Tibet Zwietracht im ExilSeite 6/6
Mister Tibet, wie sie Lobsang Wangyal in McLeod Ganj auch nennen, kommt gut an im Dorf. Er mag Techno, geht nicht ständig beten, sieht gut aus und ist durchaus feinsinnig. Dies, sagt er, sei seine Art, für Tibet zu kämpfen. »Die traditionelle Kultur wird gefördert und weltweit unterstützt, aber um die zeitgenössische Kultur Tibets kümmert sich niemand. Die ist für die Zukunft mindestens ebenso wichtig.« Lobsang Wangyal hat nicht nur die Miss-Tibet-Wahl erfunden, sondern auch das Freigeist Festival, die Olympischen Tibet Spiele, das Tibet Filmfestival und das Tibet Motorradrennen. Und er plant in Paris eine »Tibet Modenschau«. Er möchte der Welt zeigen, dass Tibet nicht stehen bleibt. »Zu viele haben sich in die Vergangenheit verbissen.« Für Gebete bleibe nicht viel Zeit, sagt er, »ich versuche, ein Buddhist zu sein«. Aber Lobsang Wangyal unterstützt das Mittlerer-Weg-Konzept Seiner Heiligkeit. Er findet es »künstlerisch«, »realistisch« und »ausgewogen«.
Diejenigen, die von der völligen Unabhängigkeit träumen, findet Lobsang Wangyal zum Lachen. »Die können ja nicht einmal sich selbst befreien.« Wangyal ist auf andere Art politisch: Er hat an die Veranstalter der Miss-Universum-Wahl geschrieben, ob seine Miss Tibet auch an der Weltausscheidung teilnehmen könnte. Er wusste natürlich, dass dies nur eigenständigen Ländern vorbehalten ist. Deshalb überraschte ihn die Antwort nicht: Die Show dauere jetzt schon zwei Stunden. Jede Kandidatin hätte nur sehr kurz Zeit. Deshalb könne man leider nichts machen. Aber es war ein Versuch. Ein Vorstoß aus unerwarteter Richtung.
Plötzlich erfasst Unruhe das Dorf. Ein indischer Polizist mit gewichtigem Schnauzbart lässt eilig Obstkarren versetzen, Stühle rücken. Alte lassen sich auf Kisten nieder, ihre Hände auf den Stock gestützt. Die Jungen klettern auf die Mauern. Zuckerwatteverkäufer drängen durch die Menge. Die Schaulustigen sind von einer wohligen Anspannung erfasst: Seine Heiligkeit kommt nach Hause. Der Dalai Lama ist bereits auf dem kleinen Flughafen gelandet. Zwischen den Feldern unten im Tal leuchten kleine rote Gruppen. Mönche auf dem Weg zur Hauptstraße.
Der Dalai Lama wirkt freundlich wie immer – nur ein wenig müder
Die Streitlustigen im Dorf wissen: Das Charisma Seiner Heiligkeit wird die Gemüter ein wenig beruhigen. Selbst Lhasang Tsering, der Buchhändler, ist heute fast versöhnlich. »Es ist einfach für uns, die Politik des Mittleren Weges zu kritisieren. Doch die Last, die Unsere Heiligkeit tragen muss, ist unvorstellbar«, sagt er und fügt nach einer kurzen Pause hinzu: »Aber dazu sind Führer da. Sie müssen Druck aushalten können.«
Dann hört man auf dem Dach der Tempelanlage Musiker in tibetische Hörner blasen. Der Hofstaat kommt die Gasse herab. Eine lange Reihe Autos, mittendrin ein gepanzerter Suzuki-Allradwagen. Das Dalaimobil. Leibwächter laufen nebenher. Auf dem Beifahrersitz der Dalai Lama. Freundlich winkend, immer im Dienst. Und doch ein bisschen müde.
Es wird nicht leichter, Seine Heiligkeit zu sein.
