an die Palatschinken und Buchteln, nicht nur an den fantasievollen und vernünftigen Umgang mit Fleisch in all seinen Formen, nicht nur an die alpine Kunst der Knödelküche – ich erinnere auch an Tiroler Speck, an burgenländische Würste und die Innereien-Rezepte der Wiener Küche: Sie alle haben eine Würdigung durch enthusiastische Genussfreunde verdient.
Deshalb muss ein Bestandteil Ihres Menüs aus einem der folgenden fünf Themengebiete stammen:
1. Paniertes (wie Wiener Schnitzel, Backhendl…),
2. Gesottenes (wie Tafelspitz),
3. Knödel (Grammelknödel, Marillenknödel…),
4. Strudel oder
5. Schmarren (weil der berühmte Kaiserschmarren nur eine mögliche Rezeptur ist).
Ein Gang des Wettbewerbsmenüs muss also die k.u.k. Küche berücksichtigen. Wenn alle Gänge darauf abgestimmt sind, schadet es auch nicht. Hauptsache, Sie beschreiben in Ihrer Einsendung, wie Sie alles in Perfektion und gebotener Verfeinerung zubereiten. Dazu die Zutatenliste für 4 Portionen, die Zubereitungsschritte, und verraten Sie mir auch etwas über sich selbst, über Ihre Einkaufs-, Koch- und Essgewohnheiten! Schicken Sie alles bis 9. März 2009 per E-Mail an kochwettbewerb@zeit.de oder per Brief an DIE ZEIT, Kochwettbewerb, 20079 Hamburg.
Wenn Sie mich neugierig machen (und wenn Fortuna Ihnen wohlgesonnen ist), laden wir Sie zu einer der Regionalentscheidungen in Hamburg, Mainz, Linz oder Stuttgart ein. Die Sieger kochen dann noch einmal beim Finale am 15. Juni im Berliner Hotel Ritz-Carlton. Professionelle Köche sowie Leserinnen und Leser, die schon einmal zu einem ZEIT-Kochwettbewerb eingeladen waren, sind von diesem Wettbewerb ausgeschlossen.
- Datum 30.03.2009 - 12:43 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 12.02.2009 Nr. 08
- Kommentare 6
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Schade – gerade nach den leider sehr oberflächlich und gezwungen wirkenden Absonderungen von W.S. über das „Essen im Osten“ hätte sich doch angeboten, das Thema des Kochwettbewerbs dahingehend auszurichten, statt selbstreferentiell und scheuklappig die sattsam bekannte österreichische Küche zum Leitmotiv zu erklären.
Aber dazu ist sich der Herr wohl zu fein, denkt er, weil er sich ja noch nicht einmal ansatzweise die Mühe gemacht hat, sich wirklich mit der Küche der Thüringer, der sächsischen und anhaltinischen, der Brandenburger, Mecklenburger und Pommerschen Regionen ernsthaft auseinanderzusetzen – oder wissen Sie, wie man Babshüllerle macht und vor allem, wie lecker sie sind, Herr Siebeck? Ein Kochwettbewerb mit „ostdeutscher“ Ausrichtung wäre zum 20 Jubiläum des Mauerfalls genau richtig platziert gewesen. Die Idee hätte, wenn schon nicht dem diesbezüglichen Ignoranten Siebeck, so doch der ZEIT-Redaktion auch kommen können. Aber dazu müsste man denken und über den eigenen Tellerrand (sic!) schauen, und das fällt bekanntlich zunehmend schwerer, je abgehobener und selbstreferentieller man unterwegs ist.
Wer in einer Welt von Babshüllerle und Sauren Kutteln lebt, gehört wohl eher zu denen, die nicht über den Tellerrand schauen. Das sind Leute, die sich zwanzig Jahre mit der Küche ihrer Mutter gelangweilt haben, sie (die Küche und die Mutter) inzwischen jedoch zum Maßstab generalisieren, der allein dazu dient, das eigene Ignorantentum zu verdrängen. Die Unerfahrenheit auf gastronomischem/gastrosophischem Terrain gerät zur Normalität und reicht als Befähigung zur Kritik eben dieses Terrains aus.
Gibt es nicht in Ovids Metamorphosen die schöne Stelle: "Was quakt der Frosch die Sonne an?" Genau dies führt zur McDonaldisierung unseres kulturellen Lebens, nicht nur des Essens. Orientierung zur Masse und nach unten. Nicht das Bessere zählt, die Weiterentwicklung, das Studieren und Probieren. Nein: Babshüllerle ins CERN nach Genf, Saure Kutteln in Museen für Moderne Kunst und Vincent Klink verfeinert Fischstäbchen mit einem Trialog handelsüblicher Tomatenketschups. Schöne neue Welt!
Die Siebecksche Bewertung des "Essens im Osten" war nicht oberflächlich, sie entspricht meinen Erfahrungen - im Negativen. Aber gerade die positiven Hinweise, die es ja gab, sind für jeden Leser ein Gewinn. Vor allem, weil sie sich nach oben und nicht entgegengesetzt orientieren. Stören kann das nur jemanden, der mit den beschriebenen Unzulänglichkeiten und schlechten Angeboten zufrieden ist. Der sollte sich aber nicht daran reiben, dass es Menschen gibt, die nach Besserem streben. Und damit auch die Gastronomie zu besseren Leistungen animieren. Ich bin jedenfalls für diese Tipps und Anregungen, deren Grundlage Erfahrung und Wissen ist, dankbar. Sollte es der deutsche Osten anders sehen, hätte ich ihn verkannt.
