Iran Dialog mit der Zentrifuge
Der Westen will um jeden Preis mit Iran verhandeln – dabei hat der sich noch immer allen Annäherungen verweigert
Getreu dem Ausspruch: Beinahe alles versucht, aber noch nicht von allen, teilte der neue amerikanische Präsident schon während seiner Kandidatur mit, er werde im Gegensatz zur Bush-Administration den direkten Dialog mit Iran suchen. Als Präsident verkündete er, demnächst Amerikaner und Iraner an einen Tisch zu bringen. Sei Iran bereit, seine Faust zu öffnen, sagte Obama, so werde er eine ausgestreckte amerikanische Hand vorfinden. Der Dialog, so konnte man lesen, soll ohne Vorbedingungen stattfinden.
Die Bedeutung der anhaltenden Krise, die Iran durch sein Verhalten im Nuklearbereich ausgelöst hat, und die dringende Notwendigkeit, es von seiner Position abzubringen, lässt sich nicht oft genug betonen. Als revisionistische Macht in der Region fordert Iran die internationalen Beziehungen heraus: im Abrüstungsregime, in der regionalen Sicherheit und Stabilität, bei der Bekämpfung des Terrorismus und im Nahostkonflikt. Die Art und Weise, wie der Westen diese Krise lösen wird, wird Auswirkungen auf die Spielregeln für die Welt des 21. Jahrhunderts haben. Staaten im Nahen Osten und außerhalb der Region beobachten diese Auseinandersetzung und werden ihr Verhalten und ihre nuklearen Pläne weitgehend danach ausrichten.
Wird die Obama-Administration, die laut Außenminister Frank-Walter Steinmeier auf die Kraft der Diplomatie setzt, erfolgreicher sein als die EU und der Weltsicherheitsrat, die mit Ausnahme der militärischen Option alles versucht haben? Das hängt davon ab, ob direkte Gespräche Iran daran hindern können, sich Verhandlungen über die Suspendierung der Uran-Anreicherung und sämtlicher Aktivitäten im Brennstoffkreislauf zu verweigern. Vergessen wir nicht: Für einen Tango braucht es zwei. Während sich die EU ständig bewegt hat, ist Iran von seiner Position nicht abgewichen.
Im August 2002 wurde durch die iranische Opposition (nicht etwa durch die Internationale Atombehörde IAEA) »offiziell« bekannt, dass der Iran ein Brennstoffkreislaufprogramm betreibt. Während der Westen seitdem erfolglos nach Wegen sucht, Iran davon abzubringen, setzt dieses sein Nuklear- und Raketenträgerprogramm fort.
Am 12. November 2008 hat Iran (laut iranischen Medien) erfolgreich eine Rakete mit einer Reichweite von über 2000 Kilometern getestet. Am 3. Februar hat es zum ersten Mal einen inländischen Satelliten ins All geschickt. Laut dem jüngsten IAEA-Bericht hat Iran bereits eine Tonne niedrig (3,5 Prozent) angereichertes Uran produziert – also die notwendige Menge, um 25 Kilogramm angereichertes Uranium (90 Prozent) zur Herstellung einer Nuklearwaffe zu produzieren. Die lang debattierte Frage, wie Iran seine technologischen Probleme lösen wird, stellt sich heute nicht mehr. Es ist davon auszugehen, dass die Materialproduktion fortgesetzt wird, um mehrere Nuklearwaffen herzustellen. Die nächste kritische Frage ist: Wann entscheidet die iranische Führung, das Uran anzureichern?
Seit es sich Ende der 1980er Jahre nach dem verlorenen Irakkrieg für ein nichtkonventionelles Programm und den Bau von Raketenträgern entschied, hat Iran ohne Zweifel eindrucksvolle Fortschritte erzielt. Der erste Golfkrieg und die Entscheidung der USA, die Militärpräsenz in der Golfregion aufrechtzuerhalten, bestärkte die iranische Führung darin, die Nuklear- und Raketenträgerprogramme voranzutreiben und im Nuklearbereich auf den »militärischen Ausgleich« mit den Amerikanern hinzuarbeiten, da die Aussichten auf ein Gleichgewicht im konventionellen Bereich gleich null waren.
