Autokrise Opel ist nicht zu rettenSeite 3/3
Vielen Unternehmen helfen – eines sterben lassen
Dies ist das Szenario, vor dem man den Fall Schaeffler betrachten sollte. Der Familienkonzern hat sich mit der Übernahme des Autozulieferers Conti überhoben, braucht bis zu sechs Milliarden Euro Kapital. Nun erwägen die Gläubigerbanken, den Deal rückgängig zu machen. Am Ende stünden zwei getrennte Firmen da, hoch verschuldet zwar, aber dank ihrer Marktstellung grundsätzlich überlebensfähig. An sie könnte man weitere Zulieferer andocken – nur diesmal mit staatlicher Hilfe.
Es ist ein fast unerhörter Gedanke, viele Unternehmen zu retten und eines sterben zu lassen. Doch allen zu helfen überfordert den Staat. Auch das sollte eine Regierung bedenken, die sich zur Opel-Rettung längst entschlossen hat.
Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio
- Datum 09.03.2009 - 11:15 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | Auf einer Seite lesen
- Serie Audio
- Quelle DIE ZEIT, 05.03.2009 Nr. 11
- Kommentare 53
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:




die sich keinen Mercedes oder BMW leisten können und trotzdem jeden Tag zur Arbeit müssen. Gemeint sind damit jene Menschen, ohne deren Tätigkeit es überhaupt keine Mercedesfahrer (Neuwagen) gäbe.
Oder aber; einen Opel kaufen die Menschen, die den Wert eines Fahrzeuges am Gebrauchswert festmachen und nicht dazu bereit sind, aus der Liste der Sonderausstattungen das Paket Image auszuwählen. Diesen Schalter habe ich nämlich noch nie vermißt.
...kaufen sie dann nicht? Vielleicht weil es in der Opel-Klasse genügend bessere Alternativen gibt?
...kaufen sie dann nicht? Vielleicht weil es in der Opel-Klasse genügend bessere Alternativen gibt?
Der Artikel zeigt einen ganz wichtigen Punkt auf - in Berlin in der Großen Koalition, aber auch bei vielen Lobbyistengruppen hat man Angst. Man hat sogar große Angst - und zwar weniger vor einer Pleite, sondern Angst vor Unruhen, die dann nämlich folgen werden, wenn Hunderttausende ihren Job verlieren und nach 12 Monaten in Hartz IV landen und als Schmarotzer gegeisselt werden, wenn diese Leute ihre vorher immer vehement geforderte 'Eigenvorsorge' auflösen müssen, wenn man sie in jobs mit Hungerlöhnen zu pressen versucht.
Nicht umsonst träumt man in der Union endlich die Möglichkeit des Kampfeinsatzes der Bundeswehr im Innern zu legalisieren... Und die Armee braucht man mitnichten - wie so gern schwadroniert wird - zur Abwehr irgendwelcher islamistischer Terroristen, nein, man will sie gegen die eigene Bevölkerung einsetzen.
Man kann Opel nicht retten - das weiß jeder, doch niemand darf es aussprechen. Denn in diesem Jahr wird gewählt und deshalb muss das Geld der Millionen Steuerzahler rausgeworfen werden für dieses Himmelsfahrtkommando. Die Milliarden kommen von den Arbeitnehmern, den Rentnern, den Mittelständlern, Rentnern und dienen nicht der Rettung von Arbeitsplätzen sondern der Wiederwahl von Angela Merkel. Das ist die zynische Wahrheit.
Angela Merkel wird öffentlich nicht entscheiden, Opel mit öffentlichen Finanzen zu retten. Das wäre sonst eine riesige Überraschung. Hat sie sich doch in der Zeit der Krise bedeckt gehalten, ja sie hat sich beinahe versteckt.
Sollte irgendwien Ministerium für eine finanzielle Unterstützung plädieren und auch organisieren, dann kann sich Angela Merkel im Lcihte des Erfolges, wenn es denn einer sein sollte, sonnen und bei den Wahlveranstaltungen sagen: guckt her, ich bin die Retterin Opels. Bleibt die finanzielle Unterstützung ohne Erfolg, weil die Mittel nach Chicago (?) fließen oder weil die Finanzspritze für eine Rettung nicht ausreicht und Opel trotzdem in den Konkurs geht, dann kann sie sich weiterhin bedeckt halten und jede Verantwortung, auch wenn sie die letztendlich trägt, von sich schieben und genauso frisch und unverbraucht in den Wahlkampf gehen, wie es Herr Althaus vielleicht angehen wird.
