DIESE WOCHE: Kinderarbeit
Statt zur Schule geht es ins Bergwerk oder in die Fabrik, und die Arbeit dort ist anstrengend und macht krank: So sah für unzählige Kinder noch vor rund 200 Jahren der Alltag aus – auch in Deutschland. Statt zu lernen oder Freunde zu treffen, mussten schon Sechsjährige schuften. Viele Firmen stellten besonders gern Kinder ein, weil sie ihnen weniger Lohn zahlen mussten. Heute ist Kinderarbeit in Deutschland verboten. Kinder werden geschützt, haben ein Recht auf Bildung und auf Zeit zum Spielen. Wichtig dafür war der 9. März 1839: An diesem Montag ist das 170 Jahre her. Damals wurde in einem Teil des heutigen Deutschlands ein Gesetz beschlossen, das verbot, junge Kinder in Fabriken und Bergwerken zu beschäftigen. Anfangs hielten sich nicht viele Unternehmer an diese Regel. Doch die Idee war geboren und konnte sich ausbreiten. In vielen Ländern Asiens, Afrikas und auch Osteuropas aber müssen noch heute Kinder hart arbeiten. Die Idee, Kinder zu schützen, ist also noch längst nicht überall angekommen. Deshalb kämpfen Kinderhilfsgruppen in der ganzen Welt gegen Kinderarbeit.
- Datum 05.03.2009 - 07:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 05.03.2009 Nr. 11
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