Die Gründe für das vorläufige Scheitern der westlichen Iran-Politik lassen sich bereits Anfang der neunziger Jahre ablesen – einer Zeit, da Iran für seine Ziele im technologischen Bereich auf Hilfe von außen angewiesen war. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion unterzeichnete Russland mit Iran ein Abkommen über den Bau eines Kernkraftwerks in Buscher, was Iran und seinen Wissenschaftlern Kenntnisse über den Brennstoffkreislauf verschaffte, und zwar ohne Rücksicht auf die Frage, ob die Kernkraft (durch die Erzeugung von Plutonium) zur Proliferation beiträgt. Übrigens trugen neben der russischen Unterstützung (die die russische Regierung trotz zahlreicher Beweise bestritt) auch (zeitweise) China, Nordkorea und Pakistan zum Aufbau des nichtkonventionellen Programms bei.
Das Bewusstsein der alles andere als friedlichen iranischen Absichten im Nuklear- und Raketenträgerbereich hätte die Amerikaner und Europäer zu einer aktiven Politik bewegen müssen, um die Hilfe von außen zu unterbinden. Anstatt aber im Westen alle Hebel gegen Russland in Bewegung zu setzen oder Russland (als Alternative zum iranischen Markt) Anreize zu bieten, begnügte man sich mit einer Diplomatie, die nie die Zähne zeigte. Daher haben wir es heute mit einem Iran zu tun, das den Großteil seiner Nuklear- und Raketenträgerprojekte allein bewältigt.
Die Geschichte ist reich an Konjunktiven, dennoch wage ich, Folgendes zu behaupten: Hätte der Westen unter amerikanischer Führung entschlossen und geschlossen agiert, hätte das Nuklearprogramm vielleicht nicht gestoppt, doch zumindest verlangsamt werden können, was von Bedeutung gewesen wäre.
Warum ist die Iran-Politik gescheitert? Erstens gab es eine Fehleinschätzung oder Unterschätzung der strategischen Bedrohung durch Iran. Zweitens hoffte man, die »gemäßigten Kräfte« Irans durch einen »konstruktiven« und »kritischen« Dialog mit der Führung für eine Änderung der iranischen Politik zu gewinnen. Drittens war sich der Westen uneinig, und es fehlte eine klare amerikanische Führung, wodurch viertens keine internationale Front gebildet wurde und fünftens die Bereitschaft fehlte, notwendige materielle Opfer zu bringen beziehungsweise den Sanktionen eine Chance zu geben.
Iran hat diese Lage erkannt und setzt sein Treiben ungehindert fort. Es bleibt mit der EU im »Dialog«, weder Ja noch Nein zu den Angeboten zu sagen, die, wie Außenminister Steinmeier kürzlich sagte, »sehr weitreichende Zusammenarbeit (anbieten und) immer noch auf dem Tisch« sind.
Nur wenn man ernsthaft bereit ist, sich mit den Gründen auseinanderzusetzen, die in den vergangenen knapp 20 Jahren zum vorläufigen Scheitern der Iran-Politik geführt haben, wird man die iranische Führung dazu zwingen können, eine strategische Entscheidung zu treffen. Von dieser blieb sie bis heute verschont, weil der Preis, den sie für ihre Politik »bezahlt« hat, aus ihrer Wahrnehmung gering war.
Die iranische Führung zum Einlenken zu bringen könnte erst dann gelingen, wenn erstens eine umfangreiche gemeinsame Bedrohungsanalyse von den USA, der EU, Russland und China über die Auswirkungen erstellt wird, die ein nuklearisiertes Iran mit Raketenträgern (überregionaler Reichweite) auf die langfristige Stabilität des Nahen und Mittleren Osten hätte. Darüber hinaus muss mit einer Kettenreaktion, die infolge eines nuklearisierten Irans im Nahen Osten (erste Anzeichen sind erkennbar) ausgelöst wird, und den Folgen für das Abrüstungs- und Rüstungskontrollregime gerechnet werden.
