Schwangerschaftsabbruch Zwang zur Mutterschaft darf es nicht geben

Im ZEITmagazin sprachen Männer erstmals über Erfahrungen mit Abtreibungen. Gut so, doch die Frauen sind mit ihren Entscheidungen allein

Die Redaktion des ZEITmagazins hat Jörg Burgers Geschichte über Männer, die enttäuscht darüber sind, dass ihre Frauen die Schwangerschaft nicht ausgetragen haben (Nr. 8/09), mit dem berühmten stern- Cover vom 6. Juni 1971 aufgemacht, dem provokanten Bekenntnis der 374 Frauen: "Wir haben abgetrieben!" Auf der zweiten Seite erklären neun Männer: "Wir auch." Damit wird suggeriert, die Erzeuger befänden sich in einer vergleichbaren Lage. Und in der Unterzeile zum Titel heißt es dann: "Bis heute haben Männer zu dem Thema geschwiegen."

Jetzt reden sie also, die Männer. Und das ist auch gut so. Doch die Frauen, mit denen ich seit den siebziger Jahren über ihre Abtreibungen gesprochen habe, waren meist allein damit. Erschütternd allein. Sie sind in die Schweiz oder nach Holland gefahren, wenn sie das Geld hatten. Oder sie haben sich zur Engelmacherin geschlichen, wo sie nicht selten auch allein verblutet sind. Bis heute sterben weltweit jedes Jahr 70.000 Frauen an medizinisch unsachgemäßen, weil verbotenen Abtreibungen. Dem Vatikan sei Dank.

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Es ist also zu begrüßen, wenn Männer sich mehr und mehr mitverantwortlich fühlen; wenn sie etwas über ihre Motive, Zweifel und Hoffnungen sagen. Aber was genau sagen sie? Von den elf Befragten geben zwei an, sie hätten damals von dieser Frau kein Kind gewollt. Neun sagen, die Frau habe die Entscheidung zur Abtreibung gegen ihren Willen getroffen, sie reagieren mit Enttäuschung oder Wut über Verlust, Liebesentzug, Machtlosigkeit. Einer der Männer spricht von "Tötung", für ihn sind also abtreibende Frauen Mörderinnen. Einer erzählt, wie er Strafanzeige gegen den Arzt stellte, der die Abtreibung vornahm. Zwei weitere sagen, dass sie sich ein Gesetz wünschen, nach dem der Erzeuger die schwangere Frau zum Austragen zwingen kann.

Nur in einem Fall fragt das ZEITmagazin auch die Frau nach ihrer Sicht der Dinge, im Fall des Ehepaares Thomas und Linda Schramm. Linda hat in den letzten sieben Jahren drei Kinder bekommen – und ist nun zum vierten Mal schwanger. Ungewollt. Man muss den Artikel schon sehr genau lesen, um zu verstehen: Schramms sind eben nicht "beide berufstätig", sondern Linda hatte jahrelang ausgesetzt, hat "gerade erst aufgehört zu stillen" und jobbt seit zwei Monaten wieder. Jetzt hat sie "nicht mehr die Kraft für ein weiteres Kind", weder seelisch noch körperlich. Nur zwischen den Zeilen erfahren wir, dass die Ehe bereits seit Längerem kriselt. Thomas schickt sich schließlich in die Entscheidung seiner Frau, wenn auch grollend. Bis heute wirft er ihr "Egoismus" vor und dass sie den Embryo "Zellhaufen" genannt habe.

Zwei von drei Frauen, die in Deutschland abtreiben, sind in Lindas Lage. Sie haben bereits ein Kind oder mehrere Kinder. Wer sollte das Recht haben, diesen Frauen das Austragen einer weiteren, ungewollten Schwangerschaft vorzuschreiben?! Und was wäre das für eine Beziehung, in der ein Mann eine Frau zum Austragen zwingt?!

Leser-Kommentare
  1. Bislang keine Reaktion auf einen Artikel von Frau (Professor) Schwarzer. Wie ist das zu bewerten? Ist die Entwicklung über sie hinweggegangen, oder trifft sie nicht mehr die tatsächlichen Fragen der jungen Frauengeneration?

    Es ist aber auch schwer, auf einen Aufsatz von Frau Schwarzer zu antworten. Sie bietet immer ein buntes Gemisch von Polemiken, Unterstellungen und unbewiesenen Erfolgen der >Frauenbewegung< an, die von EMMA oder ihr selbst artikuliert wird.

    Als böse Macht dient immer der Vatikan, ein Ausbund von moralischer Einseitigkeit. Auch die Männer sind immer gut geeignet,Triebgesteuerte Unwesen, die Frauen im Stich lassen und nicht zahlen wollen, wenn ein Kind geboren wurde. Ehemänner, die sich erdreisten mitreden zu wollen, wenn es um die Realisierung eines Kinderwunsches geht. Nicht näher benannte Sadisten, denen es lediglich auf die Unterdrückung und Demütigung der Frauen geht.

    In welcher Welt lebt und denkt Frau Schwarzer?

    Hat die Dame schon mal was von gegenseitiger Liebe und Unterstützung gehört? Hat sie schon mal gehört, dass in hoch entwickelten Gesellschaften Arbeitsteilung herrscht. Frauen bekommen Kinder und haben ein Recht auf Unterstützung der Männer und der Gesellschaft. Hat sie schon mal gehört, dass man in Ehen nicht Rechtspositionen durchsetzt, nicht die der Männer oder der Frauen, sondern nach tragfähigen Kompromissen sucht, die beide Partner einschließen?

    Eines hat die Bewegung Schwarzer tatsächlich bewirkt. Das natürliche Zueinanderstreben von Männern und Frauen ist einem impliziten Misstrauen gewichen. Wer nicht mitentscheiden darf, ist auch nicht eingebunden in die Verantwortung über kommende Generationen.

    Und noch eine Ungenauigkeit in der Schwarzerschen Argumentation. Die Tötung ungeborenen Lebens ist auch jetzt nicht erlaubt. Der Staat verzichtet aber auf die Verfolgung dieses Deliktes, wenn eine Reihe von Kriterien eingehalten wurden.

