Kaleidoskop: KRITIK IN KÜRZE: Elisabeth v. Thadden Macht
Ein anderer Blick auf die weltweite Vernetzung der Moderne, ein Blick von vielerorts aus, weil es den einen einzigen Blickwinkel nicht gibt. »Es gibt kein global gültiges Wissen über die Globalisierung«, schreiben die indische Ethnologin Shalini Randeria von der Universität Zürich und der deutsche Afrika-Historiker Andreas Eckert einleitend zu diesem Band, »denn es existiert kein archimedischer Punkt, von dem aus zuverlässige generalisierte Aussagen« möglich wären. Was auf diese Weise aber neu ins Zentrum des Interesses rückt, sind nicht länger nationale, sondern die ineinander verflochtenen, verwobenen Geschichten der Weltgegenden – vor allem der Macht-, der Eigentums-, der Rechtsverhältnisse, die auf den unterschiedlichen Wegen in die Moderne entstanden sind. Ein Sammelband mit Etüden zur Wahrnehmungsänderung, geleitet von der Frage: Wer ist in der globalen Unordnung wie souverän?
- Datum 26.02.2009 - 07:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 26.02.2009 Nr. 10
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