Deutschlandkarte - die Analyse

Was, bitte, bekommt man für 10 oder 20 Cent? Kaum ein trockenes Brötchen. Es gibt einen Ort in Deutschland, wo man für diese unfassbar niedrige Summe – manchmal sogar für ganz umsonst – etwas bekommt, woran man ein paar Tage oder sogar Wochen Freude hat, ein Buch nämlich. Der Ort heißt Stadtbücherei.

Für diese Karte wurden alle Büchereien von Städten untersucht, die mehr als 40.000 Einwohner haben. Es stellt sich heraus: Die 25 am besten besuchten Büchereien und die 25 am schlechtesten besuchten ballen sich enorm. Das Schwabenland ist das Büchereien-Musterland: Hier leihen sich die Menschen im Schnitt rund einmal im Monat ein Buch aus. Das kann entweder an der Sparsamkeit liegen – oder am größeren Lesehunger. Bücherei-Ödnis herrscht im Rheinland und in der Gegend um Hannover.

Es liegt übrigens keine der 25 am schlechtesten besuchten Bibliotheken im Osten. Die Westdeutschen müssten also ganz schön viele Bücher kaufen, um genauso belesen zu sein wie die Ostdeutschen.

Redaktion: Matthias Stolz; Quelle: Deutsche Bibliotheksstatistik (DBS)