Religionswissenschaft Der angepasste Glaube
Was macht den Erfolg einer Religion aus? Ein Gespräch mit dem Religionsanthropologen Richard Sosis
DIE ZEIT: Professor Sosis, als Religionsanthropologe erforschen Sie Faktoren, die den Erfolg religiöser Kommunen ausmachen (siehe unten). Eines Ihrer verblüffenden Ergebnisse lautet: Je strikter eine Gemeinschaft das Leben ihrer Gläubigen reglementiert, umso dauerhafter ist sie. Gilt diese Erkenntnis auch für die katholische Kirche?
Richard Sosis: Man muss vorsichtig sein, unsere Modelle zu verallgemeinern. Religion ist ein sehr komplexes Phänomen, und das Feld der Religionsanthropologie ist noch jung. Aber im Großen und Ganzen würde ich Ihre Frage bejahen. Zwar kann man die katholische Kirche nicht direkt mit jenen Kommunen vergleichen, die wir in unserer Studie untersuchten. Aber auch um Mitglied der katholischen Kirche zu sein, muss man gewisse Gebote und Einschränkungen befolgen. Und eine mögliche Funktion dieser Verpflichtungen ist es, Gemeinschaftssinn und Zusammenhalt zu erzeugen.
ZEIT: Manche Religionsforscher sprechen in diesem Zusammenhang von »kostspieligen Signalen«. Was ist damit gemeint?
Sosis: Wer sich religiösen Einschränkungen unterwirft, signalisiert anderen Gläubigen damit seine Ernsthaftigkeit und seine Bereitschaft, sich der Gruppe unterzuordnen. Er bringt also seinem Glauben und der Gruppe Opfer. Und je größer diese Opfer sind, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Gläubige sein Engagement nur vortäuscht. Das nennen wir in der Evolutionsbiologie ein »schwer zu fälschendes« oder »kostspieliges« Signal.
ZEIT: Es gibt Wissenschaftler, die auf der Basis dieser Theorie argumentieren, das 2. Vatikanische Konzil sei ein Fehler gewesen. Die damals beschlossene Liberalisierung habe den Gruppendruck gesenkt, der das Erfolgsprinzip religiöser Gemeinschaften ist. Aus dieser Perspektive wäre also ein eher konservativer Kurs angeraten.
Sosis: Wir haben es hier mit einer Abwägung zu tun: Was gewinnt eine Kirche, wenn sie gewandelten gesellschaftlichen Überzeugungen entgegenkommt – und was verliert sie? Werden die tradierten Regeln gelockert, mag das Mitglieder halten, die sonst vielleicht abgewandert wären; aber das geht meist auf Kosten ihrer Verbindlichkeit und ihres Engagements. Und genau das beobachten wir in Nordamerika und Europa: Die Gläubigen gehen seltener zum Gottesdienst, befolgen Fastenzeiten und Gebote weniger strikt, engagieren sich weniger in der Gemeinde und so weiter.
ZEIT: Ist es aus anthropologischer Sicht nachvollziehbar, dass der Papst versucht, erzkonservative Gruppen wie die Pius-Brüderschaft zu integrieren?
Sosis: Man muss kein Anthropologe sein, um das zu verstehen. Die Abspaltung der Pius-Gemeinschaft bedeutet eine Bedrohung für die katholische Kirche, und es ist nur zu verständlich, dass der Papst versucht, die Kirche zu einen. Es ist ja seine Aufgabe, die gemeinsame Doktrin vorzugeben und die Gemeinschaft zusammenzuhalten.
ZEIT: Um jeden Preis? Mit der Integration eines Holocaust-Leugners dürfte er der Einheit seiner Kirche doch einen Bärendienst erwiesen haben.
Sosis: Das zeigt die Zweischneidigkeit einer hierarchischen Struktur. Einerseits hilft so eine Struktur, die Herde zusammenzuhalten. Die katholische Kirche ist eine Organisation, der etwa 1,1 Milliarden Menschen angehören, und sie hat eine einzige Person an ihrer Spitze. Das ist außergewöhnlich und mit kaum einer anderen Institution vergleichbar. Auf der anderen Seite birgt diese Struktur enorme Risiken: zum Beispiel das Risiko, dass sich viele Menschen mit dieser einen Führungsfigur nicht identifizieren können oder dass der Papst Entscheidungen trifft, für die das Gros der Gläubigen nicht bereit ist.
ZEIT: Ist der Papst denn auf die Meinung des katholischen Fußvolks überhaupt angewiesen?