- Datum 11.03.2009 - 08:43 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 05.03.2009 Nr. 11
- Kommentare 109
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Sehr geehrte Redaktion, wissen Sie zuifälllig, dass Herr DL ein blutiger Sklavenbsitzer vor 50 Jaren in Tibet war? Wissen Sie zufällig auch, wie die Sklaven in Tibet vor 50 Jahren gelebt haben?
...sagen sie es uns.
So ist es.
Als Dalai Lama an der Macht, war der größte Teil der Tibeter leibeigene und Sklaven. Von den tibetischen bestrafungsarten, würde selbst die Scharia erblassen, den Menschen wurde als straffe Beine, Arme, Nasen und Ohren abgeschnitten, Augen ausgestochen und ausgepeitscht.
Und der Dalai Lama war an der Spitze, des Verbrecher Regimes.
http://daserste.ndr.de/pa...
...sagen sie es uns.
So ist es.
Als Dalai Lama an der Macht, war der größte Teil der Tibeter leibeigene und Sklaven. Von den tibetischen bestrafungsarten, würde selbst die Scharia erblassen, den Menschen wurde als straffe Beine, Arme, Nasen und Ohren abgeschnitten, Augen ausgestochen und ausgepeitscht.
Und der Dalai Lama war an der Spitze, des Verbrecher Regimes.
http://daserste.ndr.de/pa...
...sagen sie es uns.
Fragen mal bitte DL selbst, wie heißt die Regime Tibet vor 50 Jahren: Kapitalismus, Sozialismus oder Sklavenregime? Womit wird die Kerze im Palast gezündet, etwa nicht mit einem Sklavenschädel? Wie wurden de Sklaven bestraft?
Dann schauen Sie doch einfach mal im deutschen Fernsehen nach:
http://daserste.ndr.de/pa...
Sehr informativ!
********************************
Ich gehe, damit ich wiederkommen kann.
Fragen mal bitte DL selbst, wie heißt die Regime Tibet vor 50 Jahren: Kapitalismus, Sozialismus oder Sklavenregime? Womit wird die Kerze im Palast gezündet, etwa nicht mit einem Sklavenschädel? Wie wurden de Sklaven bestraft?
Dann schauen Sie doch einfach mal im deutschen Fernsehen nach:
http://daserste.ndr.de/pa...
Sehr informativ!
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Ich gehe, damit ich wiederkommen kann.
Fragen mal bitte DL selbst, wie heißt die Regime Tibet vor 50 Jahren: Kapitalismus, Sozialismus oder Sklavenregime? Womit wird die Kerze im Palast gezündet, etwa nicht mit einem Sklavenschädel? Wie wurden de Sklaven bestraft?
Falls es Ihrer Aufmerksamkeit entgangen ist - das aktuelle Dossier 'Zwietracht im Exil' , der Artikel, den Sie hier kommentieren, beschäftigt sich mit der aktuellen Situation im Exil. Nicht mit der in Tibet vor der chinesischen Besetzung.
Gäbe es ein freies Tibet, gälte wohl diese Verfassung.
Man beachte den Konjunktiv.
Es ist einfach sehr dumm und naiv, ohne die Geschichte des DL mit zu berücksichtigen! [...] (Bitte unterlassen Sie NS-Vergleiche. Die Redaktion /ft)
Wenn Sie von heute sprechen wollen, dann sage ich Ihnen klipp und klar, dass Tibet zu China gehört wie Ostpreußen heute zu Polen. So ist es. Warum diskutieren Sie nicht über die Besetzung Ostpreußen? Dort weiß man zu mindestens einigermaßen die Geschichte und muss nicht nur über Blödsinn reden.
Mit dem Verwendung des Wortes Besetzung von Tibet haben Sie sich schon für jegliche Diskussion mit Chinesen disqualifiziert.
Es ist einfach sehr dumm und naiv, ohne die Geschichte des DL mit zu berücksichtigen! [...] (Bitte unterlassen Sie NS-Vergleiche. Die Redaktion /ft)
Wenn Sie von heute sprechen wollen, dann sage ich Ihnen klipp und klar, dass Tibet zu China gehört wie Ostpreußen heute zu Polen. So ist es. Warum diskutieren Sie nicht über die Besetzung Ostpreußen? Dort weiß man zu mindestens einigermaßen die Geschichte und muss nicht nur über Blödsinn reden.
