Irland Arbeitslos und abgebrannt in Dublin

Irland galt als Musterland, jetzt wird es zum Musterfall der Krise: Nirgendwo sonst in der EU ballen sich Unternehmens-, Immobilien- und Finanzprobleme so massiv

"Schlagt die Rezession, nicht die Arbeiter!" Ein Demonstrant hält am 21. Februar in Dublin ein Plakat in die Höhe. Tausende gingen auf die Straße, um gegen die Regierung zu protestieren

Der alte BMW, mehr Klapperkiste als Auto, ist bis unters Dach vollgeladen: Bücherkisten, eine Stereoanlage, Taschen, Koffer, ein aufgerollter Teppich, sogar die sperrige Stehlampe hat noch Platz gefunden. »Time to say goodbye«, sagt Charlotte Murphy entschlossen und blickt noch einmal hoch in den fünften Stock. Vor kaum einem Jahr hatte sie noch geglaubt, dass ihre Karriere so richtig beginnen würde. Ohne lange Berufserfahrung hatte die 23-Jährige einen Superjob in einer Werbeagentur bekommen. Mit dem Gehalt konnte sie ihre erste eigene Wohnung anzahlen. Und dann gleich hier in den Docklands von Dublin, wo Irland am coolsten ist.

In der Gegend rund um den Sir John Rogerson’s Quay am Ufer des Liffey ist in den vergangenen zehn Jahren eine neue Stadt entstanden. Auf einer Fläche, so groß wie der Berliner Tiergarten, wurden fünf Milliarden Euro investiert. Schicke Apartment- und Bürohäuser, Designerhotels, ein Theater des Stararchitekten Daniel Libeskind breiteten sich über die Industriebrache aus.

Anzeige

Aber bevor alle Türklinken in der Nachbarschaft festgeschraubt waren und die junge Charlotte Murphy in den Bars und Restaurants am Fluss ihren Karrierestart und ihre glänzenden Zukunftsperspektiven genießen konnte, wurde sie von der Gegenwart aufgehalten. Im Januar verlor sie ihren Job. »Da war mir sofort klar, dass ich die Hypothek für die Wohnung nicht mehr bezahlen kann«, erinnert sie sich. »Über Nacht war ich pleite.«

"Schlagt die Rezession, nicht die Arbeiter!" Ein Demonstrant hält am 21. Februar in Dublin ein Plakat in die Höhe. Tausende gingen auf die Straße, um gegen die Regierung zu protestieren

"Schlagt die Rezession, nicht die Arbeiter!" Ein Demonstrant hält am 21. Februar in Dublin ein Plakat in die Höhe. Tausende gingen auf die Straße, um gegen die Regierung zu protestieren

Charlotte Murphy, arbeitslos und zahlungsunfähig in der coolen, windigen Geisterstadt, steht vor dem Ende – und damit stellvertretend für Irlands Misere. Die Finanzkrise hat die Wirtschaft der Inselrepublik schwer getroffen. Am vergangenen Wochenende gingen in Dublin 120.000 Menschen auf die Straße, um gegen die Regierung, ihre Sparpolitik und die Banken zu protestieren. Die »Wirtschaftselite« müsse zur Rechenschaft gezogen werden, verkündeten Redner unter dem Applaus der Menge. Denn sie sei schuld daran, dass Irlands Wirtschaft ihren guten Ruf verloren habe.

Lange Jahre galt Irland als Muster für erfolgreiche Wirtschaftspolitik – nun wird das Land zum Exempel für den Absturz. In seiner Wirtschaft ballen sich Probleme, die in anderen Ländern Europas nur einzeln auftreten: eine Immobilienkrise wie in Spanien, eine extreme Abhängigkeit von ausländischen Direktinvestitionen wie in Osteuropa und die laxe Kontrolle eines aufgeblähten Bankensektors wie in Island oder Großbritannien. »Ohne den Euro«, sagt Will Hutton, Chef des Londoner Thinktanks Work Foundation, »wäre Irland schon bankrott.«