Sosis: Was mich bei der Erforschung von Religionen fasziniert, ist zu sehen, wie dynamisch das Wechselspiel zwischen Religionsführern und Gläubigen ist. Es gibt nicht nur die Einbahnstraße der von oben verordneten Doktrinen, viele Einflüsse gehen auch von der Basis aus. Erfolgreiche Religionen sind stets dadurch gekennzeichnet, dass ihre Führungsspitze nicht einfach blind dekretiert, sondern im Einklang mit der Bereitschaft ihrer Mitglieder handelt. Das ist eine delikate Spannung. Auch die katholische Kirche muss durch dieses Spannungsfeld navigieren. Angesichts der Diversität der verschiedenen katholischen Gemeinden in aller Herren Länder scheint das eine fast unmögliche Aufgabe zu sein. Es ist ziemlich bemerkenswert, wie das bisher funktionierte.
ZEIT: Ihre eigene Religion, das Judentum, kommt ohne so eine hierarchische Struktur aus. Dort wird nicht dekretiert, sondern disputiert. Und dennoch überdauert das Judentum seit über 2000 Jahren. Ist das ein erfolgreiches Gegenmodell?
Sosis: Ja und nein. Das Judentum mag erfolgreich überlebt haben. Aber schauen Sie sich die Mitgliederzahlen an! Weltweit gehören nur rund 0,2 Prozent der Menschheit dem jüdischen Glauben an. Zur katholischen Kirche gehört dagegen ein Sechstel der Weltbevölkerung. Und vom evolutionären Standpunkt aus ist die Größe einer Organisation das entscheidende Erfolgskriterium.
ZEIT: Wenn wir, nur mal als Gedankenspiel, die Situation der katholischen Kirche aus Sicht der Evolutionsbiologie interpretieren. Wird so verständlich, warum Papst Benedikt XVI. die lateinische Messe wieder einführte, warum er das Karfreitagsgebet wieder etablierte, in dem für die Bekehrung der Juden gebetet wird, und warum er den Schulterschluss mit den Traditionalisten sucht? Könnte man sagen, dass er die Regeln wieder strikter und die Mitgliedschaft in der katholischen Kirche »kostspieliger« und damit wertvoller machen will?
Sosis: Es kann schon sein, dass die von Ihnen skizzierte Strategie Erfolg hat. Auch das Reformjudentum hat zunächst viele Rituale verworfen, bis man erkannte, dass ohne Rituale einer Gemeinde die Struktur und die Bindung fehlen, und es vor einigen Jahren wieder eine Rückkehr zu alten Gepflogenheiten gab. Aber die »kostspieligen Signale« funktionieren nur, wenn ihr Preis angemessen ist und akzeptiert wird.
ZEIT: In Ihrer Studie zur Langlebigkeit religiöser Kommunen spielt das Gebot des Zölibats eine wichtige Rolle. Profitiert die katholische Kirche von diesem »kostspieligen Signal«?
Sosis: In der Tat ist das Zölibat ein extrem guter Indikator für die Hingabe an eine Gruppe. Und das zölibatäre Leben einer Priesterschaft lässt sich als starkes Signal interpretieren, das bei den Massen Vertrauen erzeugt. Wer so ein Opfer bringt und seine Möglichkeit zur Reproduktion aufgibt, dem kann man zutrauen, dass er sich den Werten der Kirche verpflichtet und seine Entscheidungen selbstlos trifft. Es könnte allerdings sein, dass das Zölibat heute seine Signalfunktion verloren hat. Nach den Missbrauchsskandalen, die insbesondere die katholische Kirche in Amerika erschütterten, könnte sich die Meinung vieler Gläubiger gewandelt haben. Sie nehmen den zölibatär lebenden Priestern ihre moralische Haltung nicht mehr ab, sehen das Zölibat vielleicht sogar als Gefahr an.
ZEIT: Wenn sich das Umfeld ändert, wandelt sich auch der Wert der »kostspieligen Signale«. Auf welche Faktoren kann man sich dann noch verlassen? Was sichert den Erfolg einer Religion?
Sosis: In einem Wort – Anpassungsvermögen. Schauen Sie sich die Geschichte an. Das Judentum, die katholische Kirche, jede langlebige Religion – sie alle haben sich gewandelt, und sie müssen es weiterhin tun. Allerdings ist es das Kennzeichen eines erfolgreichen Wandels, dass die Gläubigen ihn gar nicht wahrnehmen. Es gehört ja gerade zum Wesensmerkmal der Religionen, dass sie dem Zeitgeist gegenüber veränderungsresistent erscheinen . Wer eine Religion erfolgreich modernisieren will, beruft sich am besten auf die alten Texte und erzeugt den Eindruck, im Sinne der Tradition zu handeln. Wird eine Veränderung als Neuerung wahrgenommen – etwa die Einführung eines völlig neuen Rituals – stößt das oft auf großen Widerstand. Religionen sind dann erfolgreich, wenn sie sich stets ihrer Umgebung anpassen; aber sie müssen das auf eine Art und Weise tun, die für die Gläubigen selbst nicht wahrnehmbar ist.