Mit dem Verwendung des Wortes Besetzung von Tibet haben Sie sich schon für jegliche Diskussion mit Chinesen disqualifiziert.
Es ist einfach sehr dumm und naiv, ohne die Geschichte des DL mit zu berücksichtigen! [...] (Bitte unterlassen Sie NS-Vergleiche. Die Redaktion /ft)
Streben Sie das an? Da hätten Sie sich geirrt! Zumal schon mal ein ganzes deutsches Volk diesen furchtbaren Irrtum beging.
Über die jüngere Geschichte Tibets bin ich durchaus informiert. Dummheit und Naivität müssen Sie mir also nicht sofort unterstellen. Ihnen bescheinige ich allerdings einige Unhöflichkeit - ich wüßte nicht, daß ich Ihnen dazu Anlaß bot. Ich möchte Sie auch darauf aufmerksam machen, daß der Dalai Lama 1935 geboren wurde, China bereits 1951 Tibet entgegen jeden Völkerrechts besetzte. Wieviel Macht hatte er wohl bis dahin?
Ich bin ja durchaus mit Ihnen einer Meinung, was die Kritikwürdigkeit des Systems in Tibet vorher angeht, möchte aber nochmal darauf hinweisen, daß Sie hier, zu diesem Artikel das Thema verfehlen.
Die Bezeichnung 'Lamahausen' - @Redaktion - in der Printausgabe, wie auch hier in der Unterzeile finde ich übrigens reichlich despektierlich.
Streben Sie das an? Da hätten Sie sich geirrt! Zumal schon mal ein ganzes deutsches Volk diesen furchtbaren Irrtum beging.
Über die jüngere Geschichte Tibets bin ich durchaus informiert. Dummheit und Naivität müssen Sie mir also nicht sofort unterstellen. Ihnen bescheinige ich allerdings einige Unhöflichkeit - ich wüßte nicht, daß ich Ihnen dazu Anlaß bot. Ich möchte Sie auch darauf aufmerksam machen, daß der Dalai Lama 1935 geboren wurde, China bereits 1951 Tibet entgegen jeden Völkerrechts besetzte. Wieviel Macht hatte er wohl bis dahin?
Ich bin ja durchaus mit Ihnen einer Meinung, was die Kritikwürdigkeit des Systems in Tibet vorher angeht, möchte aber nochmal darauf hinweisen, daß Sie hier, zu diesem Artikel das Thema verfehlen.
Die Bezeichnung 'Lamahausen' - @Redaktion - in der Printausgabe, wie auch hier in der Unterzeile finde ich übrigens reichlich despektierlich.
So ist es.
Als Dalai Lama an der Macht, war der größte Teil der Tibeter leibeigene und Sklaven. Von den tibetischen bestrafungsarten, würde selbst die Scharia erblassen, den Menschen wurde als straffe Beine, Arme, Nasen und Ohren abgeschnitten, Augen ausgestochen und ausgepeitscht.
Und der Dalai Lama war an der Spitze, des Verbrecher Regimes.
http://daserste.ndr.de/pa...
Na, diesbezüglich haben doch die chinesischen Folter-Schergen auch Einiges zu bieten. Die brutalsten Folter- und Hinrichtungs-Methoden haben sich scheinbar Chinesen und Japaner ausgedacht. Ungefähr in der gleichen Epoche waren Pfählungen und Vierteilungen in China an der Tagesordnung. Auch der "Tod der tausend Schnitte" Lingchi war eine "beliebte" Hinrichtungsmethode politischer Gegner. Diesen "Ruf" kann China sicher kein anderes Land so schnell streitig machen.
