MEINUNG HEUTE Steine

Ein Museum. Mitten in Bagdad. Ein Haus, das antike Schätze hortet und für das Publikum ausstellt. Dass es so etwas wieder gibt in der irakischen Hauptstadt, ist eine schöne kleine Sensation. Ein Bild der Zuversicht, das all unseren Vorstellungen vom Alltag im Irak widerspricht. Wir neigen dazu, uns die Gegenwart dort hässlich, blutig und hoffnungslos vorzustellen, immer noch geprägt von Selbstmordattentätern, Straßensperren und Angst. All das gibt es, keine Frage. Aber daneben gibt es seit Anfang der Woche auch wieder acht Säle des irakischen Nationalmuseums, in denen Besucher sich in die Betrachtung assyrischer Steinreliefs versenken können. Acht Säle in dem Museum, dessen Plünderung vor sechs Jahren weltweit für Empörung gesorgt hatte. Acht Säle von 26. Es geht voran. Aber langsam. wfg

 
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