Weltwirtschaft Die Gruppe der 20 Egoisten
Gestern G 7, morgen G 20: In mehreren Zirkeln kämpfen die Staaten gegen den Protektionismus – und gegen die eigene Verführbarkeit
Tim Geithner steht vor einer schweren weißen Holztür. Sie führt in den Ballsaal des Hotels Excelsior in Rom. Der neue amerikanische Finanzminister will der Welt erklären, wo die USA stehen. Es ist sein erster internationaler Auftritt. Doch ausgerechnet jetzt streiken die Mikrofone. Eben ging der G-7-Gipfel zu Ende, Geithner hat zwei Tage mit seinen Kollegen aus den anderen großen Industrienationen verbracht, er hat ihnen den amerikanischen Bankenrettungsplan erklärt, er hat mit Peer Steinbrück über Protektionismus gesprochen. Die deutsche Regierung sorgt sich, dass die Amerikaner ihre Märkte abschotten, weil ihr Konjunkturpaket heimische Unternehmen bevorzugt.
Geithners Vorgänger, der bullige Wall-Street-Veteran Henry Paulson, hätte an dieser Stelle den Raum mit einem überdimensionierten Sternenbanner dekorieren lassen, er wäre in den Saal gestürmt, hätte ein vorbereitetes Statement abgelesen, zwei oder drei Fragen ausgewählter US-Journalisten zugelassen und wäre wieder verschwunden. Statt des Sternenbanners zieren nun die Flaggen der G-7-Mitglieder den Raum. Als der Ton schließlich funktioniert, öffnet man Geithner, dem eher schmalen Karrierebeamten, die Saaltür. Er nimmt sich für die wenigen Meter zum Rednerpult viel Zeit, wirft hin und wieder einen verstohlenen Blick zum Publikum, so als wolle er herausfinden, ob er willkommen ist. Wenn er Fragen beantwortet, fixieren seine Augen den Gesprächspartner. Er holt noch einmal aus, wenn er Skepsis registriert, und wirkt erleichtert, wenn der Fragesteller zustimmend nickt.
Herr Geithner, schotten die Amerikaner ihre Märkte ab?
»Wir haben die Bedenken zur Kenntnis genommen, und der Präsident hat darauf reagiert. Wir werden unsere Grenzen offen halten.«
Die Zurückhaltung des Ministers unterstreicht die Botschaft seines Auftritts: Amerika hört wieder zu, es braucht seine Partner, das ist sein Signal an die Welt. Und die achtet in diesen Tagen auf solche Dinge. Sie sollen Aufschluss geben, ob die Staaten kooperieren oder ob jeder seinen eigenen Weg geht. Das klingt lapidar, doch daran hängt der Wohlstand der Nationen. Die Geschichte zeigt: Abschottung führt in den ökonomischen Abgrund.
So wie im Sommer 1931. Am 8. Juli sprach der Chef der Danatbank, damals eines der größten deutschen Finanzinstitute, bei Hans Luther vor, dem Präsidenten der Reichsbank. Das Institut sei praktisch zahlungsunfähig. Das nach dem Krieg durch Reparationszahlungen geschwächte Deutschland hat kaum noch Geld, also reist Luther nach London und Paris. Einen Kredit über eine Milliarde Dollar benötige er, um das Finanzwesen zu stabilisieren, vertraute Luther seinem britischen Kollegen Montagu Norman an. Doch Luther holt sich eine Abfuhr ein. Großbritannien kämpft selbst mit Finanzproblemen, Frankreich knüpft für Deutschland unerfüllbare politische Bedingungen an eine Kreditvergabe, und die Amerikaner wollen sich nicht einmischen. So bleiben am 13. Juli die Schalter der Danatbank geschlossen, vor den Filialen bilden sich Schlangen. Die Weltwirtschaftskrise ist in Deutschland angekommen.
Immer wieder versagt in den Jahren darauf die internationale Kooperation. Um ihre Konjunktur zu stützen, werten viele Länder ihre Währung ab und errichten Grenzen für den Handel. Sie wollen sich einen Vorteil verschaffen, ihre heimischen Unternehmen stützen und schützen gegen ausländische Konkurrenz. Doch am Ende ziehen sich die Volkswirtschaften gegenseitig nach unten.