Zweitens bedarf es unter der Führung des amerikanischen Präsidenten (in meinen Augen eine Chefsache) einer gemeinsamen und glaubwürdigen Verhandlungsstrategie, die alle Optionen offen hält. Das hieße unter anderem, dass die USA bereit sein müssten, Russland Anreize zu bieten und als Partner wahrzunehmen. Nötig sind ein klares Ziel und deutliche Fristsetzungen. Nicht zuletzt braucht es die Bereitschaft, die Konsequenzen aus dem Erfolg oder Misserfolg zu ziehen und umzusetzen. Iran muss wissen, was sein Lohn für erfolgreiche Verhandlungen ist und welche Maßnahmen ihm bei scheiternden Verhandlungen drohen.
Die Stunde der Wahrheit ist gekommen. Es ist Zeit zu handeln.
- Datum 03.03.2009 - 11:56 Uhr
- Serie opi
- Quelle DIE ZEIT, 26.02.2009 Nr. 10
- Kommentare 44
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Die Argumente sind durchgekaut. Die meisten Interessierten wissen, dass auch Ahmadinejad Israel nicht mit einer aktiven Ausloeschung bedroht hat. Er geht wohl davon aus, dass Israel das von alleine schafft.
Denn es ist doch wohl klar, dass Iran nur fuer Israel bedrohlich ist. Bedrohlich deshalb, weil Israel um seine Vorherrschaft im Nahen Osten fuerchtet.
Dabei ist wohl auch jedem klar, dass bisher kein Anzeichen vorhanden ist, dass Iran waffenfaehiges Uran anreichert. Auch ist klar, dass dem Iran sein festgelegtes Recht verweigert werden soll eine funktionierende Atomenergieversorgung aufzubauen.
Also warum sollten sich die EU, Amerika, Russland oder China hier hineinziehen lassen, wenn die gesamte Argumentation nur auf Verdachtsmomenten aufbaut, die Israel und Israelfreundliche Kommentatoren zu einem vagen und diffus bedrohlichen Angriffsszenario umfunktionieren?
Ich verstehe das einfach nicht, denn selbst den angriffswuetigsten Falken sind die katastrophalen Konsequenzen eines eventuellen Krieges mit Iran vollstaendig bewusst. Wofuer das alles? Um ein aengstliches Israel beruhigen zu koennen? Fuer wie lange? Welcher Staat im NO waere als naechstes an der Reihe?
Das ist bei Weitem nicht genug, wie ich finde.
denn er vertritt die offizielle Haltung der israelischen Regierung als deren Ex-Botschafter.
Stein beschreibt seinen Standpunkt ungeniert als "der Westen" und bringt das Kunststück fertig, das Wort "-israel-" im gesamten Artikel zu vermeiden.
Diese vorsätzliche Manipulation des Lesers macht diesen ZEITartikel zur Propaganda.
(Anmerkung: Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich. Die Redaktion/jk)
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
Statt die geneigte Leserschaft ueber die Fakten aufzuklaeren schafft es die ZEIT immer wieder, die Iran-Angelegenheit zu vernebeln. Jetzt gibt man dem ehemaligen Berliner Botschafter die Gelegenheit, seine Befuerchtungen zu artikulieren.
Der letzte Bericht der IAEA (1) und seine Interpretation wird hier ebensowenig thematisiert wie der Bericht Dennis C. Blairs (2) vor dem Kongress zur Sicherheitslage der USA. Iran hat im Gegensatz zu Israel den NPT unterzeichnet. Iran betont regelmaessig, dass sein Programm ausschliesslich friedlichen Zwecken zur Energiegewinnung dient. Wenn, wie die IAEA berichtet, die Anzahl der Zentrifugen in Natanz, die zurzeit laufen, stagniert, und wenn denen in Esfahan offenbar der yellocake ausgeht (3) wird das von ISIS damit erklaert, dass eben kein friedliches Programm vorliegt sondern die Breakout Kapazitaet bereits erreicht ist (4). Fuer die friedliche Nutzung braucht man ungleich mehr (schach)angereichertes Uran. Dass es sich um eine abwartende Haltung Irans handeln koennte, um Obama die Gelegenheit zu geben, die (vielleicht schon ausgestreckte) Hand zu errgreifen, steht offenbar nicht zur Debatte.
Falls Sie (Herr Stein oder ein ZEIT-Redakteur) andere Informationen haben, teilen Sie uns das doch bitte mit. Alles andere koennen wir im Internet selber finden.