Angela Merkel wird öffentlich nicht entscheiden, Opel mit öffentlichen Finanzen zu retten. Das wäre sonst eine riesige Überraschung. Hat sie sich doch in der Zeit der Krise bedeckt gehalten, ja sie hat sich beinahe versteckt.
Sollte irgendwien Ministerium für eine finanzielle Unterstützung plädieren und auch organisieren, dann kann sich Angela Merkel im Lcihte des Erfolges, wenn es denn einer sein sollte, sonnen und bei den Wahlveranstaltungen sagen: guckt her, ich bin die Retterin Opels. Bleibt die finanzielle Unterstützung ohne Erfolg, weil die Mittel nach Chicago (?) fließen oder weil die Finanzspritze für eine Rettung nicht ausreicht und Opel trotzdem in den Konkurs geht, dann kann sie sich weiterhin bedeckt halten und jede Verantwortung, auch wenn sie die letztendlich trägt, von sich schieben und genauso frisch und unverbraucht in den Wahlkampf gehen, wie es Herr Althaus vielleicht angehen wird.
...kaufen sie dann nicht? Vielleicht weil es in der Opel-Klasse genügend bessere Alternativen gibt?
Trotz aller Reformen konnte sich Deutschland nicht von der amerikanischen Misere abkoppeln.
Wegen(!!), meine Herren Redakteure! Die hirnrissigen Schröder/Eichel-Reformen (Steuerfreiheit für Beteiligungsverkäufe, Verbriefungsfreiheit für Kredite, no limits für Hedgefonds, Zulassen von Zockerbanken im Ausland zur Bilanzverschleierung) haben sämtliche Wassergräben gegenüber der US-Zockerwirtschaft zugeschüttet. Und mit dem Wasser aus den Burggräben haben sie die Firewalls gelöscht.
Etwas mehr Sorgfalt und Detailkenntnis beim Argumentieren!
Trotz eines gigantischen Rettungspakets für die Banken ist der Geldmarkt nicht wieder angesprungen.
Ist doch logisch: Banken vergeben Kredite nur gegen Sicherheiten, selbst wenn der Staat ihnen aus der Patsche hilft und die Zentralbank ihnen das Geld zu Fastnullzinsen hinterher schmeißt. Dann haben die Banken vielleicht mehr zum Zocken und für die nächste Blase - mehr Unternehmenskredite werden sie kaum gewähren.
Aber erklär das mal einem Politiker.
Wegen(!!), meine Herren Redakteure! Die hirnrissigen Schröder/Eichel-Reformen (Steuerfreiheit für Beteiligungsverkäufe, Verbriefungsfreiheit für Kredite, no limits für Hedgefonds, Zulassen von Zockerbanken im Ausland zur Bilanzverschleierung)´
Ganz genau!
und dazu kam noch der 2. Denkfehler (auf den ich auch hereingefallen bin)
Lasse Dein Volk kräftig klotzen und Marktführer-Produkte schaffen. Sorge aber dafür, dass dieses Volk von den Erfolgen nicht viel abbekommt. Wegen billiger Spitzenprodukte kannst du dann weltmeisterlich exportieren und dann kann dir keine Krise mehr etwas anhaben".
Aber nein.
Ein Volk, welches weltmarkfähige Produkte herstellt und diese sich selbst nicht leisten kann, wird schlicht betrogen. Es entsteht nur eine andere Art von Blase: eine Exportblase! Und weil die geplatzt ist, stehen wir jetzt genauso schlecht da wie die, bei denen eine Immobilien- oder Investmentblase geplatzt ist. Nur dass die vorher eine schöne Zeit hatten.
Sie haben uns betrogen, es bringt nichts, dem Volk den Erfolg zu verweigern!!!!