Frankreich fordert Autokonzerne auf, Werke in Osteuropa zu schließen
Für die Architekten der Nachkriegsordnung war die mangelnde internationale Abstimmung ein zentraler Grund für die Depression der dreißiger Jahre – und die politische Radikalisierung jener Zeit. Sie errichteten deshalb ein ganzes Netzwerk von Institutionen und Foren, die die Länder dazu bringen sollen, miteinander und nicht gegeneinander zu handeln. Sie gründen auf der Überzeugung, dass offene Märkte und ein freier Handel zu einem vorher nicht gekannten Wohlstand der Welt geführt haben. Es sind die Sicherheitsnetze für die Weltwirtschaft. Und für den Frieden. Sie sollen aus Einzelkämpfern Teamplayer machen, basierend auf dem freien Willen der Beteiligten. Einen anderen Weg gibt es nicht, denn souveräne Staaten können zu nichts gezwungen werden.
Dieses System steht heute infrage. Es herrscht Hochbetrieb in den internationalen Gremien.
Am Sonntag, eine Woche nach dem G-7-Gipfel in Rom, empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel die Staatschefs aus Großbritannien, Italien, Frankreich, Spanien und den Niederlanden in Berlin, um eine gemeinsame europäische Position im Kampf gegen die Krise zu finden. Kurz darauf treffen sich die führenden Industrie- und Schwellenländer der G20 in London, um eine neue Weltfinanzordnung zu verabreden. Wenige Wochen später kommen in Washington die Mitgliedstaaten des Internationalen Währungsfonds (IWF) zusammen, der die internationale Finanzstabilität überwacht.
In den Theorien der Ökonomen ist klar, was auf diesen Weltwirtschaftsgipfeln beschlossen werden müsste: Überschuldete Länder wie die USA oder Großbritannien verpflichten sich zu sparen, um ihre Finanzen in Ordnung zu bringen, solide Staaten wie Deutschland, Japan oder China geben mehr Geld aus, um den so entstehenden Ausfall der globalen Nachfrage wettzumachen. Das Bankensystem wird neu saniert und reguliert, damit die globalen Finanzströme wieder fließen können, und Länder, die ins Straucheln geraten, erhalten Finanzhilfen. Denn in Zeiten globaler Märkte sind die Staaten voneinander abhängig – in guten Jahren ziehen sie sich gegenseitig nach oben, in schlechten nach unten. Deshalb brechen die deutschen Exporte ein, weil die amerikanischen Verbraucher streiken. Deshalb reißt der Staatsbankrott Islands Löcher in die Bilanzen deutscher Geldinstitute.
Die Praxis allerdings sieht anders aus: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hatte keine neuen Konjunkturpakete mit nach Rom gebracht, sondern wollte mit seinen Kollegen schon darüber sprechen, wie sich der Staat wieder aus der Wirtschaft zurückziehen kann. China will international mitreden, ist aber nicht bereit, sich an teuren Rettungsaktionen zu beteiligen. Frankreich fordert die Automobilindustrie auf, Werke in Osteuropa zu schließen, die USA haben die protektionistischen Klauseln im Konjunkturpaket zwar abgeschwächt, aber nicht ganz gestrichen, Großbritannien legt seinen Banken nahe, vor allem den Heimatmarkt zu bedienen. Das könnte ganze Regionen destabilisieren, deren Bankensystem in ausländischer Hand ist. Osteuropa ist so ein Fall – und andere Staaten würden mit in den Abgrund gerissen, wenn der Osten in Zahlungsschwierigkeiten kommt. »Jämmerlich« sei die Performance der Staatengemeinschaft, urteilt die britische Financial Times.
»Wenn wir uns auf Kosten anderer sanieren könnten, würden wir es tun«
Vielleicht liegt das daran, dass sich der politische Alltag nicht in römischen Nobelhotels abspielt, sondern in Wahlkreisen, Parlamenten und Parteisitzungen. Dort geht es nicht um die Rettung der Welt, sondern um das eigene Land oder die nächsten Wahlen. Da muss sich die Regierung mit Politikern wie Walter Hirche auseinandersetzen. Hirche ist Mitglied der FDP in Niedersachsen. Wenn Niedersachsen dem Konjunkturpaket nicht zustimmt, wird es vielleicht nicht Gesetz, denn die Koalition hat nicht genug Stimmen im Bundesrat. Und Hirche will erst zustimmen, wenn die Regierung ein paar Wünsche der FDP berücksichtigt.
