Diskothek Jazz
Jacques Schwarz-Bart: Abyss
Einerseits sind da die Trommeln, hölzern und schwer, Gwoka-Trommeln von der Antilleninsel Guadeloupe, auf der Jacques Schwarz-Bart vor 36 Jahren geboren wurde. Zu den Trommeln gehören die Rhythmen, archaisch und überraschend – Rhythmen, in denen sich die Erinnerung der verschleppten Sklaven an die verlorene Heimat als Sediment abgesetzt hat. Auf seiner neuen CD Abyss lässt der Tenorsaxofonist Schwarz-Bart, Sohn eines französisch-guadeloupischen Schriftstellerpaars und mittlerweile in New York zu Hause, mit kraftvollem Ton und hymnischer Inbrunst seine weit geschwungenen Melodielinien über dem Fundament dieser Rhythmen lodern. Stefan Hentz
EmArcy/Universal
- Datum 19.02.2009 - 07:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 19.02.2009 Nr. 09
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