Kunst und Bau

Nicolas Berggruen, 1961 in Paris geboren, ist das jüngste von vier Kindern des berühmten Kunstmäzens Heinz Berggruen, der die deutsche Hauptstadt 1936 auf der Flucht vor den Nazis verlassen musste. Nach dem Abitur zog Nicolas Berggruen nach New York und absolvierte an der NYU sein Wirtschaftsstudium. Dort ist auch der Sitz seiner Holding, mit der er seit 1986 weltweit über eine Milliarde Dollar investiert hat. In Berlin und Potsdam hat er seitdem für rund 140 Millionen Euro Immobilien erworben. Wie sein 2007 verstorbener Vater sammelt auch er Kunst. Seine private Sammlung mit zeitgenössischen Werken von Andy Warhol, Jeff Koons und Damien Hirst will er Berlin überlassen und ein Museum dafür bauen. In der Hauptstadt ist Berggruen das erste Mal im Juli vergangenen Jahres öffentlich aufgetreten, als Vorsitzender des neuen Fördervereins des Museums Berggruen, zu dem auch seine Mutter Bettina und seine drei Geschwister gehören. Das Museum zeigt die Sammlung klassische Moderne des Vaters Heinz Berggruen, darunter Werke von Picasso, Klee und Matisse, die er 1996 zurück nach Berlin gebracht und sie vier Jahre später der Stiftung Preußischer Kulturbesitz übergeben hat. Auf Wunsch der Erben, darunter auch Nicolas Berggruen, soll Ende dieses Jahres der Rest der Sammlung folgen.

 
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