Im Grunde haben die internationalen Wirtschaftsbeziehungen viel mit der Situation in einem Fußballstadion gemeinsam. Wenn einer aufsteht, sieht er mehr. Wenn die anderen nachziehen, ist der Vorteil dahin. Es geht sogar allen schlechter, weil sie jetzt stehen müssen. Wenn Steinbrück oder Geithner von ihren Gipfelausflügen nach Hause kommen, treffen sie auf jede Menge Abgeordnete und Parteistrategen, die nur zu gern ausprobieren würden, ob es nicht doch funktioniert, einfach aufzustehen. Die verhindern wollen, dass Steuergelder, die zur Rettung der Banken und der Konjunktur ausgegeben werden, ins Ausland fließen.
Auch deshalb streiten die Beamten in den Hauptstädten wochenlang über die Abschlusserklärung eines Gipfeltreffens. Was lässt sich in der Heimat noch verkaufen, was treibt ein Land international in die Isolation? Die Briten beispielsweise wehren sich gegen zu strenge Regeln für die Finanzmärkte, weil sie den Finanzplatz London schützen wollen. Die Deutschen wollen alles vermeiden, was sie zu neuen Konjunkturspritzen verpflichten könnte – hierzulande sorgt deshalb für Irritation, dass Großbritannien die G-20-Tagung in London intern als »Gipfeltreffen für Wachstum, Stabilität und Beschäftigung« ankündigt und sich nicht auf die Finanzmärkte beschränkt. Es ist ein mühsames Abwägen von globalem und nationalem Interesse.
Es gibt Experten, die deshalb schier verzweifeln. »Wenn wir so weitermachen, dann ist eine globale Depression möglich«, sagt der Londoner Wirtschaftsprofessor Willem Buiter. Auch wer in diesen Tagen mit hohen Beamten aus den großen Industriestaaten spricht, bekommt eine recht schonungslose Einschätzung der Lage zu hören. Selbst in den höchsten Stellen in den Regierungen und den Zentralbanken kursieren Szenarien, in denen von Staatspleiten, wachsendem Nationalismus die Rede ist, von einem Zerfall der Europäischen Union und anderer Nachkriegsinstitutionen, sogar von Unruhen und bewaffneten Konflikten.
Vielleicht ist es dieses Wissen um die desaströsen Konsequenzen nationaler Alleingänge, auch für das eigene Land, welches die Staaten bisher davon abhält, dem innenpolitischen Druck nachzugeben. »Wenn wir uns wirklich auf Kosten anderer sanieren könnten, dann würden wir das natürlich tun. Jeder denkt zuerst an sich. Aber wir wissen doch, was auf dem Spiel steht«, sagt ein G-7-Vertreter.
Deshalb sind, allen Anfechtungen zum Trotz, die meisten Märkte noch offen. Japan hat in Rom 100 Milliarden Dollar für den IWF bereitgestellt, um Länder in Not Finanzhilfen zu gewähren. Steinbrück vermeidet bislang eine konkrete Zusage, wenn es aber Ernst wird, so ist aus Berlin zu hören, würde auch die Bundesregierung andere Länder stützen, selbst Staaten wie Griechenland, die Mitglied der Euro-Zone sind. Die Zentralbanken helfen sich bereits gegenseitig aus. Die Federal Reserve in den USA etwa versorgt Mexiko, Brasilien und Korea mit Dollar. Und die Vorbereitungen für den Weltfinanzgipfel kommen nach anfänglichen Problemen und trotz des britischen Widerstands voran. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Geithner mit den Europäern zusammenarbeiten will: Auch eine schärfere Kontrolle von Hedgefonds kann man sich in Washington inzwischen vorstellen.
Noch ist die Welt nicht so weit wie im Jahr 1931.
- Datum 31.03.2009 - 07:47 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 19.02.2009 Nr. 09
- Kommentare 20
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Japan ein finanziell stabiles Land? Das hätte doch Island heißen sollen, oder Irland, Ungarn oder Simbawe?
