MACHER + MÄRKTE HSH: Gerettet

Die HSH Nordbank ist vorerst gerettet. Am Dienstag beschlossen Hamburg und Schleswig-Holstein, die angeschlagene Landesbank mit drei Milliarden Euro neuem Kapital sowie zehn Milliarden Euro an Garantien zu stützen. Ist mit der Rettung aber auch das Geschäftsmodell und die Eigenständigkeit der Bank dauerhaft gesichert? Kenner der Verhältnisse zeigen sich skeptisch. Sie verweisen auf die Pläne des Vorstands um Bankchef Dirk Jens Nonnenmacher: Danach soll die Zahl der Mitarbeiter um 1100 auf 3250 sinken, die Bilanzsumme künftig gut 100 Milliarden Euro statt bisher rund 200 Milliarden Euro betragen.

Das Problem dabei: Eine derart verkleinerte Bank wird mittelfristig auch weniger Eigenkapital vorhalten. An den vorhandenen Eigenmitteln orientieren sich aber die gesetzlich vorgegebenen Grenzen für die maximalen Kreditvolumina einzelner Kunden. Das Ziel des Vorstands, auch künftig international zu den führenden Schiffsfinanzierern zu gehören, sei vor diesem Hintergrund nicht realistisch, ist zu hören. In diesem Geschäft müsse eine Bank im Einzelfall hohe dreistellige Millionenbeträge oder gar Milliardenkredite bereitstellen – und ob die HSH Nordbank das künftig noch allein könne, sei äußerst fraglich. sto

 
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