Sachbuch Darwins Kunst

Kaum war die Theorie von der Entstehung der Arten in der Welt, 1859, kaum stellte sich also die Frage neu, was es heißen könne, naturgetreu zu malen, wurde die Theorie Darwins schon zum Gegenstand der bildenden Kunst; wie auch Charles Darwin selbst ins Bild gesetzt wurde, ob fotografisch als tiefernster alter Mann oder in boshafter Karikatur. Eine besonders sehenswerte Ausstellung in Frankfurt zeigt nun den künstlerischen Ertrag dieser Weltwahrnehmungserschütterung, und ein wissenschaftlich eingehender Katalog dokumentiert sie (Pamela Kort/Max Hollein (Hrsg.): Darwin. Kunst und die Suche nach den Ursprüngen; Wienand Verlag, Köln 2009; 288 S., 39,80 €. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung in der Schirn Kunsthalle Frankfurt, 5. Februar bis 3. Mai 2009). Schwerpunkte bilden das Werk von Max Ernst und Alfred Kubin (oben: Chamäleon, Olof Winkler nach Gustav Mützel 1884); und es zeigt sich, wie komisch, wie grotesk das sein kann, wenn der Mensch ein vorzüglicher Affe unter vielen ist.

 
Schreiben Sie den ersten Kommentar!

    Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

    Service