Der Artikel führt eindrucksvoll das "spieltheoretische Gefangenendilemma" komplexer Systeme vor und damit die gigantischen Schwierigkeiten, vor denen eine
- nicht nur aus Weltfinanzsystemstabilisierungsgründen, sondern auch wegen der nun noch mehr drohenden Klimakatastrophe, der globalen sozialen Apartheid usw. -
not-wenige,, also die "Not" -"wendende" , Weltinnenpolitik für das 21. Jahrhundert steht:
http://www.sonnenseite.co...
Die Gefahr des Protektionismus wird überschätzt. Ihn alleine für die Große Depression der 1930er-Jahre verantwortlich zu machen, scheint ziemlich gewagt. Es gibt einige renommierte Ökonomen, die sogar zu einem anderen Ergebnis: Paul Krugman schreibt, bei einer fehlenden internationalen Koordinierung (zeitlich, räumlich etc.) der Konjunkturprogramme würden protektionistische Maßnahmen deren Effizienz erhöhen. Das heißt, optimal wäre natürlich eine enge internationale Abstimmung, aber wenn man sich dazu nicht bereit findet, würde etwa eine "Buy-American-Klausel" dafür sorgen, dass man schneller wieder den Zustand der Vollbeschäftigung erreichen würde.
Die Gefahr, dass der Protektionismus nach der Krise einfach weitergeht, ist natürlich groß. Also steckt die Welt in einem Dilemma.
Protektionistische Maßnahmen haben viel geringeren Effekt als gemeinhin angenommen. Deutschland, beispielsweise, hat zu wenig Binnenkonsum, weshalb wir uns großspurig Exportweltmeister nannten. Das heißt im Klartext, wir exportierten mehr als wir überhaupt verbrauchen konnten. Jetzt liegt das Exportgeschäft lahm, da die Käufer fehlen. Dabei ist der Euro sogar um 25% gefallen. Wenn er wieder steigt, kann dies dem Exportgeschäft höchstens noch mehr Schaden zufügen. Würde man bei uns jetzt wirklich anfangen, die bisher exportierten Artikel zu kaufen, wenn wir jetzt "Buy German" riefen? Vermutlich nicht.
Protektionistische Maßnahmen haben viel geringeren Effekt als gemeinhin angenommen. Deutschland, beispielsweise, hat zu wenig Binnenkonsum, weshalb wir uns großspurig Exportweltmeister nannten. Das heißt im Klartext, wir exportierten mehr als wir überhaupt verbrauchen konnten. Jetzt liegt das Exportgeschäft lahm, da die Käufer fehlen. Dabei ist der Euro sogar um 25% gefallen. Wenn er wieder steigt, kann dies dem Exportgeschäft höchstens noch mehr Schaden zufügen. Würde man bei uns jetzt wirklich anfangen, die bisher exportierten Artikel zu kaufen, wenn wir jetzt "Buy German" riefen? Vermutlich nicht.
Protektionistische Maßnahmen haben viel geringeren Effekt als gemeinhin angenommen. Deutschland, beispielsweise, hat zu wenig Binnenkonsum, weshalb wir uns großspurig Exportweltmeister nannten. Das heißt im Klartext, wir exportierten mehr als wir überhaupt verbrauchen konnten. Jetzt liegt das Exportgeschäft lahm, da die Käufer fehlen. Dabei ist der Euro sogar um 25% gefallen. Wenn er wieder steigt, kann dies dem Exportgeschäft höchstens noch mehr Schaden zufügen. Würde man bei uns jetzt wirklich anfangen, die bisher exportierten Artikel zu kaufen, wenn wir jetzt "Buy German" riefen? Vermutlich nicht.
... all die Luxuskarossen kann sich hier ja niemand leisten, aber es würde zu einem Strukturwandel kommen. Keine Luxuskarossen, aber dafür wieder Konsumartikel, die derzeit ja fast ausschliesslich aus China stammen. Die Frage ist, wie schnell das wirken würde und ob die positiven Folgen die negativen überwiegen. Ein Frage die niemand beantworten kann.