[Entfernt wegen Doppelpostings. / Die Redaktion as]
Wegen(!!), meine Herren Redakteure! Die hirnrissigen Schröder/Eichel-Reformen (Steuerfreiheit für Beteiligungsverkäufe, Verbriefungsfreiheit für Kredite, no limits für Hedgefonds, Zulassen von Zockerbanken im Ausland zur Bilanzverschleierung)´
Ganz genau!
und dazu kam noch der 2. Denkfehler (auf den ich auch hereingefallen bin)
Lasse Dein Volk kräftig klotzen und Marktführer-Produkte schaffen. Sorge aber dafür, dass dieses Volk von den Erfolgen nicht viel abbekommt. Wegen billiger Spitzenprodukte kannst du dann weltmeisterlich exportieren und dann kann dir keine Krise mehr etwas anhaben".
Aber nein.
Ein Volk, welches weltmarkfähige Produkte herstellt und diese sich selbst nicht leisten kann, wird schlicht betrogen. Es entsteht nur eine andere Art von Blase: eine Exportblase! Und weil die geplatzt ist, stehen wir jetzt genauso schlecht da wie die, bei denen eine Immobilien- oder Investmentblase geplatzt ist. Nur dass die vorher eine schöne Zeit hatten.
Sie haben uns betrogen, es bringt nichts, dem Volk den Erfolg zu verweigern!!!!
[Entfernt wegen Doppelpostings. / Die Redaktion as]
Mal wieder ein guter Artikel und danke, dass nun die Lösung des Problems auch mal klar ausgesprochen wird.
Vielleicht wird sich Opel und GM noch auf das Angebot aus Bonn zurücksehen, als Solarworld zur Belustigung aller die Übernahme Opels angeboten hatte.
Ob heute noch die gleichen Bedingungen gelten?
Und zu Opel passt auch ein wenig was der amerikanische Dokumentarfilmer Michael Moore (bowling for columbine, etc) in der Larry King show gesagt hatte:
Sinngemäß: Gm hat Autos gebaut und dann seinen Kunden gesagt, so jetzt kauft mal schön, aber im Laufe der Zeit wollten die Kunden einfach bessere, komfortablere und sparsamere Autos und sind dann erst zu den Japanern, Deutschen und anderen asiatischen Herstellern gegangen.
Wenn langfristig der Kontakt und die Wahrnehmung des Marktes völlig ignoriert wird, darf man sich nicht ob der Folgen wundern.
Schade um Opel, aber vielleicht gibt es ja auch neuen Elan für neue Ideen im nachhaltigen Umweltbereich!
"The best way to predict the future is to invent it." Alan Kay
Die sind inzwischen auch am Ende - siehe deren Aktien...
Wenn man zwei Kranke in ein Bett tut, krabbelt niemals ein Gesunder heraus..
Die sind inzwischen auch am Ende - siehe deren Aktien...
Wenn man zwei Kranke in ein Bett tut, krabbelt niemals ein Gesunder heraus..
Sicher, es fällt schwer, die Opelaner erstmal auf die Strasse zu setzen. Nur muss man sich fragen, was denn in 5 Jahren kommt. Heißt es dann immer noch, "wir haben Opel fir für die zukunft gemacht, brauchen aber nochmals xx Mrd".
Ich denk, man braucht kein Prophet zu sein, um an dieses Szenarion zu glauben. Zu viele Hersteller für zu wenig Kunden.
Opel wird nicht übnerleben können. Auf der anderen Seite sind aus deutscher Sicht die verbleibenden Autobauer dringend angehalten, das Loch mit innovativen Produkten zu füllen und nicht zu warten, bis andere ausländische Hersteller sich den Opelkuchen unter sich aufteilen. Vielleicht besteht so wenigstens die Möglichkeit, die Opelaner nicht auf der Strasse stehen zu lassen.
... sollte man eine Firma wie Opel retten, bei der nicht ein Punkt als marode anzusehen ist, sondern das Gesamtkonzept nicht lebensfähig ist.
Da wurde von Opel über Jahre so viel verschlafen, dass nun der Steuerzahler die Zeche auslöffeln und eine nicht konkurrenzfähige Firma künstlich am Leben halten soll?
Was für eine kranke Idee, die nebenbei teuer und am Ende doch zum Scheitern verurteilt ist.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren