Spielen Schach

»Besonders erfreut Loki ihn, wenn er nach Hause kommt und sie ihn mit schelmischem Grinsen fragt: ›Willst du verhauen werden?‹ Doch so eindeutig sind die Siege und Niederlagen beim geliebten Schachspiel der beiden nun auch nicht verteilt«, las ich in der Beilage der ZEIT zum 90. Geburtstag von Helmut Schmidt. Ein langes Leben lang haben sie sich schon gegenseitig »verhauen«, und der Appetit auf mehr scheint immer noch da zu sein.

Im Kindergarten haben die beiden allerdings noch nicht begonnen. Das brachte erst Ralf Schreiber, der Breitenschachreferent des Deutschen Schachbunds, ins Rollen, dem es gelang, von 179 angeschriebenen Kindergärten deren 157 für sein Schachprojekt zu begeistern und so bei Tausenden von Kindern das Interesse am Schach zu wecken. Jetzt will er sein Modell auf ganz Nordrhein-Westfalen ausdehnen. »Jahrtausendspiel der Generationen« lese ich auf einer Karte der Schachjugend NRW: »Schach verbindet! Unabhängig von Nationalität, Geschlecht, Religion und Alter spielen seit Jahrhunderten Menschen miteinander Schach.« Das erinnert mich auch an Richard von Weizsäcker, der einmal beim jährlichen Hamburger Wettkampf »Rechtes gegen linkes Alsterufer« in einer Schülermannschaft antrat und danach befand, selten in seinem politischen Dasein an einer so sinnvollen Veranstaltung teilgenommen zu haben.

Zurück zu Ralf Schreiber, der mir als Festtagsgruß dieses »Weihnachtsbaum-Problem« schickte: »Weiß zieht und setzt in drei Zügen matt.« Zwar nicht kindergartenleicht, aber schön. Wie geht's?

Helmut Pfleger

Lösung aus Nr. 10:
Wie eroberte Weiß am Zug Beute? Das (Schein-) Springeropfer 1.Sxb5! durfte Schwarz wegen 1…cxb5 2.Lxf7+! mit Gewinn der schwarzen Dame nicht annehmen, so aber stand er nach 1…Db8 2.Sc3 mit einem Bauern weniger auf Verlust

 
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