- Datum 21.04.2009 - 17:16 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 12.02.2009 Nr. 08
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Wie köstlich Sprache doch sein kann.
Religion hat was mit Glauben zu tun, da hat das Wissen nicht zu suchen, außer das Holz mit dem es als Ketzer verbrannt wird.
Genügt es nicht zu sehen, dass ein Garten schön ist, ohne dass man auch noch glauben müsste, dass Feen darin wohnen?" [Douglas Adams – 1952-2001]
Vielleicht verwechseln Sie die Theologie i. e. S., die die Doktrin der betreffenden Religion an zukünftige Priester vermittelt und der Religionswissenschaften, (es gibt mehrere Unterdisziplinen, z. B. die im Artikel genannte Religionsanthropologie) die u. a. die Entwicklungsgeschichte der Religion(en) und deren gesellschaftliche Rolle untersuchen.
Während die Theologie zwangsläufig ein Gerüst aus Dogmen und Doktrinen vermittelt, das sich wissenschaftlich schwerlich belegen lässt, arbeiten die letztgenannten Disziplinen absolut auf wissenschaftlicher Basis. Es sind praktisch Sonderdisziplinen der Geschichtswissenschaften bzw. der Soziologie, die Sie sicher in ihrer Rolle als wissenschaftliche Disziplinen per se nicht Frage stellen werden.
Vielleicht verwechseln Sie die Theologie i. e. S., die die Doktrin der betreffenden Religion an zukünftige Priester vermittelt und der Religionswissenschaften, (es gibt mehrere Unterdisziplinen, z. B. die im Artikel genannte Religionsanthropologie) die u. a. die Entwicklungsgeschichte der Religion(en) und deren gesellschaftliche Rolle untersuchen.
Während die Theologie zwangsläufig ein Gerüst aus Dogmen und Doktrinen vermittelt, das sich wissenschaftlich schwerlich belegen lässt, arbeiten die letztgenannten Disziplinen absolut auf wissenschaftlicher Basis. Es sind praktisch Sonderdisziplinen der Geschichtswissenschaften bzw. der Soziologie, die Sie sicher in ihrer Rolle als wissenschaftliche Disziplinen per se nicht Frage stellen werden.
Verweist der Religionsanthropologe erst darauf, dass die Basis die Führung, bzs. den (Religions-)Führer, in gewisser Weise schon beeinflusst und steuert, so widerspricht dies ja doch der Schlussaussage:
Wer eine Religion erfolgreich modernisieren will, beruft sich am besten auf die alten Texte und erzeugt den Eindruck, im Sinne der Tradition zu handeln. Wird eine Veränderung als Neuerung wahrgenommen – etwa die Einführung eines völlig neuen Rituals – stößt das oft auf großen Widerstand. Religionen sind dann erfolgreich, wenn sie sich stets ihrer Umgebung anpassen; aber sie müssen das auf eine Art und Weise tun, die für die Gläubigen selbst nicht wahrnehmbar ist.
Besser hätte man es vielleicht so formuliert, dass man versuchen muss und will, die Änderung nicht als Widerspruch zu den alten Texten und dem bisher Vertretenen erscheinen zu lassen...
Doch kann man hier ja wohl nur glaubhaft sein, wenn man dies auch wirklich überzeugend tut - und tun kann...! Oder wollen gläubige quasi selbstüberlistet werden?!?
Natuerlich wollen sie nicht, dann waere es ja keine Selbstueberlistung mehr.
Ich finde das Schlusszitat einleuchtend. Man muesste zur Modernisierung am besten so tun, als wenn das Neue in Wirklichkeit etwas altes waere, dass sowieso schon zur Religion gehoert. Der Glauebige will natuerlich nicht, dass man ihn so ueberlistet, wenn man ihn fragen wuerde. Aber andererseits wuerde er sich auch von der Religion abwenden, sollte sie sich nicht an die Veraenderungen in der Welt anpassen, weil diese ebenfalls einen Anpassungsdruck beim Glauebigen erzeugt, der ihn von seiner Religion forttriebe. Das wuerde sich aber kein Glaeubiger eingestehn. Deshalb muss sich die Kirche eben unbemerkt an die Welt anpassen, um ihre Glaeubigen nicht mit zu harten Diskrepanzen zur realen Welt zu konfrontieren. Gleichzeitig sollten die Rituale der Religion nicht zu wenig "kostspielig" sein, was der Anpassungfaehigkeit eigentlich entgegen steht.