    Kinder haben nämlich ein Recht auf Leben und Paare auf eine glückliche Familie!

    Es wäre eine grandiose Idee der Frauenbewegung, nicht die Beteiligten gegeneinander auszuspielen, sondern dafür zu sorgen, dass Frauen die Kinder bekommen und erziehen, keine wirtschaftlichen Nachteile haben. Wie wäre es mit der Forderung der Weiterzahlung des letzten Gehaltes? Wie wäre es mit der Absicherung des Alters über die Rentenversicherungen? Wie wäre es mit einer eigenständigen Krankenversicherung? (Mütter hätten dann wenn es doch schiefgeht und geschieden wird, wenigstens eine tragfähige soziale Absicherung)

    Wissenschaftlich bewiesen ist heute, dass Kinder ihre Mütter in den ersten 3 Lebensjahren nur für sich zu ihrer gesunden Entwicklung brauchen. Geben wir den Müttern und den Kindern doch die Chance!

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    Leider mittlerweile für dieses Forum viel zu niveauvoll. ( Vorsicht, könnte zum Nachdenken anregen !)

    "Eines hat die Bewegung Schwarzer tatsächlich bewirkt. Das natürliche Zueinanderstreben von Männern und Frauen ist einem impliziten Misstrauen gewichen."
    Seltsam, dass sie einer aus ihrer Sicht scheinbaren Unperson wie Alice Schwarzer die Macht zusprechen, gegen Naturgewalten anzukommen! Möglicherweise begründet sich das naturgewollte Zueinanderstreben auf sehr dünnem Boden...so wie ihr gesamter Kommentar, wie ich das sehe.
    ( :

    Honecker mußte man auch mitteilen das er das Licht auszumachen hat, warum sollte das Fr. Schwarzer anders ergehen?

    Sicherlich hat jeder seine Zeit, aber Frau sollte auch erkennen wenn diese vorbei ist.

    Leider mittlerweile für dieses Forum viel zu niveauvoll. ( Vorsicht, könnte zum Nachdenken anregen !)

    "Eines hat die Bewegung Schwarzer tatsächlich bewirkt. Das natürliche Zueinanderstreben von Männern und Frauen ist einem impliziten Misstrauen gewichen."
    Seltsam, dass sie einer aus ihrer Sicht scheinbaren Unperson wie Alice Schwarzer die Macht zusprechen, gegen Naturgewalten anzukommen! Möglicherweise begründet sich das naturgewollte Zueinanderstreben auf sehr dünnem Boden...so wie ihr gesamter Kommentar, wie ich das sehe.
    ( :

    Honecker mußte man auch mitteilen das er das Licht auszumachen hat, warum sollte das Fr. Schwarzer anders ergehen?

    Sicherlich hat jeder seine Zeit, aber Frau sollte auch erkennen wenn diese vorbei ist.

    • Djuna
    • 14.03.2009 um 13:27 Uhr

    Vielen Dank Frau Schwarzer,
    dass sie in Ihrem Artikel klar gestellt haben worum des den, von Herrn Burger beschriebenen Männern wirklich ging und was diese Männer offensichtlich bis Heute nicht verstanden haben.
    Auch mich hat hat der Artikel von Herrn Burger ziemlich wütend gemacht - ist das alles was Männer in den letzten Jahrzehnten verstanden haben - wirklich traurig.
    Ich kenne keine Frau, welche abgetrieben hat und dann nie wieder daran dachte - kenne eher Frauen die auch noch nach 17 Jahren sagen können wie alt dieses Kind jetzt wäre und ich kenne keine, die sich aus reiner Selbstverwirklichung gegen das Kind entschieden hat.
    Bei all diesen Frauen war es immer vor allem eine Prognose, auf Basis von Gegenbheiten und möglichen Zukunftchancen. Wann wird mann verstehen, dass ein Kind nicht nur paar Monate sondern 10-15 Jahre Verantwortung und Verpflichtung ist.
    Herrn Burgers Artikel zementiert für mich eher, das mann hier einen Erkenntnisstand erreicht hat, der es eben nicht ermöglicht ihn hier wirklich einzubeziehen. Wie beschrieben erlauben sich, eine hohe Zahl Männer ihre Irgendwannentscheidung zu revidieren, Ihr Leben anzupassen und das bevorzugt ohne ständig von vorherigen Entscheidungen (Exfrau, Exkinder inklusive) regelmässig eingeholt zu werden. Eine sehr verständliche Haltung - was allerdings die Entscheidung für ein Kind mit eben solchem Mann für Frauen nicht einfacher macht.
    Zumal, genau diese Problem aus meiner Erfahrung dem Partner, den man ja liebt und schätzt, höchst problematisch zu benennen ist.
    Was ich sagen will - Männer können sich recht sicher sein, für Frauen ist die Frage für oder gegen Kind oftmals ein Dilema. Es wäre für viele Frauen sicher wunderbar den geliebten Mann einzubeziehen - nötig wärer dazu Mann, der eine näherungsweise Beständigkeit an den Tag zu legen in der Lage ist. Mann der glaubhaft machen kann, dass er da ist und vor hat zu bleiben und mitzutragen. Also genau das, was die im Burger-Artikel genannten Männer für ihre Frauen wohl unzureichend geschafft haben.

    Zu Kommentar 1
    also ich bin schon verblüfft wie mann auch heute noch über gesicherte Daten und Fakten hinweghüpfend versucht seine sicht von welt zu zementieren - ich hoffe doch sehr, das dies ein echter Ausnahmemann ist.

  2. Der Alice Schwarzer Feminismus war nötig. Doch Alice Schwarzer steht dem heutigen Feminismus im Weg und ihre aggressive Art ist am schlechten Ruf des Feminismus schuld. Die Bewegung könnte bereits wesentlich weiter sein und wesentlich mehr Zustimmung erfahren wenn man Feminismus nicht mir Alice Schwarzer gleichsetzen würde. Alice, du stehst dem Feminismus im Weg! Sehe endlich ein das deine Zeit gekommen ist und mach den Platz frei für den Feminismus des 21ten Jahrhunderts.

