Aufgerüstet
Manchmal bringt schon ein Geruch die Entwicklung einer Art voran. Der Dorn am Hinterleib des abgebildeten Wasserflohs war wenige Generationen zuvor noch nicht einmal halb so lang. Er begann aber dramatisch zu wachsen, als die beiden Biologen Adam Petrusek von der Karls-Universität in Prag und Christian Laforsch von der Universität München die Tierchen zusammen mit Schildkrebsen, ihren Hauptfeinden, in einem Aquarium hielten. Jäger und Beute blieben dabei säuberlich voneinander getrennt – in Netzkäfigen waren die Wasserflöhe vor den Schildkrebsen sicher und vermehrten sich ungehindert. Doch der Geruch des nahen Raubfeindes reichte offenbar aus, dass die Wasserflöhe ihre Form veränderten: Nach nur drei Generationen trugen sie eine »Dornenkrone« (oben links) und hatten einen langen Hinterleibsdorn. Ähnlich ausgestattete Exemplare hatten die Forscher zuvor bereits in freien Gewässern gefunden. Zuerst hatten sie diese für eine ganz andere Art gehalten. WIR
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- Quelle DIE ZEIT, 26.02.2009 Nr. 10
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