Das ganze glaubwuerdig zu vermitteln, ist ein Drahtseilakt, keine Frage. Die Religion, die es am besten beherrscht, setzt sich durch. Und vielleicht funktioniert es auch unter bestimmten Bedingungen immer schlechter Zum Beispiel in der sich immer schneller veraendernden Welt der Moderne, besonders in der westlichen Welt.
Natuerlich wollen sie nicht, dann waere es ja keine Selbstueberlistung mehr.
Ich finde das Schlusszitat einleuchtend. Man muesste zur Modernisierung am besten so tun, als wenn das Neue in Wirklichkeit etwas altes waere, dass sowieso schon zur Religion gehoert. Der Glauebige will natuerlich nicht, dass man ihn so ueberlistet, wenn man ihn fragen wuerde. Aber andererseits wuerde er sich auch von der Religion abwenden, sollte sie sich nicht an die Veraenderungen in der Welt anpassen, weil diese ebenfalls einen Anpassungsdruck beim Glauebigen erzeugt, der ihn von seiner Religion forttriebe. Das wuerde sich aber kein Glaeubiger eingestehn. Deshalb muss sich die Kirche eben unbemerkt an die Welt anpassen, um ihre Glaeubigen nicht mit zu harten Diskrepanzen zur realen Welt zu konfrontieren. Gleichzeitig sollten die Rituale der Religion nicht zu wenig "kostspielig" sein, was der Anpassungfaehigkeit eigentlich entgegen steht.
Das ganze glaubwuerdig zu vermitteln, ist ein Drahtseilakt, keine Frage. Die Religion, die es am besten beherrscht, setzt sich durch. Und vielleicht funktioniert es auch unter bestimmten Bedingungen immer schlechter Zum Beispiel in der sich immer schneller veraendernden Welt der Moderne, besonders in der westlichen Welt.
Natuerlich wollen sie nicht, dann waere es ja keine Selbstueberlistung mehr.
Ich finde das Schlusszitat einleuchtend. Man muesste zur Modernisierung am besten so tun, als wenn das Neue in Wirklichkeit etwas altes waere, dass sowieso schon zur Religion gehoert. Der Glauebige will natuerlich nicht, dass man ihn so ueberlistet, wenn man ihn fragen wuerde. Aber andererseits wuerde er sich auch von der Religion abwenden, sollte sie sich nicht an die Veraenderungen in der Welt anpassen, weil diese ebenfalls einen Anpassungsdruck beim Glauebigen erzeugt, der ihn von seiner Religion forttriebe. Das wuerde sich aber kein Glaeubiger eingestehn. Deshalb muss sich die Kirche eben unbemerkt an die Welt anpassen, um ihre Glaeubigen nicht mit zu harten Diskrepanzen zur realen Welt zu konfrontieren. Gleichzeitig sollten die Rituale der Religion nicht zu wenig "kostspielig" sein, was der Anpassungfaehigkeit eigentlich entgegen steht.
Das ganze glaubwuerdig zu vermitteln, ist ein Drahtseilakt, keine Frage. Die Religion, die es am besten beherrscht, setzt sich durch. Und vielleicht funktioniert es auch unter bestimmten Bedingungen immer schlechter Zum Beispiel in der sich immer schneller veraendernden Welt der Moderne, besonders in der westlichen Welt.
Die verschiedenen Religionen mögen einem unmerklichen doch stetigen Wandel unterliegen, Christsein jedoch in Grunde nicht (und wohl gemerkt rede ich hier nicht von Theologie oder sonstigen Glaubenslehren und -ansichten der jeweiligen Zeit!). Die Welt, in der dann jeweils die Christen lebten und leben, ist im ständigen Wandel begriffen, der Glaube aber nicht. Denn der Glaube an Jesus ruht ja auf Ihm als Person, und von Ihm lesen wir in Hebräer 13, 8: ´Jesus ist derselbe, gestern, heute und in alle Ewigkeit!`
Auch versichert Er uns selber in Markus 13, 31: ´Himmel und Erde werden vergehen (mitsamt ihren vielen Philosophien, Theorien und Theologien etc.!!!), meine Worte aber werden nicht vergehen!`
Ich bin mir absolut sicher: Würden z.B. Abraham, Jesaja, Paulus und ein Gläubiger der heutigen Zeit sich begegnen, sie würden (abgesehen von kamelhaar oder Dual Core CPU) allesamt über das gleiche reden, wären getragen von der selben feurigen Begeisterung, ja würden denselben Glauben teilen an den einzig wahren und lebendigen Gott!
