WAS BEWEGT ... Klaus Franz? Endspiele bei GM
Carl-Peter Forster (Bild), Chef von General Motors Europe (GME), hat den Politikern in Berlin einen »Zukunftsplan« vorgelegt. Opel und die anderen europäischen Werke des US-Konzerns General Motors (GM) sollen diesem Plan nach zu einer überlebensfähigen europäischen Einheit zusammengelegt werden, an der sich neben GM weitere Anteilseigner beteiligen sollen. Außer der Belegschaft und einer Gruppe von Opel-Händlern sind keine privaten Investoren in Sicht – daher solle der Staat 3,3 Milliarden Euro als Hilfe zuschießen, fordern Opel-Manager und Betriebsräte. Ungeklärt ist allerdings, wie weitere 1,2 Milliarden Dollar an Einsparungen bei GME hereingeholt werden. Dreißig Prozent Überkapazität oder drei Werke zu viel habe GM/Opel in Europa, sagt Forster. Die Betriebsräte favorisieren hier Abfindungsprogramme und Lohnkürzungen. Sechs Milliarden Dollar Staatshilfe aus Deutschland und anderen Ländern außerhalb der USA hat GM-Konzernchef Rick Wagoner (Bild) in seinen »Überlebensplan« geschrieben, der an Präsident Barack Obama ging. Damit soll ein Vielfaches der Summe von der US-Regierung losgeeist werden. Bis Ende März will diese entscheiden, spätestens dann muss auch Berlin Farbe bekennen. Schon jetzt überlebt GM nur dank Staatskrediten. Fließt kein weiteres Geld, bleibt wohl nur die Insolvenz in den USA und Europa. Und das, obwohl Opel mit dem Mittelklassewagen Insignia endlich wieder »ein Auto hat, mit dem die richtig angreifen könnten«, wie ein Topmanager eines deutschen Konkurrenten einräumt. dhl
- Datum 12.03.2009 - 07:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 12.03.2009 Nr. 12
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