-
Gerade in letzter Zeit wurden schwer verletzte Tibeter ihren Angehörigen übergeben, wenn die Gefahr bestand, dass sie an den Folgen der Folter sterben könnten. Sie sollen scheinbar nicht die Statistik der Todesfälle in Haft belasten. Tja, ab und zu dringt eben doch einmal etwas nach Außen.
-
Und wer befreit nun die Tibeter von der Gewaltherrschaft der Chinesen?
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Na, diesbezüglich haben doch die chinesischen Folter-Schergen auch Einiges zu bieten. Die brutalsten Folter- und Hinrichtungs-Methoden haben sich scheinbar Chinesen und Japaner ausgedacht. Ungefähr in der gleichen Epoche waren Pfählungen und Vierteilungen in China an der Tagesordnung. Auch der "Tod der tausend Schnitte" Lingchi war eine "beliebte" Hinrichtungsmethode politischer Gegner. Diesen "Ruf" kann China sicher kein anderes Land so schnell streitig machen.
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Gerade in letzter Zeit wurden schwer verletzte Tibeter ihren Angehörigen übergeben, wenn die Gefahr bestand, dass sie an den Folgen der Folter sterben könnten. Sie sollen scheinbar nicht die Statistik der Todesfälle in Haft belasten. Tja, ab und zu dringt eben doch einmal etwas nach Außen.
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Und wer befreit nun die Tibeter von der Gewaltherrschaft der Chinesen?
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man schaue sich nur die landkarte an - das soll Tibet sein? das ist der rumpf, der nach der invasion offiziell als autonome region tibet etabliert wurde. diese sprachregelung auch im bild weiter zu propagieren, gibt den tätern recht.
daß Tibet vor 50 jahren keine vorbildliche demokratie war und es "außergewöhnlicher umstände" bedurfte, die exilgemeinschaft von den vorzügen dieser regierungsform zu überzeugen, wird niemand in abrede stellen; aber ein mittelalterliches system durch ein gewaltsam von außen aufoktroyiertes, totalitäres kolonialregime zu ersetzen entspricht auch nicht der allgemeinen vorstellung von einer positiven entwicklung. (soviel zu sharepoint)
dumme fehler unterlaufen dauernd, aber ein indisches Chicken Marsala gibt's nicht, nur ein Chicken Masala.
Streben Sie das an? Da hätten Sie sich geirrt! Zumal schon mal ein ganzes deutsches Volk diesen furchtbaren Irrtum beging.
Über die jüngere Geschichte Tibets bin ich durchaus informiert. Dummheit und Naivität müssen Sie mir also nicht sofort unterstellen. Ihnen bescheinige ich allerdings einige Unhöflichkeit - ich wüßte nicht, daß ich Ihnen dazu Anlaß bot. Ich möchte Sie auch darauf aufmerksam machen, daß der Dalai Lama 1935 geboren wurde, China bereits 1951 Tibet entgegen jeden Völkerrechts besetzte. Wieviel Macht hatte er wohl bis dahin?
Ich bin ja durchaus mit Ihnen einer Meinung, was die Kritikwürdigkeit des Systems in Tibet vorher angeht, möchte aber nochmal darauf hinweisen, daß Sie hier, zu diesem Artikel das Thema verfehlen.
Die Bezeichnung 'Lamahausen' - @Redaktion - in der Printausgabe, wie auch hier in der Unterzeile finde ich übrigens reichlich despektierlich.
Noch in Yuan-Dynastie ist Tibet ein Teil von China , wissen sie so etwas noch nicht, oder ?
Da hätten Sie sich geirrt!
wie oft haben Sie schon in letzter Zeit so was geschrieben ?
Wenn jemand zu jedem sagt, Sie irren sich, dann weiß ich nicht mehr, ob dieser noch normal ist.
Noch in Yuan-Dynastie ist Tibet ein Teil von China , wissen sie so etwas noch nicht, oder ?
Da hätten Sie sich geirrt!
wie oft haben Sie schon in letzter Zeit so was geschrieben ?
Wenn jemand zu jedem sagt, Sie irren sich, dann weiß ich nicht mehr, ob dieser noch normal ist.
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