Die Staatspleite ist auch noch nicht ausgeschlossen, wie Hutton fürchtet. Das gesamte irische Finanzsystem droht aus den Fugen zu geraten. Die Summe der ausstehenden Kredite, Derivate und Hypothekendarlehen irischer Banken übersteigt das Bruttoinlandsprodukt beinahe um das Vierfache. Nun haben auch die beiden großen Rating-Agenturen Standard & Poor’s und Moody’s angedroht, die Bonitätsnoten für Irland »innerhalb der nächsten zwölf bis achtzehn Monate herabzusetzen«. Deshalb muss die Regierung unter Premierminister Brian Cowen schon heute zwei Prozent mehr an den Kapitalmärkten zahlen als Deutschland. Das ist in diesem Geschäft eine riesige Spanne. Irland ist dabei, seine Kreditwürdigkeit zu verlieren.

Die Arbeitslosenquote, vor einem Jahr noch bei ansehnlichen 4,7 Prozent, ist bereits auf acht Prozent gestiegen und wird nach Schätzungen der Regierung bis Ende des Jahres ohne Weiteres zwölf Prozent erreichen. Auf den Staatshaushalt kommen also steigende Sozialausgaben zu, und das bei einer Gesamtverschuldung, die sich im vergangenen Jahr fast verdoppelte und nun bei 41 Prozent des Bruttoinlandsproduktes steht. Damit liegt Irland zwar immer noch unter dem EU-Durchschnitt von rund 58 Prozent, aber die Europäische Kommission rechnet in diesem Jahr mit einer irischen Neuverschuldung von 9,5 Prozent. Das ist mehr als das Dreifache dessen, was der EU-Stabilitätspakt erlaubt, und die höchste Neuverschuldung in der EU.

Leser-Kommentare
    • self22
    • 27.02.2009 um 16:05 Uhr

    Sollte sich zufällig ein Ire in Ihrer Redaktion melden und nach Möglichkeiten fragen, wie er in der Krise sparen kann, dann können Sie diesen getrost an mich weiterleiten. Sagen Sie ihm, dass ich ein hervorragender Fachmann mit einer 20 jährigen Erfahrung beim Überleben mit sinkendem Realeinkommen bin.
    Und dabei habe ich es sogar noch geschafft, meine im goldenen Rausch schwelgenden EU-Verwandten in Irland mit meiner steigenden Steuerlast zu unterstützen, damit sie nicht so viele Steuern von den aus Deutschland abwandernden Banken und sonstigen Firmen verlangen müssen und damit sie auch nicht einen angemessenen Betrag in die EU einzahlen müssen. Das können wir eh besser.

    Ich denke , mit diesen Qualifikationen bin ich genau der richtige Berater für ihn.

  1. Lange Jahre galt Irland als Muster für erfolgreiche Wirtschaftspolitik? Also bei mir bestimmt nicht. Irlands Aufschwung war großteils auf EU-Subventionen aus den Strukturfonds gebaut - und damit in erheblichem Maße vom deutschen Steuerzahler finanziert. Als "Gegenleistung" durften wir uns u.a. auch die Iren als Vorbild an Innovation und Dynamik hinstellen lassen, von denen wir spießige und provinzielle Deutsche uns eine Scheibe abschneiden könnten. Eine gewisse Schadenfreude kann ich mir da nun wirklich nicht verkneifen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Haimax
    • 03.03.2009 um 12:35 Uhr

    Da muss ich Gernot recht geben.

    Mit finanziellen Zuwendungen der EU haben die Iren viele Betriebe, günstges Land, jahrelange Steuerbefreiung, nach Irland gelockt.

    Jetzt da es bei vielen mit der Steuerbefreiung vorbei ist ziehen diese wieder in den nächsten Steuerfreihafen!

    Es war nur ein kurzes Strohfeuer.

    • Haimax
    • 03.03.2009 um 12:35 Uhr

    Da muss ich Gernot recht geben.