(1) http://www.isisnuclearira...
(2) http://www.dni.gov/testim...
(3) http://isis-online.org/pu...
(4) http://isis-online.org/pu...
www.aliqapoo.wordpress.com
Ein Akt der besonderen Generoesitaet , dass die USA dem Iran Gespraeche anbietet . Also forerst keine Regimewechselforderungen und militaerische Drohgebaerden ( off the table , on the table , round the table etc. )
Als jemand , der sich seit Jahren mit der Materie auskennt und sich immer wieder wundert , wie Tatsachen bewusst manipuliert und verdreht werden , moechte ich ein paar elementare Tatsachen erwaehnen.
Fordert der Westen nun eine totales Verbot der zivilen iranischen Nuklearaktivitaeten inkl. Urananrreicherung , oder ein Verbot zur Herstellung von Atomwaffen???
Laut internationalem Recht hat jedes Land der Welt , dass den Non - Proliferation - Treaty ( NPT )unterschrieben hat ( wie der Iran im Jahr 1974 )und Mitglied der Atomenergiebehoerde ist , das absolute Recht auf Nutzung ziviler Kernenergie inkl. Urananrreicherung. Die IAEA ist sogar gesetzlich verpflichtet , dem jeweiligen Land technische Unterstuetzung zu garantieren um dieses Ziel zu erreichen.
Kommen wir zu dem Punkt , dass der Iran die Urananrreicherung zum Zweck der Herstellung von Atomwaffen missbrauchen will.
Gegen Ende 2007 , als die Israelis den Cowboy Bush beinahe so weit haetten , einen brutalen Angirffskrieg gegen den Iran zu fuehren und alle Zeichen auf Sturm standen , erschien wundersamerweise der Bericht der amerikanischen NIE ( National Intelligence Estimate ).
Die NIE , ein Zusammenschluss von ALLEN 16 amerikanischen Geheimdiensten kam nach 3 Jahren ausfuehrlicher Analyse EINSTIMMIG zu dem Ergebnis , dass der Iran wohl Plaene zur Herstellung von Atomwaffen ueber einen pakistanischen Atomwissenschaftler zugeschanzt bekommen haette ( wie uebrigens viele andere Laender auch ) , aber die Absichten zur Herstellung von Atomwaffen , endgueltig gegen Ende 2003 aufgegeben hatte , Akte zu.
Die Israelis waren ueber den NIE Report empoert und furios und alle Medienhebel wurden in Gang gesetzt , um diesen Bericht zu ignorieren und ihn schlichtweg in Luft aufzuloesen , und wie man heute sieht mit hervorragendem Erfolg. Die Geschichte geht noch ewig weiter , und jeder logisch denkender Mensch kann die Tatsachen in Sekundenschnelle z.B. ueber das Internet nachvollziehen.
Sarkozy und Merkel geben in diesem Spiel ein jaemmerliches Bild ab. Endlich Mal ein Land , wo sich beide Politiker als Hardliner profilieren und sich bei den USA und Israel als Liebkind presaentieren koennen.
Die Forderungen an den Iran muessen klar und eindeutig definiert werden , so dass sie jedermann verstehen kann , dieses ewige wischiwaschi Gefasel geht einem langsam auf den Geist.
Wenn sich der Iran legitimen und logischen Forderungen , gemaess internationlem Recht , verwehren sollte , haben die USA,GB , FR , Israel zusammen ca. 13 000 Atomwaffen , die sie gegen die fiktive in den Sternen geschriebene in vielleicht 2015 einzige iranische " Atomwaffe " einsetzen koennen. Die Welt wird von Narren regiert.
Dem ehemaligen israelischen Botschafter müssten seine Worte eigentlich zu Asche im Mund werden. Selten konnte man in diesem Blatt, abgesehen von den Einlassungen des Herrn Joffe im Vorfeld des Überfalls auf den Irak, (entfernt. Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich. Die Redaktion/jk)
Eigentlich sollte dem Herrn Stein doch klar sein, dass man nicht auf die Einhaltung eines Vertragswerkes insistieren kann, wenn man selbst nicht Mitglied dieses Vertrages ist.
