Vernetzte Dörfer Kleine Gemeinden zusammenzulegen ist in der Schweiz en vogue. Allein im letzten Jahr verschwanden 79 Gemeinden, so viel wie noch nie seit der Gründung des modernen Bundesstaats 1848. Seit 2000 hat sich die Zahl gar um 243 verringert. Heute existieren noch 2636 Gemeinden, 1848 waren es über 3200. ◖In Graubünden◗ gibt es besonders viele Fusionen, also in jenem Kanton, der im Lauf seiner Geschichte für seinen ausgeprägten – manche würden sagen: exzessiven – Föderalismus bekannt war. Graubünden ist flächenmäßig ◖der größte Kanton, ◗und viele Dörfer sind so klein und abgelegen, dass sie über lange Zeit praktisch isoliert von der Außenwelt existierten. ◗ ◖Das ist heute vorbei. ◖Im Zeitalter der Vernetzung◗ ist es günstiger geworden, Verwaltungen und Dienste zusammenzulegen. ◗
- Datum 19.02.2009 - 07:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 19.02.2009 Nr. 09
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