Fernsehen Schwarz vor AugenSeite 2/2
Derweil trocknet der kulturelle und informationelle Humus, auf dem allein die Volksparteien gedeihen können, immer mehr aus. Die Folgen dieses Widersinns sind in jeder Umfrage zu besichtigen. Auch die CDU kommt kaum mehr in die Nähe von 40 Prozent. Nur im Verwaltungsrat des ZDF hat sie noch eine satte Mehrheit. Mit der sie dann Unfug treibt. (Bevor wir es vergessen: Anstatt CDU hätte hier auch überall SPD stehen können. Die Genossen sind nämlich in Sachen Meinungsfreiheit keinen Deut besser. Ebenfalls zu ihrem eigenen Schaden.)
Um sich den Schein der Sachlichkeit zu geben, wird nun von der Union gestreut, Nikolaus Brender habe Fehler gemacht. Gewiss hat er das. Das jedoch ist nicht entscheidend. Entscheidend ist vielmehr, dass es in Brenders Sendeanstalt Leute gibt, die diese Fehler sammeln, streuen und anreichern, um sie zum rechten Zeitpunkt – selbstverständlich im Tonfall der Sorge – jenen weiterzuwispern, die mit der täglichen journalistischen Arbeit nichts zu tun haben: den Mächtigen im Verwaltungsrat.
Nein, um die Schwächen eines Chefredakteurs geht es hier nicht. Die Union versucht lediglich, ihren parteipolitischen Zugriff auf die kostbare Ressource Zuschauer-Aufmerksamkeit zu erhalten und zu vergrößern. Eine Ressource, die sich nicht zuletzt wegen dieses Zugriffs immer mehr verflüchtigt.
Nun wird das öffentlich-rechtliche Modell auch für Zeitungen diskutiert. Manche fordern, darbende Printprodukte sollten teilverstaatlicht werden. Das aber würde unsereinen in die gleiche Spirale von Parteilichkeit und Langeweile bringen. Man kann den Zeitungen nur raten, alles zu tun, um den Leser zu überzeugen. Und: Haltet euch fern von Parteipolitikern!
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- Datum 01.06.2009 - 14:30 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 26.02.2009 Nr. 10
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Seit den Achtzigern ist unser Öffentliches Fernsehen in vielen Bereichen zum Büttel der Politik und Wirtschaft verkümmert. Hängt das etwa mit den Lobbyisten zusammen? Viele Berichterstatter, aber es gibt ein paar wenige Ausnahmen, sind mit den Politikern verbandelt, es ist einfach eine zu große Nähe entstanden. Politiker und Wirtschaftsmanager haben es immer wieder geschickt verstanden Journalisten scheinbar auf ihre Stufe zu stellen.
Symbolisch sind dafür immer die Sendungen Bericht aus Berlin von ARD und ZDF.
Diese Deppendorfs, Hahnes und Freys tun meinen Augen und Ohren weh und von dieser Gruppe gibt es noch einige, aber diese einige scheinen das Bild zu bestimmen. Sie helfen mit, was das Volk zu denken und zu empfinden hat.
Viele Journalisten spielen das Spiel der Vorgabe durch die Redaktionen.
Weil das in Deutschland scheinbar so geworden ist, bin ich dazu übergegangen meine Informationen auch aus anderen Nachrichtenquellen zu ziehen. So sehe ich mir wenigstens einmal am Tage die Nachrichten auf EURONEWS an und da ich Satellit habe noch einige andere aus unseren Nachbarländern.
Der Einfluß deutscher Politiker muß unbedingt eingedämmt werden, es muß die journalistische Unabhängigkeit wieder erstritten werden. Medien die von der Politik bestimmt werden, gibt es in einer Diktatur und diese haben wir ja momentan noch nicht, oder sollten die Schritte in diese Richtung größer sein , als ich dachte?
Herzlichst
Auf ein Wort
haben dieselbe Meinung.
Meistens, weil sie aus dem demselben Tuch geschnitten sind.
Ein Tuch das in den Universitaeten gewebt wurde, einschliesslich der vielen Unsinn-Faeden.
Manchmal fahren sie sich in die Haare. Ich kann zu diesen seltenen Faellen nur sagen: Gott sei Dank!
haben dieselbe Meinung.
Meistens, weil sie aus dem demselben Tuch geschnitten sind.
Ein Tuch das in den Universitaeten gewebt wurde, einschliesslich der vielen Unsinn-Faeden.
Manchmal fahren sie sich in die Haare. Ich kann zu diesen seltenen Faellen nur sagen: Gott sei Dank!
Der Streit um die Vertragsverlängerung des Chefredakteurs Nikolaus Brender (ZDF) eskaliert. In einem FAZ-Interview hat der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) dem Chefredakteur Brender die schlechten Einschaltquoten der ZDF-Nachrichten-Sendungen vorgehalten - und deshalb vorgeschlagen, von einer weiteren Vertragsverlängerung abzusehen.
Hinter dem Schlagmann Koch rudern sowohl der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) als auch der frühere bayrische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) im gleichen Boot in die gleiche Richtung.
Ob es wirklich um die Einschaltquoten geht, spielt gar nicht eine so große Rolle, zumal diese nicht als einziges Merkmal für qualifizierte Nachrichten-Sendungen festzumachen sind. M.E. geht es darum, eine politisch fixierte Einmischung zu verhindern. Es muss endlich Schluss sein damit, dass die großen politischen Parteien in allen Gremien (z.B. im ZDF-Verwaltungsrat) die Meinungsführerschaft übernehmen.
Der ZDF-Intendant Markus Schächter hat sich für eine Vertragsverlängerung Brenders ausgesprochen. In einem offenen Brief unterstützen mehr als ein Dutzend bekannte ZDF-Journalisten die Entscheidung Schächters, u.a. die beiden Nachrichten-Moderatoren Marietta Slomka und Claus Kleber.
Brenders Vorgänger, Klaus Bresser, hat die Einmischung Kochs gestern Abend in dem NDR-Magazin "zapp" scharf kritisiert.
Die Güte eines Journalisten darf nicht über den Farbfächer des politischen Spektrums definiert werden!
Vielleicht finden sich hier in der ZEIT-Community weitere Userinnen und User, die eine Einmischung der Politik ablehnen - und dies per Beitrag bekunden.
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geschrieben am 26. Februar (13.12 Uhr) im ZEIT ONLINE-Forum
hagego
des Hessenlandes schwingt seit der letzten Wahl bedauerlicherweise nun wieder sein königliches Machtinsigne, den Kochlöffel - und leider zählt es zu seinen Lieblingsbeschäftigungen, damit in anderer Leute Suppen herumzurühren, anstatt sich ans Auslöffeln seiner eigenen zu machen...
liegt's möglicherweise daran, dass ihm ein unaristokratischer Prolet hineingespuckt hat?
Majestätsbeleidigung!!
Kann das Fernsehen noch schlechter werden?
wie wahr!
haben dieselbe Meinung.
Meistens, weil sie aus dem demselben Tuch geschnitten sind.
Ein Tuch das in den Universitaeten gewebt wurde, einschliesslich der vielen Unsinn-Faeden.
Manchmal fahren sie sich in die Haare. Ich kann zu diesen seltenen Faellen nur sagen: Gott sei Dank!
Hoffentlich gelingt es!
Obwohl es ihm wohl weniger als mir gefallen wuerde.
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