Siebeck Rindfleisch, königlich
Unser Kolumnist isst in Berlin und testet das Grill Royal
Das Leben in den Metropolen verläuft nach übereinstimmenden Regeln: Es ist in übersichtliche Bezirke eingeteilt. London und New York haben ihre Theater-Distrikte, in Paris beschränkt sich die Damenmode auf wenige Straßen im achten Arrondissement, und Berlins Gastronomie spielt sich in Mitte ab. Nicht dass es im bürgerlichen Westen keine Restaurants gäbe – es sind nach wie vor sehr viele. Doch neue, wirklich moderne Lokale werden in Berlin-Mitte eröffnet. Wobei mit "modern" nicht der Stil der Küche gemeint ist, sondern jener glitzernde Glamour, der die Großstädter mehr anzieht als eine neue Variante der Molekularküche oder ein auf Hunde spezialisierter Chinese.
Deshalb ist es kein Wunder, dass – anders als im Rest Berlins üblich – abends im Grill Royal kein Tisch frei bleibt. Dieses Großrestaurant ist nicht nur neu, es glitzert auch, anders als ein Weihnachtsbaum, nicht nur im Winter, wenn es schneit.
Schon seine Lage ist spektakulär. Das Etablissement liegt am Ufer der Spree, direkt hinter der Weidendammbrücke. Blickt man durch die großen Fenster ins Innere, glaubt man zunächst, eine dieser dunklen Höhlen vor sich zu haben, wo das Energiesparen mit dem Bedürfnis nach Kuscheligkeit jene Finsternis hervorbringt, in deren Schutz alles möglich ist, nur nicht das Lesen der Speisekarte. Aber hier war ausnahmsweise ein Architekt am Werk, der die modische Verfinsterung aufklärend vermied. Ein Voltaire der Beleuchtung.
Fast die gesamte Rückwand des großen Raums wird von gläsernen Kühlvitrinen eingenommen, in denen der Gast die feinsten Stücke edler Rinder bestaunen kann. Denn Fleisch vom Rind ist die Spezialität des Royal Grills. Wie es vorzugsweise zubereitet wird, verrät der Name. Und wie viel 200 Gramm, 400 Gramm oder gar ein kiloschweres Stück kostet, verrät die Speisekarte, sowie die Provenienz der Filets: Handmassiert aus Japan? Guinnessaroma aus Irland? Emmentaler Rind?
Es gibt auch noch dies und das zu essen, wobei es sich ausschließlich um die Insignien der modernen Großstadtküche handelt. Alles ist korrekt zubereitet, nichts besonders kulinarisch und der Eleganz des Ladens entsprechend kalkuliert.
Und wo, bitte sehr, kann man, wenn man zum Rauchen vor die Tür geht, die Zigarette so lässig in die Spree schnippen wie im Grill Royal?
Grill Royal, Friedrichstraße 105 b, 10117 Berlin, Tel. 030/28 87 92 88
- Datum 25.02.2009 - 23:10 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 26.02.2009 Nr. 10
- Kommentare 5
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WANN MERKT ER ENDLICH, DASS ER NUR NOCH PEINLICH IST ?
wann merken sie, dass solche aussagen wie ihre nichts zu melden haben?
ansonsten,
hat der Sibeck genau so geschrieben wie es sich über solche läden gehört zu schreiben.
die es verstehen, wissen was gemeint ist.
wenn ich jetzt noch meine meinung schreiben würde, dann würde ich sehr böses blut vergiessen.
wann merken sie, dass solche aussagen wie ihre nichts zu melden haben?
ansonsten,
hat der Sibeck genau so geschrieben wie es sich über solche läden gehört zu schreiben.
die es verstehen, wissen was gemeint ist.
wenn ich jetzt noch meine meinung schreiben würde, dann würde ich sehr böses blut vergiessen.
hab ich was übersehen?
oder besteht die gesamte kritik(?) aus einem halben artikel?
ich will nicht wissen, wie der laden aussieht, sondern ob es schmeckt, wie die qualität ist, der service... erst dann kommt die inneneinrichtung, schade, ich hätte mehr schreiben können
Was nicht drinsteht hat man besser weggelassen.
"Es gibt auch noch dies und das zu essen, wobei es sich ausschließlich um die Insignien der modernen Großstadtküche handelt. Alles ist korrekt zubereitet, nichts besonders kulinarisch und der Eleganz des Ladens entsprechend kalkuliert."
Mehr scheints nicht zu sagen zu geben, von dem Laden... reicht doch, um es sich zu sparen!
Was nicht drinsteht hat man besser weggelassen.
"Es gibt auch noch dies und das zu essen, wobei es sich ausschließlich um die Insignien der modernen Großstadtküche handelt. Alles ist korrekt zubereitet, nichts besonders kulinarisch und der Eleganz des Ladens entsprechend kalkuliert."
Mehr scheints nicht zu sagen zu geben, von dem Laden... reicht doch, um es sich zu sparen!
Was nicht drinsteht hat man besser weggelassen.
"Es gibt auch noch dies und das zu essen, wobei es sich ausschließlich um die Insignien der modernen Großstadtküche handelt. Alles ist korrekt zubereitet, nichts besonders kulinarisch und der Eleganz des Ladens entsprechend kalkuliert."
Mehr scheints nicht zu sagen zu geben, von dem Laden... reicht doch, um es sich zu sparen!
wann merken sie, dass solche aussagen wie ihre nichts zu melden haben?
ansonsten,
hat der Sibeck genau so geschrieben wie es sich über solche läden gehört zu schreiben.
die es verstehen, wissen was gemeint ist.
wenn ich jetzt noch meine meinung schreiben würde, dann würde ich sehr böses blut vergiessen.
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