Im Physikunterricht nimmt der Lehrer gerne einen Magneten und hält ihn unter ein Blatt Papier, auf das er zuvor hauchdünne Metallspäne geschüttet hat, und wie von Geisterhand ordnen diese sich sofort blitzsauber an.
Wie chaotisch die Zeiten auch immer sein mögen, oder wie verwirrend für Gläubige auch immer der gerade ´aktuelle` Zeitgeist wirken mag, in der Gegenwart, in der engen Gemeinschaft / persönlichen Beziehung mit Jesus kommen alle unsere Bereiche des Lebens wieder ins rechte Lot und unser Glaube wieder ´back to the roots`, sprich wieder zurück ganz nah ans Vaterherz Gottes, des unwandelbaren und unendlichen Begründers, Förderers und Vollenders unseres Glaubens!
´Ich lebe, und ihr sollt auch leben!` Jesus Christus
Liebe Grüße
Joachim Kretschmann
Sie erwahenen in ihrem kommentar in keinem wort die kriche. Die authoritaere kirche versteht sich als stellvertreter gottes und als auslegungsinstanz (insb in der kath. kirche) des glaubens.
Schon kurz nach oder sogar waehrend der lebenszeit christi sollte ja gottes reich auf erden errichtet werden. Das ist seit 2000 jahren nicht (noch nicht?) passiert. Anstelle diesen reiches gibt es das was man heute kirche nennt.
Vielleicht ist der begriff kirche von dem authoritaeren apparat, der heutigen kirche, auch nur besetzt worden und hat damit den eigentlichen begriff kirche als gemeinschaft der an christi glaubenden (die gleichberechtigte basis) bloss gekapert?
Sie erwahenen in ihrem kommentar in keinem wort die kriche. Die authoritaere kirche versteht sich als stellvertreter gottes und als auslegungsinstanz (insb in der kath. kirche) des glaubens.
Schon kurz nach oder sogar waehrend der lebenszeit christi sollte ja gottes reich auf erden errichtet werden. Das ist seit 2000 jahren nicht (noch nicht?) passiert. Anstelle diesen reiches gibt es das was man heute kirche nennt.
Vielleicht ist der begriff kirche von dem authoritaeren apparat, der heutigen kirche, auch nur besetzt worden und hat damit den eigentlichen begriff kirche als gemeinschaft der an christi glaubenden (die gleichberechtigte basis) bloss gekapert?
An was ein Mensch glaubt, ist seine Privatsache. Die Kirche als Organisation ist aber nicht die Organisation der Glaeubigen, sondern eine Herrschaftsinstrument mit nicht unerheblichen wirtschaftlichen Interessen. Das Gesaeusel von der Glaubensgemeinschafte in dem Artikel ignoriert das schlicht. Insbesondere das Christentum hat eine ausgepraegte Neigung, Herrschaftorganisationen zu bilden, i.e., das Reich Gottes auf erden etc.. Andere Religionen wie das Judentum und der Buddhismus haben keine solchen Machtinstrumente ausgebildet und deshalb weniger Unheil angerichtet.
ich hoffe, dass die religioesen Machtorganisationen endlich verschwinden und Religion, wenn sie denn jemand braucht, reine Privatsache ist, ohne Einfluss auf die Gesellschaftsverfassung: radikal saekulaerer Staat eben.
Ich denke schon. Aber ein besonderer. Die wissenschaft fundiert sich auf logik und versuch. Die mathematik, die strengste sprache der wissenschaft, auf logik und die naturwissenschaft auf den versuch. Die mathematisch orientierten griechen postulieren die rationalitaet (jede zahl ist als bruch zweier ganzer zahlen schreibbar) jeder denkbarer zahl - was dann aber spaetestens nach der irrationalitaet der quadratwurzel(2) verworfern werden musste. In der naturwissenschaft musste zb. nach dem feststellen der endlichkeit der lichtgeschwindigkeit und ihrer versuchsmaessigen bestaetigung das newtonsche weltbild gekippt werden - und das relativistische weltbild errichtet werden.