Wer in einer Welt von Babshüllerle und Sauren Kutteln lebt, gehört wohl eher zu denen, die nicht über den Tellerrand schauen. Das sind Leute, die sich zwanzig Jahre mit der Küche ihrer Mutter gelangweilt haben, sie (die Küche und die Mutter) inzwischen jedoch zum Maßstab generalisieren, der allein dazu dient, das eigene Ignorantentum zu verdrängen. Die Unerfahrenheit auf gastronomischem/gastrosophischem Terrain gerät zur Normalität und reicht als Befähigung zur Kritik eben dieses Terrains aus.
Gibt es nicht in Ovids Metamorphosen die schöne Stelle: "Was quakt der Frosch die Sonne an?" Genau dies führt zur McDonaldisierung unseres kulturellen Lebens, nicht nur des Essens. Orientierung zur Masse und nach unten. Nicht das Bessere zählt, die Weiterentwicklung, das Studieren und Probieren. Nein: Babshüllerle ins CERN nach Genf, Saure Kutteln in Museen für Moderne Kunst und Vincent Klink verfeinert Fischstäbchen mit einem Trialog handelsüblicher Tomatenketschups. Schöne neue Welt!
Die Siebecksche Bewertung des "Essens im Osten" war nicht oberflächlich, sie entspricht meinen Erfahrungen - im Negativen. Aber gerade die positiven Hinweise, die es ja gab, sind für jeden Leser ein Gewinn. Vor allem, weil sie sich nach oben und nicht entgegengesetzt orientieren. Stören kann das nur jemanden, der mit den beschriebenen Unzulänglichkeiten und schlechten Angeboten zufrieden ist. Der sollte sich aber nicht daran reiben, dass es Menschen gibt, die nach Besserem streben. Und damit auch die Gastronomie zu besseren Leistungen animieren. Ich bin jedenfalls für diese Tipps und Anregungen, deren Grundlage Erfahrung und Wissen ist, dankbar. Sollte es der deutsche Osten anders sehen, hätte ich ihn verkannt.
Spezialität: beleidigte Leberwurst...
... und konstruktiver Beitrag. Weiter so!
... und konstruktiver Beitrag. Weiter so!
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So heißt der Beitrag aus Österreich zur internationalen Ausstelung, "Kloß, Knödel, Knedliki, die wir die letzten 2 Jahre mitbestückt hatten mit Karikaturen von Wolfgang Schlegel. Die Karikaturen würden sich natürlich auch für den Kochwettbewerb zur Aulockerung eignen.
Wir haben Marillenknödel variiert mit Thüringer Kloßteig. Dadurch werden sie lockerer und leichter bekömmlich. Der Kloß ist natürlich zuallererst Thüringer und hoffenlich bald Immaterielles Weltkulturerbe. Siehe Zeitumfrage.
Wer in einer Welt von Babshüllerle und Sauren Kutteln lebt, gehört wohl eher zu denen, die nicht über den Tellerrand schauen. Das sind Leute, die sich zwanzig Jahre mit der Küche ihrer Mutter gelangweilt haben, sie (die Küche und die Mutter) inzwischen jedoch zum Maßstab generalisieren, der allein dazu dient, das eigene Ignorantentum zu verdrängen. Die Unerfahrenheit auf gastronomischem/gastrosophischem Terrain gerät zur Normalität und reicht als Befähigung zur Kritik eben dieses Terrains aus.
Gibt es nicht in Ovids Metamorphosen die schöne Stelle: "Was quakt der Frosch die Sonne an?" Genau dies führt zur McDonaldisierung unseres kulturellen Lebens, nicht nur des Essens. Orientierung zur Masse und nach unten. Nicht das Bessere zählt, die Weiterentwicklung, das Studieren und Probieren. Nein: Babshüllerle ins CERN nach Genf, Saure Kutteln in Museen für Moderne Kunst und Vincent Klink verfeinert Fischstäbchen mit einem Trialog handelsüblicher Tomatenketschups. Schöne neue Welt!
Die Siebecksche Bewertung des "Essens im Osten" war nicht oberflächlich, sie entspricht meinen Erfahrungen - im Negativen. Aber gerade die positiven Hinweise, die es ja gab, sind für jeden Leser ein Gewinn. Vor allem, weil sie sich nach oben und nicht entgegengesetzt orientieren. Stören kann das nur jemanden, der mit den beschriebenen Unzulänglichkeiten und schlechten Angeboten zufrieden ist. Der sollte sich aber nicht daran reiben, dass es Menschen gibt, die nach Besserem streben. Und damit auch die Gastronomie zu besseren Leistungen animieren. Ich bin jedenfalls für diese Tipps und Anregungen, deren Grundlage Erfahrung und Wissen ist, dankbar. Sollte es der deutsche Osten anders sehen, hätte ich ihn verkannt.
Siebecks "Bewertung" des Essens im Osten war nicht oberflächlich; sie war quasi inexistent, ohne jegliche erkennbare Substanz.
Ich lese Siebeck seit über 40 Jahren. Er hat meine Verhaltensweisen in Sachen Essen und Trinken maßgeblich geprägt, und viele seiner "Klassiker" stehen bei uns regelmäßig auf dem Familien(!)-Eßstisch.
Da ist es eben eher schmerzhaft, mit anzusehen, wie sich da jemand selbst desubstantiiert und ihn keiner davor bewahrt.
Das gequälte Zusammenspannen von Ovid, McDonald's, CERN und Sauren Kutteln zeugt leider auch nur von einer recht verquasten Herangehensweise und ist nicht sehr hilfreich – außer vielleicht kurzfristig für das ggf. rachitische Ego des Schreibers ;-))
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