Frei nach Wilhelm Busch - "drum lass die erst die Zähne brechen, dann wollen wir uns wiedersprechen"
Wenn Israel eines Tages dem NPT beitritt und Dimona den Inspektoren der IAEA öffnet und wenn Israel öffentlich Auskunft über Art und Umfang seiner Nuklearbewaffnung gibt (auch woher eigentlich das waffenfähige Material stammt) - dann hat es auch das Recht, vom Iran volle Transparenz zu fordern. Vorher aber sollte in Tel Aviv diesbezüglich besser Schweigen herrschen - auch die unverblümten Kriegsdrohungen gegen Teheran sind absolut entbehrlich und sollten von der internationalen Gemeinschaft im Auge behalten werden.
Gegebenenfalls ist einer israelischen Aggression unverzüglich und entschieden entgegenzutreten - immerhin ist dieser Staat innerhalb kurzer Zeit zweimal über seine Nachbarn hergefallen (Libanon und Gaza).
Ein drittes Mal sollte ihm nicht erlaubt werden.
der Internationale Atomenergieorganisation beitreten und Kontrollen in Dimona zulassen würde? Das würde das Vertrauen von Israels Nachbarn ziemlich steigern.
Im übrigen hat Iran schon lange kein anderes Land angegriffen, im Gegensatz zu Israel.
Sogar in Georgien hat Israel mittels Militärberater Waffen mitgemischt. Der Einsatz von international geächteten Waffen wie weißem Phosphor, abgereichertem Uran, DIME-Munition, Flechettes und vielem mehr in dem größten Freiluft-Labor der Welt, dem Gaza-Streifen wurde hier mehrfach diskutiert.
http://de.wikipedia.org/w...
http://deutsche.wordpress...
http://www.timesonline.co...
Israel 'admits' using white phosphorus munitions
Israel sollte sich einen Angriff auf Iran gut überlegen. Es wäre doch schade, wenn Israel seine Pistazien nicht mehr aus Iran sondern aus den USA beziehen müsste.
http://www.sueddeutsche.d...
Der Pistazienkrieg
Im übrigen hat Iran schon lange kein anderes Land angegriffen, im Gegensatz zu Israel.
...und im Gegensatz zu den USA.
Die USA mit ihren Bankenkartellen und ihren Superreichen, die höchstwahrscheinlich auf neue Anlagemöglichkeiten drängen
http://www.youtube.com/wa...
sind die größte Gefahr für den Weltfrieden überhaupt.
Warum verbietet man den USA nicht endlich, abgereichertes Uran bei ihren Kriegen zu verwenden?
Die nächste Frage ist, wer käme in Frage, den USA irgendwas verbieten zu wollen oder zu können?
__________________________________________________________________
"Doch wenn die Proles sich nur einmal ihrer Stärke bewusst werden konnten, brauchten sie gar nicht zu konspirieren. Sie brauchten nur aufstehen und sich schütteln, wie ein Pferd, das Fliegen abschüttelt."
George Orwell, 1984
Im übrigen hat Iran schon lange kein anderes Land angegriffen, im Gegensatz zu Israel.
...und im Gegensatz zu den USA.
Die USA mit ihren Bankenkartellen und ihren Superreichen, die höchstwahrscheinlich auf neue Anlagemöglichkeiten drängen
http://www.youtube.com/wa...
sind die größte Gefahr für den Weltfrieden überhaupt.
Warum verbietet man den USA nicht endlich, abgereichertes Uran bei ihren Kriegen zu verwenden?
Die nächste Frage ist, wer käme in Frage, den USA irgendwas verbieten zu wollen oder zu können?
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"Doch wenn die Proles sich nur einmal ihrer Stärke bewusst werden konnten, brauchten sie gar nicht zu konspirieren. Sie brauchten nur aufstehen und sich schütteln, wie ein Pferd, das Fliegen abschüttelt."
George Orwell, 1984
...sind hier bisher von meinen Mitkommentatoren zu lesen.
Es ist gleich, ob der Autor einseitig Interessen vertrat oder noch vertritt. Hier sollen seine Argumente und Faktendarstellung diskutiert werden.
