Stimmt's Hand anlegen ist besser
Axel Endriss aus Stuttgart fragt: Stimmt es, dass Gläser, die trüb aus der Spülmaschine kommen, nie mehr klar werden?
Es kommt drauf an. Die Trübung kann eine Ablagerung von Kalk oder Spülmittelresten sein, dann muss man einfach nur die Dosierung von Spülmittel, Klarspüler und Salz richtig einstellen, und die Gläser werden wieder klar.
Wahrscheinlich geht es in der Frage aber um die Trübung, die nach vielen Spülgängen entsteht und oft damit beginnt, dass das Glas in allen Regenbogenfarben schillert. Dahinter steckt die sogenannte Glaskorrosion. Bei ihr werden tatsächlich Ionen von Elementen wie Natrium, Kalium oder Barium aus der Glasoberfläche herausgelöst, und die ist dann nicht mehr richtig glatt – für immer. Antike Gläser haben oft diese Trübung, und in der Spülmaschine läuft die Korrosion sozusagen im Zeitraffer ab.
Die Ursachen dafür sind vielfältig. Zu weiches Wasser ist nicht gut für die Gläser, es enthält zwar weniger Kalk, greift aber die Oberfläche an. Je heißer gespült wird, umso stärker ist die Korrosion, deshalb sollte man Spülprogramme über 55 Grad meiden. Die Gläser sollten sich auch in der Maschine nicht berühren, weil feinste Kratzer Angriffspunkte für die Korrosion darstellen. Und man sollte sofort nach Ende des Spülgangs die Tür der Maschine öffnen, damit der Wasserdampf entweichen kann.
Die Korrosion hängt aber auch von der Qualität des Glases ab. Inzwischen bieten einige Hersteller Gläser an, für die sie eine gewisse Anzahl von Spülgängen garantieren. Wenn ein Glas kein solches Siegel trägt und ihnen lieb und teuer ist, dann spülen Sie es besser mit der Hand. Christoph Drösser
Die Adressen für »Stimmt’s«-Fragen: DIE ZEIT, Stimmt’s?, 20079 Hamburg oder stimmts@zeit.de . Das »Stimmt’s?«-Archiv: www.zeit.de/stimmts
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- Datum 05.03.2009 - 11:56 Uhr
- Serie Stimmt's
- Quelle DIE ZEIT, 26.02.2009 Nr. 10
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Statt Gläser von Hand zu spülen und damit zu schonen, kaufe ich bei Bedarf neue Gläser. Da sie aus einer berühmten "schwedischen" Glashütte stammen, hält sich der finanzielle Aufwand in Grenzen.
Nicht wirklich öko aber bequem und preiswert.
...wenn sie den Spülgang überleben.
Fakt ist:
Wir haben seit 5 Monaten endlich eine Spülmaschine.
Als Ossis sind wir ja lange Wartezeiten gewöhnt, nur dass wir vor über 20 Jahren lange auf eine ordentliche Küche warten mussten, obwohl wir das Geld hatten.
Nach der Wende wurde alles anders, denn wir warteten nicht auf die neue Küche, sondern wir hatten einfach das Geld dafür nicht.
Nun schätzen wir uns glücklich, endlich im Besitz eines hochwertigen Ost-Produktes zu sein, nämlich einer RATIOMAT-EinbauKüche, die pass genau in unsere WBS-70 Wendewohnung eingebaut wurde.
Die Küche war zwar nicht so billig wie bei Poco oder Höffner, aber dafür überleben nicht nur unsere Gläser die Spülgänge, sondern werden stets porentief sauber und rein.
Auch kaufen wir unsere Gläser nicht beim Billiganbieter, sondern achten auch hier auf bezahlbare Qualität.
Denn nur wer billig kauft, der kauft öfters; und dann wird es so richtig teuer!
Und wer billig kauft, der fördert gemeinhin ja nicht die deutschen, sondern die ausländischen Arbeitsplätze.
Um so mehr freut es uns, dass unsere Konsumgüter meistens in den neuen Bundesländern produziert werden, auch die Küche.
Wir trotzen der Krise, auch ohne "Abwrackprämie".
...dann klappts auch mit dem Nachbarn - war da nicht mal eine erfolgreicheGeschirrspülmittelwerbung die sich dieses Problems angenommen hat?
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