Lady Di & Co

1984 schrieb ein kalifornischer Student das erste Programm, das sich selbst reproduzieren konnte, und legte fast das Rechenzentrum seiner Uni lahm. Die Idee machte Schule. Die ersten Viren verbreiteten sich über Disketten – meist harmlose Späße. Die Lady-Di-Viren blendeten auf dem Monitor die ersten Zeilen von ◖Candle in the Wind ◗ein. Michelangelo-Viren aber zerstörten Daten bereits im Jahr 1992.

Als noch verheerender erwiesen sich Computerwürmer. Sie warten nicht darauf, dass sie weitergegeben werden, sondern springen selbst durch die Netzwerke. 1999 verbreitete sich der E-Mail-Wurm Melissa, und 2000 infizierte I love you weltweit Millionen Rechner. Code Red nutzte 2001 als Erster Schwachstellen in Programmen aus, um auf Rechner zu gelangen, statt darauf zu warten, dass Ahnungslose ihn durch einen Klick auf den Mail-Anhang aktivieren. 2004 starteten SQL Slammer und MyDoom die bisher verheerendsten Wurmattacken auf Internetrechner. Und in Niedersachsen schuf ein Schüler den Wurm Sasser. Dann wurde es still um die Würmer, bis Ende 2008 Conficker die Welt wieder an sie erinnerte.

Der Softwareanbieter Kaspersky registrierte 2008 insgesamt 46014 unterschiedliche Computerwürmer und -viren. rep

 
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    • Quelle DIE ZEIT, 26.02.2009 Nr. 10
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    • Schlagworte Datensicherheit | Virus | Niedersachsen | Monitor
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