    Mit finanziellen Zuwendungen der EU haben die Iren viele Betriebe, günstges Land, jahrelange Steuerbefreiung, nach Irland gelockt.

    Jetzt da es bei vielen mit der Steuerbefreiung vorbei ist ziehen diese wieder in den nächsten Steuerfreihafen!

    Es war nur ein kurzes Strohfeuer.

  2. empfinde ich, muss ich sagen.
    Gott sei dank ist unser Land etwas zu groß um in jede Moderichtung geschubst zu werden. Es tut mir leid für die Iren die eine kurze Periode geglaubt haben einen Platz an der Sonne ergattert zu haben. Wir sollten nicht vergessen dass wir auch ganz gern die Steuern so gesenkt hätten wie die Iren oder Letten.
    Ich wünsch jedem dass er heil aus der Geschichte rauskommt die uns Gier und Habsucht eingebrockt haben.

  3. und außerdem hat Irland einen Mindestlohn von 8,65 Euro die Stunde, während man sich in Deutschland nicht einmal auf einen Mindestlohn von 5,50 Euro pro Stunde einigen kann.

    Warum soll der dt. Steuerzahler Hilfszahlungen in ein Land schicken, in dem die Menschen deutlich mehr verdienen als in D ? Wie ist das den Bürgern in einer Zeit, in der überall staatliche Leistungen gekürzt werden, zu vermitteln ?

    Interessant ist es übrigens zu sehen, was Davil Mc Williams, der in der letzten Zeit zitiert wurde "Deutschland muss Irland helfen" noch im Jahre 2005 über die dt. Wirtschaft geschrieben hat: http://www.davidmcwilliam...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • QUOTE
    • 27.02.2009 um 20:46 Uhr

    ...für den McMillan-Artikel. Sehr lesenswert.

    Tja, Ireland thrives when Germany is weak and falters when Germany is strong - dann sollte der Celtic Tiger ja schon wieder zum Sprung ansetzen, so beschissen, wie es uns im Augenblick geht.

    Wäre nett, wenn er sich dann auch an der Aufräumaktion für die Depfa, die durch seine ungenügende Bankenaufsicht entstanden ist, beteiligen würde. Schließlich hat die Depfa ja ihre Steuern in Dublin gezahlt, und nicht in Düsseldorf.

    Nun zum Beispiel weil die Iren sich mit ihren hoeheren Loehnen im Bauboom standardmaessig und mit Miele Waschmaschinen, Siemens Kuehlschraenken und Vorwerck Staubsaugern eingedeckt haben.

    Auch ist Ihre These vom Steuerparadies Irland zumindest in Bezug auf die Privathaushalte nicht richtig: Zwar sind die Einkommenssteuern recht niedrig, bei einer Mehrwertsteuer von 21,5 Euro auf ohnehin schon sehr hohe Produktpreise, stellt sich das Verhaeltnis von Mindestlohn und Kaufkraft aber ein wenig anders dar, als es auf den ersten Blick scheint. Fuer 7 Euro (was netto vom Mindestlohn uebrigbleibt), kann man in Irland gerade mal eine Packung Toilettenpapier und 2 Joghurt kaufen.

    • QUOTE
    • 27.02.2009 um 20:46 Uhr

    ...für den McMillan-Artikel. Sehr lesenswert.

    Tja, Ireland thrives when Germany is weak and falters when Germany is strong - dann sollte der Celtic Tiger ja schon wieder zum Sprung ansetzen, so beschissen, wie es uns im Augenblick geht.

    Wäre nett, wenn er sich dann auch an der Aufräumaktion für die Depfa, die durch seine ungenügende Bankenaufsicht entstanden ist, beteiligen würde. Schließlich hat die Depfa ja ihre Steuern in Dublin gezahlt, und nicht in Düsseldorf.

    Nun zum Beispiel weil die Iren sich mit ihren hoeheren Loehnen im Bauboom standardmaessig und mit Miele Waschmaschinen, Siemens Kuehlschraenken und Vorwerck Staubsaugern eingedeckt haben.