... all die Luxuskarossen kann sich hier ja niemand leisten, aber es würde zu einem Strukturwandel kommen. Keine Luxuskarossen, aber dafür wieder Konsumartikel, die derzeit ja fast ausschliesslich aus China stammen. Die Frage ist, wie schnell das wirken würde und ob die positiven Folgen die negativen überwiegen. Ein Frage die niemand beantworten kann.
Der Binnenmarkt ist doch hauptsächlich deshalb platt, weil diejenigen, die die Produkte (für den Export) herstellen, nicht ausreichend Geld für ihre Arbeit bekommen (Logndumping zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit) und weiterhin durch die globalen Verlagerungen von Arbeit, die zu Arbeitslosigkeit und weiterem Lohndumping führt(e).
Schaut man sich eine Vielzahl Konsumartikel von "Markenherstellern" genauer an, dann steht da irgendwo meist "Made in China" oder sonstwo - und das gilt von Adidas - Z, von Braun bis Puma. Mein letzter Anzug wurde wohl in Bulgarien zusammengenäht, mein Braun-Rasierer kommt aus China, die Braun-Zahnbürste dagegen angeblich aus "Germany", der Opel Antara läuft auch als Chevrolet vom gleichen koreanischen Band, wo der Agila her kommt weiß ich gerade nicht - aber auch aus der Gegend.
Die neue AVM Fritz!Box soll aus Germany kommen (JA - endlich kommt Internet ins Dorf!) - obwohl man kaum glauben mag, das der Inhalt von Karton und Gerät *komplett* in Deutschland gefertigt wird.
Die gerade als Ersatz gekaufte Cherry-Tastatur zeigt stolz auf der Rückseite: "Designed in Germany" aber daneben steht: "Made in China".
Also alles nicht so einfach - nicht einmal bei alltäglichen Lebensmitteln - es sei denn, man schließt wirklich die Grenzen. Aber dann geht eine lange Weile gar nichts mehr.
Mit Maschinenbau wird man den deutschen Konsumenten wohl weniger erfreuen können, aber wo kommt die große Masse des Spielzeugs der deutschen Jugend:
das Super-Duper-Multimediale Alleskönner Handy her?
Ohne die Asiaten geht bei uns sehr, sehr lange gar nichts mehr. Das ist in den USA wie auch in GB nicht anders. Gehen Sie mal zu Media-Markt & Co. Das einzige deutsche, was sie da finden, ist der Großteil des Personals - von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen.
In der Tat werden die Handelswaren über den Globus hin und hergeschoben, weil das Kapital nach maximaler Rendite und minimalen Produktionskosten sucht ! Dabei wird unter gigantischem Energieverbrauch das Klima immer mehr belastet, bis es so zurückschlägt, dass die Klimaschäden wirtschaftlich gigantisch werden(siehe Stern-Report).
Folgerungen:
1. Eine globale Energiesteuer: Sie dämpft die Transporte und schont das Klima !!
2. Eine globale Finanztransaktionssteuer: Sie dämpft die Habgier !
Den Investitionen in nachhaltige Produkte gehört die Zukunft.
3. Mit den globalen Steuern können zukunftsfähige Projekte angestoßen werden:
Erneuerbare Energien, reines Wasser für alle, Finazierung der Millennium-Ziele,
Arbeitsplätze durch Umstrukturierungen usw.
4. Natürlich ist die "gerechte" Verteilung der Globalen Steuer von entscheidender Bedeutung: Den Habgierigen dürfte schon jetzt das Wasser im Munde zusammenlaufen:
Daher mein Plädoyer für ein maximales Jahresgehalt:
1 €insteingehalt = 100 000 €
und nicht 650 000 Millionen Dollar pro Jahr wie mancher Investment-Banker,
der es verstand von den gigantischen Kapitalströmen einen "kleinen" Teilstrom in die eigene Tasche umzuleiten !
einen VW 20% billiger den Amerikanern als den Deutschen Familien?
In der Tat werden die Handelswaren über den Globus hin und hergeschoben, weil das Kapital nach maximaler Rendite und minimalen Produktionskosten sucht ! Dabei wird unter gigantischem Energieverbrauch das Klima immer mehr belastet, bis es so zurückschlägt, dass die Klimaschäden wirtschaftlich gigantisch werden(siehe Stern-Report).