Ebenso spielt es keine Rolle, ob sich hier einige Iran als Regionalmacht wünschen, weil es ihrer Meinung nach einfach gerecht wäre für dieses großartige Land oder weil sie den USA eins auswischen möchten oder weil der Nahe und Mittlere Osten dadurch vermeintlich sicherer würden.
Ich kann an Shimon Steins Argumentation keine historischen oder logischen Fehler erkennen.
Es ist Fakt, daß die Weltgemeinschaft beschlossen hat, daß Iran keine Möglichkeit zum Bau einer Nuklearwaffe haben darf. Ebenso, daß Iran erfolgreich eine Hinhaltetaktik verfolgt, weil sich die Staatengemeinschaft zwar in der Theorie aber nicht in der Praxis einig ist.
Es ist ebenso Fakt, daß es keine überprüfbaren Fakten zum Status Quo der iranischen Nukleartechnik gibt. Und schon gar nicht über die Absichten der Mullahs. Alles ist Spekulation auf sich ständig widersprechenden Geheimdienstinformationen, die wiederum als "misformation" und "deception" benutzt werden, um Ölpreise, Märkte und politische Strategien zu beeinflussen.
Ich stimme daher mit Steins Fazit überein, das es höchste Zeit ist, Iran eindeutige Angebote und eindeutige Drohungen zu machen. Wenn möglich medial offen, damit sich solche Spekulationsdiskussionen wie hier erübrigen.
Zitat: "Es ist Fakt, daß die Weltgemeinschaft beschlossen hat, daß Iran keine Möglichkeit zum Bau einer Nuklearwaffe haben darf."
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
Mit angeboten kommt man eventuell weiter, mit Drohungen garnicht. würden Sie sich mit einer Drohung zum Umdenken lenken lassen? Sie würden sich einschüchtern lassen, und weiter daran arbeiten um sich aus dieser situation heraus zu winden. Ob iran sich einschüchtern lässt würde ich eher bezweifeln.
Zitat: "Es ist Fakt, daß die Weltgemeinschaft beschlossen hat, daß Iran keine Möglichkeit zum Bau einer Nuklearwaffe haben darf."
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
Mit angeboten kommt man eventuell weiter, mit Drohungen garnicht. würden Sie sich mit einer Drohung zum Umdenken lenken lassen? Sie würden sich einschüchtern lassen, und weiter daran arbeiten um sich aus dieser situation heraus zu winden. Ob iran sich einschüchtern lässt würde ich eher bezweifeln.
was will denn die staatengemeinschaft als gegenleistung fuer einen freiwilligen verzicht auf die zivile nutzung und der beherrschung von atomtechnologien bieten? Dieses recht des irans ist ja nicht geschenkt zu haben. So funktionieren vertraege nicht. Ein vertrag stellt ja auch immer ein leistungsgleichgewicht dar. Natuerlich ausgenommen der 'vertraege' aus zb. der kolonialzeit, ...
Ein ende der sanktionen gegen den iran vielleicht? Das waere schlau. Erst ungerechtfertigte sanktionen verhaengen die man dann im handel als gegenleistung hinstellt. Clever, clever, ...
Das problem an steins auslegung ist, dass er nicht die kompetenz besitzt die fehler und verbrechen der staatengemeinschaft, usa und israels zu sehen, die an dem iran veruebt wurden. Kolonisation, ausbeutung der rohstoffe, operation ajax, sanktionen, ... und stein ist stumm.
Kein gran empathie fuer das leiden anderer. Einfach implizit es abzutun mit: 'sind ja selber schuld die araber/perser/... wenn sie sich nicht organisieren koennen' uebersieht die kolonialen verbrechen die die christen und in der heutigen zeit auch juden an ihren mitmenschen begehen.
Die letzten jahrzehnte und insb. die letzten 8 jahre sind nicht einfach wegzuignorieren. Es ist zeit sich seiner verantwortung zu stellen und nicht darueber zu schweigen. Es waere schoen wenn er sich mit seiner vergangenheit und die seines volkes fuer das er spricht kritisch auseinandersetzen koennte. Da gibts massiv nachholbedarf. Wenn er das mal ehrlich anfaengt, dann besitzt er auch wieder glaubwuerdigkeit - aber so? Laecherlich!
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