    Die meisten jungen Frauen wollen sich durchaus für ihre Ziele stark machen, aber sie wollen sich nicht mir Alice Schwarzer identifizieren.

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    Ein solcher Unsinn ist mir noch selten untergekommen. Jede vernünftig denkende Frau - ob jung oder alt - ist äusserst dankbar, dass es Alice Schwarzer gibt und sie sich nach wie vor exponiert und für die Frauen einsetzt. Du scheinst von Feminismus und den Problemen der Frauen wirklich keine Ahnung zu haben.
    Martha

    Ein solcher Unsinn ist mir noch selten untergekommen. Jede vernünftig denkende Frau - ob jung oder alt - ist äusserst dankbar, dass es Alice Schwarzer gibt und sie sich nach wie vor exponiert und für die Frauen einsetzt. Du scheinst von Feminismus und den Problemen der Frauen wirklich keine Ahnung zu haben.
    Martha

    • clubby
    • 14.03.2009 um 13:48 Uhr

    Warum, ja waaarrruum, wird bei dieser Thematik immer , aber auch immer wieder, auf Frau Schwarzer mit ihrem Steinzeitfeminismus zurückgegriffen.

    Warum kann diese Thematik nicht EINMAL OHNE einen Kommentar (die sich eh alle inhaltlich wiederholen) von Frau Schwarzer behandelt werden.

    Ich schätze die Meinung von Frauen zu diesem Thema sehr. Nur hat sich hier viel bewegt in den letzten Jahren.

    Dieses reflexhafte Zurückziehen auf uralt EMMA-Positionen, Formulierungen, Übertreibungen und kontextfreien Unterstellungen ödet mich dagen nur an, selbst wenn einige der Aussagen durchaus nachvollziehbar sind.

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    Weil sie es wenigstens noch als wert erachtet sich die Mühe weiterhin zu machen.
    Steinzeit? Nun, ich bin 25 und mit Sicherheit keine Emanze - für ihre ehrlichen Worte bin ich ihr dennoch aufrichtig dankbar :>

    Weil sie es wenigstens noch als wert erachtet sich die Mühe weiterhin zu machen.
    Steinzeit? Nun, ich bin 25 und mit Sicherheit keine Emanze - für ihre ehrlichen Worte bin ich ihr dennoch aufrichtig dankbar :>

  3. 5. Warum?

    Weil sie es wenigstens noch als wert erachtet sich die Mühe weiterhin zu machen.
    Steinzeit? Nun, ich bin 25 und mit Sicherheit keine Emanze - für ihre ehrlichen Worte bin ich ihr dennoch aufrichtig dankbar :>

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    Sie sollten aber eine „Emanze“ sein. Emanzipation wird immer mit dem Begriff Feminismus gleichgesetzt, das ist falsch.

    Sich emanzipieren ist ein Prozess der Selbstständigwerdung. Kinder entwachsen der Vormundschaft ihrer Eltern und lernen aus eigener Verantwortung ihr Leben und ihre Zukunft zu gestalten. Dies Entwicklung müssen Mädchen und Jungen durchlaufen.

    Feminismus dagegen, ist die Umkehrung des Patriarchats.

    Die viel genannte Selbstverwirklichung eines Menschen bedeutet nicht, sich von Pflichten zu befreien. Selbstverwirklichung bedeutet im Gegenteil, seine Pflichten zu erfüllen. Zu den gegeben Pflichten der Frauen gehört es, den Bestand der Menschen zu erhalten und für Nachwuchs zu sorgen. Diese Verpflichtung wird jedem Mädchen mit auf den Weg gegeben. Zur Frau wird man also nicht gemacht, wie die Vordenkerin von Frau Schwarzer, Simone de Beauvoir behauptet, die Pflichten der Frau wird dem Mädchen schon von Anfang an mitgegeben.

    Zu den Pflichten der Väter gehört es, die Mütter zu schützen, sie treu und partnerschaftlich zu unterstützen und alle Kinder die aus dieser Verbindung entstehen! Wenn man altmodisch ist, kann man das auch patriachalisch nennen.

    Zu den Pflichten der Gesellschaft gehört es, den Müttern wirtschaftliche Sicherheit zu geben. Eine Gesellschaft die in der Lage ist Milliardenbeträge zur Erhaltung von Banken aufzubringen, wird wohl in der Lage sein, seinen Familien, Müttern, Kindern und Vätern, seiner >systemischen< Grundlage also, zuträgliche Lebensbedingungen zu schaffen.

    Kein Mensch kann für sich alleine bestehen, (niemand ist eine Insel) weder Frau noch Mann – das ist die Wahrheit.

    • clubby
    • 15.03.2009 um 14:49 Uhr

    Frau Schwarzer hat leider eine Polemik und Übertreibung in ihren Formulierungen, die der Sache nicht gerecht werden. Das stört mich daran. Auch schnitzt sie sich die Argumente gerne grob genau so zurecht, daß sie in ihr Bild passen. Auch das wird der Sache nicht gerecht und hilft in heutiger Zeit auch nicht den Frauen. Mich würde viel mehr interessieren wie erfolgreiche, emanzipierte Frauen , die zudem auch Kindern haben, zu dem Thema stehen. Denn sie sind den Weg gegangen, der von Frau Schwarzer vor langer Zeit mal bereitet wurde, das stehe ich ihr gerne zu. Nur zu jetzigem Zeitpunkt ist ihre überzogene Revolutionsargumentation völlig fehl am Platze.