Die wissenschaft und mathematik aber postuliert jedoch gerade die akzeptanz der umbrueche. Beide sind bereit umbrueche und revolutionen zu akzeptieren - ja gerade zu fordern. Jeder mensch ist aufgefordert solche brueche und und evtl. eine unlogik zu finden.
Das ist der unterschied zwischen den religionen und der wissenschaft/lokik. Religion fordert ja nicht gerade das querdenken sondern die strenge folgschaft der gerade propagierten dogmen. Wissenschaft und logik fordern aber gerade das quer- und hinterfragen des status quo. Dieses hinterfragen ist ja gerade der kontrollmechanismus von wissenschaft und logik. In der wissenschaft/mathematik gilt eine wahrheit nur solange als wahr, bis jemand ihre falschheit bewiesen oder in einem reproduzierbaren versuch leugnen kann.
Aber in dem postuliern (annehmen von unbewiesenen/unbeweisbaren grundlagen) sind sowohl religion und wissenschaft zwei gleiche schwestern. Mann nehme nur zb. in der mathematik die postulierung der funktion der natuerlichen (auch ihre existenz) zahlen. Wenn da jemand einen widerspruch oder eine unlogik entdeckt, dann kann man die mathematik ueber bord kippen - oder durch eine methode wie der russelschen antinomie als sonderfall auszuschliessen.
Das schoene an der wissenschaft/logik, ist die antiauthoritaere und basisdemokratische orientierung. Jeder der eine schlaue idee hat und die faehigkeit besitzt eine nicht leugenbare logik oder einen reproduzierbaren versuch findet und eine (demokratische) mehrheit die dem folgt, kann jede authoritaet vom sockel stossen - das besitzen die zentralistisch und dogmatisch gruendenden religionen gewiss nicht.
Das unschoene an den dogmatischen religionen ist das missbrauchspotential. Von oben als herrschaftselement und von unten als bigotte heuchelei.
Sie erwahenen in ihrem kommentar in keinem wort die kriche. Die authoritaere kirche versteht sich als stellvertreter gottes und als auslegungsinstanz (insb in der kath. kirche) des glaubens.
Schon kurz nach oder sogar waehrend der lebenszeit christi sollte ja gottes reich auf erden errichtet werden. Das ist seit 2000 jahren nicht (noch nicht?) passiert. Anstelle diesen reiches gibt es das was man heute kirche nennt.
Vielleicht ist der begriff kirche von dem authoritaeren apparat, der heutigen kirche, auch nur besetzt worden und hat damit den eigentlichen begriff kirche als gemeinschaft der an christi glaubenden (die gleichberechtigte basis) bloss gekapert?
Sie sagen: ´Schon kurz nach oder sogar während der Lebenszeit Christi sollte ja Gottes Reich auf Erden errichtet werden.`
Die Bibel kennt dieses Reich Gottes auf Erden in dieser Form nicht, außer dem sog. Tausenjährigem Friedensreich nach der Wiederkunft von Jesus Chrstus.
Das aber würde den Rahmen dieses Forums sprengen (wäre aber gerne bereit, was dazu zu schreiben...).
Jesus begann seine Reden oft mit ´Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe herbei gekommen.`Wenn man dies auf den urtextlichen Sinn zurück führt, so bedeutet das: Kehrt um, denn das Himmelreich ist DA - oder - ist angebrochen!
Auch heißt es an anderer Stelle: ´...denn ihrer ist das Himmelreich.` Auch hier heißt es genau genommen: ´Denn aus solchen wie ihnen besteht / ist das Reich Gottes!`
Die Frage ist also vielmehr, was das Reich Gottes kennzeichnet! Hier möchte ich den Versuch wagen, diese Frage so knapp wie möglich zu beantworten (und erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit, bitte also um Nachsicht von Leuten, die bestimmt schlauer sind als ich...!).
1. Gott kommt zu seinem Recht unter uns und 2. Wir werden endlich in die Lage / Position versetzt, das zu erfahren, was Gott uns in seiner Liebe und Gnade zugedacht hat.
Worüber ärgerte sich die Geistliche Elite seiner Zeit denn am meisten? Über Jesu Anspruch, wenn er von sich als Person behauptete: ICH BIN!
Über diese Aussagen mit ´Ich bin` darin wurden schon Stapel von Büchern geschrieben... doch sie sollen nur eines Ausdrücken: In Jesus Christus kommt der große und ewige ICH BIN zu uns Menschen. Derselbe ICH BIN, der mit Mose gesprochen hat und sich diesem mit eben demselben Namen vorgestellt hatte!
