MEINUNG DAMALS Scherben

Ein Museum. Mitten in Bagdad. Ein Haus voller antiker Schätze, verwüstet und ausgeraubt. Von den amerikanischen Truppen unbewacht den Plünderern überlassen. Dass so etwas geschehen könnte in der irakischen Hauptstadt, war eine böse Sensation im April 2003. Ein Bild des Scheiterns und der Verzweiflung, verkörpert von Muschin Hasan, dem stellvertretenden Museumsdirektor, der fassungslos das Ausmaß der Barbarei in seinen Sälen zu begreifen versuchte. Ein Bild des Chaos, das unsere Vorstellungen von den Zuständen im besetzten Irak erschütterte. Und die US-Truppen als kulturlose Rohlinge dastehen ließ. Es war nur der Anfang. Ein Jahr später kamen die Folterbilder aus dem Gefängnis von Abu Ghraib und ruinierten das Ansehen Amerikas in der Welt auf unabsehbare Zeit. wfg

 
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