Robert Lebeck
Robert Lebeck gehört zu den herausragenden Fotojournalisten des 20. Jahrhunderts. Schwerpunkt seiner Arbeit sind Reisereportagen, aber auch als Porträtfotograf zählt er zu den Großen seines Fachs. Geboren wurde er am 21.3.1929 in Berlin. Von Kindesbeinen an wollte er um den Globus reisen. Er beschloss, Völkerkundler zu werden. Weil er das Studium zu trocken fand, begann er in den fünfziger Jahren zu fotografieren. Auf dem Rosenfest in Baden-Baden (1952) gelang ihm ein Exklusivfoto von Adenauer, das auf der Titelseite der Rhein-Neckar-Zeitung erschien. Lebeck arbeitete für die Illustrierten Revue und Kristall und wurde der Starfotograf des sterns. Nach einem Jahr als Chefredakteur bei Geo kehrte er 1978 zum stern zurück. Lebecks Werk wurde mehrfach preisgekrönt: 1991 erhielt er den Erich-Salomon-Preis, 2007 wurde ihm der Henri-Nannen-Preis für sein Lebenswerk verliehen. Robert Lebeck lebt mit seiner Familie in Berlin.
Ausstellungen: Bis zum 23. März zeigt der Martin-Gropius-Bau in Berlin eine Retrospektive mit über 400 Werken: Robert Lebeck. Fotografien 1955–2005 (Tel. 030/25486-0, www.berlinerfestspiele.de. Geöffnet: Mi–Mo 10–20 Uhr, Dienstag geschlossen). Im Rahmen der Ausstellung liest am 11. März Georg Stefan Troller aus seiner Autobiografie Selbstbeschreibung (18 Uhr, Gropius-Bau, Kinosaal, Eintritt frei). Anschließend gibt es eine Diskussion mit Robert Lebeck sowie die Filmpräsentation Seemann im Sattel: Das Leben des Jack London von Georg Stefan Troller mit Robert Lebeck in der Hauptrolle. Bis zum 13. April zeigt das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg die Ausstellung Die Erinnerung ist oft das Schönste. Fotografische Porträts von Romy Schneider (Tel. 040/428134-2732, www.mkg-hamburg.de. Geöffnet: Di–So 11–18 Uhr, Mi und Do bis 21 Uhr). Gezeigt werden über 140 Aufnahmen, unter anderem auch die Fotos, die Robert Lebeck 1976 und 1981 in Paris von der Schauspielerin machte
Literatur: Gerade neu erschienen sind im Steidl Verlag »Tokyo, Moscow, Leopoldville«, 3 Bände im Box-Set (996 S., 65,– €)
- Datum 19.02.2009 - 16:23 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 19.02.2009 Nr. 09
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