    Ich zeige das aber gerne an dem Artikel von Frau Schwarzer:
    In dem ersten Abschnitt stellt sie beide Artikel gegenüber und legt den Ausgangspukt der Diskussion fest. Das ist leider nicht vollständig. Richtig ist, daß wir hier von Männern UND Frauen in Partnerschaften reden, die beide vor dem Sex wissen, worauf sie sich einlassen und entspechend VORHER gemeinsam im Sinne ihres Umfelds (schon goborenen Kindern) und ggfs. entstehendes Lebens abzuklären haben wie sie im Falle eines Falles damit umgehen werden. Die hier angesprochen Paare sind deutlich aus der Pubertät raus und stehen im erwachsenen Leben. Ferner erhebt der Artikel NICHT den Anspruch repräsentativ zu sein. Von einem "Jetzt reden sie also die Männer" kann hier nicht die Rede sein. Die zehn dort genannten reden und bringen zum Ausdruck was sie als Verlust empfinden. Frau Schwarzer hebt dies gleich zu Anfang auf einen generellen Männer gegen Frauen Konflikt, was mit dem Artikel und der Thematik nichts zu tun hat, sehr wohl aber gut in Ihre Revolutionsrethorik paßt.

    Zweiter Absatz:
    Jetzt reden sie also, die Männer. .... Doch die Frauen,...waren meist allein damit. Erschütternd allein. Sie sind in die Schweiz oder nach Holland gefahren, wenn sie das Geld hatten. Oder sie haben sich zur Engelmacherin geschlichen, wo sie nicht selten auch allein verblutet sind. Bis heute sterben weltweit jedes Jahr 70.000 Frauen an medizinisch unsachgemäßen, weil verbotenen Abtreibungen. Dem Vatikan sei Dank.

    Ausgehend von einer überschaubaren Zahl von Männern in dem Artikel wird stückweise gesteigert bis zum weltweiten Sterben von Frauen. Ersten fehlt zu den 70.000 die Quelle , was unseriös ist, zweitens werden hier die examplarischen Berichte und Gefühle von Männern innerhalb einer rechstaatlichen Demokratie, die ausdrücklich aussagt, daß Männer und Frauen gleich sind, mit weltweiter (und in vielen Fällen auch wirklich existenter) Frauenunterdrückung in einen Topf geworfen. Anders ausgedrückt: Was können die hier genannten Männer dafür, was der Vatikan anstellt? Das hat mit der Sache rein gar nichts zu tun, klingt aber gut :-)

    Es geht weiter:

    Es ist also zu begrüßen, wenn Männer... mitverantwortlich fühlen; wenn sie ... über .. Motive, Zweifel und Hoffnungen sagen. ...

    Eigentlich ist DAS die Kernaussage des Artikels, die hier ab nur der Vollständigkeit halber kurz genannt und beiseite gelegt wird.

    Von den elf Befragten geben zwei an, .. kein Kind gewollt. Neun sagen, ... gegen ihren Willen ..reagieren mit Enttäuschung oder Wut über Verlust, Liebesentzug, Machtlosigkeit. Einer der Männer spricht von "Tötung", für ihn sind also abtreibende Frauen Mörderinnen.

    Für Frau Schwarzer ist also jeder der etwas tötet oder als jemand bezeichnet wird, der etwas tötet implizit ein Mörder? Das auch innerhalb der Fristenreglung im weiblichen Körper etwas lebt, wird niemand bestreiten. Und wenn es nur eine einzige Zelle ist, so lebt sie und wird entsprechend auch getötet. Nur sie wird nicht gleich ermordet. Dieser Schluß ist also ein böswillige völlig übertriebene Unterstellung, die Frau Schwarzer hier macht.

    Einer erzählt, wie er Strafanzeige gegen den Arzt stellte, der die Abtreibung vornahm. Zwei weitere sagen, dass sie sich ein Gesetz wünschen, nach dem der Erzeuger die schwangere Frau zum Austragen zwingen kann.

    Hier haben wir es in der Tat mit drei harten Kalibern zu tun. Aber auch hier gilt, dass sich beide Partner in solchen Fragen vorher einig sein sollten. Wenn sich in solch essentieller Frage, der Mann gegen die Frau verhält, frage ich mich , wieso sie bei ihm ist. Es gibt nämlich durchaus auch Frauen die eine derart engstirnige und radikale Sicht haben (schaue USA).

    Aber das Schönste kommt noch:

    Nur in einem Fall fragt das ZEITmagazin auch die Frau nach ihrer Sicht der Dinge, im Fall des Ehepaares Thomas und Linda Schramm. ....schon sehr genau lesen....
    Hätten Sie mal Frau Schwarzer, hätten Sie mal! Hier verhalten sich nämlich BEIDE Teile völlig infantil und verantwortungslos. Wer nach drei Kindern immer noch nicht weiß ob er noch mehr Kinder haben will oder nicht, hat nen Schuß weg. ER, man muß sich das auf der Zunge zergehen lassen, läuft volles berufliches Risiko, ist sich aber nicht zu schade, dann doch die Verhütung mit einer unsicheren Methode ihr zu überlassen. Beide poppen wie die Irren, klären aber vorher nicht ab, wie sie mit dem Fall der Fälle umgehen wollen. Und die eigentliche Frage stellt auch Frau Schwarzer nicht, weil das ihre Bewegung nie wirklich interessiert hat. WAS IST MIT DEN SCHON VORHANDENEN DREI KINDERN!! Herr Schramm sieht nur das ungeborene Leben und akzeptiert sogar Sozialhilfe, macht sich aber NULL Gedanken darüber , wie sich eine angspannte finanzielle Situation auf seine jetzigen Kinder auswirkt. Sie denkt auch nur an sich und ihren ausgelaugten Körper. Keiner, aber wirklich keiner fokussiert dabei auf das Leben was schon da ist. Diese verquere Wahrnehmung zieht sich seit Jahren durch alle Abbruchdiskussionen. Wenn nur halb soviel Energie auf den Schutz und die Entwicklung und Führsorge von bereits GEBORENEN Kindern aufgewendet würde wie auf die fingernagelgroße Ansammlung von Zellen ungeboreren Lebens, wäre vieles besser. Aber so setzen die Schramms völlig verantwortungslos die Beziehung zu Lasten ihrer geborenen Kinder aufs Spiel, weil sie nur an sich denken. Zum K... sorry!

