Eine internationale Verschwörung ungeheuren Ausmaßes gegen den Gatten der ehemaligen Gesundheitsministerin ist nun aufgedeckt worden. Dieser, ein unbedarfter Graf Bobby unter den Waffenlobbyisten, lässt sich gerne mit geknickter Schrotflinte bei der Entenjagd filmen. Jetzt wurde er selbst Opfer einer beispiellosen Treibjagd. Staatsanwälte aller Herren Länder werfen dem Landedelmann, der in einem Ytong-Schlösschen in Luising im Burgenland residiert, vor, er habe gefälschte Belege vorgelegt, um sogenannte untitulierte Beträge, die ihm von einem britischen Rüstungskonzern zugeflossen sein sollen, zu verschleiern. Lächerlich, es handelt sich dabei um vernachlässigbare 13 Millionen Euro. Diese Summe soll angeblich nachgeholfen haben, Tschechien davon zu überzeugen, seine Wehrbereitschaft durch den Erwerb von Abfangjägern des Typs Saab Gripen zu erhöhen. Ein völlig haltloser Vorwurf. Wir erinnern an den ewigen Wahrheitsgehalt jenes Ausspruchs, den General Wolf, der ehemalige Chef der österreichischen Luftwaffe, der Welt im Verlauf des Eurofighter-Untersuchungsausschusses schenkte. Er bewies damals schlüssig, dass aufgrund der weltweiten Vernetzung mittels elektronischen Postverkehrs Korruption im Waffengeschäft absolut unmöglich geworden sei. Auch der Graf von Luising besitzt bekanntlich einen Computer mit Internetanschluss. Man weiß auch, dass er über ein E-Mail-taugliches Handy verfügt. Zudem ist bekannt, dass er sich gerne mal ein schönes Jagdlied aus dem Internet herunterlädt oder sich mit seiner lustigen Jagdgesellschaft auf YouTube die komischsten Versprecher seiner Frau, der Ex-Ministerin, reinzieht. Bedarf es noch weiterer Beweise der vollkommenen Unschuld?