Folgerungen:
1. Eine globale Energiesteuer: Sie dämpft die Transporte und schont das Klima !!
2. Eine globale Finanztransaktionssteuer: Sie dämpft die Habgier !
Den Investitionen in nachhaltige Produkte gehört die Zukunft.
3. Mit den globalen Steuern können zukunftsfähige Projekte angestoßen werden:
Erneuerbare Energien, reines Wasser für alle, Finazierung der Millennium-Ziele,
Arbeitsplätze durch Umstrukturierungen usw.
4. Natürlich ist die "gerechte" Verteilung der Globalen Steuer von entscheidender Bedeutung: Den Habgierigen dürfte schon jetzt das Wasser im Munde zusammenlaufen:
Daher mein Plädoyer für ein maximales Jahresgehalt:
1 €insteingehalt = 100 000 €
und nicht 650 000 Millionen Dollar pro Jahr wie mancher Investment-Banker,
der es verstand von den gigantischen Kapitalströmen einen "kleinen" Teilstrom in die eigene Tasche umzuleiten !
einen VW 20% billiger den Amerikanern als den Deutschen Familien?
Vor der Lektüre dieses Artikel war mir in etwa klar was ich zu lesen bekommen werde, nicht nur da die Presse in Deutschland ihren Lesern meist genau das in die Hände gibt was alles was diese Leser denken so und so nur dauernd bestätigt (was dann durch Euphemismen wie "linke Ausrichtung" oder so beschrieben wird). Aber gut, ich hab mich drauf eingelassen - selbst schuld.
Die alten Reflexe die jetzt in der Krise aufkeimen sind ein Teil dieser großen grauen Masse an alten Gewissheiten und Gewohnheiten die diese Krise erst ausgelöst haben. Es ist fast eine philosophische Frage aber wie ich finde keineswegs eine rein akademische: wieso denken wir dass wir eine beispiellose Krise, die auch auf eingeschliffenen Strukturen und Denkweisen beruht, mit anderen eingeschliffenen Denkweisen lösen können?
Es tut mir leid aber das Manifest eines Herren aus dem 19. Jahrhundert kann für die heutige Zeit in keiner Hinsicht und keinem Lebensbereich mehr als nur einen historischen Wert haben - ob er nun Marx heißt oder Bismarck macht hier für mich keinen Unterschied. Damit wird man die aktuellen Herausforderungen nicht bewältigen. Ebenso wenig mit sonstiger Ideologie oder all dem was wir schon immer zu wissen glaubten. Wir fischen total im Nebel.
Was läge also näher als die "Entscheider" in der Politik das tun zu lassen wozu wir sie gewählt haben, Entscheidungen zu treffen. An dieser Stelle mit politischem Instinkt und einer gewissen Lebenserfahrung, ob man sie mag oder nicht keiner brauch glauben dass eine Frau Merkel in's Kanzleramt kommt ohne gute Menschenkenntnis und Auffassungsgabe. Dieser Tage mehr Wert als jedes VWL-Studium so denke ich.
"Was läge also näher als die "Entscheider" in der Politik das tun zu lassen wozu wir sie gewählt haben, Entscheidungen zu treffen. An dieser Stelle mit politischem Instinkt und einer gewissen Lebenserfahrung, ob man sie mag oder nicht keiner brauch glauben dass eine Frau Merkel in's Kanzleramt kommt ohne gute Menschenkenntnis und Auffassungsgabe."
Ja sie entscheiden, aber das mit der Auffassungsgabe wird wohl stark von ideologischen Scheuklappen begrenzt. Sonst sähe es jetzt in Deutschland nicht so aus, wie es aussieht. Also dann, vertrau mal weiter, auf die Kohls, Schröders und Clements, die unabhängig und mit weißen Westen das Land lenken, nur zu seinem Besten.
"Was läge also näher als die "Entscheider" in der Politik das tun zu lassen wozu wir sie gewählt haben, Entscheidungen zu treffen. An dieser Stelle mit politischem Instinkt und einer gewissen Lebenserfahrung, ob man sie mag oder nicht keiner brauch glauben dass eine Frau Merkel in's Kanzleramt kommt ohne gute Menschenkenntnis und Auffassungsgabe."
