Was kommt nach Amerika? Dunkelmännermächte
Abstieg der Supermacht USA, Aufstieg der anderen? Das könnte den Menschenfresser-Regimen dieser Welt gut gefallen
Als ich einige Tage vor Weihnachten 2008 gedankenlos herumzappte auf der Suche nach einem Streifen, der meine schläfrige Zerstreutheit nicht zu sehr stören würde, stieß ich auf eine vorfeiertägliche Reportage aus New York: geschmückte Tannen, lichterfüllte Straßen und das Leuchten der Schaufenster – Sie wissen schon. Die Journalisten führten so etwas wie eine spontane Straßenumfrage durch zum Thema die Zukunft von Amerika und dem Rest der Welt. Die meisten Passanten antworteten so, wie es sich für Passanten gehört: dass sie auf Verbesserungen hofften. Ein paar erwähnten die Krise, ein paar Obama, manche waren mehr, andere eher weniger optimistisch. Am Ende erschien eine junge Journalistin im Bild, ungefähr das, was man den »slawischen Schönheitstyp« nennt, und sprach (wenigstens für mein bescheidenes Sprachgefühl) in fast perfektem Englisch ihren Schlusskommentar. Er bezog sich auf etwas, von dem in der Reportage gar nicht die Rede gewesen war. Die Amerikaner, sagte sie, beginnen zu verstehen, dass ihr Land in naher Zukunft die Führungsrolle in der Welt wird abgeben müssen. Die USA werden von dynamischen und mächtigen Newcomern wie China, Indien oder Brasilien langsam verdrängt. Und auch Russland, das in raschem Tempo neu erblüht, wird an diesem Prozess teilhaben. So die Schlussfolgerung jener »Vorweihnachtsreportage«.
Die Frechheit der Manipulation veranlasste mich, nun endlich dem Logo des Fernsehsenders Aufmerksamkeit zu schenken – RT. Ich musste nicht lange nachdenken, bis ich auf den vollen Namen kam – Russia Today. Okay, reimte ich beruhigt. Die Sache ist also gar nicht so schlimm – einfach russisches Fernsehen für ausländische Zuschauer. Soll es ruhig senden. Übrigens mit denselben manipulativen Methoden wie das Inlandsfernsehen.
In den folgenden Tagen ging mir, ich weiß selbst nicht, warum, der Film nicht aus dem Sinn. Bis ich darauf kam, dass er in direktem Zusammenhang mit der (ehrlich!) historischen Rede des russischen Präsidenten Putin im Februar 2007 in München stand. Was diese Rede betraf, erinnerte ich mich grob, dass in ihr das Ende der »monopolaren Welt« ausgerufen worden war. Von den USA wurde verlangt, auf dem Olymp zusammenzurücken und endlich damit zu beginnen, die Weltherrschaft zu teilen. Nachdem ich im Internet den ganzen Text gefunden hatte, markierte ich folgendes Zitat: »Das Bruttoinlandsprodukt von Indien und China ist zusammengerechnet, nimmt man die paritätische Kaufkraft, schon jetzt höher als das der USA. Und das nach demselben Prinzip berechnete Bruttoinlandsprodukt der Staaten der BRIC-Gruppe – Brasilien, Russland, Indien und China – übersteigt das kumulierte Bruttoinlandsprodukt der EU.« Etwas später verkündete der russische Präsident sein finales Verdikt: »Kein Zweifel, dass das wirtschaftliche Potenzial der neuen Wachstumszentren sich schließlich in politischen Einfluss verwandeln und die Multipolarität stärken wird.«
Oh, konstatierte ich, immer dieselben: Brasilien, Russland, Indien, China. Eine einfache private Recherche (per Google, wie Sie sich denken können) führte mich zu den Quellen. BRIC haben 2003 die Analysten der amerikanischen Investmentbank Goldman&Sachs erfunden. Jim O’Neill und seine Leute hatten zweifellos Erfolg – das von ihnen injizierte »geoökonomische Gedankenvirus« erwies sich als äußerst attraktiv. Am besten gefiel es den Russen.