Und was das bedeutet, wenn der Allmächtige Gott Sie daheim besucht durch andere Gläubige, die Ihnen das weiter reichen, was Sie eben gerade ganz persönlich in Ihrer Situation brauchen, gibt wohl den besten Umriss davon, was Kirche bedeutet!
Sie können getrost auch ICH BIN als Blanko-Check Gottes ansehen, wo er jedem Menschen versichern möchte: Ich bin... dein Arzt, dein Helfer, dein Retter, dein Versorger, dein... - eben genau das, was du, mein Kind, gerade brauchst. Ich möchte dein ´Ein und alles` sein! Und wenn du das zulässt, dann baue ich durch dich Kirche mit dir als lebendigem PETROS (=Stein) zusammen mit all den anderen PETRA (= Steine) (siehe auch meinen Kommentar ´Irren ist päpstlich` hier im Forum!).
Jeder Stein hat seine ureigenste Funktion, Begabung und durch den Heiligen Geist Geistesgabe, um den Platz auszufüllen, den Gott ihm als Architekt der Kirche zugedacht hat.
Die ´Ordnung`, wie dieses Haus aufgebaut sein soll nach Gottes bauplan, finden wir in Stellen wie:
Römer 12, 4-8, 1.Korinther 12 , 1-31, Epheser 4, 1 - 6, 9, der 1.Thimotheusbrief, der Titusbrief, Jakobusbrief 5, 12 - 20, der 1.Petrusbrief
Ob nun Kirche nur lokal möglich ist oder unter apostolischer Wegweisung überregional, das hat auf die Grundsätze keine Auswirkung. Ein Globale Hierarchie wie in der Katholischen Kirche kann ich beim besten Wilen nirgends in der Bibel finden. Alle Tendenzen dahin und vor allem, wie Sie ja auch andeuten, alle Ansprüche auf eine Auslegungsinstanz sind der Bibel völlig fremd! Denn dazu sind ja im Idealfall jeder Ortsgemeinde oder zumindest im näheren Umkreis Menschen mit den entsprechenden Geistesgaben der Lehre, Prophetie, etc. gegeben. Und nicht zu vergessen das Positivbeispiel in Apostelgeschichte 17, 10-11 von der Gemeinde in Beröa, wo sich die Gläubigen prüfend mit der jeweiligen Predigt beschäftigten, ´ob es sich auch so verhielte...`, wie es ihnen verkündigt wurde!
Jeder Prediger, Prophet, etc. untersteht seinerseits wiederum der Gemeinde und ist dieser zur Wahrheit und Gründlichkeit der Lehre, Auslegung, etc. verpflichtet!
Wir als Familie gehören weder zur Landeskirche noch zur katholischen Kirche, sondern zu einer Evangelikalen Charismatischen Gemeinde im Süden der Republik.
Liebe Grüße
Joachim Kretschmann
Sie sagen: ´Schon kurz nach oder sogar während der Lebenszeit Christi sollte ja Gottes Reich auf Erden errichtet werden.`
Die Bibel kennt dieses Reich Gottes auf Erden in dieser Form nicht, außer dem sog. Tausenjährigem Friedensreich nach der Wiederkunft von Jesus Chrstus.
Das aber würde den Rahmen dieses Forums sprengen (wäre aber gerne bereit, was dazu zu schreiben...).
Jesus begann seine Reden oft mit ´Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe herbei gekommen.`Wenn man dies auf den urtextlichen Sinn zurück führt, so bedeutet das: Kehrt um, denn das Himmelreich ist DA - oder - ist angebrochen!
Auch heißt es an anderer Stelle: ´...denn ihrer ist das Himmelreich.` Auch hier heißt es genau genommen: ´Denn aus solchen wie ihnen besteht / ist das Reich Gottes!`
Die Frage ist also vielmehr, was das Reich Gottes kennzeichnet! Hier möchte ich den Versuch wagen, diese Frage so knapp wie möglich zu beantworten (und erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit, bitte also um Nachsicht von Leuten, die bestimmt schlauer sind als ich...!).
1. Gott kommt zu seinem Recht unter uns und 2. Wir werden endlich in die Lage / Position versetzt, das zu erfahren, was Gott uns in seiner Liebe und Gnade zugedacht hat.
Worüber ärgerte sich die Geistliche Elite seiner Zeit denn am meisten? Über Jesu Anspruch, wenn er von sich als Person behauptete: ICH BIN!
Über diese Aussagen mit ´Ich bin` darin wurden schon Stapel von Büchern geschrieben... doch sie sollen nur eines Ausdrücken: In Jesus Christus kommt der große und ewige ICH BIN zu uns Menschen. Derselbe ICH BIN, der mit Mose gesprochen hat und sich diesem mit eben demselben Namen vorgestellt hatte!