    Im nächsten Absatz erleben wir dan Schwarzersche Logik per Excellance:

    Zwei von drei Frauen, die in Deutschland abtreiben, sind in Lindas Lage. Sie haben bereits ein Kind oder mehrere Kinder. Wer sollte das Recht haben, diesen Frauen das Austragen einer weiteren, ungewollten Schwangerschaft vorzuschreiben?!
    Was zum Teufel hat das damit zu tun??!! Ja es mag zwei von drei Frauen (Quelle?) geben , die bereits ein Kind oder mehrere haben. Nur folgt daraus nicht, daß sie zu denen gehören, die beim nächsten gleich abtreiben wollen und erst recht nicht, dass sie zu denen gehören, bei denen der Mann das nicht will. Zwei von drei Frauen sind als NICHT in Lindas Lage. Entsprechend besteht auch kein Grund aufgrund der Häufigkeit eine Diskussion darüber zu führen oder sogar anzunehmen dies führe zwangläufig zu einer Situation oder der Frage, ob sie gezwungen werden müßten. (sick!!)

    Diese im Zeit-Artikel gar nicht vorhandene Behauptung daß ALLE Männer sich gedemütigt und verletzt fühlen, wenn Frauen abtreiben oder sie sogar zwingen wollen es nicht zu tun, wirft sie mit einer anderen Zahl in einen Topf, um den (gar nicht vorhandenen) Widerspruch zu zeigen.

    Man muss gar nicht so weit gehen, daran zu erinnern, dass heute jeder zweite getrennt lebende Vater – rund 500.000! – den Unterhalt für das Kind gar nicht oder nur teilweise zahlt.
    Soll zeigen: seht her, die Kerle beklagen sich wenn wir abtreiben, kommen aber schon so ihren Pflichen nicht nach. Das ist Polemik pur. Wie gesagt, gibt es eine solche Forderung gar nicht von allen Männern, zweitens spielen bei den 500000 viele andere Faktoren mit eine Rolle. Da sind Väter bei, die naus Trotz nicht zahlen, weil sie nicht an ihre Kinder rankommen, da sind Väter bei, die nicht können, da sind Väter bei, die gar kein Kind wollten, und es untergschoben bekommen haben...aber da sind natürlich leider auch Väter bei, die schlicht verantwortungslose Dreckskerle sind...(die von den Frauen aber wiederum auch ausgesucht wurden ;-)) )

    Jetzt mal nen großer Abschnitt, wo ich ihr auch zustimme:
    Nein der Zwang zu Mutterschaft .....
    bis
    ....Selbstbewusstsein der Frauen.

    Richtig Frau Schwarzer, und das bedeutet auch, dass Frauen im Interesse ihrer zukünfitgen Kinder in der Mitverantwortung stehen, sich nen Kerl richtig auszusuchen und vorher mit ihm abzuklären, wie sie BEIDE GEMEINSAM ZUM WOHLE DES KINDES mit dem Thema umgehen. Läßt er sich nicht drauf ein, kann sie ja gehen bevor sie beide in die Kiste springen. Vom Himmel sind Schwangerschaften noch nicht gefallen. Und ganz sicher nicht in diesen genannten Beispielen, worauf sich ihre Polemik ja bezieht. So einfach ist das!

    Im letzten Teil kommen mal wieder Halbwahrheiten. Der böse Staat und der Katholizismus werden GEGEN die Frauen in Stellung gebracht. Tja Frau Schwarzer das ist einerseits wahr aber andererseits auch nicht. Ihre eigene Klientel ist es nämlich, die ihnen in die Suppe spuckt. Es sind zu einem große Teil auch Frauen, die sich gegen eine Liberalisierung der Abtreibung gestemmt haben und weiter stemmen.
    Dabei hat Deutschland schon heute zusammen mit fundamental-christlichen Ländern wie Polen und Irland innerhalb der Europäischen Union das restriktivste Abtreibungsrecht
    Stimmt, sogar restriktiver als das katholische Österreich!
    Die letzte "Reform" und eine weitere Liberalisierung wurde beim letzten BVG Urteil mit den Stimmen von RICHTERINNEN verhindert. Deswegen haben wir das restriktivste Gesetz innerhalb der EU.

    Und nu??

    Sie sollten aber eine „Emanze“ sein. Emanzipation wird immer mit dem Begriff Feminismus gleichgesetzt, das ist falsch.

    Sich emanzipieren ist ein Prozess der Selbstständigwerdung. Kinder entwachsen der Vormundschaft ihrer Eltern und lernen aus eigener Verantwortung ihr Leben und ihre Zukunft zu gestalten. Dies Entwicklung müssen Mädchen und Jungen durchlaufen.

    Feminismus dagegen, ist die Umkehrung des Patriarchats.

    Die viel genannte Selbstverwirklichung eines Menschen bedeutet nicht, sich von Pflichten zu befreien. Selbstverwirklichung bedeutet im Gegenteil, seine Pflichten zu erfüllen. Zu den gegeben Pflichten der Frauen gehört es, den Bestand der Menschen zu erhalten und für Nachwuchs zu sorgen. Diese Verpflichtung wird jedem Mädchen mit auf den Weg gegeben. Zur Frau wird man also nicht gemacht, wie die Vordenkerin von Frau Schwarzer, Simone de Beauvoir behauptet, die Pflichten der Frau wird dem Mädchen schon von Anfang an mitgegeben.

    Zu den Pflichten der Väter gehört es, die Mütter zu schützen, sie treu und partnerschaftlich zu unterstützen und alle Kinder die aus dieser Verbindung entstehen! Wenn man altmodisch ist, kann man das auch patriachalisch nennen.

    Zu den Pflichten der Gesellschaft gehört es, den Müttern wirtschaftliche Sicherheit zu geben. Eine Gesellschaft die in der Lage ist Milliardenbeträge zur Erhaltung von Banken aufzubringen, wird wohl in der Lage sein, seinen Familien, Müttern, Kindern und Vätern, seiner >systemischen< Grundlage also, zuträgliche Lebensbedingungen zu schaffen.

