Die großen Gs

Die Welt hat zwar keine Wirtschaftsregierung, aber eine Reihe von Gremien und Institutionen, die sich um die Abstimmung der Wirtschaftspolitik kümmern. Der Gruppe der sieben führenden Industriestaaten (G7) gehören Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, die USA, Japan und Kanada an. Sie wurde 1975 gegründet, als der Westen nach einer Antwort auf die Ölkrise suchte. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs kam Russland hinzu, und aus den G7 wurden die G8.◗ Die Staats- und Regierungschefs des exklusiven Klubs treffen sich einmal jährlich im G-8-Format, bei den Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs ist Russland nur Gast. Nach der Asienkrise wurden die◖ G20 ◗gegründet, denen auch die großen Schwellenländer angehören. Lange trafen sich die G20 nur auf der Ebene der Finanzminister und Notenbankchefs. Im vergangenen Jahr tagten erstmals die Staats- und Regierungschefs. Auf dem Gipfel in Washington einigte man sich auf die Grundzüge einer neuen Weltfinanzarchitektur. Für ◖April◗ ist ein weiteres Treffen anberaumt, dann sollen die Beschlüsse konkretisiert werden. Parallel haben auch die G8 ihren Dialog mit den ◖Schwellenländern◗ ausgebaut. Für die Überwachung der internationalen Finanzstabilität und die Vergabe von Notkrediten ist der Internationale Währungsfonds zuständig. Die Zentralbankchefs und Minister der 185 IWF-Mitgliedsstaaten treffen sich immer im Frühjahr und Herbst. ◖MAS◗

 
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