Brasilien, Russland, Indien, China – BRIC. Das sieht ganz zufällig aus – wie eine Qualifikationsgruppe bei der Fußballweltmeisterschaft oder vielleicht eher beim Rasenhockey. Tatsächlich aber ist es viel ernstzunehmender: eine Gruppe von Supermächten, die, folgt man Jim O’Neill und Wladimir Putin, die Welt in einigen Jahrzehnten dominieren werden. Wobei ich nicht verstehe, warum gerade BRIC und nicht CIBR, RIBC oder IRCB. Bedeutet die Reihenfolge, dass von diesem Quartett Brasilien am mächtigsten sein wird und China am schwächsten? Und wie soll Russland Indien klarmachen, dass es in der Gruppe nicht an zweiter, sondern an dritter Stelle steht? Und warum heißt »I« gerade Indien und nicht, sagen wir mal, Iran? Warum »B« und nicht »V«, also Brasilien und nicht Venezuela? Zu viele Fragen, als dass die Konstruktion elegant genannt werden könnte.
Überhaupt handelt es sich um eine ziemlich einfach gestrickte neue Fiktion: Wir nehmen die zwei größten Länder der Welt und geben dazu das viertgrößte und das zweitgrößte Land, was die Bevölkerungszahl anbelangt – und fertig, die Zukunft der Menschheit ist entschieden. Congratulations to the big size, wie man bei solchen Gelegenheiten zu scherzen pflegt. Eigentlich aber ziemlich oberflächlich und platt.
Interessant ist nur, wer für die Kreation dieser Konstruktion bezahlt hat – Russland, das sie am nötigsten hat, oder die USA selbst –, um den durch die einsame Führerschaft hervorgerufenen Überdruss zu bekämpfen?
In meinem Zweifeln bestärkt mich Andrej Illarionow, früher Putins Wirtschaftsberater und heute einer der unabhängigen russischen Experten für Weltwirtschaft. Eben bin ich auf ein Interview gestoßen, in dem er unter anderem erklärt: »Seit von BRIC geredet wird, habe ich genau wie eine Reihe anderer Wirtschaftsexperten immer wieder betont, dass es keinen Grund gibt, diese Länder zu einer Gruppe zusammenzufassen. Wir sind zu verschieden, was den Entwicklungsstand, die Struktur unserer Volkswirtschaften, das Verhalten der Wirtschaftssubjekte und schließlich auch die Dynamik der Entwicklung angeht.«
Und wirklich: Brasilien lieben wir für seinen Fußball und Russland für sein Ballett. Ziemlich unterschiedliche Indikatoren, würde ich sagen.
In meiner sowjetischen Kindheit, irgendwann zwischen den Sechzigern und den Siebzigern, gab es für eine kurze Zeit zwei militärische Bedrohungen – die Nato-amerikanische und die chinesische. In unseren Hofdiskussionen kamen wir Jungs zu dem Schluss, dass wir doch, wenn wir schon gleichzeitig einen Überfall der Amerikaner und einen Überfall der Chinesen fürchteten, uns mit einem von ihnen verbünden könnten, um zusammen dem Dritten die Fresse zu polieren. Denn wer garantierte uns denn, dass sonst nicht sie sich verbündeten, um uns fertigzumachen? Einer musste sich jedenfalls mit einem anderen verbünden, denn wenn von dreien zwei anfingen, sich zu prügeln, dann schaute der Dritte ein bisschen zu, war dann aber gezwungen, dem Schwächeren zu helfen.
So sah es die Logik unserer Hofraufereien vor. Wie auch die der »internationalen Spannungen«. Gut war jedenfalls, dass nicht mehr nur zwei, sondern drei Starke dieser Welt um die Weltherrschaft konkurrierten – so gab es immer die Chance, denjenigen zu bremsen, der zu weit vorgeprescht war. In einem Witz aus jener Zeit wurde Breschnjew gefragt, ob es einen Dritten Weltkrieg geben werde. Der Genosse Generalsekretär antwortete: »Nein, aber einen solchen Kampf um den Frieden, dass kein Stein auf dem anderen bleibt.« Sein Erbe Wladimir Putin nennt das »die Suche nach einem vernünftigen Gleichgewicht zwischen den Interessen aller Subjekte des internationalen Zusammenlebens«. Stellen Sie sich vor – aller Subjekte! Was für ein hehres Ziel!