    Kein Mensch kann für sich alleine bestehen, (niemand ist eine Insel) weder Frau noch Mann – das ist die Wahrheit.

    • clubby
    • 15.03.2009 um 14:49 Uhr

    Frau Schwarzer hat leider eine Polemik und Übertreibung in ihren Formulierungen, die der Sache nicht gerecht werden. Das stört mich daran. Auch schnitzt sie sich die Argumente gerne grob genau so zurecht, daß sie in ihr Bild passen. Auch das wird der Sache nicht gerecht und hilft in heutiger Zeit auch nicht den Frauen. Mich würde viel mehr interessieren wie erfolgreiche, emanzipierte Frauen , die zudem auch Kindern haben, zu dem Thema stehen. Denn sie sind den Weg gegangen, der von Frau Schwarzer vor langer Zeit mal bereitet wurde, das stehe ich ihr gerne zu. Nur zu jetzigem Zeitpunkt ist ihre überzogene Revolutionsargumentation völlig fehl am Platze.

    Ich zeige das aber gerne an dem Artikel von Frau Schwarzer:
    In dem ersten Abschnitt stellt sie beide Artikel gegenüber und legt den Ausgangspukt der Diskussion fest. Das ist leider nicht vollständig. Richtig ist, daß wir hier von Männern UND Frauen in Partnerschaften reden, die beide vor dem Sex wissen, worauf sie sich einlassen und entspechend VORHER gemeinsam im Sinne ihres Umfelds (schon goborenen Kindern) und ggfs. entstehendes Lebens abzuklären haben wie sie im Falle eines Falles damit umgehen werden. Die hier angesprochen Paare sind deutlich aus der Pubertät raus und stehen im erwachsenen Leben. Ferner erhebt der Artikel NICHT den Anspruch repräsentativ zu sein. Von einem "Jetzt reden sie also die Männer" kann hier nicht die Rede sein. Die zehn dort genannten reden und bringen zum Ausdruck was sie als Verlust empfinden. Frau Schwarzer hebt dies gleich zu Anfang auf einen generellen Männer gegen Frauen Konflikt, was mit dem Artikel und der Thematik nichts zu tun hat, sehr wohl aber gut in Ihre Revolutionsrethorik paßt.

    Zweiter Absatz:
    Jetzt reden sie also, die Männer. .... Doch die Frauen,...waren meist allein damit. Erschütternd allein. Sie sind in die Schweiz oder nach Holland gefahren, wenn sie das Geld hatten. Oder sie haben sich zur Engelmacherin geschlichen, wo sie nicht selten auch allein verblutet sind. Bis heute sterben weltweit jedes Jahr 70.000 Frauen an medizinisch unsachgemäßen, weil verbotenen Abtreibungen. Dem Vatikan sei Dank.

    Ausgehend von einer überschaubaren Zahl von Männern in dem Artikel wird stückweise gesteigert bis zum weltweiten Sterben von Frauen. Ersten fehlt zu den 70.000 die Quelle , was unseriös ist, zweitens werden hier die examplarischen Berichte und Gefühle von Männern innerhalb einer rechstaatlichen Demokratie, die ausdrücklich aussagt, daß Männer und Frauen gleich sind, mit weltweiter (und in vielen Fällen auch wirklich existenter) Frauenunterdrückung in einen Topf geworfen. Anders ausgedrückt: Was können die hier genannten Männer dafür, was der Vatikan anstellt? Das hat mit der Sache rein gar nichts zu tun, klingt aber gut :-)

    Es geht weiter:

    Es ist also zu begrüßen, wenn Männer... mitverantwortlich fühlen; wenn sie ... über .. Motive, Zweifel und Hoffnungen sagen. ...

    Eigentlich ist DAS die Kernaussage des Artikels, die hier ab nur der Vollständigkeit halber kurz genannt und beiseite gelegt wird.

    Von den elf Befragten geben zwei an, .. kein Kind gewollt. Neun sagen, ... gegen ihren Willen ..reagieren mit Enttäuschung oder Wut über Verlust, Liebesentzug, Machtlosigkeit. Einer der Männer spricht von "Tötung", für ihn sind also abtreibende Frauen Mörderinnen.

    Für Frau Schwarzer ist also jeder der etwas tötet oder als jemand bezeichnet wird, der etwas tötet implizit ein Mörder? Das auch innerhalb der Fristenreglung im weiblichen Körper etwas lebt, wird niemand bestreiten. Und wenn es nur eine einzige Zelle ist, so lebt sie und wird entsprechend auch getötet. Nur sie wird nicht gleich ermordet. Dieser Schluß ist also ein böswillige völlig übertriebene Unterstellung, die Frau Schwarzer hier macht.

    Einer erzählt, wie er Strafanzeige gegen den Arzt stellte, der die Abtreibung vornahm. Zwei weitere sagen, dass sie sich ein Gesetz wünschen, nach dem der Erzeuger die schwangere Frau zum Austragen zwingen kann.

    Hier haben wir es in der Tat mit drei harten Kalibern zu tun. Aber auch hier gilt, dass sich beide Partner in solchen Fragen vorher einig sein sollten. Wenn sich in solch essentieller Frage, der Mann gegen die Frau verhält, frage ich mich , wieso sie bei ihm ist. Es gibt nämlich durchaus auch Frauen die eine derart engstirnige und radikale Sicht haben (schaue USA).

