Kaleidoskop KRITIK IN KÜRZE Militarismus

»Eine der gefährlichsten Krankheiten unserer Zeit«, erkannte der Jesuitenpater Annarius Osseg bereits 1876, ist »der Militarismus, welcher ganze Völker in Waffen rüstet, den Staat zu einer großen Kriegsmaschine, jeden gesunden Bürger zum Soldaten macht, welcher die öffentlichen Ausgaben und Lasten namenlos steigert, eine beständige Kriegsgefahr heraufbeschwört.« Wolfram Wette, einer der angesehensten Militärhistoriker der Bundesrepublik, beschreibt in seinem neuen Werk, wie gerade in Preußen-Deutschland das Militär die Mentalität der Gesellschaft prägte und welchen verhängnisvollen Einfluss diese kriegerische Kultur auf die deutsche Politik im 19. und 20. Jahrhundert ausübte – bis hin zu dem von Hitler und der Wehrmacht entfesselten Vernichtungskrieg. Ein sehr wichtiger Beitrag zum Problem der Kontinuität in der deutschen Geschichte.

 
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