Nur dass die Mittel, mit denen es verfolgt wird, milde gesprochen, irgendwie dubios erscheinen. Zum Beispiel das gewaltsame Abtrennen von Territorien eines souveränen Staates durch kriegerische Aggression eines anderen Landes. Hunderte Male größer, reicher und schamloser übrigens. Jenes Landes, für das in der Abkürzung BRIC der Buchstabe »R« steht.
Ein befreundeter Tschetschene, Dichter und Emigrant, hat einmal gesagt: »Die Menschheit ist noch nicht einmal reif für die monopolare Welt, und man fordert schon die multipolare!« Bewaffnen Sie also so viele menschenfressende Regime wie möglich mit Atomwaffen – und Sie bekommen Ihre erträumte Multipolarität, führte er seinen Gedanken weiter aus. Was die »menschenfressenden Regime« angeht, hat er in der Hitze der Polemik vielleicht übertrieben, insgesamt aber gefällt mir sein Gedanke bis heute.
Er gefällt mir vor allem deshalb, weil ich in der von Russland postulierten »Suche nach einem vernünftigen Gleichgewicht in einer multipolaren Welt« nichts Neues entdecken kann. Ich weiß nicht (vielmehr, ich weiß sehr gut), was Russland unter einem »vernünftigen Gleichgewicht« versteht. Und zwar nichts als Teilen und Verteilen, »Einflusssphären«, »Verantwortungszonen«, »angestammte Territorien«. Als einer jener ehemaligen Bürger der UdSSR, denen im Gegensatz zu Herrn Putin der Zerfall der genannten Supermacht keineswegs als »größte Tragödie des 20. Jahrhunderts« erscheint, möchte ich mich nicht in der alten »vormonopolaren Realität des ›Kampfs um den Frieden‹« wiederfinden, in dem kein Stein auf dem anderen bleibt. Ich wünsche mir, dass die Welt erst einmal reif wird für die Monopolarität. Am besten in Form der traditionellen westlichen Demokratie. Ein neues Stadium der Liebe zwischen der EU und den USA, die Rückkehr in den gemeinsamen atlantischen Schoß nach Jahren voller Streitereien und Skandale.
Und das ist natürlich schlecht. Aber es gibt nichts Besseres.
Aus dem Ukrainischen von Sabine Stöhr
- Datum 21.02.2009 - 08:18 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 19.02.2009 Nr. 09
- Kommentare 23
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"Brasilien lieben wir für seinen Fußball und Russland für sein Ballett. Ziemlich unterschiedliche Indikatoren, würde ich sagen."
Völlig unterschiedlich, lieber Herr Andruchowytsch. Darum können Brasilianer auch nicht tanzen und Russen nicht Fußballspielen. Und die Welt beherrschen können nur die Amis. So oder so ähnlich lautet die "Logik" dieses Beitrages.
Sollten Artikel wie dieser wirklich alles sein, was die transatlantische Seite noch aufzufahren hat? Ich bin ehrlich erschüttert. Fast möchte man Joffe und Co bemitleiden. Naja, fast.
v.
Natuerlich soll der Unterschied beim Blick auf Ballett und Fussball kein woertlich gemeintes Argument sein. Es geht einfach um die Unterschiedlichkeit dieser Nationen, derer wegen es wenig Sinn macht, sie in einen gemeinsamen Topf der emporstrebenden Maechte zu werfen.
Das wollte der Autor nur nicht im Detail erklaeren, weil das nicht Thema des Artikels ist. Stattdessen zeigt er Humor mit einem scheinbar oberflaechlichem Vergleich.
Natuerlich soll der Unterschied beim Blick auf Ballett und Fussball kein woertlich gemeintes Argument sein. Es geht einfach um die Unterschiedlichkeit dieser Nationen, derer wegen es wenig Sinn macht, sie in einen gemeinsamen Topf der emporstrebenden Maechte zu werfen.
Das wollte der Autor nur nicht im Detail erklaeren, weil das nicht Thema des Artikels ist. Stattdessen zeigt er Humor mit einem scheinbar oberflaechlichem Vergleich.
Monopolar ( USA führen ), Bipolar (USA + UDSSR führten), Multipolar ( Regionalmächte führen ). Auf diese Kurzformel könnte man die Varianten von Herrschaftsgeschehen auf diesem Globus kurz und bündig umschreiben.
Der Ost-West-Gegensatz als Folge des 2. Weltkrieg ist vorbei. Heute führen die USA oder muss man da schon ein Fragezeichen setzen.
