Designer-Stadt

Seit 2006 trägt Berlin die Unesco-Auszeichnung City of Design. In der Hauptstadt sind rund neun Prozent der Unternehmen der deutschen Designwirtschaft ansässig. Zu ihnen gehören die etwa 600 Modedesigner, die in der Stadt leben und arbeiten. Unter ihnen auch Anna von Griesheim. Die gebürtige Münchnerin hat es über die Jahre verstanden, ein großes Netzwerk aus Freunden und gesellschaftlichen Kontakten aufzubauen. Zahlreiche Prominente aus Politik und Gesellschaft wie zum Beispiel Verlegerin Friede Springer (Foto oben), ZDF-Moderatorin Maybrit Illner (unten) und die Schauspielerinnen Anja und Gerit Kling zählen zu ihren Kundinnen.

Wie schon zu Hochzeiten der Berliner Konfektion in den 1920er, 1950er und 1960er Jahren, ist die Modebranche in ihrer Struktur kleinteilig geblieben. Damals wurde sie von berühmten Häusern wie Herrmann Gerson, Johanna Marbach, Elise Topell, Geringer&Glupp, Staebe-Seger oder Uli Richter getragen. Bis heute besteht die Arbeitsteilung zwischen kleinen Ateliers und einem Zwischenmeistersystem. Das heißt, dass Designer viele Näharbeiten an Subunternehmer in der Stadt oder der Umgebung auslagern. Mit die wichtigste Plattform für die Mode in der Hauptstadt ist heute die Fashion Week mit zuletzt rund 18000 Fachbesuchern. Sie findet alle sechs Monate statt, im Januar und im Juli.

 
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