Diskothek Pop

The Whitest Boy Alive: »Rules«

Disco, das war diese Sache mit der blitzenden Lichterkugel und den dampfenden Leibern darunter. Nicht bei The Whitest Boy Alive. Ihnen gelingt das Kunststück, die Szenerie vom Schweißgeruch zu befreien. Die Berliner Formation um den Exilnorweger Erlend Øye rekonstruiert den Discosound der Achtziger mit der Besetzung einer Rockband. Das Orchestrale aus dem Synthesizer fällt dabei weg. Aber die weichen Bassnoten und abgezirkelten Funk-Gitarrenriffs fügen sich unter dem beruhigenden Diktat des metronomgleichen Schlagzeugs zu neuem Leben, zu Tanzmusik, die Ekstase negiert, um den Kopf in Bewegung zu setzen. Thomas Winkler

Bubbles/Groove Attack

 
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    • Quelle DIE ZEIT, 05.03.2009 Nr. 11
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