Richtig ist, dass die USA ihren Wertekanon der Welt überstülpen wollten, wo es doch nur um das gemeinsame Interesse an Sicherheit und Wohlstand ging und geht. Es ist nun einmal so, die Welt würde wohl schon unter der Ägide der USA leben wollen, wenn ihnen denn ihre kulturelle Indentität zugestanden würde und die USA nicht darauf abzielten, Russland zu schwächen.
Gleich von Blutsäufer-Regimen zu sprechen und damit bestimmte Junge Demokratien und Theokratien abzuqualifizieren ist sehr vordergründig. Um z.B. Russland davon abzuhalten, sich einen Cordon sanitaire zuzulegen, muss man nicht gleich mit Raketen drohen. Georg W. Busch hat eine Politik betrieben, die Russland in seinem Bestand bedroht und die Theokratie in Saudi-Arabien toleriert.
Dass in Russland kein Auge trocken bleibt, dank der Ungleichbehandlung der oben beispielhaft genannten Länder, ist selbstverständlich. Putin ist beliebt, weil er den USA die Stirn geboten hat. Dabei wurde zugleich auch die wunde russische Seele gesalbt. Der Grübler aus den USA ist ein Schlitzohr.
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Die Aufklärung darf kein leerer Wahn werden in einer Zeit der Anmaßungen.
Einen guten Start in den Tag bietet mir ein solcher Artikel. Erfrischend humorvoll und tabubrechend, genau gesagt : politically incorrect.
Erinnert nur mich der Stil an jemanden der sich in der ZEIT online öfters per Kurzvideo aus Berlin meldet ?
Andruchowytsch wirft die richtigen Fragen auf und legt den Finger auf die Wunde :
Ist eine multipolare Welt automatisch besser als eine monopolare ? Und ist es aus europäischer Sicht wünschenswert, daß Länder wie Russland und China schon morgen die Weltpolitik und die Weltwirtschaft nach ihren Vorstellungen gestalten können ?
Ich stimme mit dem Autor überein und sage zu beiden Fragen : Nein !
Denn die Forderung nach mehr Einfluss auf Politik und Wirtschaft wird unter dem Euphemismus Multipolarität ausschließlich für staatseigene Interessen vorangetrieben. Und wer ist der Staat in diesen Ländern ?
Multipolarität sorgt nicht für mehr Gerechtigkeit und Wohlstand.
Wer glaubt denn, daß bei den derzeitigen politischen Verhältnissen in BRIC das Volk profitieren würde, wenn Gazprom und China Petroleum mehr Einfluss erhalten ? Ist es nicht logisch und hundertfach bewiesen, daß sich dadurch nur die Eliten festigen und die Taschen mit Billionen füllen.
Ganz im Gegenteil : Gerechtigkeit und Wohlstand sind die Vorraussetzung auf die Multipolarität folgen wird.
Erst wenn Russland und China allgemeinen Wohlstand und Freiheit ihrer Bürger erreicht haben, werden diese Bürger auch die Möglichkeit haben, in einer multipolaren Welt ihre Interessen zu verstehen und durchzusetzen.
Die VSA haben von den Weltkriegen pofitiert, wie auch von den Konflikten danach. Sie konnten andere Länder kolonialisieren und profitierten von Massen von qualifizierten und motivierten Einwanderern. Diese Zeiten sind langsam vorbei - selbst wenn es gelingen sollte Zentralasien in einem dauerhaften Kriegszustand zu halten, zB indem mehr Soldaten nach Afghanistan geschickt werden, wird dies nicht mehr Massen von gut ausgebildeten Einwanderern einbringen. Die Welt pendelt sich auf ein Gleichgewicht ein - das ist gut. Sicher bleiben Potentiale - der Ukraine steht der Prozess der auf dem Balkan stattgefunden hat noch bevor (Selbstbestimmungsrecht der Völker).
Und jedes Dunklemännerregime wird irgendwann abgelöst - siehe George Dabbeljuh.