    Auch ist Ihre These vom Steuerparadies Irland zumindest in Bezug auf die Privathaushalte nicht richtig: Zwar sind die Einkommenssteuern recht niedrig, bei einer Mehrwertsteuer von 21,5 Euro auf ohnehin schon sehr hohe Produktpreise, stellt sich das Verhaeltnis von Mindestlohn und Kaufkraft aber ein wenig anders dar, als es auf den ersten Blick scheint. Fuer 7 Euro (was netto vom Mindestlohn uebrigbleibt), kann man in Irland gerade mal eine Packung Toilettenpapier und 2 Joghurt kaufen.

    • QUOTE
    • 27.02.2009 um 20:33 Uhr

    WESSEN "Musterland" denn bitte schön?

    Das der neoliberalen Scharlatane, ihrer Mietmäuler und ihrer Propagandaorgane, wie der ZEIT...nicht MEINS!

    Was Irland angeht:

    "Die Straßen sind verlängerte Kloaken, und die Kloaken sind voller Blut, und wenn die Gullis schliesslich überschwappen wird das ganze Ungeziefer ersaufen!

    Der ganze Schmutz ihrer Dummheit und ihrer GIER wird um ihre Hüften emporschäumen, und alle Huren, Banker und Politiker werden rufen: "Rettet uns!"

    Und ich werde hinabblicken und flüstern: "Nein!"

    Sie hätten den anständigen Menschen folgen können, die immer an den Lohn eines Tages für die Arbeit eines Tages geglaubt haben. Stattdessen sind sie Versprechungen von Wüstlingen und Neoliberalen gefolgt, und haben erst zu spät bemerkt, daß dieser Weg über einen jähen Abgrund führte!"

    (Falls das jemandem bekannt vorkommt: hab ich frei zitiert nach Alan Moore, Watchmen. Entspricht voll meinen Empfindungen, und besser als er kann ich es eh nicht ausdrücken.)

    • QUOTE
    • 27.02.2009 um 20:46 Uhr

    ...für den McMillan-Artikel. Sehr lesenswert.

    Tja, Ireland thrives when Germany is weak and falters when Germany is strong - dann sollte der Celtic Tiger ja schon wieder zum Sprung ansetzen, so beschissen, wie es uns im Augenblick geht.

    Wäre nett, wenn er sich dann auch an der Aufräumaktion für die Depfa, die durch seine ungenügende Bankenaufsicht entstanden ist, beteiligen würde. Schließlich hat die Depfa ja ihre Steuern in Dublin gezahlt, und nicht in Düsseldorf.

    • Anonym
    • 27.02.2009 um 20:56 Uhr

    und will hier nichts anderes vorheucheln.

    Mal ehrlich, die übermotivierten jungen Leute als auch die dauerfrustrierten Älteren die schon immer alles - solang es nur außerhalb Deutschlands war - romantisch verklärt haben sind in Scharen nach Irland gezogen. The smartest guys in the room, so to speak. Und nun hat sich doch rausgestellt dass die ach so provinziellen Deutschen mit ihrer "Neidgesellschaft" und "Heuschreckendebatte" richtig lagen, die Ironie liegt darin dass außer den Populisten von Links- und Rechtsaußen keiner in der Politik auf diese Sorgen im Volk eingegangen ist. Und dass es keinen "Boom" gab sondern nur eine Panikblüte deren Zenit jetzt überschritten ist. Auch hier haben wir die Ironie dass die Deutschen dennoch mitgezogen werden, in den Abgrund, obwohl sie die Schuldenparty gar nicht mitgefeiert haben (Kreditkarten für den endlosen Konsum ohne Reue, Hypothekentricks als Geldautomat,..) leiden sie nun am selben Kater. Dabei saßen sie daheim am Tisch und haben Mensch-Ärger-Dich-Nicht gespielt und dabei billiges Bier und No-Name Chips geknabbert während Iren, Spanier, Schweizer und Co zur Orgie ins P1 nach München gefahren sind.