Ja sie entscheiden, aber das mit der Auffassungsgabe wird wohl stark von ideologischen Scheuklappen begrenzt. Sonst sähe es jetzt in Deutschland nicht so aus, wie es aussieht. Also dann, vertrau mal weiter, auf die Kohls, Schröders und Clements, die unabhängig und mit weißen Westen das Land lenken, nur zu seinem Besten.
In der Tat werden die Handelswaren über den Globus hin und hergeschoben, weil das Kapital nach maximaler Rendite und minimalen Produktionskosten sucht ! Dabei wird unter gigantischem Energieverbrauch das Klima immer mehr belastet, bis es so zurückschlägt, dass die Klimaschäden wirtschaftlich gigantisch werden(siehe Stern-Report).
Folgerungen:
1. Eine globale Energiesteuer: Sie dämpft die Transporte und schont das Klima !!
2. Eine globale Finanztransaktionssteuer: Sie dämpft die Habgier !
Den Investitionen in nachhaltige Produkte gehört die Zukunft.
3. Mit den globalen Steuern können zukunftsfähige Projekte angestoßen werden:
Erneuerbare Energien, reines Wasser für alle, Finazierung der Millennium-Ziele,
Arbeitsplätze durch Umstrukturierungen usw.
4. Natürlich ist die "gerechte" Verteilung der Globalen Steuer von entscheidender Bedeutung: Den Habgierigen dürfte schon jetzt das Wasser im Munde zusammenlaufen:
Daher mein Plädoyer für ein maximales Jahresgehalt:
1 €insteingehalt = 100 000 €
und nicht 650 000 Millionen Dollar pro Jahr wie mancher Investment-Banker,
der es verstand von den gigantischen Kapitalströmen einen "kleinen" Teilstrom in die eigene Tasche umzuleiten !
... für eine globale Steuer, brauchst du erst eine Weltregierung oder du musst alternativ zig verschiedene Länder überzeugen da mitzuspielen und wenn du das Letzte überzeugt hast, hat bei den Ersten schon wieder die Regierung gewechselt. Keine Chance lieber Einstein-Fan! Musst dir wohl was neues ausdenken.
... für eine globale Steuer, brauchst du erst eine Weltregierung oder du musst alternativ zig verschiedene Länder überzeugen da mitzuspielen und wenn du das Letzte überzeugt hast, hat bei den Ersten schon wieder die Regierung gewechselt. Keine Chance lieber Einstein-Fan! Musst dir wohl was neues ausdenken.
kommt nicht automatisch Logik heraus. Das ist die Erkenntnis aus einigen Leseeinheiten bei zeit-online am Samstag. Da fordert ein JU-Funktionär, die Stütze für Harz IV- Empfänger in Form von Konsumgutscheinen zu verabreichen. Begründung: wenn Staat/Steuerzahler den Erwerbsunfähigen schon Hilfe gewähren, sollte man fordern können, daß diese nicht für Alkohol und Tabak sondern für die Versorgung/Bildung der Kinder ausgegeben wird. Nur wer selbst sein Geld verdient darf saufen und rauchen. Das klingt einleuchtend und wird sicher von breiten Kreisen der bürgerlichen Mittelschicht unterstützt.
Leider verkehrt sich dieser Ansatz sofort in's Gegenteil, wenn der französische Staat/Steuerzahler erwerbsunfähigen Autofabriken Stütze anbietet und daran Bedingungen knüpft wie die Bevorzugung französischer Standorte und Zulieferer. Das ist schändlicher Protektionismus und gefährdet die globale Wirtschaft. Nein, da verlangen wir, dass französische Steuerzahler Autofabriken in Polen oder Rumänien subventionieren, deren Arbeiter dann die gestützten Löhne in Tabak und Alkohol umsetzen (können).
Wo ist die Logik? Genau so gut könnten Franzosen fordern, dass deutschen Harz IV-lern Sondergutscheine für Tabak und Alkohol ausgestellt werden , die diese dann nach Osteuropa verschicken müssen.
Aber genug des Unsinns: das Netz der Interessen, Verquickungen, gegenseitigen Abhängigkeiten und Verbindungen ist so unüberschaubar, daß alle Absichtserklärungen, Maßnahmen und Forderungen zweifelhaft erscheinen. Prinzip Hoffnung - wir werden sehen, sprach der Blinde ...
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