... in erster Linie um Einwanderer. Die hat ein reiches Land wie die USA immer im Überfluß. Viel eher ging es wohl um Rohstoffe, nicht nur deren billige Erschließung, sondern schlicht deren Kontrolle und die Tatsache, dass diese in Dollar gehandelt werden. Denn das hat den USA das größte Außenhandelsdefizit der Welt beschert, oder vereinfacht ausgedrückt: die Welt muss sich in Dollar's verschulden (oder sie aufkaufen), wenn sie Rohstoffe erwerben will. Davon kann man super leben, wertloses Papier gegen Waren (aus China und Deutschland, die Idiotenstaaten, die große Außenhandelsüberschüsse anstrebten). Nicht umsonst wurde der Irak überfallen, der wollte seinen Ölhandel gerade auf Euro umstellen.
Da nun die Welt auf riesigen Dollarreserven sitzt, besonders China, kommt die Krise für die VSA gerade rechtzeitig. Die FED entwertet was das Zeug hält und der reale Wert des Dollars wird auf absehbare Zeit hyperinflationiert. Gegenüber dem Euro hat er ja jetzt schon massiv an Wert verloren.
"Und jedes Dunklemännerregime wird irgendwann abgelöst - siehe George Dabbeljuh."
Meinen Sie das gilt auch für den Ex-KGB-Mann Putin?
... in erster Linie um Einwanderer. Die hat ein reiches Land wie die USA immer im Überfluß. Viel eher ging es wohl um Rohstoffe, nicht nur deren billige Erschließung, sondern schlicht deren Kontrolle und die Tatsache, dass diese in Dollar gehandelt werden. Denn das hat den USA das größte Außenhandelsdefizit der Welt beschert, oder vereinfacht ausgedrückt: die Welt muss sich in Dollar's verschulden (oder sie aufkaufen), wenn sie Rohstoffe erwerben will. Davon kann man super leben, wertloses Papier gegen Waren (aus China und Deutschland, die Idiotenstaaten, die große Außenhandelsüberschüsse anstrebten). Nicht umsonst wurde der Irak überfallen, der wollte seinen Ölhandel gerade auf Euro umstellen.
Da nun die Welt auf riesigen Dollarreserven sitzt, besonders China, kommt die Krise für die VSA gerade rechtzeitig. Die FED entwertet was das Zeug hält und der reale Wert des Dollars wird auf absehbare Zeit hyperinflationiert. Gegenüber dem Euro hat er ja jetzt schon massiv an Wert verloren.
"Und jedes Dunklemännerregime wird irgendwann abgelöst - siehe George Dabbeljuh."
Meinen Sie das gilt auch für den Ex-KGB-Mann Putin?
Den Umweg über den ukrainischen Autor hätte sich die ZEIT sparen können. Dass Herr Joffe u.a. zur "monopolaren Weltordung des Westens" - mit den Atomwaffenländern USA,GB, Frankreich - neigen, das ist ja nun wirklich nicht zu übersehen: "Wir sind ja nicht blöd!" .
Es ist nur die Frage, ob die über 80 % der Menschheit dieses monopolare Spiel im 21. Jahrhundert mitspielen möchten. Und was ist, wenn nicht ? Bombardieren ?
daß viele Menschen überall auf der Welt, besonders aber in der Nachbarschaft von RUssland und China, viel lieber im Schatten der USA leben würden - auch wenn sie sich dabei vielleicht ein paar Illusionen machen.
Jedenfalls finde ich es gut, dass gelegentlich auch mal eine Stimme aus der Ukraine (50 Millionen Einwohner, größer als Deutschland) zu Wort kommt - egal, ob das, was sie sagt, uns paßt oder nicht.
daß viele Menschen überall auf der Welt, besonders aber in der Nachbarschaft von RUssland und China, viel lieber im Schatten der USA leben würden - auch wenn sie sich dabei vielleicht ein paar Illusionen machen.
Jedenfalls finde ich es gut, dass gelegentlich auch mal eine Stimme aus der Ukraine (50 Millionen Einwohner, größer als Deutschland) zu Wort kommt - egal, ob das, was sie sagt, uns paßt oder nicht.
... in erster Linie um Einwanderer. Die hat ein reiches Land wie die USA immer im Überfluß. Viel eher ging es wohl um Rohstoffe, nicht nur deren billige Erschließung, sondern schlicht deren Kontrolle und die Tatsache, dass diese in Dollar gehandelt werden. Denn das hat den USA das größte Außenhandelsdefizit der Welt beschert, oder vereinfacht ausgedrückt: die Welt muss sich in Dollar's verschulden (oder sie aufkaufen), wenn sie Rohstoffe erwerben will. Davon kann man super leben, wertloses Papier gegen Waren (aus China und Deutschland, die Idiotenstaaten, die große Außenhandelsüberschüsse anstrebten). Nicht umsonst wurde der Irak überfallen, der wollte seinen Ölhandel gerade auf Euro umstellen.