Und was das bedeutet, wenn der Allmächtige Gott Sie daheim besucht durch andere Gläubige, die Ihnen das weiter reichen, was Sie eben gerade ganz persönlich in Ihrer Situation brauchen, gibt wohl den besten Umriss davon, was Kirche bedeutet!
Sie können getrost auch ICH BIN als Blanko-Check Gottes ansehen, wo er jedem Menschen versichern möchte: Ich bin... dein Arzt, dein Helfer, dein Retter, dein Versorger, dein... - eben genau das, was du, mein Kind, gerade brauchst. Ich möchte dein ´Ein und alles` sein! Und wenn du das zulässt, dann baue ich durch dich Kirche mit dir als lebendigem PETROS (=Stein) zusammen mit all den anderen PETRA (= Steine) (siehe auch meinen Kommentar ´Irren ist päpstlich` hier im Forum!).
Jeder Stein hat seine ureigenste Funktion, Begabung und durch den Heiligen Geist Geistesgabe, um den Platz auszufüllen, den Gott ihm als Architekt der Kirche zugedacht hat.
Die ´Ordnung`, wie dieses Haus aufgebaut sein soll nach Gottes bauplan, finden wir in Stellen wie:
Römer 12, 4-8, 1.Korinther 12 , 1-31, Epheser 4, 1 - 6, 9, der 1.Thimotheusbrief, der Titusbrief, Jakobusbrief 5, 12 - 20, der 1.Petrusbrief
Ob nun Kirche nur lokal möglich ist oder unter apostolischer Wegweisung überregional, das hat auf die Grundsätze keine Auswirkung. Ein Globale Hierarchie wie in der Katholischen Kirche kann ich beim besten Wilen nirgends in der Bibel finden. Alle Tendenzen dahin und vor allem, wie Sie ja auch andeuten, alle Ansprüche auf eine Auslegungsinstanz sind der Bibel völlig fremd! Denn dazu sind ja im Idealfall jeder Ortsgemeinde oder zumindest im näheren Umkreis Menschen mit den entsprechenden Geistesgaben der Lehre, Prophetie, etc. gegeben. Und nicht zu vergessen das Positivbeispiel in Apostelgeschichte 17, 10-11 von der Gemeinde in Beröa, wo sich die Gläubigen prüfend mit der jeweiligen Predigt beschäftigten, ´ob es sich auch so verhielte...`, wie es ihnen verkündigt wurde!
Jeder Prediger, Prophet, etc. untersteht seinerseits wiederum der Gemeinde und ist dieser zur Wahrheit und Gründlichkeit der Lehre, Auslegung, etc. verpflichtet!
Wir als Familie gehören weder zur Landeskirche noch zur katholischen Kirche, sondern zu einer Evangelikalen Charismatischen Gemeinde im Süden der Republik.
Liebe Grüße
Joachim Kretschmann
insbesondere Frau und eigene Kinder. Gerade eigene Kinder verändern bei fast jedem Menschen seine soziale Einstellung, da er sieht wieviel Liebe und Hingabe in sie investiert werden.
Eine negative Philsophie. Die jungen Eltern müssen und werden imm an die Zukunft ihrer Kinder glauben, sie werden diese dann eben beschwören und herbeibefördern. Eine Kinderloser, wie Jesus, kann sich - weil er keine faulen Kompromisse machen will, hängen lassen. Eine alleinstehende Mutter mit Kind kann dies in der Regel nicht.
Dass Philosophen mit Kinder anders denken als solche ohne, dass zeigte sich auch in einer Fernsehsendung mit einer österreichischen Philosophin, die eben auch meinte, dass sie, wegen des kindes quasi immer positiv denken müsse. Dies kann im Extremfall aber eben zur Verleugnung der Realität(en) führen.
Eine negative Philsophie. Die jungen Eltern müssen und werden imm an die Zukunft ihrer Kinder glauben, sie werden diese dann eben beschwören und herbeibefördern. Eine Kinderloser, wie Jesus, kann sich - weil er keine faulen Kompromisse machen will, hängen lassen. Eine alleinstehende Mutter mit Kind kann dies in der Regel nicht.
Dass Philosophen mit Kinder anders denken als solche ohne, dass zeigte sich auch in einer Fernsehsendung mit einer österreichischen Philosophin, die eben auch meinte, dass sie, wegen des kindes quasi immer positiv denken müsse. Dies kann im Extremfall aber eben zur Verleugnung der Realität(en) führen.
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