    Aber das Schönste kommt noch:

    Nur in einem Fall fragt das ZEITmagazin auch die Frau nach ihrer Sicht der Dinge, im Fall des Ehepaares Thomas und Linda Schramm. ....schon sehr genau lesen....
    Hätten Sie mal Frau Schwarzer, hätten Sie mal! Hier verhalten sich nämlich BEIDE Teile völlig infantil und verantwortungslos. Wer nach drei Kindern immer noch nicht weiß ob er noch mehr Kinder haben will oder nicht, hat nen Schuß weg. ER, man muß sich das auf der Zunge zergehen lassen, läuft volles berufliches Risiko, ist sich aber nicht zu schade, dann doch die Verhütung mit einer unsicheren Methode ihr zu überlassen. Beide poppen wie die Irren, klären aber vorher nicht ab, wie sie mit dem Fall der Fälle umgehen wollen. Und die eigentliche Frage stellt auch Frau Schwarzer nicht, weil das ihre Bewegung nie wirklich interessiert hat. WAS IST MIT DEN SCHON VORHANDENEN DREI KINDERN!! Herr Schramm sieht nur das ungeborene Leben und akzeptiert sogar Sozialhilfe, macht sich aber NULL Gedanken darüber , wie sich eine angspannte finanzielle Situation auf seine jetzigen Kinder auswirkt. Sie denkt auch nur an sich und ihren ausgelaugten Körper. Keiner, aber wirklich keiner fokussiert dabei auf das Leben was schon da ist. Diese verquere Wahrnehmung zieht sich seit Jahren durch alle Abbruchdiskussionen. Wenn nur halb soviel Energie auf den Schutz und die Entwicklung und Führsorge von bereits GEBORENEN Kindern aufgewendet würde wie auf die fingernagelgroße Ansammlung von Zellen ungeboreren Lebens, wäre vieles besser. Aber so setzen die Schramms völlig verantwortungslos die Beziehung zu Lasten ihrer geborenen Kinder aufs Spiel, weil sie nur an sich denken. Zum K... sorry!

    Im nächsten Absatz erleben wir dan Schwarzersche Logik per Excellance:

    Zwei von drei Frauen, die in Deutschland abtreiben, sind in Lindas Lage. Sie haben bereits ein Kind oder mehrere Kinder. Wer sollte das Recht haben, diesen Frauen das Austragen einer weiteren, ungewollten Schwangerschaft vorzuschreiben?!
    Was zum Teufel hat das damit zu tun??!! Ja es mag zwei von drei Frauen (Quelle?) geben , die bereits ein Kind oder mehrere haben. Nur folgt daraus nicht, daß sie zu denen gehören, die beim nächsten gleich abtreiben wollen und erst recht nicht, dass sie zu denen gehören, bei denen der Mann das nicht will. Zwei von drei Frauen sind als NICHT in Lindas Lage. Entsprechend besteht auch kein Grund aufgrund der Häufigkeit eine Diskussion darüber zu führen oder sogar anzunehmen dies führe zwangläufig zu einer Situation oder der Frage, ob sie gezwungen werden müßten. (sick!!)

    Diese im Zeit-Artikel gar nicht vorhandene Behauptung daß ALLE Männer sich gedemütigt und verletzt fühlen, wenn Frauen abtreiben oder sie sogar zwingen wollen es nicht zu tun, wirft sie mit einer anderen Zahl in einen Topf, um den (gar nicht vorhandenen) Widerspruch zu zeigen.

    Man muss gar nicht so weit gehen, daran zu erinnern, dass heute jeder zweite getrennt lebende Vater – rund 500.000! – den Unterhalt für das Kind gar nicht oder nur teilweise zahlt.
    Soll zeigen: seht her, die Kerle beklagen sich wenn wir abtreiben, kommen aber schon so ihren Pflichen nicht nach. Das ist Polemik pur. Wie gesagt, gibt es eine solche Forderung gar nicht von allen Männern, zweitens spielen bei den 500000 viele andere Faktoren mit eine Rolle. Da sind Väter bei, die naus Trotz nicht zahlen, weil sie nicht an ihre Kinder rankommen, da sind Väter bei, die nicht können, da sind Väter bei, die gar kein Kind wollten, und es untergschoben bekommen haben...aber da sind natürlich leider auch Väter bei, die schlicht verantwortungslose Dreckskerle sind...(die von den Frauen aber wiederum auch ausgesucht wurden ;-)) )

    Jetzt mal nen großer Abschnitt, wo ich ihr auch zustimme:
    Nein der Zwang zu Mutterschaft .....
    bis
    ....Selbstbewusstsein der Frauen.

    Richtig Frau Schwarzer, und das bedeutet auch, dass Frauen im Interesse ihrer zukünfitgen Kinder in der Mitverantwortung stehen, sich nen Kerl richtig auszusuchen und vorher mit ihm abzuklären, wie sie BEIDE GEMEINSAM ZUM WOHLE DES KINDES mit dem Thema umgehen. Läßt er sich nicht drauf ein, kann sie ja gehen bevor sie beide in die Kiste springen. Vom Himmel sind Schwangerschaften noch nicht gefallen. Und ganz sicher nicht in diesen genannten Beispielen, worauf sich ihre Polemik ja bezieht. So einfach ist das!

    Im letzten Teil kommen mal wieder Halbwahrheiten. Der böse Staat und der Katholizismus werden GEGEN die Frauen in Stellung gebracht. Tja Frau Schwarzer das ist einerseits wahr aber andererseits auch nicht. Ihre eigene Klientel ist es nämlich, die ihnen in die Suppe spuckt. Es sind zu einem große Teil auch Frauen, die sich gegen eine Liberalisierung der Abtreibung gestemmt haben und weiter stemmen.
    Dabei hat Deutschland schon heute zusammen mit fundamental-christlichen Ländern wie Polen und Irland innerhalb der Europäischen Union das restriktivste Abtreibungsrecht
    Stimmt, sogar restriktiver als das katholische Österreich!
    Die letzte "Reform" und eine weitere Liberalisierung wurde beim letzten BVG Urteil mit den Stimmen von RICHTERINNEN verhindert. Deswegen haben wir das restriktivste Gesetz innerhalb der EU.

    Und nu??

  4. Männer, die mitentscheiden wollen, sind patriarchalische Tyrannen.
    Männer, die ihre Partnerin frei entscheiden lassen, stehlen sich aus der Verantwortung.
    Also... kastrieren und klonieren, dann ist die Sache endlich ausgestanden.
    < /ironie >

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    Man kann sich an einem Entscheidungsprozess ja durchaus auch ohne emotionale Erpressung beteiligen. Photos abgetriebener Foeten neben den Fruestuecksteller zu legen - wie im Artikel geschildert - wuerde ich nicht als Teil eines normalen Entscheidungsprozesses zwischen Erwachsenen ansehen.

