ERFORSCHT UND ERFUNDEN Wandernde Wälder
Der Klimawandel bringt selbst Bäume in Bewegung. Die US-amerikanische Forstbehörde prognostiziert, dass sich der Bestand vieler Baumarten aufgrund der milderen Klimabedingungen nach Norden verlegen wird, im Durchschnitt um 100 Kilometer bis zum Ende des 21. Jahrhunderts. Das schließen die Forstexperten aus dem Vergleich von Standorten jüngerer und älterer Exemplare von 40 Baumarten in unterschiedlichen Regionen ( Forest Ecology and Management , Nr. 257, S. 1434).
Sprachen ohne Worte
Taube Kinder können selbstständig eine neue Gebärdensprache entwickeln, ohne jemals eine Schule besucht zu haben. Das berichtete die Linguistin Marie Coppola von der University of Chicago auf der Jahreskonferenz der American Association for the Advancement of Science (AAAS). Seit 1996 studiert sie die Gebärdensprache tauber Jugendlicher in Nicaragua. Da die Kinder dort meist ohne Schulbildung aufwachsen, haben sie kaum Kenntnis von bestehenden Regeln. Stattdessen entwickeln sie in kleinen Gruppen ständig neue Kommunikationsformen. Oft entstünden so differenzierte, vielfältige Gebärdensprachen, so Coppola.
Leben auf beiden Polen
Obwohl sie über 12000 Kilometer voneinander entfernt liegen, beherbergen Nord- und Südpol erstaunlich viele gleiche Tierarten. Mindestens 235 Arten finden sich an beiden Polen zugleich, wie ein Zwischenbericht des internationalen Projekts Census of Marine Life (CoML) ergab. Nun rätseln die Forscher, wie insbesondere kleine Tiere die Entfernung überbrücken konnten.
- Datum 19.02.2009 - 07:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 19.02.2009 Nr. 09
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