Da nun die Welt auf riesigen Dollarreserven sitzt, besonders China, kommt die Krise für die VSA gerade rechtzeitig. Die FED entwertet was das Zeug hält und der reale Wert des Dollars wird auf absehbare Zeit hyperinflationiert. Gegenüber dem Euro hat er ja jetzt schon massiv an Wert verloren.
Natuerlich soll der Unterschied beim Blick auf Ballett und Fussball kein woertlich gemeintes Argument sein. Es geht einfach um die Unterschiedlichkeit dieser Nationen, derer wegen es wenig Sinn macht, sie in einen gemeinsamen Topf der emporstrebenden Maechte zu werfen.
Das wollte der Autor nur nicht im Detail erklaeren, weil das nicht Thema des Artikels ist. Stattdessen zeigt er Humor mit einem scheinbar oberflaechlichem Vergleich.
mir fällt auf:
Weder in dem Artikel noch in den Kommentaren wird Europa heute und in Zukunft irgendeine gestaltende Kraft zugetraut. Das ist das eigentliche Thema!!!
Eine EU mit 500 Millionen Menschen (Pressemitteilung von Eurostat, 15. Dezember 2008: Eine halbe Milliarde Einwohner in der EU27 am 1. Januar 2009)
spielt bei der Gestaltung des globalen Zusammenlebens absolut keine Rolle. Sie wird nicht einmal erwähnt in Diskussionen über langfristige Änderungen der Machtverhältnisse. Derzeit taucht sie nur auf in Krisen-Diskussionen unter der Rubrik "kollabiert sie oder nicht" oder "wann fällt der Euro".
Aber wir können uns ja zurücklehnen, die anderen werden die Sache schon zu unseren Gunsten gestalten. Amerika wird z.B. weiter grünes Papier drucken und wir werden weiter exportieren for nothing, wie das johaupt in #6 so schon treffend beschrieben hat...
ausser den auf Wissenschaft und besonderer Qualitatet bestehenden Waren (und das sind die Autos oder Flugzeuge oder Lastwagen nicht!), wird keinen Markt finden, weil es nicht den Preis wert ist.
"mir fällt auf: Weder in dem Artikel noch in den Kommentaren wird Europa heute und in Zukunft irgendeine gestaltende Kraft zugetraut."
Ja, anstatt ukrainische Quellen auszubuddeln, die die eigene Auffassung bestätigen
- wir erinnern uns noch sehr gut an die Argumente, mit denen Herr Joffe für McCain (und gegen OBAMA !) argumentierte und plädierte -
könnte die ZEIT bedeutsame Stimmen zu Wort kommen lassen, die die Bedeutung Europas für einen multipolaren Prozess hervorheben:
Die Global MArshall Plan Initiative hat solche "Stimmen" in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht:
"Hoffnung Europa" - European Hope"
http://www.sonnenseite.co...
Bin gespannt, wann die ZEIT diese Stimmen erklingen lassen wird ! ??
ausser den auf Wissenschaft und besonderer Qualitatet bestehenden Waren (und das sind die Autos oder Flugzeuge oder Lastwagen nicht!), wird keinen Markt finden, weil es nicht den Preis wert ist.
"mir fällt auf: Weder in dem Artikel noch in den Kommentaren wird Europa heute und in Zukunft irgendeine gestaltende Kraft zugetraut."
Ja, anstatt ukrainische Quellen auszubuddeln, die die eigene Auffassung bestätigen
- wir erinnern uns noch sehr gut an die Argumente, mit denen Herr Joffe für McCain (und gegen OBAMA !) argumentierte und plädierte -
könnte die ZEIT bedeutsame Stimmen zu Wort kommen lassen, die die Bedeutung Europas für einen multipolaren Prozess hervorheben:
Die Global MArshall Plan Initiative hat solche "Stimmen" in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht:
"Hoffnung Europa" - European Hope"
http://www.sonnenseite.co...
Bin gespannt, wann die ZEIT diese Stimmen erklingen lassen wird ! ??
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