    Zwischen "mach doch was du willst" und "du darfst nicht abtreiben" (2 der Maenner wollten ja auch tatsaechlich kein Kind, beschwerten sich aber dennoch nachtraeglich ueber die Abtreibung) ist ein sehr grosses Feld - das Sie offenbar nicht sehen.

    Ich denke schon, dass sehr viele Frauen, die abgetrieben haben umzustimmen gewesen waeren durch Vorschlaege wie:

    "- dieses Kind ist mir so wichtig (!), dass ich meine wenig eintraegliche Selbstaendigkeit aufgeben und mir wieder eine Anstellung mit regelmaessigem Einkommen suchen werde"

    "- ich sehe, dass du mit den 3 Kleinen jetzt schon ueberlastet bist und warum du Angst vor einem 4. Kind hast. Lass uns ab heute ausprobieren, wie es dir geht, wenn ich dir ab heute an einem Wochenendtag und ausserdem jeden Abend die Kinder 1-2 Stunden abnehme, und du wieder etwas Zeit fuer dich hast. Vielleicht kannst du dir dann doch vorstellen, es zu schaffen."

    "-ich wollte eigentlich noch kein Kind und bin mir nicht sicher, ob ich mit dir eine feste Beziehung will. Aber ich bin bereit, die Verantwortung dafuer zu uebernehmen. Lass uns mal ueberlegen, wie wir unsere gemeinsame Elternschaft organisieren koennten, falls du das Kind bekommst."

    Man kann sich an einem Entscheidungsprozess ja durchaus auch ohne emotionale Erpressung beteiligen. Photos abgetriebener Foeten neben den Fruestuecksteller zu legen - wie im Artikel geschildert - wuerde ich nicht als Teil eines normalen Entscheidungsprozesses zwischen Erwachsenen ansehen.

    Zwischen "mach doch was du willst" und "du darfst nicht abtreiben" (2 der Maenner wollten ja auch tatsaechlich kein Kind, beschwerten sich aber dennoch nachtraeglich ueber die Abtreibung) ist ein sehr grosses Feld - das Sie offenbar nicht sehen.

    Ich denke schon, dass sehr viele Frauen, die abgetrieben haben umzustimmen gewesen waeren durch Vorschlaege wie:

    "- dieses Kind ist mir so wichtig (!), dass ich meine wenig eintraegliche Selbstaendigkeit aufgeben und mir wieder eine Anstellung mit regelmaessigem Einkommen suchen werde"

    "- ich sehe, dass du mit den 3 Kleinen jetzt schon ueberlastet bist und warum du Angst vor einem 4. Kind hast. Lass uns ab heute ausprobieren, wie es dir geht, wenn ich dir ab heute an einem Wochenendtag und ausserdem jeden Abend die Kinder 1-2 Stunden abnehme, und du wieder etwas Zeit fuer dich hast. Vielleicht kannst du dir dann doch vorstellen, es zu schaffen."

    "-ich wollte eigentlich noch kein Kind und bin mir nicht sicher, ob ich mit dir eine feste Beziehung will. Aber ich bin bereit, die Verantwortung dafuer zu uebernehmen. Lass uns mal ueberlegen, wie wir unsere gemeinsame Elternschaft organisieren koennten, falls du das Kind bekommst."

  5. aber diese Form der "Emmanzipation" auf dem Rücken der Männer hat in dieser Zeit nichts mher zu suchen. Mittlerweile sind es doch eher die Männer, welche gegen eine von Frauen dominierte Welt antreten müssen.

    Sitz eine Frau auf dem Spielplatz und schaut den kindern zu, ist es eine liebende Mutter, macht ein Mann das gleiche gilt er schon als Triebtäter.

    Frauen besitzen in Karrierepositionen den gleichen Killerinstinkt wie Männer ( wer's denn mag ) , sind in der Politik genauso erfolgslos aber machtgeil wie ihr Gegenstück und haben alle Scheidungstricks in Seminaren gelernt. Und während der Gemahl für den Unterhalt schuftet, sitzt man gemeinsam beim Proseco und macht sich über die "nützlichen Idioten" lustig.

    Irgendwann werden Mann und Frau ( oder auch Frau und Mann ) lernen, das es nur gemeinsam geht und zwar gleichbereichtigt für beide, und das schliesst auch die Fähigkeit des Mannes ein, über eine Abtreibung genauso zu empfinden wie eine Frau. Aber das geht wohl nicht mehr in den Kopf einer Frau, die sich Männer nur als Putzlappen denkt. Sei's drum.

    (PS. ES kann sein, dass sich hier vermehrt Zynismus breitgemacht hab und ja, ich weiss, dass ich masslos übertrieben hab. Aber auch nicht mehr )

    • Anonym
    • 14.03.2009 um 14:33 Uhr

    Wer sollte das Recht haben, diesen Frauen das Austragen einer weiteren, ungewollten Schwangerschaft vorzuschreiben?! Und was wäre das für eine Beziehung, in der ein Mann eine Frau zum Austragen zwingt?!

    Wer hat das Recht zu töten?
    Und was wäre das für eine Beziehung, zu einem, Mörder?
    -------------
    Nein, der Zwang zur Mutterschaft ist unvereinbar mit der Menschenwürde und Selbstbestimmung der Frauen

    Mord zu etablieren ist ein Angriff auf die Menschenwürde.
    ------------
    'Frau' möchte wohl keine Norm über sich akzeptieren. Nun, Normen verpflichten ab und zu gegen sich selbst. Diese Bereitschaft (freiwillig oder nicht) ist Voraussetzung für Menschenwürde. Und weil hier das Kind so klar sprachlich schon ausgeblendet wird, tun wir gut daran an den eigentlichern Vorgang zu sprechen: Leben abtöten.

    Pervers, diese verzerrten Maßstäbe.

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