Mit einer vierteiligen Serie verabschiedet sich das ZEITmagazin von der "Zigarette mit Helmut Schmidt". Diesmal im Gespräch: Der amerikanische Schriftsteller und Zigarilloraucher Paul Auster.

ZEITmagazin: Mr. Auster, Sie halten sich gerade in Paris auf, der Stadt der Liebe. Sind Zigaretten eigentlich romantisch?

Paul Auster: Zumindest Hollywood hat das lange gedacht. In den dreißiger und vierziger Jahren haben die Schönen und Guten in den Filmen geraucht, heutzutage sind es die Traurigen oder Bösen. Es raucht doch kein glücklicher Mensch mehr auf der Leinwand. Früher war Rauchen fast gleichbedeutend mit Sex.

ZEITmagazin: Und wie vertragen sich Rauchen und Küssen?

Auster: Gar nicht, das geht ja nicht gleichzeitig. Aber für einen Kuss lege ich den Zigarillo schon mal weg.

ZEITmagazin: Sie rauchen Schimmelpenninck-Zigarillos.

Auster: Ja, wenn ich auf Reisen bin, wie jetzt hier in Paris, dann habe ich immer einen ganzen Koffer voll mit diesen kleinen Blechschachteln dabei.