    Nun ja. Ob hier auch Rollmöpse helfen?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Die Deutschen "werden" mitgezogen in den Abgrund??? Laecherlich - was denken Sie denn, wohin die Exportnation Deutschland ihre Produkte verkauft hat? Wenn in Irland eine Kreditkarte platzt, ist der mit ihr gekaufte VW Golf doch laengst bezahlt.

    Die Deutschen "werden" mitgezogen in den Abgrund??? Laecherlich - was denken Sie denn, wohin die Exportnation Deutschland ihre Produkte verkauft hat? Wenn in Irland eine Kreditkarte platzt, ist der mit ihr gekaufte VW Golf doch laengst bezahlt.

  4. Nun zum Beispiel weil die Iren sich mit ihren hoeheren Loehnen im Bauboom standardmaessig und mit Miele Waschmaschinen, Siemens Kuehlschraenken und Vorwerck Staubsaugern eingedeckt haben.

    Auch ist Ihre These vom Steuerparadies Irland zumindest in Bezug auf die Privathaushalte nicht richtig: Zwar sind die Einkommenssteuern recht niedrig, bei einer Mehrwertsteuer von 21,5 Euro auf ohnehin schon sehr hohe Produktpreise, stellt sich das Verhaeltnis von Mindestlohn und Kaufkraft aber ein wenig anders dar, als es auf den ersten Blick scheint. Fuer 7 Euro (was netto vom Mindestlohn uebrigbleibt), kann man in Irland gerade mal eine Packung Toilettenpapier und 2 Joghurt kaufen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Häufig wird das Argument gebracht, Deutschland müsse den EU Staaten, die sich verschuldet haben helfen, damit sie mit diesem Geld weiter dt. Produkte kaufen.

    Nach dieser Argumentation könnte man auch fordern das ALG II auf 400 Euro im Monat anzuheben, damit Arbeitslose mehr Geld haben, um zu konsumieren. Bei den Sozialleistungen in D wird allerdings immer mehr gespart mit dem Argument man müsse die Eigeninitiative fordern, es müsse mehr Freiheit geben, die Steuern seien zu hoch usw.... Wie kann man einerseits immer weitere soziale Kürungen in D fordern und gleichzeitig bei der EU so großzügig sein ? Ist das nicht ein Widerspruch ?

    Ich habe in einer englischen Zeitung gelesen, dass das Model der Eurobonds den dt. Steuerzahler pro Jahr 3 Milliarden zusätzlich kosten würde. Damit könnte man z.B. auch das Kindergeld um 50 Euro pro Monat anheben oder einen Transrapid von Hamburg nach Berlin bauen... Das würde die Binnenkonjunktur und den Konsum vielleicht stärker ankurbeln als höhere Transferzahlungen an die EU.

    Häufig wird das Argument gebracht, Deutschland müsse den EU Staaten, die sich verschuldet haben helfen, damit sie mit diesem Geld weiter dt. Produkte kaufen.

    Nach dieser Argumentation könnte man auch fordern das ALG II auf 400 Euro im Monat anzuheben, damit Arbeitslose mehr Geld haben, um zu konsumieren. Bei den Sozialleistungen in D wird allerdings immer mehr gespart mit dem Argument man müsse die Eigeninitiative fordern, es müsse mehr Freiheit geben, die Steuern seien zu hoch usw.... Wie kann man einerseits immer weitere soziale Kürungen in D fordern und gleichzeitig bei der EU so großzügig sein ? Ist das nicht ein Widerspruch ?

    Ich habe in einer englischen Zeitung gelesen, dass das Model der Eurobonds den dt. Steuerzahler pro Jahr 3 Milliarden zusätzlich kosten würde. Damit könnte man z.B. auch das Kindergeld um 50 Euro pro Monat anheben oder einen Transrapid von Hamburg nach Berlin bauen... Das würde die Binnenkonjunktur und den Konsum vielleicht stärker ankurbeln als höhere Transferzahlungen an die EU.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service