Korrekturen

Leserbriefe zu Jörg Burger: »Operation 5-025.3« ZEIT Nr.7

In den beiden Leserbriefen in der ZEIT Nr. 7/09 zum Artikel von Jörg Burger wird der Eindruck erweckt, dass die Neurochirurgische Klinik des Universitätsklinikums Regensburg rückständige Behandlungsmethoden bei Gefäßprozessen einsetzt. Es wird behauptet, es fehle eine Neuroradiologische Abteilung, in der solche komplexen Fehlbildungen umfassend behandelt werden. Das Universitätsklinikum verfügt seit vielen Jahren über eine solche Abteilung. Neurochirurgen und die Neuroradiologen besprechen die Fälle gemeinsam. Weit über sechzig Prozent der Aneurysmen werden neuroradiologisch versorgt.

Auch die Unterstellung, das erwähnte OP-Verfahren sei veraltet, ist falsch. Die letzte große Übersichtsarbeit erschien erst voriges Jahr in der renommierten Zeitschrift Neurosurgery. Ebenso wenig korrekt ist es, den Eindruck zu erwecken, eine neuroradiologische Versorgung aller Aneurysmen sei komplikationslos und immer erfolgreich möglich. Neuroradiologische Verfahren haben ebenfalls ihre Risiken.

Während der Operation zu entscheiden, wie es weitergeht, ist für einen Neurochirurgen ein gängiger Vorgang. Nicht immer können vor einer Operation bis ins Detail alle nötigen Informationen über ein Aneurysma gesammelt werden. Die Entscheidung, eine solche Hypothermie durchzuführen, beruht nicht allein auf präoperativen Bildern, sie hängt davon ab, wie sich das Aneurysma nach seiner Freilegung darstellt. Bei dieser Operation so vorzugehen ist international üblich.

Prof. Dr. med. A. Brawanski, Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, Regensburg

 
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    • Quelle DIE ZEIT, 19.02.2009 Nr. 09
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